Hand aufs Herz – denkst du bei einem Strandurlaub in Bulgarien auch als Erstes an die weltberühmten Bettenburgen am Goldstrand, feierwütige Partytouristen und Hochbetrieb am Sonnenstrand? Dann lass dich gern vom Gegenteil überzeugen! Denn die bulgarische Küste kann mit weitaus mehr aufwarten als Massentourismus und Ballermann-Feeling.

Wir zeigen dir, welche Strände du für einen erholsamen, aktiven oder abenteuerlichen Urlaub am Meer anfahren solltest.

Bolata – Traumstand an der Steilküste

Rund 14 Kilometer von Kawarna entfernt befindet sich einer der Sehnsuchtsorte Bulgariens: der halbkreisförmige Bolata Beach. Eingerahmt von hoch aufragenden, roten Kalksteinfelsen ist diese kleine Bucht mit türkisblauem Wasser ein echtes Mekka für Sonnenanbeterinnen und Sonnenanbeter.

Auch wenn es im Sommer durchaus voller werden kann, wirst du am Strand von Bolata kaum internationale Touristinnen und Touristen antreffen. Einheimische liegen in der Sonne, angeln oder tauchen dort.

An der Steilküste rund um den Bolata Beach gibt es mehrere Höhlen.

Die Bucht liegt im Naturreservat Kaliakra und an der Via Pontica, einer der Hauptrouten für Zugvögel auf dem Weg von Europa nach Afrika. (Hobby-)Ornithologinnen und Ornithologen können mit etwas Glück nistende und vorbeiziehende Vögel beobachten. Da das Meer sehr flach ist und die Bucht geschützt liegt, ist sie bei Familien mit Kindern besonders beliebt.

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Rappongi – quirliger Strand mit viel Angebot

Nur sechs Kilometer von der charmanten Küstenstadt Warna entfernt befindet sich einer der schönsten Strände der Region: Rappongi Beach. Der Strand ist in drei Abschnitte unterteilt, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben.

Der erste Abschnitt ist perfekt für alle Ruhesuchenden, die sich einfach zurücklehnen und die Akkus wieder aufladen möchten. Wem es dort zu langweilig ist, der kann einfach ein paar Hundert Meter weiterziehen: Im zweiten Abschnitt geht es lebhafter zu.

Hier findest du nicht nur nach Einbruch der Dunkelheit süffige Drinks, gute Musik und entspannte Leute, sondern machst auch tagsüber schnell Bekanntschaft mit anderen Urlauberinnen und Urlaubern. Im dritten Teil des langen Strandes ist Wassersport das zentrale Thema. Tipp: Wer etwas mehr Abstand zur Stadt Warna möchte, aber auf den Partyalltag des Goldstrandes verzichten kann, kann auch den schönen Ferienort Albena anfahren.

Karadere – Abgeschiedenheit und Erholung pur

Suchst du Abgeschiedenheit, Gelassenheit und Entspannung, findest du sie am Strand Karadere. Obwohl der Strand nur wenige Kilometer von Byala entfernt ist, ist er von großen Hotelanlagen und Touristenmassen verschont geblieben.

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Das liegt wohl auch daran, dass Karadere nur über eine holprige Schotterpiste erreichbar ist und keinen Handyempfang bietet. Auch Einrichtungen wie Strandbars oder Cafés wirst du vergebens suchen, weshalb du vor deinem Ausflug an ein Lunchpaket und genug zu trinken denken solltest.

Die Sonnenuntergangsstimmung am Strand von Karadere ist einzigartig.

Der Strand selbst ist fünf Kilometer lang und befindet sich an einem ruhigen Eichenwald. Gefällt es dir so gut, dass du gar nicht mehr weg möchtest, dann kannst du auch einfach über Nacht bleiben. Schlag dein Zelt mitten im Sand auf, lausche der Gitarrenmusik anderer Camperinnen und Camper und verliere dich im klaren Sternenhimmel.

Naturschönheit Irakli

Südlich von Obzor wartet ein weiteres unberührtes Juwel der bulgarischen Küste auf deinen Besuch: Irakli Beach ist mit der sanften Dünenlandschaft, dem warmen Wind und dem fantastischen Blick auf das Meer ein traumhafter Ort, um die berauschende Natur zu genießen.

Im Sommer geht es dort entspannter zu als in den großen Strandbädern. Nur Schatten gibt es hier kaum – nimm dir also einen Sonnenschirm mit oder plane deine Ankunft in Irakli erst für den Nachmittag.

Am Strand von Irakli geht es ruhiger zu als in den großen touristischen Zentren.

Wer etwas mehr Infrastruktur möchte, geht zum benachbarten Strand Vaya: Dort bietet eine Strandbar Speisen und Getränke, Sonnenliegen können gemietet werden. Außerdem gibt es dort Duschen und Toiletten, sowie einen bewachten Parkplatz.

Sonnenstrand – nicht nur für Nachteulen ein echtes Paradies!

Wer Goldstrand sagt, kann den Sonnenstrand nicht unerwähnt lassen. Die kleine Schwester des Partygiganten genießt nicht umsonst internationale Berühmtheit: Mit dem acht Kilometer langen, flach abfallenden Sandstrand, unzähligen Unterkünften, bestens ausgestatteten Campingplätzen, Cafés, Strandbars und Restaurants ist auch der Sonnenstrand optimal auf Tourismus eingestellt. 

Der Sonnenstrand ist touristisch bestens erschlossen.

Sicher, es gibt auch eine nennenswerte Infrastruktur für Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer. Insgesamt gilt der Sonnenstrand jedoch – vor allem im Süden – als etwas ruhiger im Vergleich zum Goldstrand und ist daher eine gute Alternative für Familien und alle, die es langsamer angehen wollen. Durch seine Nähe zur Stadt Nessebar empfiehlt sich für Kultur- und Geschichtsinteressierte vom Sonnenstrand aus ein Ausflug in die historische Perle der Schwarzmeerküste.

Gemütlichkeit in Pomorie

Auf der Pomorie-Halbinsel gelegen, ist dieser Strand einer der saubersten in ganz Bulgarien. Durch Wellenbrecher entstehen mehrere kleinere Buchten, die sanft ins Meer abfallen und perfekte Badebedingungen schaffen. Der Badeort soll besonders bei Besucherinnen und Besuchern mittleren Alters beliebt sein, weshalb es dort gemütlicher zugeht als in den touristischen Zentren rund um Warna und Burgas.

Dennoch gibt es mehrere Strandlokale, Cafés und Bars, die dich mit leckeren Snacks und erfrischenden Getränken versorgen. Außerdem ist Pomorie eine perfekte Basis für Aktivitäten wie Wassersport, Beachvolleyball oder Bungee-Trampolinspringen. Abends herrscht eine angenehme Atmosphäre, die zum Schlendern oder Verweilen einlädt.

Pomorie verbindet Entspannung mit Annehmlichkeiten aller Art.

Von dort aus bieten sich Ausflüge nach Burgas und in den idyllischen Ort Sozopol an. Auch die Pomorie-Lagune ist einen Besuch wert, um mehr über die Salzgewinnung zu erfahren oder es sich bei einer Schlammbehandlung gut gehen zu lassen.

Sinemorets – Eldorado für Naturliebhabende

Der Ort Sinemorets liegt direkt an der Schwarzmeerküste nur unweit der türkischen Grenze und ist besonders für seinen Naturbezug und die ungezwungene Atmosphäre bekannt.

Zum 200-Einwohner-Dorf gehören sogar zwei Strände: Am Strand von Butamaya bekommst du Erfrischungsgetränke und Snacks, während der Veleka-Strand ein einzigartiges Naturerlebnis bietet. An Letzterem schlängelt sich der Fluss Veleka malerisch ins Meer, nachdem er sich seinen Weg durch das Strandzha-Gebirge und seine tiefen Schluchten gebahnt hat.

Am Strand von Veleka schlängelt sich der Fluss malerisch ins Meer.

Die Gegend gehört zum Naturschutzgebiet Strandzha und ist ausgesprochen sehenswert. Bei Bootstouren entlang des Flusses ins Landesinnere können seltene Pflanzen- und Tierarten besichtigt werden.

Silistra – berauschende Mischung aus Strand, Natur und Stille

Die Anfahrt zum Strand von Silistra ist ein wenig ruckelig, lohnt sich aber: Auch dort kannst du die wilde Schönheit Bulgariens und die pure Harmonie mit der Natur erleben. In der Nähe von Sinemorets gelegen, gehört auch dieser Strand zur geschützten Umgebung von Strandzha – von Hotelkomplexen, lauter Musik und Massentourismus keine Spur. Stattdessen wirkt alles friedlich und idyllisch, es scheint, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Inmitten von einzigartiger Natur befindet sich der Strand von Silistra.

Eine Auszeit am Silistra-Strand ist perfekt, um die Seele baumeln und die Hektik des Alltags weichen zu lassen. Du solltest dich vorab mit ein paar Snacks für den Tag eindecken, da die Möglichkeiten zur Verpflegung rar sind.