Steinig ist sie, die Landschaft im Süden Teneriffas. Die dominierenden Farben: Rot, Braun und Schwarz. Für grüne Farbspritzer in dem sonst eher monotonen Erscheinungsbild sorgen allein die an Trockenheit angepasste Pflanzen, etwa verschiedene Wolfsmilchgewächse und Kakteen. Einer der Erschaffer dieses außergewöhnlichen Kunstwerkes ist nach einem ausschweifenden Blick über die Insel schnell ausfindig gemacht: der Teide.

Der 3718 Meter hohe Vulkan, der von den Ureinwohnern nur Echeyde, die Hölle, genannt wurde, gilt als das Wahrzeichen der Kanareninsel. Der Anblick seiner schneebedeckten Spitze beim Landeanflug ist für Fluggästinnen und ‑gäste, die auf der richtigen Seite des Flugzeugs sitzen, bereits ein erstes Highlight des Urlaubs. Seine ganze Schönheit gibt der Vulkan, der zuletzt im Jahr 1909 ausbrach, allerdings erst bei einem Besuch des Teide-Nationalparks preis.

1. Der Teide-Nationalpark

Der Teide-Nationalpark, der 2007 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde, ist nicht nur atemberaubend schön, sondern auch tatsächlich atemberaubend. Schon in der „Talstation“ auf 2356 Höhenmetern ist die Luft etwas dünner.

Noch schwerer fällt das Atmen jedoch nach einer Fahrt mit der Teléferico, der Teide-Drahtseilbahn, die ihre Fahrgästinnen und -gäste in acht bis zehn Minuten auf etwa 3555 Meter befördert. Der Ausblick auf die weite Lavalandschaft entschädigt für die vorübergehende Kurzatmigkeit aber allemal.

Von der „Talstation“ aus können Besucherinnen und Besucher des Nationalparks El Teide den Vulkan und den Finger Gottes (links im Bild) aus nächster Nähe betrachten.

Von der Bergstation aus können Besucherinnen und Besucher zu zwei Aussichtspunkten wandern. Der Mirador de la Fortaleza bietet einen Ausblick über die Landschaft des Nationalparks auf den grünen Norden der Insel. Vom Aussichtspunkt Mirador de Pico Viejo aus können Touristinnen und Touristen den gleichnamigen Krater erspähen und den Blick auf den Süden der Insel genießen. 

Auf- und Abfahrt mit der Seilbahn kosten für Erwachsene 37 Euro, für Kinder 18,50 Euro. Es ist auch möglich, einzelne Tickets zu lösen. Wer den Teide bis zur Spitze besteigen möchte, benötigt eine Sondergenehmigung, die vom Nationalpark des Teide vergeben wird und einige Monate zuvor beantragt werden muss. 

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2. Wandern durch die Masca-Schlucht

Wer weiter wandern möchte als von der Teide-Bergstation zur nächstgelegenen Aussichtsplattform, steht auf Teneriffa vor der Qual der Wahl. Eine der schönsten Wanderrouten führt durch die Masca-Schlucht im Westen der Insel. Startpunkt für die Tour ist das Bergdorf Masca, das etwa 650 Meter hoch im Teno-Gebirge liegt und nur rund hundert Einwohnerinnen und Einwohner zählt. 

Durch die Masca-Schlucht können Wanderinnen und Wanderer bis zum Atlantik laufen.

Da es entlang des Wanderweges keine Einkehrmöglichkeiten gibt, empfiehlt sich vor der Wanderung eine letzte Stärkung. Beispielsweise im Restaurant La Piedra. Ein Tipp: Bestell eine Kaktuslimonade oder einen Barraquito – ein typisches Getränk auf Teneriffa, das aus Espresso, gesüßter Kondensmilch, einem Schuss Likör 43, Zimt und einem Stück Limette besteht. Außerdem steht hier jeden Tag hausgemachter Kuchen auf der Karte. 

Mit viel Zucker im Blut geht’s dann los zur Wanderung. Der Weg führt von Mascas Ortsteil Lomo del Medio hinab in die Schlucht, vorbei an bis zu 800 Meter hohen Felsen. Ziel ist die Playa de Masca, ein kleiner Strand, an dem du dich in Ruhe von der Wanderung erholen kannst. Früher konnte man von dort aus mit dem Boot nach Los Gigantes fahren, das ist zurzeit aber nicht möglich! Für Ab- und Aufstieg solltest du insgesamt sieben Stunden einrechnen. 

Was du bei der Wanderung noch beachten musst: Die Tour ist nur bei schönem Wetter möglich, bei Regen ist die Route zu gefährlich. Außerdem kannst du die Wanderung nur antreten, wenn du dich vorher über caminobarrancodemasca.com angemeldet hast und Wanderschuhe trägst. 

3. Kitesurfing in El Médano

Die Kanarischen Inseln sind ein Paradies für Kitesurferinnen und Windsurfer. Die Strände Fuerteventuras sind wegen der ganzjährig kräftigen Winde besonders beliebt, doch auch auf Teneriffa gibt es einen Ort, an dem sich die Sportlerinnen und Sportler gern mit ihren Brettern in die Wellen stürzen: El Médano im Süden der Insel. 

Teneriffa zieht Kitesurfer aus aller Welt an. Besonders viele trifft man in El Médano im Süden der Insel.

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El Médano war bereits mehrfach Austragungsort des Windsurf-World-Cups, bei dem sich Surf-Profis aus aller Welt in verschiedenen Disziplinen messen. Du musst aber kein Teil der Profiszene sein, um dich in El Médano aufs Brett zu wagen. Im Kite & Surf Center Playa Sur kannst du dich als Anfängerin oder Anfänger für Kurse anmelden oder, wenn du schon etwas Erfahrung mitbringst, Bretter ausleihen und dich auf eigene Faust aufs Meer wagen. 

4. Wale und Delfine vor Teneriffas Küste beobachten

Auf dem Wasser können Surferinnen und Surfer auch gleich neue Bekanntschaften schließen – etwa mit Delfinen oder Walen. Allerdings ist eine solche Begegnung auf dem Brett eher ein Glückstreffer. Bei organisierten Bootsausflügen ist die Wahrscheinlichkeit eines Kennenlernens deutlich höher.

Betreibende von touristischen Booten wissen, wo die Chance auf eine Sichtung am größten ist, und sie versorgen ihre Gästinnen und Gäste mit interessanten Informationen zu den Tieren. So erfährt man beispielsweise, dass in kanarischen Gewässern 26 verschiedene Delfin- und Walarten kreuzen.

Grindwale fühlen sich vor der Küste Teneriffas besonders wohl. So wohl, dass eine Kolonie von mehreren Hundert Tieren die Gewässer um die Insel seit geraumer Zeit nicht mehr verlassen hat – was eine Begegnung mit den Tieren zurzeit äußerst wahrscheinlich macht.

Auf mehrstündigen Bootstouren können Urlauberinnen und Urlauber mit etwas Glück Grindwale (hier im Bild) und Delfine beobachten.

Angebote von Bootsausflügen gibt es auf Teneriffa viele. Eine Tour mit dem Segelkatamaran „Freebird 15“ vom Hafen von Puerto Colón in Costa Adeje aus dauert beispielsweise drei beziehungsweise viereinhalb Stunden. Mitreisende werden während der Fahrt mit Sandwiches und Getränken versorgt und bei hohen Temperaturen können sich Urlauberinnen und Urlauber gegen Ende des Törns mit einem Sprung vom Deck des Bootes ins Meer abkühlen.

Kostenpunkt für die dreistündige Tour: 35 Euro für Erwachsene und 17,50 Euro für Kinder. Der längere Törn kostet 45 Euro für Erwachsene und 22,50 Euro für Kinder.

5. Golfen auf dem Golf del Sur

Die schaukelnden Bewegungen eines Katamarans sind allerdings nicht jedermanns Sache. Wer lieber festen Boden unter den Füßen behält, kann den Tag auch auf dem Golfplatz verbringen. Der Sport erfreut sich dank des milden Klimas auf Teneriffa großer Beliebtheit, dementsprechend groß ist auch die Auswahl an Plätzen: Beispielsweise gibt es Golf Las Americas, den Amarilla Golf Club oder Golf Costa Adeje.

Zu den ältesten und renommiertesten gehört aber der Golfplatz Golf del Sur im Süden der kanarischen Insel. Der Golfplatz wurde 1987 gegründet und war bereits mehrfach Austragungsort internationaler Turniere wie dem „Shell Wonderful World of Golf“ und den Open von Teneriffa. Die Standard-Green Fee für den 18-Loch-Kurs beträgt von Mai bis September 58 Euro.

6. Mountainbiken im Naturreservat San Blas

Gleich neben dem Golf del Sur befindet sich das Naturreservat San Blas. Bei einer zweistündigen Führung durch das Reservat erfahrt ihr alles über die Entstehungsgeschichte der Insel und wie die Vulkane das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner in der Vergangenheit beeinflusst haben und teilweise immer noch beeinflussen. 

Ab Juli soll in dem Reservat auch Outdoor-Sport betrieben werden können. Auf einer neuen Mountainbike-Strecke kannst du dich dann mit dem Rad auspowern, auch eine Paintball-Area soll in dem Reservat entstehen. Das Ticket für die Führung kostet 15 Euro für Erwachsene und 12 Euro für Kinder.

Im Naturreservat San Blas gibt es bald eine Mountainbikestrecke und eine Paintball-Area.

Wer seinen Urlaub am liebsten in direkter Nähe zu Golfplatz und Naturreservat verbringen möchte, kann sich im Fünf-Sterne-Hotel Barceló einmieten. Das Hotel verfügt über acht Außenpools, zudem gehört zu jedem Zimmer eine möblierte Terrasse und ein Whirlpool. Einige Zimmer haben sogar direkten Blick aufs Meer. 

Günstig ist das Hotel allerdings nicht: Für eine Übernachtung mit Frühstück werden durchschnittlich 161 Euro fällig, ein All-inclusive-Urlaub kostet im Schnitt 238 Euro pro Übernachtung. 

7. Ausflug ins Palmetum in Santa Cruz

Wer von der eher kargen Natur im Süden genug hat, sollte einen Ausflug in den Norden Teneriffas machen. Dort gedeiht dank viel Feuchtigkeit und milder Temperaturen eine subtropische Flora. Besonders außergewöhnliche Pflanzen und Palmen gibt es im Palmetum in Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz zu sehen. Der botanische Garten wurde auf einer ehemaligen Mülldeponie erbaut und ist ein mehrfach prämiertes Umweltsanierungsprojekt. 

Das Palmetum beherbergt aktuell mehr als 3000 unterschiedliche Pflanzen, wobei die botanische Familie der Palmen mit rund 600 Exemplaren, die nach ihrer geografischen Herkunft verteilt sind, am stärksten vertreten ist. Reisende aus dem Ausland müssen für den Eintritt ins Palmetum 6 Euro zahlen, Kinder 2,80 Euro. Für Ortsansässige kostet der Eintritt in den botanischen Garten nur die Hälfte.

Im Palmetum auf Teneriffa können Besucherinnen und Besucher blaue Bananen bewundern.

Direkt neben dem Palmetum befindet sich das Auditorio de Tenerife. Die Konzerthalle, entworfen von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava, gilt als eines der Wahrzeichen von Teneriffa. Die außergewöhnliche Architektur der Halle kannst du auch vom botanischen Garten aus bestaunen. 

8. Stadtbummel durch La Laguna

Während die meisten Orte im Süden Teneriffas eher touristisch sind, spielt sich in der neuen Hauptstadt Santa Cruz und der alten Hauptstadt San Cristóbal de La Laguna das wahre Leben ab. Wenn du nach all den Outdoor-Aktivitäten Lust auf einen gemütlichen Stadtbummel oder Shopping in kleinen individuellen Läden hast, bist du hier genau richtig. 

Die beiden Städte sind durch 600 Höhenmeter voneinander getrennt, ähneln sich aber durch ihre schönen historischen Zentren mit Kirchen, Klöstern, Herrenhäusern und jeder Menge kleiner Cafés und Restaurants. In La Laguna werdet ihr auf besonders viele junge Menschen treffen – hier befindet sich Teneriffas Universität. Dementsprechend kannst du hier auch gut die Nächte durchfeiern. 

Weitere Informationen

Alle genannten Ausflüge kannst du auf eigene Faust durchführen, oder über eine Agentur wie Meetingpoint Spain, die eng mit FTI Touristik zusammenarbeitet, buchen. Diese kümmert sich um alle Abholungen und Transfers vor Ort, stellt Reiseleiter, berät und bucht Ausflüge und steht dir stets als Ansprechpartner zur Seite. 

Neben dem Reiseveranstalter FTI, der die Teilnahme an dieser Reise unterstützt hat, haben auch Tui, Alltours und Ltur Pauschalreisen nach Teneriffa im Angebot.