Auch wenn es heute kaum zu glauben ist: Bis in die 70er-Jahre galt es fast schon als exotisch, Urlaub in den nordischen Ländern zu machen. Seitdem hat sich viel verändert, und Dänemark ist inzwischen eines der beliebtesten Reiseziele von deutschen Urlaubenden.

Nicht nur die Gastfreundschaft der Däninnen und Dänen sowie das Hygge-Gefühl tragen ihren Teil dazu bei, sondern auch die außergewöhnliche Natur des kleinen Nachbarlandes. Dänemark ist verhältnismäßig flach, sodass Gästinnen und Gäste die Highlights gut zu Fuß oder mit dem Rad erkunden können. 

1. Grenen: Am Ende der Welt

Mit einem Bein in zwei Meeren stehen? Das kannst du in Grenen, Jütland, am nördlichsten Zipfel von Dänemark. Hier oben, wo Nord- und Ostsee aufeinandertreffen, hast du das Gefühl, am Ende der Welt zu sein.

Durch die kräftige Strömung ändern sich immer wieder die Form, Größe und Lage der Landzunge Grenen. Es lohnt sich also, wiederzukommen und zu beobachten, wie sich die Natur verändert hat. Besonders gut kannst du die Umgebung auf dem Wanderweg „Grenenspåret“ erkunden.

Unterwegs hast du nicht nur tolle Ausblicke auf die zwei Meere und den weiten Horizont, sondern du kannst auch Zugvögel und Robben beobachten, die sich am Strand ausruhen.

An der Landzunge Grenen kannst du mit einem Bein in zwei Meeren stehen, denn hier treffen Nord- und Ostsee aufeinander.

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2. Råbjerg Mile: Dänemarks größte Wanderdüne

An der Nordspitze Dänemarks, bei Skagen, liegt auch eine der größten Wanderdünen Europas: Råbjerg Mile. Wie eine kleine Wüste kommt Besucherinnen und Besuchern die Düne vor. Schließlich ist sie bis zu 40 Meter hoch und erstreckt sich über fast einen Quadratkilometer!

Die Düne bewegt sich jedes Jahr rund 15 Meter in Richtung Nordosten. Dieses spektakuläre Naturphänomen führt dazu, dass die Hauptverkehrsstraße nach Skagen in circa 100 bis 200 Jahren vollständig mit Sand bedeckt sein wird.

Auf der anderen Seite tauchen dafür Bäume und Landschaften wieder auf, die über Jahrzehnte unter der Düne verborgen lagen. Mehrere Spazier- und Wanderwege führen durch das Naturschutzgebiet.

Die Wanderdüne Råbjerg Mile bewegt sich im Jahr rund 15 Meter Richtung Nordosten.

3. Anholt: Abgelegenes Naturparadies

Eine der ursprünglichsten und faszinierendsten Landschaften Dänemarks findest du auf der kleinen Insel Anholt. Sie liegt im Kattegat zwischen Schweden und Dänemark und ist der wohl abgelegenste Ort des Landes. Über Jahrtausende haben Eiszeit, Wind und Wasser hier die Natur geformt.

Gletscher haben einen imposanten Gesteinswall gebildet, der heute mit Kiefern- und Wacholderwald bedeckt ist. Der höchste Punkt der Insel, Sønderbjerg, ist 48 Meter hoch und kann über einen schmalen Wanderweg erreicht werden. Im Kontrast dazu steht die karge Dünenlandschaft, die an manchen Stellen einer Wüste gleicht.

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Auf der Insel Anholt haben Gletscher, Wind und Wasser über Jahrtausende eine spektakuläre Landschaft geformt.

4. Wattenmeer: Naturphänomen „Schwarze Sonne“

Das Wattenmeer Dänemarks erstreckt sich über 500 Kilometer von Blåvands Huk im Norden bis nach Deutschland. Hier leben zahlreiche Wasservögel, und Zugvögel machen auf ihrer Wanderung halt im Wattenmeer.

Immer im Frühjahr und im Herbst kannst du zum Beispiel auf der Insel Rømø eine spektakuläre Naturerscheinung erleben: Das Luftballett der Zugvögel, auch „Schwarze Sonne“ genannt. Hunderttausende Stare versammeln sich am Abend in der Luft über der Stelle in der Marsch, wo sie die Nacht verbringen werden.

Da Stare ihre Schlafplätze wechseln, um sich vor Raubvögeln zu schützen, nimmst du am besten an einem organisierten Spaziergang mit ortskundigem Führer oder ortskundiger Führerin teil.

„Schwarze Sonne“ heißt das Luftballett der Zugvögel über ihren Schlafplätzen für die kommende Nacht.

5. Møns Klint: Steilklippen und Karibikflair

Møns Klint, an der Küste von Südseeland, ist die höchste Klippe Dänemarks. Verschiedene Wanderwege führen entlang der Kreidefelsen und durch die dichten Wälder im Hinterland. Wer hier oben steht, wähnt sich fast in der Karibik, so strahlend weiß ist der Sand und das Meer leuchtet türkis.

Wagemutige können zum Strand hinabsteigen und finden dort vielleicht sogar Fossilien. Im geologischen Museum, Geocenter Møns Klint, kannst du mehr darüber erfahren, wie die Klippen entstanden sind.

Møns Klint ist übrigens auch einer der wenigen Orte Dänemarks, an dem die Lichtverschmutzung gering ist und du die Sterne besonders gut sehen kannst.

An den Kreidefelsen Møns Klint kannst du auf Fossilien-Suche gehen.

6. Døndalen: Malerisches Tal mit Wasserfall

Kurz bevor der Frühling richtig Einzug hält und alles grün wird, ist der beste Moment für einen Besuch im Naturschutzgebiet Døndalen auf Bornholm. Dann nämlich ist der Waldboden in diesem Tal über und über mit blühenden Windröschen bedeckt und der Bärlauch verströmt seinen würzigen Duft.

Mitten im Døndalen liegt der gleichnamige Wasserfall, der aus gut 22 Metern senkrecht in die Tiefe fällt. Er ist der höchste Wasserfall Dänemarks! Mehrere Wanderwege für verschiedene Niveaus führen durch das Tal.

In Amtmandsten befindet sich der höchste Punkt des Tals. Eine Treppe führt hinauf, und von dort oben kannst du gut Rehe und Bussarde beobachten.

Der Døndalen-Wasserfall stürzt sich über 22 Meter in die Tiefe.

7. Seeland: Eiszeitlandschaft per Rad erkunden

Auf der Insel Seeland kannst du die ungewöhnliche, eiszeitlich geprägte Landschaft auf einem Fernradweg erkunden. 390 Kilometer lang ist die sogenannte Istidsruten (Eiszeitroute), die von Odsherred im Norden bis nach Sorø im Süden führt und für die fünf Tage benötigt werden.

Es erwartet dich eine abwechslungsreiche Landschaft mit Fjorden, Küstenabschnitten, üppigen Wäldern und Seengebieten. Ein Halt lohnt sich zum Beispiel im historischen Erlebnispark Sagnlandet Lejre, in dem du einen imposanten Nachbau einer Königshalle der Wikinger sehen kannst.

Die Eiszeitroute auf der Insel Seeland führt vorbei an spektakulären Fjord- und Waldlandschaften.

8. Lille Vildmose: Safari auf Dänisch

Wenn du im Naturschutzgebiet Lille Vildmose in Nordjütland wanderst, kann es sein, dass du plötzlich einem Elch gegenüberstehst. Die Tiere mit den imposanten Geweihen sind in Nordeuropas größtem Moor ebenso zu Hause wie Adler, Wildschweine und Hirsche.

Auf naturbelassenen Wanderwegen und Holzbohlenwegen kannst du das Moor erkunden. Unterwegs kommst du an verschiedenen Türmen vorbei, von denen aus du eine tolle Sicht auf die Landschaft hast und Graugänse und Falken beobachten kannst.

Das Lille Vildmoose ist Nordeuropas größtes Moor und beheimatet Elche, die von Schweden übergesiedelt sind.

Das Lille Vildmose Center bietet verschiedene Führungen an und du kannst im Naturpark sogar mit dem eigenen Pkw und einem Guide über Autoradio auf Tiersafari gehen.