Schon zum fünften Mal in Folge hat sich Finnland den ersten Platz im World Happiness Report gesichert. „Onni“, so das Wort für Zufriedenheit im Finnischen, steht dort auf der Tagesordnung. Der reisereporter ist sich sicher, dass auch die schöne wilde Natur und die beeindruckenden Städte zur Lebenszufriedenheit der Finninnen und Finnen beitragen.

Deshalb stellen wir dir sieben beeindruckende Orte in Finnland vor, die dich als Urlauberin oder Urlauber glücklich machen. So kannst du der Lebenszufriedenheit der Menschen in Finnland während einer Reise selbst nachspüren.

Finnland, das glücklichste Land der Welt: So kommen die Forschenden zu dem Ergebnis 

Doch vorab ein kurzer Blick auf den World Happiness Report. Denn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben für diesen nicht Natur- und Kulturhöhepunkte für den Urlaub untersucht, sondern berufen sich auf harte Fakten. Dazu zählen: 

  • Wirtschaftsleistung
  • Lebenserwartung
  • Gesundheit
  • soziale Beziehungen
  • Möglichkeiten zu freien Lebensentscheidungen
  • Spendenbereitschaft
  • Korruption
  • Emotionen

In allen Kategorien schnitten die Nordeuropäerinnen und Nordeuropäer gut bis sehr gut ab – wie es sich für den Bestplatzierten eben gehört. 

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1. Helsinki

In einer Großstadt geht es immer hektisch zu? Helsinki beweist, dass es auch anders geht. Wer sich durch die Stadt treiben lässt, der landet ganz von selbst bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.

Am bekanntesten ist wohl der Senatsplatz mit der weißen Domkirche. Durch das hohe Kuppeldach und ihre erhöhte Lage überragt sie die Gebäude in ihrer Nachbarschaft. Doch im Gegensatz zu ihrem imposanten Äußeren besticht die Domkirche im Inneren durch ihre grazile Schlichtheit. Vor den Holzbänken predigt der Geistliche von einem kleinen goldenen Altar aus. 

Der Dom thront über dem Senatsplatz in Helsinki, der Hauptstadt Finnlands.

Mehr Betrieb herrscht im Hafen von Helsinki. Dort mischt du dich in der Markthalle unter die Einheimischen, drehst eine Runde mit dem Riesenrad oder kühlst dich an Sommertagen in den Allas Sea Pools ab, einem Freibad mitten im Hafenbecken. Das Leben pulsiert außerdem am Esplanadi-Park: Hier entspannen die jungen Hauptstadtbewohnerinnen und ‑bewohner allein oder in Gruppen auf Decken im Gras. 

Wem dort zu viel Betrieb herrscht, der nimmt die Fähre zur Festungsinsel Suomenlinna, die seit 1991 als Welterbestätte der Unesco anerkannt ist. Sie diente als Verteidigungsanlage, doch inzwischen sind dort etliche Museen, unter anderen das Spielzeugmuseum, beheimatet. Für einen kleinen Stopp nimmst du den Fähr-Zwischenhalt auf der Insel Lonna mit. Eine grüne Oase mitten in der Stadt – Sauna inklusive. 

2. Linnansaari-Nationalpark

Etwa 130 Inseln und zahlreiche aus dem Wasser ragende Felsen bilden den Linnansaari-Nationalpark im Südosten des Landes. Damit eignet sich die Region der finnischen Seenplatte hervorragend für Wasserratten, denn am besten erkundest du diese Gegend mit Kajak oder Kanu. Wegen seiner Weitläufigkeit wirst du abseits der Hauptrouten nur selten auf andere Touristinnen und Touristen treffen. 

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Weite ohne Ende: Der Linnensaari-Nationalpark in Finnland besteht aus zahlreichen Inseln und Felsen.

Dafür aber mit etwas Glück auf die gefährdeten Saimaa-Ringelrobben. Rund 380 Tiere dieser seltenen Art leben heute in Finnland, davon rund 60 im Linnensaari-Nationalpark. Über dir entdeckst du womöglich einen der selten gewordenen Weißrückenspechte oder einen Fischadler. 

Eine Saimaa-Ringelrobbe rollt sich durch den Schnee.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet markierte Wanderrouten auf der Hauptinsel Linnansaari. Ein sieben Kilometer langer Rundweg führt dich durch Fauna und Flora bis hin zum Linnavuori-Aussichtsfelsen. Im Winter kommen dort auch Fans von Touren- und Langlaufski auf ihre Kosten. Eine ausgeschilderte Route über 18 Kilometer verbindet Oravi und Porosalmi. 

3. Nordlichter im Weihnachtsmanndorf

Im Weihnachtsmanndorf Rovaniemi betreibt nicht nur Santa Claus seine Hauptfiliale. Das Örtchen am Polarkreis eignet sich auch hervorragend, um Polarlichter zu beobachten. An diesem Ort ist es oft kalt und dunkel, doch innerhalb deines beheizbaren Glas-Iglus bestaunst du das Natur-Spektakel gut geschützt unter einer kuscheligen Decke – und lässt den erleuchteten Himmel einfach auf dich wirken. 

Die Polarlichter ziehen über einem Wald beim Weihnachtsmanndorf Rovaniemi über den Himmel. Du kannst sie aus einem Glas-Iglu heraus beobachten.

Auch tagsüber gibt es in Rovaniemi, der Hauptstadt von Lappland, einiges zu entdecken. Allem voran natürlich den Weihnachtsmann, der im Winter in seinem Büro vor Ort ist. Dort kannst du deinen Wunschzettel abgeben und ihn mit einem besonderen Poststempel versehen lassen. Wer auf der Suche nach Action ist, versucht sich an der Fahrt mit einem Rentier- oder Huskyschlitten. 

4. Wintersport in Laajis

Schnee gibt es im finnischen Winter reichlich, unter anderem im Wintersportgebiet Laajis. Skifahrerinnen und Skifahrer jedes Alters und jedes Könnens rasen hier die Pisten herunter. Insgesamt zählt Laajis zwölf Abfahrten und vier Snowparks. Mutige fahren dort allerdings nicht auf Brettern, sondern auf Kufen den Berg hinab. Das geht in diesem Dorf auf einem Crossgelände mittels Schlittschuhen und richtet sich an besonders abenteuerlustige Wintersportlerinnen und Wintersportler. 

Ein Mann auf Skiern bewundert die weite Sicht auf Wald und Schnee.

Wer nach der Abfahrt eine finnische Großstadt kennenlernen will, plant einen Abstecher nach Jyväskylä ein. Nur vier Kilometer liegt das Stadtzentrum entfernt. Hier hat der berühmte Architekt Alvar Aaltos seine Kreativität ausgelebt: Seine modernen Bauten prägen das Stadtbild. Der Hafen mit altmodischen Dampfschiffen wirkt daneben ebenso wie die Stadtkirche wie ein Relikt vergangener Tage. 

Harju, ein bewaldeter Höhenzug im Stadtzentrum, lädt außerdem zu einem Spaziergang ein. 

5. Holzstadt Rauma

Wer Holzarchitektur mag, wird das Städtchen Rauma an der Westküste Finnlands lieben. Die im Jahr 1442 gegründete Stadt ist nicht nur Unesco-Weltkulturerbe, sondern zugleich die drittälteste Stadt des Landes und die größte Holzstadt Skandinaviens. Hier geht es fröhlich und bunt zu: Die Holzhäuser erstrahlen in unterschiedlichen Farben, das Kopfsteinpflaster klappert unter den Fahrradreifen und gemütliche Veranden laden zu Kaffee- und Kuchen-Pause ein. 

Das Städtchen Rauma in Finnland ist für seine markante Holzarchitektur bekannt.

Im Herzen dieses pittoresken Fleckchens liegt der Marktplatz mit urigen kleinen Geschäften und Cafés. Alteingesessen ist hier das Kontio Café, dessen Spezialität Vanillekrapfen seit über einem Jahrzehnt die Naschkatzen glücklich macht. Weiter geht es zur Heilig-Kreuz-Kirche, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Beeindruckend sind die Wandmalereien, die schon über fünf Jahrhunderte die Gläubigen an ihre Tugenden erinnern. 

6. Evo: Wandern zwischen Elch, Luchs und Biber

In Finnland trifft eine große Landmasse auf vergleichsweise wenige Einwohnerinnen und Einwohner. Umso mehr Platz bleibt dort für die Wildnis und die einheimischen Tierarten. Im Wandergebiet Evo kannst du mit etwas Glück einige von ihnen treffen, etwa Elche, Luchse und Biber. Von Helsinki aus erreichst du es in etwa zwei Stunden mit dem Auto. 

Auf deiner Wanderung durch Evo könnte ein Elch den Pfad vor dir queren.

Verschiedene Wanderstrecken von leicht bis schwer führen durch die wilde Natur. Umgeben von Seen, Felsformationen und unzählbar vielen Bäumen begibst du dich auf Entdeckungstour. Du entscheidest, wie lang du in den Wald eintauchen willst. Sowohl Mehrtagestouren als auch kurze Spazierwege schlängeln sich durch Evo. 

7. Ostsee-Urlaub in Hanko

Für Strandurlaub ist Finnland eher nicht bekannt. Doch der Ort Hanko im Süden des Landes liegt direkt an der Ostsee und besticht mit seinem feinen Sand. Durchschnittlich 13 Sonnenstunden pro Tag im Juli laden zu einem ausgiebigen Strandtag ein. 

Hanko in Finnland lockt mit seinem feinen Sandstrand. Dort gibt es auch diverse Angebote für Wassersport-Fans.

Nicht nur Menschen genießen dort die Ostsee, sondern auch zahlreiche Robben, die dort leben. Bei einer Robbensafari kannst du die Tiere und ihren Lebensraum besser kennenlernen. Wer sie lieber aus der Ferne beobachtet, der packt sein Fernglas ins Reisegepäck und erklimmt einen der zahlreichen Leuchttürme rings um die Stadt. Neben den Meerestieren entdeckst du von dort oben mit Sicherheit auch besondere Vögel auf den Baumwipfeln.

Das Fernglas lohnt sich auch bei den Wandertouren rund um Hanko, denn die Natur breitet sich dort ungehindert über weite Flächen aus. Wasserratten nutzen unterdessen Kajaks, SUP-Boards oder Surfbretter, um die Landschaft der Ostseeküste vom Wasser aus kennenzulernen.