Osterfeuer am Strand, Eiersuche mit frischer Brise, Osterbrunch mit Meerblick: Die Urlaubsregionen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern bereiten sich auf die anstehenden Feiertage und Ferien vor. Die Nachfrage ist groß – aber auch Kurzentschlossene finden noch eine Unterkunft.

Schleswig-Holstein: Gute Chance für Flexible

In den Urlaubsorten von Schleswig-Holstein ist die Buchungslage für die Osterferien laut der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH (TASH) vor allem in den beliebten Hotspots gut bis sehr gut. „Die Buchungslage ist jetzt schon deutlich besser als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr“, sagt TASH-Sprecherin Manuela Schütze.

In Grömitz an der Ostsee sind direkt über die Ostertage mehr als 80 Prozent der Unterkünfte ausgebucht, die sich im Kontingent der Vermittlung des Tourismus-Service befinden. Und auch in Heiligenhafen sei absehbar, dass viele Gäste Ostern in den Ort kommen werden. Kapazitäten sind hier ebenfalls noch vorhanden.

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„Last-minute-Bucher haben überall noch gute Chancen“, meint Schütze. Sie rät Kurzentschlossenen, flexibel zu sein: „Wer aber nicht gerade einen ganz speziellen Wunsch hat, zum Beispiel ein ganz bestimmtes Hotel oder einen konkreten Ort, der findet auf jeden Fall noch eine Unterkunft.“ Insgesamt sei zu beobachten, dass sich der Trend sowohl zum kurzfristigen Buchen als auch zum längeren Aufenthalt fortsetzt.

Weitere Infos gibt es unter www.ostsee-schleswig-holstein.de.

Auch Heiligenhafen wird zu Ostern gut gebucht sein.

Mecklenburg-Vorpommern: Engpass beim Personal

In Mecklenburg-Vorpommern wird der Oster-Tourismus von der Corona-Pandemie und den Folgen des Ukraine-Krieges ausgebremst. Vor allem die angespannte Personal- und Preissituation macht vielen Tourismusakteuren zu schaffen. Trotzdem seien viele Quartiere schon gut gebucht und letztlich sei auch mit einer guten Auslastung zu rechnen, sagt Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes.

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Nach Angaben des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern liegt die aktuelle Buchung für das Osterfest bei durchschnittlich 56 Prozent; die erwartete Auslastung bei 71 Prozent. Viele Häuser könnten ihre Kapazität nicht wie gewünscht hochfahren, weil die Arbeitskräfte noch fehlten, bestätigte der Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz, gegenüber der dpa. „Im Zweifel müssen sie sich mit einer geringeren Auslastung zufriedengeben.“ Aber es werde ein deutliches und positives Zeichen zum Neustart geben.

Unklar sei aber bisher, wie die sogenannten Hotspot-Regelungen im Nordosten umgesetzt werden, sagt Geschäftsführer Woitendorf. Da gebe es noch Unsicherheiten. Auf die Frage, welche Schutzmaßnahmen die Unternehmen zukünftig zur Gewährleistung eines sicheren Tourismus für verzichtbar halten, hatten knapp 60 Prozent der Beherbergungs-Unternehmen und 47 Prozent der Freizeitanbieter die 72-Stunden-Regel angegeben. Danach müssten sich die Gäste im Urlaub alle drei Tage testen lassen.

Informationen über freie Unterkünfte gibt es auf der Seite www.ostseeferien.de/urlaub-buchen.

Ahrenshoop war bereits zu DDR-Zeiten ein beliebtes Urlaubsziel.

Niedersachsen: Nachfrage teilweise sehr groß

Und wie sieht es an der niedersächsischen Nordseeküste aus? Die Nordsee GmbH, ein Tourismusverband, der mehrere Küstenbadeorte vertritt, meldet eine große Nachfrage zu Ostern. „Wir verzeichnen eine Auslastung von mehr als 90 Prozent“, sagt Sprecher Jonas Hinrichs. Kurzfristig sollte man sich mit seinem Buchungswunsch an die örtlichen Zimmervermittlungen wenden.

Die Buchungslage sei sehr gut, sagte auch Wiebke Leverenz von der Ostfriesland Tourismus GmbH in Leer. „Viele Gäste haben frühzeitig gebucht oder ihre Buchung aus dem Vorjahr, als es wegen Corona schwierig war, aufrechterhalten beziehungsweise in dieses Jahr geschoben.“ Dass die Corona-Regeln mittlerweile nahezu aufgehoben seien, habe sich zusätzlich positiv auf die Buchungslage ausgewirkt.

„Speziell auf den Inseln wird es knapp“, weiß Leverenz. „Dennoch wird es für Kurzentschlossene noch einige Möglichkeiten geben – allerdings muss man jetzt schnell und auch etwas flexibel in Bezug auf den Urlaubsort sein“, so die Tourismus-Sprecherin. Sie verweist auf die entprechende Buchungswebsite von Ostfriesland.Travel

Ostfriesische Inseln: Auf der Fähre könnte es eng werden

„Wir freuen uns über eine positive Buchungslage über Ostern“, sagt der Marketingleiter der Ostfriesischen Inseln GmbH, Marc Klinke. Derzeit seien für Kurzentschlossene noch Betten frei. „Sie können sich über die Buchungsplattform der Ostfriesische Inseln GmbHüber Angebote informieren.“ 

Eng könnte es auf der Fähre werden. Corina Habben, Reederei AG „EMS“ Borkum: „Bei uns sind bereits einige Verbindungen, insbesondere zur Anreise aus Nordrhein-Westfalen am 9. April, ausgebucht. Wenn man jedoch etwas flexibler ist und nicht gerade in der Mittagslage fahren möchte, gibt es noch Möglichkeiten.“

Spiekeroog ist eine der ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer.

Wer hat wann Schulferien?

In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen haben die Osterferien bereits am 4. April begonnen. Die anderen Bundesländer folgen am 9. beziehungsweise am 14. April.