Kopenhagen hat so einiges zu bieten, darunter tolle Restaurants von günstig bis teuer. Das mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Noma im Kopenhagener Stadtteil Christianshavn beispielsweise gilt als das beste Restaurant der Welt und zieht seit Jahren Feinschmeckerinnen und Feinschmecker aus aller Welt in die dänische Hauptstadt. Die Wartezeit für einen Tisch: mehrere Monate. Die Preise: rund 400 Euro für ein Menü ohne Getränke.

Richtig leckeres Essen bekommst du in Kopenhagen aber auch für wesentlich weniger Geld. Du musst nur wissen, wo. Und da kommen wir ins Spiel: In unserer Übersicht verraten wir dir, an welchen Orten du zu vergleichsweise günstigen Preisen richtig gut essen kannst. 

1. Kødbyens Høker

Die Speisekarte des Kødbyens Høker am Rande des Meatpacking Districts Kødbyen in Kopenhagen ist zwar überschaubar, doch Gastronomien mit kleiner Karte gehören ja bekanntlich zu den besten. Neben leicht irritierender deutscher Musik aus den vergangenen Jahrzehnten und einer täglich wechselnden veganen oder vegetarischen Tagessuppe gibt’s hier auch eine typisch dänische Spezialität: Flæskestegs-Sandwiches.

Das Kødbyens Høker in Kopenhagen.

Die Sandwiches bestehen aus einem weichen Bun, aromatischem Schweinebraten mit richtig knuspriger Kruste, Rotkraut, sauren Gurken und einer Soße auf Mayo-Basis, die den Geschmack der Sandwiches perfekt abrundet. Neben dem Geschmack überzeugt das Kødbyens Høker auch mit seinen Preisen. Ein Sandwich kostet 65 dänische Kronen, was umgerechnet etwa 9 Euro entspricht und für Kopenhagener Verhältnisse richtig günstig ist. Unser Urteil: definitiv einen Besuch wert.

Adresse: Slagtehusgade 7a, 1715 København, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr

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2. DØP – Den Økologiske Pølsemand

Wer auf der Suche nach typisch dänischem Fast Food ist, sollte auch unbedingt bei einem der unzähligen Hotdog-Stände in Kopenhagen vorbeischauen. Zwei der Stände gehören dem Unternehmen DØP, das nach eigenen Angaben ausschließlich Bio-Lebensmittel und biologisch abbaubare Verpackungen verwendet.

Der klassische „Roasted Hot Dog“ wird bei DØP mit Ketchup, Senf, Remoulade, frischen und gerösteten Zwiebeln und sauren Gurken serviert. Es gibt aber auch noch andere Angebote wie den „French Hot Dog“ (ein Würstchen in einem geschlossenen Brötchen mit Dressing nach Wahl), Würstchen mit gedünstetem Grünkohl, Roter Bete und Senf sowie Würstchen mit püriertem Wurzelgemüse, Senf, Ketchup und Roter Bete.

Bei den Würstchen selbst können Kundinnen und Kunden zwischen sieben verschiedenen Sorten wählen. Es gibt bei DØP auch vegetarische und vegane Optionen. Preislich sind Hotdogs wohl mit der günstigste Imbiss, den man in Kopenhagen zu sich nehmen kann: 37 dänische Kronen, umgerechnet etwas weniger als fünf Euro, kostet ein Hotdog bei DØP.

Adresse: Amagertorv 31, 1160 København, und Købmagergade 52, 1150 København, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 11 bis 19.30 Uhr

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3. POPL Burger

Noma-Fans, die für ein Menü keine 400 Euro zahlen können, aber trotzdem in diese besondere kulinarische Welt hineinschnuppern möchten, sollten sich auf den Weg zu POPL Burger machen.

Das Restaurant im Stadtteil Christianshavn wird von Noma-Chef und Spitzenkoch René Redzepi betrieben und hat lediglich vier Burger auf der Karte. Besonders zu empfehlen: der vegetarische Burger mit Quinoa-Tempeh aus dem Fermentationslabor des Noma. Kostenpunkt: 115 dänische Kronen, rund 16 Euro. Eine Combo mit Pommes und Getränk kostet 185 dänische Kronen, 26 Euro.

Adresse: Strandgade 108, 1401 København, Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 14.30 Uhr und von 17 bis 22.30 Uhr

4. Gasoline Grill

Etwas günstiger (85 dänische Kronen, etwa 12 Euro), aber mindestens genauso lecker sind die Burger der Kopenhagener Kette Gasoline Grill. Auch dort gilt wieder: Die Karte ist klein, das Geschmackserlebnis dafür groß.

Kundinnen und Kunden können bei Gasoline Grill zwischen fünf Optionen wählen: Cheeseburger, Original-Burger, Butterburger, Green Burger (vegetarisch) und Hot Chicken Sandwich. Nach Angaben des Unternehmens bestehen die Fleisch-Pattys zu hundert Prozent aus Bio-Fleisch.

Adresse: mehrere Standorte, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 11 bis 21 Uhr, an Sonntagen nur bis 20 Uhr geöffnet

5. Slurp Ramen Joint

Eingefleischte „Kitchen Impossible“-Fans kennen es schon: das Restaurant Slurp Ramen Joint in Kopenhagen. Vor drei Jahren schickte der Wiener Jungkoch Lukas Mraz den Küchenchef und Gastgeber der bekannten Kochsendung Tim Mälzer nach Kopenhagen, um ihn im Slurp japanische Nudelsuppe kochen zu lassen.

Der Ramenladen im Stadtteil Nørrebro ist bei Däninnen, Dänen und Reisenden aus dem Ausland gleichermaßen beliebt und so bilden sich regelmäßig lange Schlangen vor dem kleinen Laden. Bei einem Besuch sollte man deshalb am besten viel Zeit mitbringen. Aber das Warten lohnt sich: Die Brühen sind geschmacksintensiv, die Nudeln selbst gemacht, das Fleisch zart und saftig und die Toppings mit geräucherter Auberginencreme oder Topinamburcreme deutlich ausgefallener als in vielen anderen Ramenläden.

Die Speisekarte besteht aus wechselnden Vorspeisen und vier verschiedenen Suppen: Shio Ramen, Shoyu Ramen, Miso Ramen und der vegetarischen Option Veggie Ramen. Die fleischhaltigen Ramen kosten 170 dänische Kronen, etwa 24 Euro, und die vegetarische Option 160 Kronen, umgerechnet 23 Euro.

Adresse: Nansengade 90, 1366 København, Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 15 Uhr und von 17 bis 21 Uhr, an Dienstagen nur von 17 bis 21 Uhr geöffnet

6. Hija de Sanchez

Noma-Luft können Feinschmecker auch in der Taqueria Hija de Sanchez im Meatpacking District Kødbyen atmen. Dort befindet sich nämlich Rosio Sanchez am Herd – früher Pâtisserie-Chefin im Noma. Auch Sanchez scheint sich an die Regel mit der kleinen Karte zu halten und hat nur drei Tacos im Angebot.

Die erste Option: Pastor, ein Taco mit saftigem Schweinebraten und Zwiebeln. Die zweite: Barbacoa, langsam gegartes Rindfleisch mit Zwiebeln und Koriander. Und für Vegetarier und Veganer gibt es noch die Variante Grilled Cabbage mit gegrillten Paprika, Erdnuss-Macha und Jalapeño-Salsa. Kostenpunkt: 40 dänische Kronen pro Taco, umgerechnet etwas mehr als 5 Euro. 

Adresse: Slagterboderne 8, 1716 København, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 11 bis 20 Uhr, Freitag und Samstag von 11 bis 22 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 18 Uhr

7. Buka Bakery

Für alle, die es süß mögen, ist Kopenhagen das absolute Paradies. Selbst wer eigentlich lieber Herzhaftes bevorzugt, wird hier eines Besseren belehrt. Ein absolutes Muss sind die Kardamom Buns, die fast jede Bäckerei im Angebot hat. Eine weitere Empfehlung: Zimtschnecken.

Welche Bäckerei die besten süßen Stückchen verkauft, lässt sich schwer beantworten. Eines ist aber klar: Die Buka Bakery im Zentrum Kopenhagens ist definitiv einen Besuch wert. Die Bäckerei hat nicht nur leckeres Kardamom- und Zimtgebäck (jeweils 25 dänische Kronen, 3,50 Euro) im Angebot, sondern lädt mit ihrer gemütlichen und freundlichen Atmosphäre auch zum längeren Verweilen ein. Weitere Empfehlungen für Süßes: die Lille Bakery in Nyholm und die Hart Bageri in Frederiksberg.

Adresse der Buka Bakery: Store Kongensgade 18, 1264 København, Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 7 bis 17 Uhr