Teneriffa ist die größte und bekannteste Insel der Kanaren. Das bedeutet, dass du ganz easy auf die „Insel des ewigen Frühlings“ kommst. Die Urlaubsmöglichkeiten sind riesig. Wie du den Überblick bewahrst? Mit unserer Checkliste für den perfekten Teneriffa-Urlaub.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Die Hauptinseln der Kanaren werden regelmäßig von vielen Flughäfen Europas aus angeflogen. Auf Teneriffa gibt es zwei Flughäfen, die internationale Flüge abwickeln: der Flughafen Teneriffa-Nord (TFN/Los Rodeos) und der Flughafen Teneriffa-Süd (TFS/Reina Sofia).

Übersicht des Flughafen Teneriffa Nord TFN.

Direktflüge von Deutschland nach Teneriffa gibt es unter anderem von Lufthansa, Iberia, Condor, Ryanair, Tui Fly und Sun Express. Die Flugzeit beträgt im Schnitt vier bis fünf Stunden. Dank Billig-Airlines kann die Anreise günstig werden. Mit etwas Glück ergatterst du ein Ticket schon ab 30 Euro.

Mit der Fähre

Die Inseln sind untereinander und zum spanischen Festland mit Fähren verbunden. Teneriffa und Gran Canaria haben je einen Seehafen, der Haupthafen ist der Hafen von Las Palmas. Die meisten Verbindungen werden vom Fred. Olsen Express und der Linie Armas angeboten.

Die Verbindungen sind allerdings nicht immer direkt und es kann sein, dass du einen Zwischenstopp auf einer der größeren Inseln einlegen musst. Eine typische Verbindung ist beispielsweise die Strecke zwischen Lanzarote und Fuerteventura. Diese wird stündlich von Fred. Olsen bedient. Der Katamaran braucht nur zwölf Minuten.

Urlaub buchen

Pauschalurlaub

Buchst du gern Flug und Hotel in einem? Dann ist ein Pauschalurlaub richtig für dich. Hier kaufst du deine Reise im Paket und bekommst die Anreise und die Übernachtungen zusammen; zusätzlich entscheidest du, ob du nur Frühstück oder Halbpension, also Frühstück und Abendessen, bekommen willst.

Am Hotel-Pool kannst du den Alltag hinter dir lassen.

Aktuelle Deals

All-inclusive

Machst du gern in All-inclusive-Clubs Urlaub? Dann ist ein All-inclusive-Paket perfekt, das du in einem Reisebüro oder online buchst und das alles beinhaltet – von Flug und Hotel bis hin zu Transfer und Vollverpflegung. Bei dieser Urlaubsform musst du dir vor Ort über gar nichts mehr Gedanken machen, da wirklich alles inkludiert ist.

Individuell

Magst du es individuell und stellst du dir gern einen Urlaub nach deinem Geschmack zusammen, dann solltest du nach dem Baustein-Prinzip arbeiten und die einzelnen Teile aneinanderfügen: zuerst die Region auswählen und entsprechende Flüge buchen, dann eine Unterkunft suchen und Programmpunkte vor Ort fixieren.

Anbieter

Gute Adressen für Pauschal- und All-inclusive-Urlaube in Spanien sind zum Beispiel Tui, Gulet, ltur, FTI oder Dertour. In den Suchmasken online kannst du genau angeben, welche Leistungen du dir wünscht, um dann passende Angebote angezeigt zu bekommen. Günstige Reisen im Pauschalbereich kann man auch bei Hofer Reisen und bei Aldi Reisen ergattern.

Möchtest du individuell reisen, ist im ersten Schritt der Flug wichtig. Flugangebote im Vergleich findest du auf Seiten wie Opodo, Momondo oder Skyscanner. Es kann sich auch lohnen, direkt bei den Airlines nach Flügen zu suchen. Iberia, Vueling oder Volotea sind beispielsweise spanische Fluglinien.

Wie teuer ist ein Teneriffa-Urlaub?

Generell kann man sagen: Ein Urlaub auf Teneriffa ist günstiger als in vielen anderen spanischen Regionen. Wo in vielen Orten das Preisniveau auf dem von Deutschland liegt, sind die Kanarischen Inseln immer ein bisschen günstiger.

Teneriffa-Urlaub: Geld sparen kannst du mit einigen Tipps.

Auf Teneriffa ist die meistgebuchte Übernachtungsform ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung. Diese sind fast immer günstiger als ein Hotel. Daher fallen die Übernachtungskosten niedriger aus.

Auf Teneriffa beträgt laut Hometogo der durchschnittliche Preis für eine Nacht 98 Euro. Aber: Das ist der Durchschnittspreis – und es geht günstiger. So kannst du auf Teneriffa bereits für 20 bis 40 Euro pro Nacht übernachten.

Dazu kommt, dass einige Lebensmittel geringer besteuert werden als in Deutschland. Das bedeutet, dass du sowohl im Supermarkt günstig einkaufen als auch in vielen Restaurants zu einem sehr fairen Preis essen kannst.

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Wer ein All-inclusive-Paket sucht oder generell gern bei einem großen Reiseveranstalter bucht, sollte Preise vergleichen. Denn Angebote gibt es viele. Tui bietet beispielsweise eine Woche auf Teneriffa bereits ab circa 350 Euro an – allerdings nur Flug und Hotel und kein Frühstück (oder Halbpension).

Beste Reisezeit

Im Sommer gibt es auf Teneriffa durchschnittliche Tagestemperaturen zwischen 26 und 29 Grad. Die Jahresdurchschnittstemperatur in Santa Cruz de Tenerife beträgt 21,1 Grad Celsius. Der wärmste Monat ist der August mit durchschnittlich 25,1 Grad.

Ein erholsamer Urlaubstag erwartet dich an den Stränden Teneriffas.

Die klassische Hauptreisezeit auf den Kanaren dauert von April bis Oktober, da es in diesen Monaten die geringsten Niederschlagsmengen gibt. In diesen Monaten kommen auch die meisten Touristinnen und Touristen. In der Nebensaison zwischen Herbst und Frühling ist weniger los. Dann sinken auch die Preise ein wenig und du kannst bei der Unterkunft sparen.

Um die beste Reisezeit für dich persönlich zu finden, musst du auf deine Wünsche achten. Magst du warmes Wetter und willst du baden, sind die Sommermonate ideal. März, April und November sind perfekte Monate, wenn du wandern oder Rad fahren willst.

Und wenn du dem kalten Winter in Deutschland entfliehen möchtest, kannst du auch im Dezember oder Januar reisen: Dann erlebst du noch immer angenehme 20 Grad im Durchschnitt.

Im Winter auf die Kanaren

Das Klima auf den Kanaren ist ganzjährig mild. Natürlich ist das Wetter in den Wintermonaten anders als im Sommer, aber klar ist: T‑Shirt-Wetter gibt es allemal. Der kälteste Monat auf den Kanaren ist der Januar mit etwa sechs Sonnenstunden pro Tag und bis zu 20 Grad Celsius – was im Vergleich zum deutschen Winter ganz klar das Paradies für Sonnenhungrige ist.

Die schönsten Strände auf den Kanaren

Der Vulkan Teide im National Park: Auch im Winter ist Teneriffa eine Reise wert.


Eine Küstenlänge von 234 Kilometern und abwechslungsreiche Strände, mal mit schwarzem Lavagestein, mal mit goldgelbem Sand, mal mit grünen Palmen: Los geht’s an die schönsten Strände auf Teneriffa:

Playa de las Teresitas

Die Strände Las Teresitas gelten als Aushängeschild der Kanareninsel Teneriffa. Im Norden der Insel im Dorf San Andrés gelegen, bezaubert der Strand mit goldgelbem Sand und unzähligen Palmen.

Panoramablick vom Aussichtspunkt Mirador Playa De Las Teresitas, in der Nähe von Santa Cruz auf der Vulkaninsel Teneriffa.

Der durch die schützenden Molen bedingte ruhige Wellengang macht den Strand ideal für Familien mit kleineren Kindern, die hier ganz entspannt im Wasser planschen können.

Playa del Duque

Einer der beliebtesten Strände auf Teneriffa ist die Playa del Duque an der Costa Adeje. Hier warten türkisfarbenes Wasser und ein goldener Strand auf dich.

Weil der Strand zum beliebten Ferienort Playa de las Américas gehört, findest du auch eine breit aufgestellte Infrastruktur mit unzähligen Bars und Restaurants. Und: Der Sonnenuntergang an der Playa del Duque soll besonders schön sein!

Playa del Ancón

Das absolute Gegenteil der Partystrände im Süden von Teneriffa ist die Playa del Ancón an der Nordküste der Insel im Schutzgebiet El Rincón. Hier erwartet dich ein wilder und unberührter Strand und jede Menge Ruhe.

Playa del Ancón an der Nordküste der Insel im Schutzgebiet El Rincón.

Da der Weg über eine Klippe nach unten führt und es keine Infrastruktur gibt, ist der Strand weniger besucht. FKK-Anhängerinnen und ‑Anhänger versammeln sich gern hier.

Playa de la Arena

Familien finden an der Südwestküste der Insel den perfekten Strand. Die Playa de la Arena wurde mehrfach als einer der saubersten und sichersten Strände in Europa gewählt.

Dazu gibt es eine gute Infrastruktur mit vielen Hotels, Geschäften, Cafés, Bars und Restaurants. Vom Strand legen auch einige Ausflugsboote ab – unter anderem zu den Klippen Los Gigantes.

Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa

Die größte der kanarischen Inseln hat viel zu bieten: den mächtigen Vulkan Teide und den gleichnamigen Nationalpark, mystische schwarze Vulkanstrände, abenteuerliche Wasser- und Tierparks, coole Städte und urige Dörfer.

Pico del Teide

Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes ist der Teide, der stolze 3718 Meter aufragt. Der Vulkan ist der höchste Berg Spaniens (und der dritthöchste Vulkan der Welt) und umgeben vom gleichnamigen Nationalpark, der zum Unesco-Weltnaturerbe gehört. Es gibt nur wenige Orte auf der Insel, wo du seinen Gipfel nicht in den Himmel ragen siehst.

Wandern an der Teide – auch das geht auf Teneriffa.

Willst du den Gipfel erklimmen, musst du nicht wandern, sondern kannst mit der Teide-Seilbahn fahren – bis zur Bergstation auf 3555 Meter. Selbst im Sommer kann hier noch Schnee liegen! Willst du doch lieber wandern, kannst du das auf 38 verschiedenen Routen machen.

Cueva del Viento

In Icod de los Vinos findest du ein Naturschauspiel der Extraklasse: Die Cueva del Viento ist die längste Lavahöhle Europas! Sie erstreckt sich über 17 Kilometer und ist Schätzungen zufolge vor mehr als 27.000 Jahren entstanden.

Besuchergruppe im Tunnelsystem der Cueva del Viento – der längsten Lavahöhle Europas.

Bei einer Führung erfährst du viel über die Höhle und ihre Formationen. Buche das Ticket am besten im Voraus, denn um das Ökosystem der Höhle zu schützen, gibt es nur vier Führungen mit maximal 16 Personen am Tag.

Lago Martiánez

Das Meerwasserschwimmbad in Puerto de la Cruz ist ein Knaller – egal ob für Familien, Paare oder Cliquen. Der Lago Martiánez ist ein einzigartiges Freibad in einer tollen Kulisse. Es liegt zwischen San Telmo und der Playa Martiánez und wurde vom Künstler César Manrique errichtet.

Die Lago Martianez Pools in Puerto de la Cruz auf Teneriffa.

Auf einer Gesamtfläche von 33.000 Quadratmetern tobst du in einer künstlich geschaffenen Wasserwelt mit einem See und sieben Pools im größten Salzwasserbad Europas. Um das Wasser stehen viele Sonnenliegen unter Palmen und es gibt Bars, Restaurants und ein Casino.

Anaga-Gebirge

Der Norden der Insel ist bekannt für seine Bergwelt, in der man tolle Wander- oder Klettertouren unternehmen kann. Ein absolutes Highlight ist das Anaga-Gebirge im Nordosten Teneriffas. Hier wartet nicht nur eine gigantische Landschaft – unter anderem mit einem Lorbeerwald aus dem Tertiär – sondern auch urige Dörfer mit guten und günstigen Restaurants.

Atemberaubender Blick über den ländlichen Park und die Berge von Anaga auf Teneriffa.


Da das Anaga-Gebirge nur 25 Kilometer von Santa Cruz de Tenerife entfernt ist, ist es auch gut zu erreichen. Es gibt sogar geführte Wanderungen und Ausflüge.

Die kanarische Küche

Die spanische Küche ist mediterran geprägt, das ist auch auf den Kanaren so. Wichtige Bestandteile sind Knoblauch und Olivenöl, Fisch und Meeresfrüchte, Kartoffeln und frisches Gemüse.

Die Kartoffeln spielen eine besondere Rolle und werden auf den Kanaren nicht geschält oder gepellt, sondern mit Schale gegart und serviert. Dazu gibt es die beiden Soßen Mojo rojo (der scharfer Mojo) und Mojo verde (der nicht scharfe grüne Mojo).

Landestypischer Fischteller mit Garnelen, Muscheln, Weißfisch, Tintenfisch und Salzkartoffeln.

Fleisch wird auf den Kanaren gern traditionell zubereitet, zum Beispiel Schweine- und Rinderbraten am Stück oder kurz Gebratenes, aber auch gern als Eintopf wie im Inselgericht Ropa vieja mit Fleisch, Kichererbsen, Gemüse und Kartoffeln.

Ein Klassiker ist Baifito en adobo, gebratenes Zicklein, das in einer Marinade aus Weißwein, Knoblauch, Petersilie, Thymian, Paprika, Lorbeerblättern und Salz eingelegt und anschließend gebraten wird.