Geheimnisvolle Vulkane, tiefe Krater und spektakuläre Lavalandschaften auf der einen Seite, kilometerlange Strände, saftige Palmen und coole Beachbars auf der anderen: Lanzarote ist zwar eine der kleineren Kanaren-Inseln, aber enorm abwechslungsreich und vielseitig. Wir zeigen dir die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote.

Arrecife

Im Osten von Lanzarote liegt die Inselhauptstadt Arrecife. Weil hier vulkanische Felsriffe einen guten Platz für einen Hafen sicherten, ist Arrecife seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt der Insel. Einst spielten Handel und Fischfang eine wichtige Rolle – und noch heute sind der Hafen, die Marina Lanzarote und das Fischerviertel La Puntilla bei der Lagune El Charco de San Ginés wichtige Plätze der Stadt.

Die Inselhauptstadt von Lanzarote ist Arrecife.

Der historische Kern entwickelte sich rund um die Pfarrkirche San Ginés an der Plaza de Las Palmas. Mit dem Castillo de San Gabriel und dem Castillo San José gibt es zwei ehemalige Burgen aus dem 16. Jahrhundert beziehungsweise 18. Jahrhundert. Zu den Highlights zählen die Einkaufsstraße Calle León y Castillo, das Piraterie-Museum, das Kunstmuseum Museo Internacional de Arte Contemporáneo und der Parque Tématico.

Playa Blanca

Geht es um Strände, ist der Süden von Lanzarote die beste Richtung: Hier erstreckt sich der Playa Blanca und das wichtigste und größte touristische Zentrum auf Lanzarote. Einst gab es hier nur ein kleines Fischerdorf, doch über die Jahrzehnte entwickelte sich der Süden zu einem Urlaubsparadies.

In Playa Blanca liegt eines der großen Tourismuszentren auf Lanzarote.

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Entlang der beliebten Strände Playa Flamingo, Playa Dorada und dem gleichnamigen Strand Playa Blanca liegen zahlreiche Hotels und Ferienwohnungen. Die Promenade erstreckt sich über sieben Kilometer und bietet das volle Programm: von Cafés, Restaurants und Boutiquen bis hin zu Surfschulen und dem Wassersportzentrum Paracraft.

Nationalpark Timanfaya

Lanzarote ist eine Vulkaninsel, die von einer spektakulären Lavalandschaft geprägt ist. Im Nationalpark Timanfaya zeigt sich die wilde Schönheit der Insel. Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 51 Quadratkilometern. Hier staunst du über beeindruckende Vulkankegel, mächtige Krater und die sogenannten Feuerberge. Die geografische Beschaffenheit des Nationalparks geht auf drei Vulkanausbrüche in den Jahren 1720, 1736 und 1824 zurück.

Lavalandschaft im Nationalpark Timanfaya auf Lanzarote.

Plane unbedingt einen ganzen Tag ein und starte im Besucherzentrum in Mancha Blanca. Hier erhältst du den besten Überblick über die Möglichkeiten, die der Park bietet. Es gibt unterschiedliche Führungen und geführte Bustouren, besonders empfehlenswert ist die zwei Kilometer lange Tremesana-Route, die du in einer begleiteten Tour erwandern kannst.

Jameos del Agua

Über den Namen César Manrique stolpert man auf Lanzarote immer wieder. Der berühmteste Künstler der Insel hat mit seinem Werk überall Spuren hinterlassen. Er war Maler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer und hat das Bild der Vulkaninsel entscheidend geprägt.

Vulkantunnel, Höhlen, Grotten und einen unterirdischer See gibt es in den Höhlen „Jameos del Agua“ zu sehen.

Im Norden findest du ein schönste Beispiel für sein Werk: Die „Jameos del Agua“ sind die erste Kunst- und Kulturstätte für Touristinnen und Touristen und besteht aus einem Vulkantunnel, Höhlen, Grotten und einem unterirdischen Salzsee. César Manrique kreierte einen unglaublichen Ort, der wie aus einer fremden Welt wirkt.

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Cueva de los Verdes

Eines der spektakulärsten Naturwunder auf Lanzarote liegt im Norden der Insel: Die Lavahöhlen Cueva de los Verdes entstanden vor etwa 3000 bis 4500 Jahren nach einem Ausbruch des Volcán de la Corona. Früher nutzten die Menschen die Höhlen als Versteck vor Piraten, heute kannst du die Lavahöhlen auf ihrer Gesamtlänge von etwa zwei Kilometern durchschreiten.

Farbig beleuchtete Bereiche der Cueva de los Verdes.

Die 45-minütige Führung durch die Lavaröhre ist ein Erlebnis: Insgesamt passierst du 16 Hohlräume, die raffiniert beleuchtet sind. Der Künstler Jesús Sotomit, ein Freund von César Manrique, installierte diese Beleuchtung.

Mirador del Río

Den schönsten Weitblick über die Insel hast du im äußersten Norden Lanzarotes. Hier befindet sich der Aussichtspunkt Mirador del Río auf etwa 470 Metern Höhe an einer Steilküste. Wieder hatte César Manrique seine Finger im Spiel: Er entwarf den Mirador del Río mit seinen riesigen Glasscheiben und originellen Skulpturen.

Der Mirador del Rio ist der spektakulärste Aussichtspunkt von Lanzarote.

Stehst du auf diesem Aussichtspunkt, reicht der Blick weit über das Naturschutzgebiet Chinijo-Archipel und die Nachbarinsel La Graciosa. Für den Besuch brauchst du ein Ticket, das du online kaufen kannst. Tipp: Es gibt Kombitickets, die den Besuch mehrere Sehenswürdigkeiten bündelt, zum Beispiel für Cueva de los Verdes, Jameos del Agua und Mirador del Río.

Teguise

Die älteste Stadt des gesamten kanarischen Archipels befindet sich auf Lanzarote: Teguise war bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Inselhauptstadt und ist noch heute ein geschichtsträchtiger Ort. Nirgendwo anders auf Lanzarote entdeckt man so viel Geschichte. Die komplette Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Teguise auf Lanzarote ist die älteste Stadt der gesamten kanarischen Inseln.

Über der Stadt thront die Festung Castillo de Santa Bárbara. Die Burg wurde gebaut, um weite Teile der Insel bis hin zu den Küsten überblicken zu können. Heute befindet sich hier ein Piraterie-Museum. Das Herz von Teguise ist die Plaza de la Constitución, die von Palmen, kolonialen Palästen und der Kirche Nuestra Señora de Guadalupe umgeben ist. Tipp: Jeden Sonntag findet ein Markt in Teguise statt, wo lokale Produkte und Handwerkserzeugnisse verkauft werden.

Fundación César Manrique

Wer sich auf die Spuren von César Manrique begeben will, sollte den kleinen Ort Tahíche in der Gemeinde Teguise besuchen. Hier wurde ihm zu Ehren eine Stiftung ins Leben gerufen: Die Fundación César Manrique befindet sich in seinem ehemaligen Wohnhaus, in dem er nach seiner Rückkehr aus New York von 1968 bis 1988 lebte.

Die Fundación César Manrique befindet sie sich in seinem ehemaligen Wohnhaus auf Lanzarote.

Das Haus ist extrem spannend: Es wurde über fünf großen vulkanischen Blasen errichtet, die von den Vulkanausbrüchen von 1730 bis 1736 stammen, und besteht aus zwei Stockwerken. Der gesamte Komplex wurde von César Manrique selbst umgestaltet, um ihn an seine neue Funktion eines Museums anzupassen.

Jardín de Cactus

Wer in eine grüne und stachelige Welt aus Kakteen eintauchen möchte, fährt am besten in das kleine Dorf Guatiza, das ebenfalls in der Gemeinde Teguise liegt. Hier bezaubert ein botanischer Garten mit rund 4500 Kakteen aus 450 verschiedenen Arten!

Im Kakteengarten Jardin de Cactus kannst du 4500 Arten Kakteen anschauen.

Und weil César Manrique quasi überall auf Lanzarote seine Finger im Spiel hatte, ist auch der Kakteengarten sein Werk. Es war das letzte große Projekt vor seinem Tod. Auf dem Gelände gibt es neben den Kakteen eine kleine Cafeteria und einen Kunsthandwerksladen.

El Lago Verde

Wie herrlich die Farben der Natur sich ergänzen können, sieht man im Südwesten der Insel in der Gemeinde Yaiza. In einem Vulkankrater hat sich hier eine Lagune gebildet, in der leuchtend grünes Wasser ist. Die grüne Färbung der Lagune entsteht durch Algen.

Ein Vulkankrater mit einer Lagune und einem grünen See: der Lago Verde.

So entstand auch der Name des Naturschauspiels. „El Lago Verde“ heißt auf Deutsch „der grüne See“. Die Küste liegt etwa 30 Meter entfernt, der Vulkankrater ist unterirdisch mit dem Meer verbunden und wird immer wieder mit frischem Meerwasser aufgefüllt.

Los Hervideros

Zwischen dem kleinen Fischerdorf El Golfo und der Salzgewinnungsanlage Salinas de Janubio erheben sich an der Küste die schönsten Klippen auf Lanzarote. Die beeindruckende Landschaft von Los Hervideros entstand bei Vulkanausbrüchen zwischen 1730 und 1736.

Die Klippen von Los Hervideros entstanden bei Vulkanausbrüchen.

Als damals die heiße Lava auf das kalte Meer traf, formierte sich diese außergewöhnlich geformte Felsküste. Berühmt ist Los Hervideros auch für die hohen Wellen, die bei Flut mit enormer Kraft gegen die Vulkanfelsen donnern. Ganz klar ein spannendes Spektakel!

La Graciosa

Vor der Küste von Lanzarote liegt im Norden die kleine Insel La Graciosa, die seit 2018 als siebte kanarische Insel anerkannt wurde. Mit gerade mal 29 Quadratkilometern Fläche ist La Graciosa die kleinste Insel der Kanaren und wird von der Gemeinde Teguise auf Lanzarote aus verwaltet. Erreichen kannst du die Insel in 25 Minuten vom Hafen in Órzola aus.

Seit 2018 ist La Graciosa vor der Küste von Lanzarote offiziell die siebente kanarische Insel.

Weil die Insel so klein ist, gibt es weder asphaltierte Straßen noch Massentourismus: Der Hauptort ist Caleta de Sebo, hier gibt es eine Handvoll Apartmenthotels und Ferienwohnungen. Auf La Graciosa warten zwei paradiesische Strände: Die Playa La Francesa im Süden ist meist das erste Ziel, weil hier viele der Ausflugsboote anlegen, während die Playa de las Conchas im Norden der Insel sehr ruhig und einsam ist.