Du bist auf Jobsuche oder willst dir mal eine Auszeit vom Büro-Alltag nehmen? Wenn du auch noch wetterfest bist und Tiere magst, hätten wir da einen Tipp für dich. Der britische Antarctic Heritage Trust sucht nämlich neue Mitarbeitende für das Postamt, das Museum und den Souvenirladen – und das an einem ganz besonderen Ort: In Port Lockroy auf der antarktischen Insel Goudier Island rund 1000 Kilometer südlich des argentinischen Festlandes.

Wenn es dich nach Ruhe dürstet und du lieber Pinguine als Menschen magst, ist das der perfekte Ort für deine Eis-Auszeit. Aktuell werden drei bis vier Personen gesucht, die sich von November 2022 bis März 2023 um den abgelegenen Touri-Spot kümmern. Rund 18.000 Kreuzfahrtreisende kommen jede Saison vorbei, die in Empfang genommen werden müssen. Zudem muss sich um die Anlage gekümmert werden – und hinter den Pinguinen hergeräumt werden.

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Ja, richtig gelesen! Während in Port Lockroy, einer einstigen britischen Forschungsstation, nur wenige Menschen für einige Monate zusammen leben, ist der Inselort Heimat Tausender Eselspinguine. Und die bauen, wie die ehemalige Mitarbeiterin Vicky Inglis dem Nachrichtenportal „CBC“ erzählt, ihre Nester überall.

Arbeiten in der Antarktis: Herausforderung in der abgelegenen Eislandschaft

Ein Teil der Aufgabe der Mitarbeitenden sei es, Eier und Pinguine zu zählen und ihren Kot von Felsen zu wischen, damit dieser nicht in die Innenräume getragen wird. Außerdem müssen die Angestellten darauf achten, dass die Auswirkungen des Kreuzfahrttourismus auf die Pinguine möglichst gering blieben. 

Tausende Bewerbungen erhält der UK Antarctic Heritage Trust jedes Mal, wenn solche Stellenanzeigen geschaltet sind, aus der ganzen Welt melden sich Menschen, die die antarktische Erfahrung leben wollen. Für die müssen die Mitarbeitenden allerdings gut gerüstet sein, denn nicht nur, dass es im antarktischen Sommer nur zwischen minus fünf und plus zehn Grad warm ist, auch die Wohnverhältnisse sind rustikal.

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Es gibt kein fließendes Wasser! Trinkwasser wird von vorbeifahrenden Schiffen geliefert oder Eis muss geschmolzen und abgekocht werden, um es zu trinken. Die Kommunikation mit dem Festland erfolgt vor allem über Funk, Strom und Elektrizität gibt es nur bedingt. Zudem wohnen alle Mitarbeitenden in einem gemeinsamen Schlafzimmer – Küche, Gemeinschaftsraum und Bad sind separat. Das Rauchen ist zudem auf der gesamten Insel nicht erlaubt. 

Pinguine zählen und Touristen bespaßen: Arbeiten in der Antarktis

Wenn du immer noch Lust hast, kannst du dich noch bis zum 25. April bewerben. Menschen jedwedes Wohnorts können ihre Unterlagen einreichen, allerdings verweist der UK Antarctic Heritage Trust auf seiner Website darauf, dass die Mitarbeitenden ein Arbeitsvisum für Großbritannien benötigen, das finanziert wird. 

Im Antarktismuseum wird die Geschichte der Forschung erzählt – die Mitarbeitenden leben nach wie vor spartanisch.

Aber es wird wohl ohnehin eine teure Erfahrung: Da es sich bei dem Betrieb von Museum, Postamt und Souvenirladen um ein Wohltätigkeitsprojekt handelt, ist das Gehalt nämlich gering: Für den Job gibt es nur 1500 oder 2100 Euro. Vicky Inglis würde den Job dennoch empfehlen, zumindest jenen, die auch ohne Komfort glücklich sind: „Nutze die Gelegenheit, um innezuhalten und zu sehen, was um dich herum passiert: das Eis, das Wetter, die Tierwelt. Genieße die einfach Momente, die dieser Ort bietet.“