Die Julischen Alpen in Slowenien haben zahlreiche Naturwunder zu bieten. Dich erwartet eine spektakuläre Landschaft mit hohen Gipfeln, beeindruckenden Wasserfällen, rauschenden Flüssen und unberührten Bergseen. 

Die gesamte Region kannst du zum Teil im Nationalpark Triglav und auf dem Juliana Trail entdecken. Seit 2019 führt der Rundwanderweg auf 16 Etappen und 267 Kilometern durch die Julischen Alpen. Dabei beginnt und endet er im Ferienort Kranjska Gora im Nordwesten Sloweniens. Wir zeigen dir die Highlights der Gegend.

Wenn dir das noch nicht genug ist, gibt es vier weitere Etappen mit zusätzlich 60 Kilometern, die vom Wanderweg abzweigen. Sie führen dich in Richtung der Stadt Nova Gorica an der Grenze zu Italien.

Bleder See

In Bled findest du einen der kitschigsten Ausblicke Sloweniens. Denn der Ort nahe der österreichischen Grenze ist vor allem wegen des dazugehörigen Sees mit der kleinen Insel, auf der eine Marienkirche steht, bekannt. Außerdem steht in Bled die älteste Burg des Landes.

Sie thront auf einem 139 Meter hohen Felsen über dem Bleder See. Erstmals erwähnt wurde sie als Burg Veldes im Jahr 1011. Sehenswert sind die Burgkapelle, das Museum, die Schmiedewerkstatt sowie der Blick auf den See samt Kirche.

Panoramablick auf die Julischen Alpen und den See Bled.

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Bled selbst ist eher kein Hingucker, daher solltest du dich lieber auf eine Wanderung um den See begeben. Die 20 Kilometer lange Route führt über die Berge und durch kleine Dörfer – dabei bietet sie immer wieder einen freien Blick auf die Julischen Alpen, den See und die Kirche.

Tolmin-Klamm

Smaragdgrünes Wasser, das an steilen Felshängen entlangrauscht, die fast urzeitlich bewaldet sind –  das hat die Tolmin-Klamm zu bieten. Die Bergschlucht in der Nähe der slowenischen Ortschaft Tolmin befindet sich am südlichen Ende und tiefsten Punkt des Triglav-Nationalparks – nur 180 Meter über dem Meeresspiegel. Über Jahrtausende haben die Flüsse Tolminkav und Zadlascica diese Schlucht zu einer der tiefsten in Slowenien geformt.

Dabei wanderst du auf einem Rundweg über die Teufelsbrücke, entdeckst Steinformationen wie den Bärenkopf oder Dantes Höhle und kannst Thermalquellen beobachten, die aus dem Fluss sprudeln. Allerdings sind die recht kurzen Wege teilweise steil und damit eventuell nicht für alle Wanderinnen und Wanderer geeignet. 

So schön ist die Tolmin-Klamm.

Geöffnet ist der kostenpflichtige Weg durch die Klamm von April bis Anfang November. Im Winter kann die Tolmin-Schlucht nicht besucht werden. Die Eintrittspreise liegen je nach Saison zwischen 6 und 10 Euro pro erwachsene Person.

Bohinj-See

Den Bohinjsko jezero oder auch Bohinj-See findest du im Gemeindegebiet von Bohinj. In Sachen Schönheit macht Sloweniens größter See dem Bleder See Konkurrenz. Geschützt von bewaldeten Bergen, kannst du im blaugrünen Wasser des Bohinj-Sees entspannt schwimmen, paddeln und Kajak fahren.

Zum Wandern und Radfahren ist der Weg um den See bestens geeignet. Über eine Seilbahn kommst du zudem in das Skigebiet Vogel. Von dort aus hast du eine atemberaubende Aussicht auf den Bohinj-See. Von Dezember bis April sorgen 22 Kilometer Naturschneepisten, neun Lifte und ein zwei Hektar großer Snowpark für Spaß im Schnee. Dort können sich Langläufer, Skifahrerinnen und Snowboardende austoben.

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Am Bohinj See kannst du baden gehen.

Savica-Wasserfall

Nur ein paar Kilometer östlich des Bohinjer Sees donnert der Savica-Wasserfall eine tiefe Spalte herunter und mündet in einem smaragdgrünen Wasserbecken. Auch wenn der Hauptwasserfall nicht fürs Schwimmen zugänglich ist, kannst du etwas unterhalb des Tosbeckens in einigen kleineren Becken baden. Eine leicht zugängliche Stelle ist der „kleinen Save“ und befindet sich unter der Steinbrücke am Zustieg zum Hauptwasserfall.

Der Savica Wasserfall.

Etwa 25 Minuten dauert die Wanderung zum Savica-Wasserfall. Insgesamt führen etwa 550 Treppenstufen durch einen dichten Wald dorthin. Der Eintritt liegt bei rund 4 Euro. Du gelangst mit dem Auto oder einem Touristenbus zum Savica-Parkplatz, wo du die Wanderung beginnen kannst.

Naturreservat Zelenci

Eine echte Naturschönheit am Nordrand des Nationalparks Triglav ist der Zelenci-See, denn auch hier schimmert das Wasser smaragdgrün, an einigen Stellen sprudelt es und dahinter erheben sich die Julischen Alpen. Die besondere Farbe erhält das Gewässer von den Seekreide-Schichten. Zum Sprudeln bringen zahlreiche glasklare und kühle Quellen den See. Da das ganze Jahr über die Wassertemperatur etwa sechs Grad beträgt, friert der See im Winter nicht zu.

Der Zelenci-See samt der sumpfigen Umgebung wurden im Jahr 1992 zum Naturschutzreservat ernannt. Du kannst es über Holzstege erkunden, die zum Schutz der vielen Pflanzenarten, Amphibien und Brutvögel gebaut wurden. Ein Parkplatz befindet sich nur wenige Gehminuten entfernt.

Im Naturreservat Zelenci findest du diesen smaragdgrün leuchtenden See.

Soča-Tal

Wegen der charakteristischen blaugrünen Farbe gilt die Soča als einer der schönsten Flüsse Europas. Dabei ist das Soča-Tal von kleineren und größeren Wasserfällen, Stromschnellen sowie engen Felsschluchten geprägt. Wer auf der Suche nach einem Wassersporterlebnis wie Wildwasser-Kajaking, Rafting, Canyoning ist, ist dort richtig. 

So schön ist das Soča-Tal.

Zu den prächtigsten Wasserfällen gehören dort der Boka sowie der Kozjak, wobei Letzterer in ein tiefgrünes Wasserbecken fällt. Geschichtsinteressierte können zudem im Soča-Tal Denkmäler der Isonzo-Front besuchen, die eine der verlustreichsten Fronten des Ersten Weltkriegs war – an ihr starben 250.000 Menschen.

Einst Schauplatz blutiger Schlachten, kannst du nun die Kasernen, Schützengräben, Kriegsfriedhöfe, Beinhäuser und Bunker besichtigen sowie in Freilichtmuseen mehr darüber erfahren.

Der Kozjak Wasserfall ist einer der schönsten im Nationalpark Triglav in Slowenien.

Gipfel Triglav

Wer auf der Suche nach einer Herausforderung beim Wandern und Klettern ist, sollte den Triglav besteigen. Der höchste Gipfel Sloweniens ist 2864 Meter hoch. Du kannst dich dem Berg zwar aus mehreren Richtungen nähern, doch die beiden beliebtesten Routen beginnen entweder am Bohinj-See oder am Bleder See.

Für die Besteigung ist ein gutes Maß an Fitness nötig. Die letzten Höhenmeter erreichst du über einen klettersteigartig ausgebauten Steig mit Tritthilfen und Stahlseilen, für den absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit nötig sind.

Der Aufstieg zum Triglav-Gipfel erfordert viel Durchhaltevermögen.

Aufgrund der Länge der Tour lohnt es sich, eine Führung zu buchen und eine Übernachtung einzuplanen. Aber die Mühe ist es wert: Von oben hast du eine fantastische Aussicht auf die umliegenden Gipfel der Julischen Alpen und den Triglav-Nationalpark. Allerdings ist der Gipfel nicht ganzjährig zugänglich. Ein Aufstieg ist nur von Juni bis Oktober möglich.

Kranjska Gora

Auch der Ferienort Kranjska Gora hat alles, was du von einem Alpendorf erwarten würdest. Dort erfährst du viel über das bäuerliche Leben im 19. Jahrhundert in den Alpen und kannst traditionelle Trachten bestaunen. Eine kleine Sehenswürdigkeit ist zudem die hölzerne „Russische Kapelle“, die 1917 zum Gedenken an russische Soldaten errichtet wurde, die beim Bau einer Straße über den Vršič-Pass von einer Lawine begraben wurden.

Im Winter ist Kranjska Gora ein beliebtes Skigebiet mit viel Naturschnee. Im Frühling, Sommer und Herbst ist der Ort hingegen der Ausgangspunkt zahlreicher Bergpfade, die du zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kannst. Darunter: der Juliana Trail.

Blick auf Kranjska Gora. Der Ferienort ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen.

Die Skilifte sind auch im Sommer in Betrieb und bieten Downhill-Mountainbikerinnen und ‑Mountainbikern die Möglichkeit, mit halsbrecherischer Geschwindigkeit enge Strecken hinunterzurasen.

Im nahe gelegenen Planica kannst du auf der steilsten Zipline-Abfahrt der Welt durch die Luft fliegen oder am Ufer des Jasna-Sees entspannen.