Tagsüber am Strand entspannen, abends das Nachtleben spannender Städte genießen und zwischendurch interessante Kulturstätten erkunden – Städte am Meer vereinen genau das. Wo du einige der schönsten Meer-Metropolen in Europa findest? Das liest du hier, wir stellen dir unsere liebsten Küstenstädte vor.

Porto in Portugal

Vergiss Lissabon – reise liebe in die kleine Schwester Porto! Ähnlich wie in der portugiesischen Hauptstadt findest du auch hier kunstvoll geflieste Altstadthäuser und eine kreative Foodszene. Allerdings ist Porto im Vergleich noch deutlich günstiger und auch ein wenig ursprünglicher geblieben.

Die Region ist für den Portwein bekannt, der von hier in die ganze Welt exportiert wird. Kosten können Reisende ihn in etlichen Lokalen und Kellereien. Außerdem warten in Porto spannende Sehenswürdigkeiten wie die Ponte Dom Luís I, die Capela das Almas mit den typischen blau-weißen Azulejos, die Kathedrale Sé oder die Kirche Igreja de São Francisco auf dich.

Der Fluss Douro fließt durch Porto und mündet dort ins Meer. Daher kannst du einen Stadturlaub easy mit Strandbesuchen verbinden.

Als wäre das nicht genug, liegen weite Atlantikstrände quasi direkt vor der Haustür: Eine Straßenbahn bringt dich (und dein Surfboard) vom Zentrum der Innenstadt in weniger als 20 Minuten zum Meer. Oder du schnappst dir ein Fahrrad und fährst selbst Richtung Meer, dabei geht es immer am Fluss Douro entlang, der in Porto in den Atlantik mündet.

Marseille an der Côte d’Azur in Frankreich

Mehr als 900.000 Menschen leben in der wichtigsten französischen Hafenstadt in der Mittelmeerbucht Golfe du Lion, die auch den Beinahmen „Tor zum Mittelmeer“ trägt. Bereits seit der Gründung um 600 vor unserer Zeit ist Marseille ein wichtiges Zentrum für Einwanderung und Handel. Das Herz der Stadt ist auch heute noch der alte Hafen Vieux-Port. Fischerinnen und Fischer verkaufen dort ihren Fang direkt an der Anlegestelle verkaufen.

Blick von der Notre-Dame de la Garde auf Marseille und das Mittelmeer – in der Stadt lassen sich Sightseeing und Strandurlaub gut verbinden.

Marseille ist in 16 Stadtbezirke (Arrondissements) unterteilt, die sich bei einem ganzjährig angenehmen Klima entdecken lassen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören das Rathaus, das Stadtviertel Le Panier, das MuCEM und die Kathedrale de la Major, alle sind vom Vieux-Port aus schnell zu erreichen. Ebenfalls beeindruckend ist die Kathedrale Notre-Dame de la Garde, die auf einem 147 Meter hohen Kalkfelsen thront.

Nach der Entdeckungstour kann es ans Meer gehen, die Stadt lockt dafür mit vielen Stränden. Einer der beliebtesten ist die Plage du Prophète im Herzen von La Corniche. Das Meer ist hier am Ufer recht flach, sodass Familien gerne dorthin fahren. Wer nicht nur im Sand liegen will, kann sich beim Beach Volleyball auspowern. Die Infrastruktur ist gut, der Strand ist mit Toiletten, Umkleidekabinen, Duschen sowie Bars und Restaurants ausgestattet.

Wer es idyllischer mag, findet etwa eine Autostunde entfernt eine Oase: Die Calanque de Port Pin ist eine von Pinien gesäumte Felsbucht mit Sandstrand. Von diesen kleinen, fjordartigen Buchten mit klarem Wasser gibt es übrigens jede Menge im französischen Département Bouches-du-Rhône.

Aktuelle Deals

Die Calanque de Port Pin ist eine idyllische fjordartige Bucht in der Nähe von Marseille.

San Sebastían in Spanien

Eine Perle im Baskenland – das ist San Sebastían (oder auf Baskisch: Donostia). Strände wie die Playa de la Concha und die Plaza de Ondarreta laden zum (Sonnen-)Baden ein, die Altstadtgassen zum Bummeln.

Unter Foodies ist die Stadt für die beliebten Pinxtos-Bars in der Altstadt bekannt. Dort kannst du dich bei einem Glas lokalen Weins durch die verschiedenen Mini-Spezialitäten der Region probieren.

San Sebastian im Baskenland am Abend: Das Licht der Laternen funkelt im Meer.

Tipp: Die Einheimischen gehen lieber zum Strand Zurriola – er ist ruhiger als die Playa La Concha. Und obendrein ist es ein toller Ort, um zu surfen oder die Wellenreiterinnen und Wellenreiter vom Land aus zu beobachten.

Triest in Italien

In Sachen Sehenswürdigkeiten scheint Triest mit vielen anderen Städten in Italien nicht mithalten zu können. Trotzdem zieht auch Triest Reisende in seinen Bann. Dort, an der italienischen Adria, kannst du neben rund 203.000 Einwohnerinnen und Einwohnern das süße Leben Italiens ganz unaufgeregt genießen.

Zum Beispiel bei einer Tasse Caffè: In Triest wird dem „Conde Nast Traveller“ zufolge mehr Kaffee getrunken als in jeder anderen Region in Italien.

Die Promenade und ein kleiner Hafen in Triest an der Adria.

Triest hat eine lange Küstenlinie und ist von Grünland, Wald- und Karstflächen umgeben. Der Stadtstrand befindet sich im Vorort Barcola. Die fünf Kilometer lange Uferpromenade von Barcola ist im Linienverkehr per Bus und Schiff mit dem Stadtzentrum verbunden. Jeder Strandabschnitt hat seinen eigenen Namen – von Marinella über California bis Pineta.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Nizza an der Côte d’Azur in Frankreich

Nissa la bella, Nizza, die Schöne, wird die Stadt an der Côte d’Azur auch genannt. Warum? Das kann angesichts der Altstadt mit engen Gassen und barocken Gebäuden, der Promenade mit prunkvollen Hotels, Palmen und Meeresrauschen und der lebhaften Märkte wie dem Marché aux Fleurs doch eigentlich nur als eine rhetorische Frage gemeint sein.

Auch den Burgberg Colline du Château solltest du auf deiner Reise erklimmen – und von oben das schöne Nizza aus einem anderen Blickwinkel bestaunen.

Die Promenade in Nizza.

Die Strände in Nizza befinden sich zwischen dem Flughafen und dem Hafen bei der Altstadt. Es sind fast ausschließlich Kieselstrände, mit Ausnahme der künstlich angelegten Abschnitte am Strand Beau Rivage und an der Plage des Ponchettes.

Split in Kroatien

Du stehst auf Geschichte? In Split wird sie erlebbar. Bei einem Spaziergang durch die verwinkelten Altstadtgassen reist du zurück ins vierte Jahrhundert, als der Diokletianspalast erbaut wurde. Einst bestand er aus Tausenden von Bauwerken, heute umfasst die Ruine noch mehr als 200 Gebäude. Innerhalb der weißen Steinmauern und unter den Innenhöfen befinden sich eine Kathedrale und zahlreiche Geschäfte, Bars, Cafés, Hotels und Häuser.

Frischerer Wind weht entlang der Promenade, von der aus man theoretisch direkt ins Meer springen könnte, um dich abzukühlen. Besser: zum Bene-Strandbad fahren, das zu den beliebtesten Stränden von Split zählt. Hierbei handelt es sich um einen felsigen Strand am Fuße eines Kiefernhügels.

In Split gibt es einen der wenigen Sandstrände an der von Felsen geprägten kroatischen Adria.

Noch zentraler gelegen sind die Sandstrände Firule und Bacvice, der sich in der Nähe des Hafens befindet. Beide sind beliebt und meist sehr gut besucht ist. Wer nicht nur am Wasser liegen oder schwimmen will, findet zahlreiche Cafés und Restaurants in unmittelbarer Nähe. Oder aber es geht zum „Picgi“ ins Meer. Das Spiel ähnelt Volleyball, wird jedoch im Wasser und ohne Netz gespielt.

Venedig in Italien

Venedig – eine Stadt, gebaut auf Wasser, durchzogen von Kanälen, muss natürlich auch in diesem Ranking auftauchen. Bei einer Gondelfahrt kannst du die Stadt besichtigen und dich kurzzeitig wie in einem romantischen Liebesfilm fühlen. Eine Abkühlung in den Kanälen solltest du allerdings schnell vergessen, die steht sogar unter Strafe.

Markusdom, Rialtobrücke, Dogenpalast: Das sind die Klassiker der Stadt und dementsprechend gut besucht. Wer nach den Massen Luft holen möchte, kann das auf den lang gezogenen Inseln Lido und Pellestrina tun.

Luftbild auf die Insel Lido di Venezia mit Stränden in Höhe von San Nicolo.

„Lido di Venezia“ heißt der Inselstreifen mit Stränden und Hotels, der die Lagune von Venedig vom offenen Meer trennt. Die Wasserbusse der Linien 1 und 2 fahren regelmäßig dorthin. Bibione wäre auch ein Vorschlag. Aber: Geheimtipps sind diese Strände nicht. Wer mehr Zeit mitbringt, kann auf der Sonneninsel Grado Strandurlaub machen.

Riga in Lettland

Die lettische Hauptstadt Riga hat vielleicht nicht die schönste Altstadt des Baltikums, aber bestimmt die lebendigste. So schlendern hier tagsüber vergnügte Urlauberinnen und Urlauber durch die krummen, schiefen Gassen – und nachts steppt der Bär!

Riga muss im Vergleich zu anderen europäischen Städten oft zurückstecken, dabei zeigt sich die Hauptstadt Lettlands abseits der Touristenmassen von ihrer hippsten Seite.

Wer nichts mit Techno, Euro-Dance und Co. anfangen kann, lässt sich in Riga von klassischer Musik bezaubern. Du genießt hier einen hohen Standard und Aufführungen des Lettischen Nationalen Symphonieorchesters – außerdem gehört ein Besuch in der Lettischen Nationaloper für viele Reisende zum guten Ton.

Danzig in Polen

Die polnische Stadt Danzig bezaubert mit ihren historischen Gebäuden und ihrem einzigartigen Charme. Die ehemalige Hansestadt an der Ostsee hat eine bewegte Geschichte.

Ein Kurzabriss: 1260 erhielt Danzig das Stadtrecht, die deutsche Besiedlung begann im 13. Jahrhundert. Ab 1308 unterstand die Stadt dem Deutschritterorden, ab 1454 der polnischen Krone. Das Hin und Her ging weiter – auf eine preußische Zeit folgte während der Napoleonischen Kriege von 1807 bis 1814 der Status als Freistadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Danzig 1945 polnische Woiwodschaftshauptstadt, ab 1980 Ausgangspunkt für die Demokratisierung in Polen. 1999 wurde sie Hauptstadt der neu gebildeten Woiwodschaft Pommern.

Blick auf Marina Gdansk, die Altstadt von Danzig an der Ostsee. Es gibt auch einen Strand.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten findest du im Zentrum, in den Stadtteilen Rechtstadt und Altstadt. Dazu zählen beispielsweise die Marienkirche, das Goldene Haus, der Artushof und das Goldene Tor. 

Nach Sightseeing und dem Erleben der Geschichte bietet sich ein Bad in der Ostsee an, denn die Strände gelten als weit und idyllisch – und sind auch in der Hochsaison selten überfüllt. So lohnt beispielsweise ein Ausflug nach Brzeźno. Dort findet sich einer der schönsten Strände, bereits im 19. Jahrhundert war der Ort als Ostseebad unter dem Namen Brösen berühmt.

Kopenhagen in Dänemark

In Dänemark wohnen bekanntlich mit die glücklichsten Menschen. Und auch ein Besuch der Hauptstadt Kopenhagen zaubert dir bestimmt ein Lächeln ins Gesicht: ob beim Bummel am Hafenbecken von Nyhavn im Sommer oder beim winterlichen Spaziergang durch die festlich geschmückten Gassen der Altstadt.

Kopenhagen ist schon mehrfach als „Lebenswerteste Stadt der Welt" ausgezeichnet worden. Die Gründe: beeindruckende Architektur, unzählige Grünflächen und ein Hafen so sauber, dass man sogar drin baden kann!

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen zählt klar die Kleine Meerjungfrau. Was du in der dänischen Hauptstadt sonst noch erleben kannst, erfährst du, wenn du dich durch die Artikel auf unserer Themenseite klickst.

Lust auf einen Strandbesuch? Dann geht’s zum Svanemølle Beach oder ins Naherholungsgebiet Amager Strandpark am Öresund. Er ist etwa fünf Kilometer vom Rådhuspladsen in der Innenstadt entfernt. Dort findest du den mit 4,6 Kilometern längsten Strand der dänischen Hauptstadt.

Der Amager Strand ist mit 4,6 Kilometern Länge der längste Strand in Kopenhagen.

Tallinn in Estland

Die Altstadt von Tallinn zieht Besucherinnen und Besucher vor allem mit ihrem mittelalterlichen Charme in den Bann. Verwinkelte Kopfsteinpflastergassen, dicke Steinmauern, Aussichtspunkte auf Kathedralen, Tore, Türme und Plätze geben ein gar märchenhaftes Bild ab – das sich seit Hunderten von Jahren kaum verändert hat.

Läuft man in der Altstadt immer bergaufwärts, landet man unweigerlich irgendwann auf dem Domberg, von wo man eine tolle Sicht auf die Stadt hat. (Symbolfoto)

Und so gilt Tallinns Altstadt bereits seit 1997 als Unesco-Welterbestätte, weil es sich um ein außergewöhnlich vollständiges und gut erhaltenes Beispiel einer mittelalterlichen nordeuropäischen Handelsstadt handle. 

Der zwei Kilometer lange Pirita Beach ist der größte und beliebteste Strand in Tallinn. Während der Sommermonate sonnen sich hier bis zu 30.000 Menschen am Tag. Sie haben einen tollen Ausblick auf die Altstadt und den Schiffsverkehr im Finnischen Meerbusen. Ballplätze, Kinderspielplätze, Schließfächer, Liegestühle und eine Vermietung von Wassersportausrüstung sind auch vorhanden.

Lissabon in Portugal

Vibrierende Altstadtviertel, frischer Fisch, viel Vitamin D und malerische Gassen – Lissabon ist ein tolles Ziel für eine Städtereise, kombiniert mit einem Strandausflug. Direkt am Praça do Comércio kannst du beobachten, wie Menschen ihre Füße ins Nass des Tejo stecken.

Doch es lohnt sich, die längere Anreise per Auto zu den umliegenden Küstendörfern und Stränden in Angriff zu nehmen. Bis zur Praia de São João sind es keine 20 Kilometer – du musst dafür allerdings einmal die Ponte 25 de Abril überqueren. Am Strand sind Wellen für Surferinnen und Surfer besonders gut, außerdem gibt es alle paar Meter einen Beach-Club.

Wenn du auf der nördlichen Seite des Flusses bleiben willst, dann fährst du knapp 22 Kilometer bis zur Praia da Torre – auf dem Weg lohnt ein Zwischenstopp am Torre de Belém, einem der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons.

Barcelona in Spanien

Ultramoderne Gebäude, die vor dem Meer in den Himmel ragen? Das können nicht nur die USA, sondern auch Europa. Etwa bei La Barceloneta, einem von vielen Strandabschnitten in Barcelona. Die meisten, wie etwa die Platja San Sabastia, liegen in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum.

Am Strand von Barcelona lässt sich die Hektik der Stadt vergessen.

Mit Meerblick kannst du in das aufregende Nachtleben starten, eine trendige Strandbar jagt die nächste. Etwas ruhiger geht es beispielsweise in Bogatell zu. Der Stadtteil ist für viele Städtereisende das i‑Tüpfelchen, kommen doch die meisten hauptsächlich wegen der sagenhaften Architektur von Antoni Gaudí, insbesondere wegen der Sagrada Família.