Die extremen Spritpreise bringen derzeit die Reisekasse aller Menschen, die mit dem Auto verreisen möchten, an ihre Belastungsgrenzen. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine klettern die Preise an den Zapfsäulen auf immer neue Rekordhöhen, berichtet der ADAC. 

Jetzt hat die EU-Kommission den Mitgliedsländern ein Öl-Embargo vorgeschlagen. Das würde bedeuten, dass kein Öl aus Russland mehr nach Deutschland importiert wird. Der ADAC geht laut „tagesschau.de“ davon aus, dass in diesem Zuge auch die Benzinpreise steigen. Voraussichtlich sei dies allerdings nicht dauerhaft und nicht überall der Fall, vor allem regional in Teilen Ostdeutschlands sollen die Preise in die Höhe gehen. 

Das schauen viele Autofahrer nicht gern hin: Eine Anzeige an der Tankstelle verkündet teure Spritpreise.

Aktuelle Deals

Sprit könnte regional teurer werden – das steckt dahinter

Das liege daran, dass die Raffinerie Schwedt russische Ölsorten verarbeitet. Ein Umstieg auf andere Öl-Lieferungen der Firma, die mehrheitlich einem russischen Konzern gehört, sei unwahrscheinlich. Deswegen werde die Produktion von Kraftstoffen in Ostdeutschland geringer ausfallen, was sich wiederrum auf die Preise niederschlägt. 

Schon jetzt müssen Autofahrerinnen und Autofahrer an der Tankstelle deutlich tiefer in die Tasche greifen. Wer Anfang Mai zum Beispiel von Köln aus auf die niederländische Insel Texel reisen, muss bei einem Preis von 2,00 Euro für einen Liter E10 für die rund 360 Kilometer insgesamt 50,40 Euro zahlen. Im Oktober 2021 hätten die Fahrtkosten bei einem Literpreis von 1,68 Euro noch bei rund 34 Euro gelegen.

Teure Spritpreise: So sparst du auf dem Weg in den Urlaub

Wer angesichts dieser Rekordpreise bei der Fahrt in den Urlaub sparen will, kann laut ADAC einfache Tricks nutzen, etwa das Tanken zur günstigsten Uhrzeit. Ein Fehler sei es, auf dem Weg zur Arbeit an die Zapfsäule zu fahren. Benzin und Diesel seien morgens gegen 7 Uhr am teuersten. Wer hingegen am Abend zwischen 18 und 19 Uhr oder zwischen 20 und 22 Uhr an die Zapfsäule fährt, könne rund 7 Cent je Liter sparen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Auch ein Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern lohnt: Zwischen den Markentankstellen könne es Preisunterschiede von rund 6 Cent geben. 

Günstiger tanken ist auch in einigen Nachbarländern Deutschlands möglich, zum Beispiel in Polen. Dort zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer Anfang Mai 2022 umgerechnet rund 1,56 Euro für einen Liter Diesel, für den Liter Super wechseln rund 1,40 Euro den Besitzer. Auch wer einen Ausflug nach Tschechien (1,81 Euro/Liter Super), Luxemburg (1,63 Euro/Liter Super) oder Österreich (1,72 Euro/Liter) macht, sollte bei dieser Gelegenheit volltanken.

In Varnsdorf (Tschechien) stehen etliche Autos in der Schlange vor der Zapfsäule, um von den günstigeren Spritpreisen zu profitieren.

Reisende sollten für den Tank-Stopp allerdings auch Zeit mitbringen. Vor vielen grenznahen Tankstellen in den Nachbarländern hatten sich in der Vergangenheit bereits lange Schlangen gebildet. Etliche lokale Medien berichteten.