Blühende Beete, kunstvoll gestaltete Parks: Mehrere Landesgartenschauen locken Menschen aus ganz Deutschland an. Fans der Gartenbaukunst können 2022 zwischen vielen Orten wählen.

LAGA oder auch LGS: Diese Buchstaben stehen für Landesgartenschau. Gemeint ist eine Ausstellung zum Gartenbau – und die gibt es gleich in mehreren deutschen und österreichischen Bundesländern.

Beelitz: Ein Garten für alle Sinne

Mitten im Märkischen direkt vor den Toren Berlins und Potsdams liegt Beelitz. Die kleine Stadt gilt als Speisekammer der Hauptstadt – bekannt ist sie vor allem für ihren Spargel. Doch die zahlreichen Höfe der Region bieten weit mehr regionale Köstlichkeiten: Erd- und Heidelbeeren, Kürbisse und Kartoffeln, Eier und Honig. Kein Wunder also, dass hier die Kulinarik eine große Rolle spielt – auch zur Landesgartenschau, die vom 14. April bis zum 31. Oktober ihre Tore öffnet.

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„Genussinseln“ am Flüsschen Nieplitz und in einer ehemaligen Wassermühle laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein. Zudem gibt es in den Archegärten rund 50 Picknick-Plätze. Und natürlich auch Blumen: Mehr als eine Million Frühblüher sorgen für einen farbenfrohen Empfang.

Das Landesgartenschau-Gelände beginnt an der südlichen Altstadt und erstreckt sich von dort bis hinunter zur Nieplitz. 380 Bäume, rund 57.000 Stauden, mehr als 600 Rosen sowie rund 450 weitere Sträucher sind hier gepflanzt worden. Gartenpracht auf 15 Hektar.

Gartenpracht auf 15 Hektar: Die Landesgartenschau in Beelitz öffnet am 14. April.

Neuenburg am Rhein: Stadt, Land, Fluss

Badische Lebensart mit südländischem Flair – so beschreiben die Menschen in Neuenburg am Rhein ihr heiteres Lebensgefühl. Die südwestlichste Stadt Deutschlands verweist an dieser Stelle gern auf 1000 Sonnenstunden im Jahr. Hervorragende Bedingungen für die Landesgartenschau, die hier am 22. April beginnt und bis zum 3. Oktober läuft.

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Der Rhein spielt eine besondere Rolle. Die Stadt hat es sich zum Ziel gesetzt, mit der LAGA Neuenburg wieder stärker an den Fluss zu binden. Gelungen ist das vor allem mit der neu angelegten, 700 Meter langen und 30 Meter breiten Rhein-Terrasse mit Anlegestellen für Boote und mit Liegewiesen. Die Rhein-Auen und die Rhein-Wiesen ergänzen das Konzept.

Die neuen Naherholungsgebiete umfassen rund 23 Hektar: Besucherinnen und Besucher können sich auf ein Gartenfest in einer fantastischen Auenlandschaft freuen: direkt am Ufer des Rheins im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz.

In Neuenburg können sich Besucherinnen und Besucher auf ein Gartenfest in einer fantastischen Auenlandschaft freuen.

Torgau: Natur, Mensch, Geschichte

Das sächsische Torgau, eingebettet in eine intakte Elbauen-Landschaft und großflächige Wald- und Wiesengebiete, blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Torgau im Jahr 973. Die Landesgartenschau will Besucherinnen und Besucher einladen, die Natur und die Geschichte der Stadt zu entdecken. Denn vom LAGA-Gelände mit den Angeboten im Stadtpark, auf der Eichwiese sowie auf den neu angelegten Flächen ist es bis in die Innenstadt nur ein kurzer Spaziergang.

„Natur, Mensch, Geschichte“ – so lautet das Motto der Landesgartenschau, die am 23. April in der ehemaligen kurfürstlichen Residenzstadt beginnt und am 9. Oktober endet. Viel Blütenzauber und Inspirationen für den heimischen Garten gibt es auf rund 24 Hektar zwischen dem historischen Stadtpark und dem Landschaftsraum Elbe.

Es gibt die vier Bereiche Glacis, Junger Garten, Eichwiese und Konzertplatz, die von einem zwei Kilometer langen Hauptweg verbunden werden. Eine regelrechte Blütenshow erwartet die Besucherinnen und Besucher vor allem in der Blumenhalle. Denn dort wechselt alle zwei Wochen das florale Thema – und damit die gesamte Farben- und Formenpracht.

Eine regelrechte Blütenshow erwartet die Besucherinnen und Besucher auch in Torgau.

Eppingen: Der Sommer, die Stadt und du!

136 Tage „Der Sommer, die Stadt und du!“ bei der Gartenschau im baden-württembergischen Eppingen: Vom 20. Mai bis zum 2. Oktober wird Eppingen zum blühenden Treffpunkt im Herzen der Hügellandschaft im Kraichgau. Etwas verspätet, denn ursprünglich sollte das „Grünprojekt“ bereits im vorigen Jahr stattfinden. Wegen der Pandemie musste es aber verschoben werden.

Eppingen wird zum blühenden Treffpunkt im Herzen des Kraichgaus.

Zwischen Stadtweiher, Altstadtgärten und erlebbaren Bachläufen zieht sich ein grüner Bogen durch das Städtchen und verbindet innerstädtische Freiflächen mit den Bachläufen Elsenz und Hilsbach: 15 Hektar Bachwegle-Promenade, die neu gestaltet wurde.

Von der großen Holzterrasse am Stadtweiher haben Besucherinnen und Besucher eine gute Sicht auf die naturnahe Gestaltung und einen ausgezeichneten Panoramablick zur Eppinger Altstadt.