Hast du im Urlaub auf Gran Canaria die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigt, folgt die nächste Stufe: die Entdeckung jener Orte, die nicht als Klassiker gelten. Wir zeigen dir zehn Plätze mit dem gewissen Etwas, die deine Zeit auf Gran Canaria perfekt abrunden.

Die Höhlen-Gemeinde Artenara

Auf Gran Canaria gibt es zahlreiche kleine Dörfer. Die meisten Touristinnen und Touristen strömen in malerische Orte an der Küste wie das „Kleine Venedig“ Puerto de Magan, dabei erzählen die Dörfer in den Bergen die spannendsten Geschichten, allen voran Artenara.

In Artenara leben viele der rund 1000 Bewohner in traditionellen Höhlenwohnungen.

Die höchstgelegene Gemeine der Insel ist allein wegen der Lage einen Ausflug wert, doch oben angekommen, entdeckst du die eigentliche Besonderheit des Dorfes: Viele der rund 1000 Bewohnerinnen und Bewohner leben in traditionellen Höhlenwohnungen! Ein Spaziergang durch Artenara ist daher einzigartig, genauso wie das Höhlenmuseum und eine kleine Höhlenkapelle, wo Altar, Kanzel, Beichtstuhl und Chor in den Fels gemeißelt wurden.

Die Höhlenrestaurants auf Gran Canaria

Um Höhlen dreht sich auch alles in der Schlucht von Guayadeque im Westen der Insel. Früher lebten die Guanchen, die Ureinwohner Gran Canarias, in dieser Schlucht in Höhlen. Heute befinden sich hier drei Höhlenrestaurants, wo du in einem außergewöhnlichen Ambiente essen kannst.

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In der Schlucht von Guayadeque gibt es drei Höhlenrestaurant.

Als Klassiker gilt das Restaurant Tagoror am Ende der Schlucht, wo regionale Spezialitäten wie frittiertes Schweinefleisch oder Tintenfisch mit Runzelkartoffeln serviert werden und der Serrano-Schinken dank des Höhlenklimas besonders gut schmeckt. Das Lokal wurde von dem Handwerker Bartolomé Rodríguez Lopez im Jahre 1976 eröffnet. Nur knapp 200 Meter weiter befinden sich zwei weitere Restaurants: das Restaurante Grill La Era und das Restaurante Vega.

Das Kolumbus-Haus Casa de Colón

Christoph Kolumbus ging in die Geschichte als bedeutender Entdecker ein. Seine Reisen sind legendär. Auf Gran Canaria erinnert heute ein spannendes Museum an ihn und seine abenteuerlichen Fahrten. Im historischen Zentrum der Altstadt von Las Palmas wurde Christoph Kolumbus die Casa de Colón gewidmet.

Das Casa de Colón ist ein Museum, das Christoph Kolumbus gewidmet wurde.

Im Jahr 1492 besuchte der Seefahrer das Haus während seiner Reise nach Amerika. Er machte auf der Insel halt, um sein Schiff zu reparieren. Heute gibt es im Kolumbus-Haus 15 Ausstellungsräumen, in denen sich alles um den berühmten Entdecker und seine Reisen dreht – mit Seekarten, Navigationsinstrumenten, Schiffsmodellen und sogar einer Nachbildung seiner Kapitänskajüte auf der „La Niña“.

Mirador Degollada de Becerra

Gran Canaria bezaubert mit mehreren Aussichtspunkten, sogenannten Mirador, von denen man unglaubliche Panorama-Weitblicke über die ganze Insel hat. Einer der schönsten ist der Mirador Degollada de Becerra, der auf dem Weg von Maspalomas nach Cruz de Tejeda liegt.

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Einer der schönsten Aussichtspunkte ist der Mirador Degollada de Becerra.

Auf einem 1550 Meter hohen Bergkamm wurde eine Aussichtsplattform errichtet, von der aus du das Inselwahrzeichen Roque Nublo und den zweithöchsten Berg, den Riscos de Chapin, bestaunen kannst. Besonders zur Zeit des Sonnenaufgangs oder des Sonnenuntergangs ist die Aussicht ein Knaller!

Mirador del Balcón

In der Nähe der westlichsten Spitze Gran Canarias lockt ein aufregendes Duo aus abenteuerlicher Straße und spektakulärem Aussichtspunkt. Zwischen Agaete und Aldea führt die kurvenreiche Straße GC-200 über rund 30 Kilometer an der Küste entlang.

Der Mirador de Balcon befindet sich auf einer Steilwand, die vertikal in den Atlantischen Ozean abfällt.

Unterwegs kommt man am Aussichtspunkt Mirador del Balcón vorbei, der seinen Namen trägt, weil er wie ein Balkon wirkt: Die Besichtigungsplattform befindet sich auf einer Steilwand, die vertikal in den Atlantischen Ozean abfällt.

Barranco de Las Vacas

Eine kleine Schlucht mit einer großen Überraschung liegt zwischen Aguimes und Santa Lucia. Weil Barranco de las Vacas klein ist, wird die Schlucht oft unterschätzt, dabei gibt es viel zu sehen: Das Tal ist bekannt für seine farbigen Tuffsteinschichten.

Die farbigen Steinformationen im Barranco de Las Vacas entstanden über Tausende von Jahren durch Erosionen.

Vom Parkplatz geht man lediglich zehn Minuten und kann dann bereits in den Barranco hineinlaufen. Die farbigen Steinformationen entstanden über Tausende von Jahren durch Erosion. Das beste Licht gibt es am Nachmittag. Ab etwa 13.30 Uhr fällt die Sonne in die Schlucht.

Der Rum von Arucas

Auf den ersten Blick ist Arucas ein typisch kanarisches Dorf mit einer hübschen Altstadt, die unter Denkmalschutz steht, und einem imposanten Wahrzeichen: der Kirche San Juan Bautista aus schwarzem Basaltstein.

Das Dorf Arucas ist berühmt für seine mehr als 100 Jahre alte Rumfabrik.

Auf den zweiten Blick dreht sich hier aber alles um Rum: In dem Dorf befindet sich seit über 100 Jahren eine Rumfabrik, wo der kanarischen Rum Arehucas und der typische kanarische Honigrum hergestellt werden. Jeden Vormittags bis etwa 13.30 Uhr kannst du einen Rundgang mit anschließender Verkostung des Zuckerrohrschnapses machen.

Das Kanaren-Wasser Agua de Firgas

Um Flüssigkeit dreht sich auch alles in der kleinsten Gemeinde von Gran Canaria, allerdings nicht um Alkohol, sondern um Wasser: In Firgas befindet sich die Abfüllstation des bekanntesten Mineralwassers der Kanaren. Was viele nicht wissen: Auf Gran Canaria gibt es eine Vielzahl an Mineralwasserquellen. 

Auf Gran Canaria gibt es eine Vielzahl an Mineralwasserquellen, die berühmteste ist in Firgas.

Das Mineralwasserunternehmen Agua de Firgas wurde 1930 gegründet, heute ist das Wasser von Firgas eines der meistgetrunkenen Wasser des ganzen Archipels. Besonders sehenswert ist der 30 Meter lange Brunnen mit seinen Mosaiken, der den Wasserreichtum der Gemeinde symbolisieren soll.

Kakteen im Cactualdea-Park

Flora und Fauna auf Gran Canaria sind bekannt, doch viele wissen nicht, dass es auf der Insel den größten Kaktuspark Europas gibt. Im Ort La Aldea de San Nicolás im Westen von Gran Canaria wachsen auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern die schönsten Kakteen!

Auf Gran Canaria gibt es den größten Kaktuspark Europas.

Der größte Kaktus ist sechs Meter hoch, insgesamt gibt es 1200 verschiedene Arten im Cactualdea-Park zu sehen. Ein Highlight am Ende der Tour ist ein frischer Smoothie – natürlich serviert mit Kaktus!

Schlemmen am Mercado de Vegueta

Wer auf Reisen gern schlemmt und regionale Spezialitäten probieren möchte, muss unbedingt in der Inselhauptstadt Las Palmas den Mercado de Vegueta besuchen. Der historische Markt wurde bereits im Jahr 1856 als erster Versorgungsmarkt eröffnet.

Der bunte Mercado de Vegueta in der Hauptstadt Las Palmas.

Heute liegt der Charme des Marktes nicht nur in der großen Vielfalt von frischem Fisch, exotischen Früchten und unzähligen Gewürzen, sondern bei den Händlern: Die Waren werden besonders appetitlich drapiert und Kundinnen und Kunden werden gern Kostproben angeboten. Ein Himmel auf Erden für Foodies, der montags bis donnerstags von 6.30 bis 14.00 Uhr und freitags und samstags von 6.30 bis 15.00 Uhr geöffnet hat.