Du benötigst dringend eine Extraportion Sonne? Dazu musst du im April zum Glück gar nicht weit fliegen. Wer in den Osterferien oder in den Tagen rundherum einen Tapetenwechsel benötigt, erreicht schon nach wenigen Stunden in der Luft besondere Orte. Sonnenschein inklusive! 

Während einige Reiseziele Outdoor-Abenteuer bei mildem Klima versprechen, kannst du andernorts schon in Bikini oder Badehose den Sprung ins Meer wagen. Wir verraten die schönsten Ziele – viele davon sind sogar in Europa:

1. Málaga

Pack die Sandalen ein: Im spanischen Málaga zeigen die Thermometer schon im April bis zu 21 Grad an. Außerdem scheint die Sonne rund zehn Stunden am Tag über der Stadt an der Costa del Sol. Besonders praktisch: Du erreichst die Stadt in Andalusien zum Beispiel von Düsseldorf oder Frankfurt aus in rund drei Stunden mit dem Flieger. 

Die weiße Kathedrale von Málaga wacht im Renaissance-Stil über die Stadt. Du findest sie in der Nähe des Hafens.

Nicht weit ist es dann von Málagas Altstadt mit ihren bunten Häusern, den Plazas und Kirchen bis zum Stadtstrand, der Playa la Malagueta. Auf mehr als einem Kilometer kannst du hier zwischen Einheimischen und anderen Reisenden Sonne tanken. Baden hingegen ist im April nur etwas für Hartgesottene: Bei 15 Grad Wassertemperatur stellen sich die Nackenhaare schon beim Eintauchen des großen Zehs in die Höhe.

Strohgedeckte Sonnenschirme reihen sich an der Playa la Malagueta, dem Stadtstrand von Málaga, aneinander. Einige Sonnenhungrige genießen die letzten wärmenden Strahlen des Tages.

Hoch hinaus geht es auf dem Hügel auf der anderen Seite der Stadt zur Burg namens Castillo de Gibralfaro. Du wolltest zwar in die Sonne, doch von hier oben aus kannst du in der Ferne sogar den Schnee auf den Gipfeln der Bergkette Sierra Nevada bestaunen. Fast 3500 Höhenmeter trennen dich von der weißen Pracht. 

Zurück auf Meeresspiegelniveau eignen sich die milden April-Temperaturen auch perfekt für Erkundungstouren durch Andalusien – und Málaga ist ein idealer Ausgangspunkt dafür. Kulturerbe-Stätten wie die Altstadt von Córdoba und ihre Moschee-Kathedrale Mezquita, die Altstadt von Granada und die Alhambra sowie die Kathedrale von Sevilla erreichst du in unter zwei Stunden mit dem Mietwagen.

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2. Zypern

Acht Stunden Sonne am Tag – die gibt’s im April auf der Insel Zypern. Das Wichtigste vorweg: Auch baden ist dann schon möglich! Hast du dich für diese Insel als Reiseziel entschieden, musst du noch eine weitere Wahl treffen: Willst du den Süden der Insel besuchen, der zu Griechenland gehört, oder lieber den türkischen Norden? 

Beim Milomeris-Wasserfall bei Troodos auf Zypern stürzt das Wasser aus 15 Metern in die Tiefe.

Das klassische Ziel und zudem leichter von Deutschland aus zu erreichen ist der Südteil. Hierher gibt es im Gegensatz zum nördlichen Gebiet Direktflüge, die dich in drei bis vier Stunden auf die Insel bringen. Dann geht’s sportlich weiter: Bei einer Wanderung erreichst du den Milomeres-Wasserfall, mit 15 Metern der höchste seiner Art auf Zypern.

Wem das nicht genug ist, der oder die wandert direkt zu den Kaledonia-Fällen weiter. Noch mehr Naturerlebnis verspricht eine Tour im Troodos-Gebirge, vorbei an malerischen Weinfeldern. Wer Wein lieber schon gekeltert mag, findet einen netten Platz in einer der zahlreichen Strandbars der Insel – oder genießt ihn direkt auf der Sonnenliege am Strand. Wir erinnern uns: Baden kannst du auf Zypern schließlich auch schon im April.

Am Green-Bay-Strand auf Zypern reihen sich Sonnenschirme aneinander, zwei Boote schaukeln auf den sanften Wellen.

3. Fuerteventura

Die zweitgrößte Insel der Kanaren, Fuerteventura, ist eine Hochburg für Surffans und wird auch als „Hawaii Europas“ bezeichnet. Ihr ganzjährig mildes Klima verdankt sie der Lage vor der Küste Afrikas. Der Flieger bringt dich etwa von Frankfurt aus in viereinhalb Stunden dorthin.

Weiter geht es ganz entspannt. Faul an den weißen oder schwarzen Stränden herumliegen können Urlauberinnen und Urlauber auf Fuerteventura im April bei bis zu 21 Grad. Allein sind sie dabei nicht: Hin und wieder genießen auch neugierige Streifenhörnchen die Sonnenstrahlen. 

Nanu, wer kommt denn da zu Besuch? Ein Streifenhörnchen erkundet einen weißen Sandstrand auf Fuerteventura.

Doch wer schnell friert, sollte sich womöglich eine geschützte Ecke suchen. Wegen der oft starken Winde herrscht eine steife Brise, sie sorgen aber auch für gute Wellen.

Viele Fuerteventura-Reisende steigen daher gern aufs Surfbrett. Wellenreiten, Kitesurfen und Windsurfen sind hier das ganze Jahr über möglich. Angenehm macht das auch die milde mittlere Wassertemperatur von 19 Grad. Wer von einer Welle vom Board heruntergerissen wird, bekommt also keinen Temperaturschock. 

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Eine einsame Pflanze wächst auf einer Sanddüne im Naturpark Dunas de Corralejo auf Fuerteventura.

Und sonst? Der Nationalpark Las Dunas de Corralejo im Norden der Insel beeindruckt mit seinen endlos scheinenden weißen Sandfeldern. Im Süden hingegen prägt die zerklüftete Vulkanlandschaft in tiefem Rot und Ocker das Erscheinungsbild der Insel.

Besonders beeindruckend: der 300 Meter hohe Vulkan Montaña Roja. Du kannst ihn zu Fuß erklimmen – die milden Temperaturen im April sorgen dafür, dass die Angelegenheit weniger schweißtreibend ist.

4. Karpathos

Klar: Die griechischen Inseln Kreta und Rhodos kennt jeder. Dass sich ein Urlaub auch auf der Insel Karpathos lohnt, die genau zwischen ihnen liegt, hat sich bislang nur wenig herumgesprochen. Erreichen kannst du diesen Geheimtipp von München aus in drei Flugstunden, von Amsterdam aus sind es vier.

Die zweitgrößte Dodekanes-Insel verfügt über alles, was das Herz des Griechenland-Fans begehrt: tolle Strände, schönes Wetter, antike Stätten und prächtig in pink blühende Bougainvillea.

Bunte Pracht überall: Bougainvillea-Blumen in Weiß und Lila säumen eine Mauer auf Karpathos.

Die Pflanze liebt das milde Klima auf der Mittelmeerinsel. Schon im April klettern die Temperaturen auf Karpathos auf durchschnittlich 18 Grad. Um auf deinem Trip einen der zwei durchschnittlichen Regentage im April zu erwischen, musst du schon großes Pech haben. Dazu scheint die Sonne täglich rund sieben Stunden vom Himmel. Genug Zeit für dich, den blassen Winter-Teint zu verabschieden! 

Am besten funktioniert das am Strand. Davon gibt es auf der Insel jede Menge, über die gesamte Küste verteilen sich kleine Buchten und belebte Strandabschnitte. Besonders beliebt: die Bucht von Lefkos. Das Wasser fällt dort flach ab und glitzert in karibikähnlichen Farbtönen.

Eine Katze genießt die letzten Sonnenstrahlen auf Karpathos (Griechenland).

Wer nach einem Strandtag seinen Geist herausfordern will, schnuppert auf Karpathos den Weihrauch-Duft, der aus den vielen griechisch-orthodoxen Kirchen weht, oder erkundet die historischen Gassen der Inselhauptstadt Karpathos-Stadt.

Naturfans genießen zudem bei einer Wanderung durch Kiefernwälder und über die 1200 Meter hohe Bergkette amKali Limni das Aroma frischer Bergkräuter. Im Frühling wird die Insel zu einem echten Blumen-Paradies: Narzissen und Anemonen haben im Gebirge ihren großen Auftritt neben den Orchideen. Und natürlich fehlen auch die typischen Olivenhaine nicht. 

5. Gibraltar

Sonnenbaden in Großbritannien im April? Na klar, wenn auch nicht in England oder Schottland. Doch zum Königreich gehört auch das Überseegebiet Gibraltar, das im Süden der Iberischen Halbinsel liegt. Auf einer 6,8 Quadratkilometer großen Landzunge wird hier feinstes British English gesprochen – und das ohne das typisch britische Regenwetter. Am besten reist du mit dem Mietwagen von Jerez oder Málaga nach Gibraltar, denn Direktflüge gibt es nur von Großbritannien aus. 

Die Start-und-Lande-Bahn des Flughafens von Gibraltar ragt meterweit ins Mittelmeer. Um das britische Überseegebiet auf dem Landweg zu erreichen, musst du das Rollfeld des Flughafens überqueren.

Der kleine Umweg lohnt sich, denn schon die Überquerung der Grenze wird dir im Gedächtnis bleiben. Mit dem Auto oder zu Fuß musst du zunächst das Rollfeld des Flughafens von Gibraltar passieren, denn die vierspurige Straße führt mitten hindurch. Wenn kein Flieger auf Start oder Landung wartet, werden die Schranken an der Grenze hochgeklappt. Im Gegensatz zum restlichen England herrscht in Gibraltar übrigens Rechtsverkehr.

Weiter geht’s von dort aus rund sechs Kilometer bis ans andere Ende der Halbinsel. An der Spitze findest du den Europa Point, von dem aus du nicht nur einen herrlichen Rundumblick über die Straße von Gibraltar hast, die Mittelmeer und Atlantik verbindet. Du kannst sogar bis nach Afrika blicken. 

Auch beliebt sind der berühmte Affenfelsen mit der einzigen wilden Affenkolonie Europas, der Hafen und die Strände mit Sahara-Sand. 

Nicht zu vergessen die Extra-Portion „very british“: Nach einem aufregenden Erkundungstag hast du dir eine Portion Fish and Chips auf der Mainstreet verdient, dazu ein Pint im Pub, am besten direkt neben einer der berühmten roten Telefonzellen. Welcome to Great Britain – aber eben mit Sonnenscheingarantie.

6. Sardinien

Sardinien im April wird dich überraschen. Statt wie in der Hochsaison um Liegestühle am Strand und einen freien Platz im Lieblingsrestaurant zu kämpfen, wirst du eine tiefenentspannte Insel erleben. Dabei sorgen sieben Sonnenstunden täglich und 19 Grad für einen herrlichen Urlaub im Frühling.

Anders ist die Situation auf der schönen italienischen Insel um die Osterfeiertage. Touristinnen und Touristen aus Italien und der Welt nutzen die Ferienzeit, um auf Sardinien ihre Sonnenreserven aufzutanken. Doch egal zu welcher Zeit im April du nach Sardinien reist: Genug zu erleben gibt es allemal. 

Berühmt ist die Costa Smeralda als Küste der Reichen und Schönen. Kein Wunder: Türkisblaues Wasser, saubere Strände und nette Cafés bilden die perfekte Kulisse für entspannte Ferientage. Doch im April fehlt von der High Society und ihren Jachten noch jede Spur. Zeit genug, die felsige Küste auch mit dem Mountainbike zu erkunden. 

Ein weiteres Natur-Highlight findest du auf dem Inselarchipel La Maddalena. Dieser Nationalpark im Nordosten von Sardinien besteht aus über 60 kleineren Inseln, verteilt im glasklaren Meerwasser. Eine Panoramastraße führt dich direkt an den schönsten Fotospots entlang. Zum Archipel gehört auch die Insel Caprera. Dort kannst du über einen kurzen Wanderweg traumhafte Buchten erreichen, zum Beispiel die Cala Coticcio.

7. Menorca

Einsame Buchten, zugebaute Strände, und Massentourismus kennt man auf Menorca nicht. Die Balearen-Insel steht oft im Schatten der größeren und touristischeren Inseln Mallorca und Ibiza – und trumpft genau deshalb auf. Mit Natur pur, hübschen kleinen Gassen und glasklarem Wasser kann Menorca punkten

An der Cala en Turqueta ist der Name Programm: Das Wasser ist leuchtend türkis!

Die Insel Menorca weist ein typisch mediterranes Klima auf, wie es für den gesamten Mittelmeer-Raum weitgehend zutrifft. Die Sommermonate sind warm bis heiß – doch auch im April kannst du schon Sonne tanken und im Café ein Eis essen. Die Termperaturen erreichen durchschnittlich bis zu 17 Grad– das Wasser ist mit maximal 14 Grad noch recht frisch.

8. Kapverden

Warme Temperaturen bis zu 25 Grad und sieben Stunden Sonne am Tag: Auf den Kapverden kannst du im April einen Badeurlaub machen. Die Inselgruppe liegt etwa 570 Kilometer vor der afrikanischen Westküste im Atlantik. Sie besteht aus 15 Inseln, von denen neun bewohnt sind – am bekanntesten sind Boa Vista und Sal.

Bekannt sind die Kapverden für ihre kreolische portugiesisch-afrikanische Kultur, die traditionelle Morna-Musik und die traumhaften Strände.

Dieses Bild haben viele beim Stichwort „Kapverden“ im Kopf: ein Fischerboot vor einem paradiesischen Strand.

9. Ägypten

Eine faszinierende Unterwasserwelt, traumhafte Strände und Kulturdenkmäler aus mehr als 5000 Jahren Geschichte: Ägypten gehört nicht ohne Grund zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen.

Schnorchler und Taucherinnen zieht es wegen der Korallenriffe in das nordafrikanische Land, um dort Fische in allen Farben, Schildkröten, Stachelrochen und sogar Delfine zu beobachten. Bei den Pyramiden und Tempelanlagen kommen Kulturfans ins Staunen. Und Sonnenliebhaber sowie ‑liebhaberinnen schätzen die ganzjährig hohen Temperaturen.

Eine Schnorchlerin im Roten Meer. Ägypten ist ein Traumziel für den Strandurlaub.

Beliebte Badeorte am Roten Meer sind Hurghada, Makadi Bay, Marsa Alam, Soma Bay, und El Gouna. Und die Temperaturen dort können sich im April sehen lassen: Die temperaturen steigen durchschnittlich bis auf 28 Grad, dazu gibt es neun Stunden Sonne pro Tag und eine durchschnittliche Wassertemperatur von 21 Grad. Regen fällt im April keiner.

10. Karibik

Wer sich an Ostern nicht mit Temperaturen bis durchschnittlich maximal 20 Grad zufriedengeben will, kann auch eines der Fernreiseziele ansteuern. In der gesamten Karibik finden Reisende im April gute Bedingungen für einen Badeurlaub vor. Traumhafte Ziele sind beispielsweise die Dominikanische Republik, Kuba, Jamaika und die mexikanische Riviera Maya.

Urlauberinnen und Urlauber laufen an einem Strand der Riviera Maya auf der Yucatan-Halbinsel in Mexiko.

Im April wird es in den Karibik-Staaten zwar schon etwas schwüler als von Januar bis März – trotzdem kann der Monat noch zur besten Reisezeit gezählt werden. In der Dominikanischen Republik erreichen die Temperaturen beispielsweise 30 Grad bei sieben Stunden Sonne pro Tag. Das Meer hat angenehme 27 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist mit 76 Prozent recht hoch.