Füssen, Rothenburg ob der Tauber, Büsum oder Kühlungsborn sind dir zu überlaufen? Zum Glück gibt es in Deutschland noch zahlreiche Kleinstädte, die mindestens genauso schön sind. Wir stellen dir neun tolle Städte mit pittoresker Altstadt, spannenden Sehenswürdigkeiten und viel Natur für Wanderungen vor.

Rotenburg an der Fulda (Hessen)

Die Kleinstadt Rotenburg hat so einige historische Blickpunkte zu bieten. Das Zentrum der über 750 Jahre alten Stadt bietet neben zahlreichen Fachwerkhäusern ein hübsches Rathaus, Teile einer mittelalterlichen Stadtmauer mit zwei Rundtürmen, die spätgotische Jakobikirche und ein Schloss mit Schlosspark.

Das Schloss Rotenburg entstand in dessen heutiger Form ab 1579 für den hessischen Landgrafen Wilhelm IV. im Renaissancestil. Heute dient es als Finanzschule. Dabei lädt vor allem der Schlosspark mit Blumen, Wasserspielen und dem Schlossrestaurant zum Verweilen ein. 

Rotenburg an der Fulda zählt etwa 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Das Tal der Fulda selbst eignet sich zudem bestens zum Fahrradfahren. Auf dem Fuldaradweg kannst du sogar mit einer Fahrradseilbahn über den Fluss schweben. Mit einer Kurbel und etwas Muskelkraft gelangst du von einem Ufer zum anderen.

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Lauenburg (Schleswig-Holstein)

Auf der Grenze zu Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern befindet sich direkt an der Elbe die Kleinstadt Lauenburg. Sowohl am Ufer als auch in der Altstadt reihen sich hübsche Fachwerkhäuser aneinander. Über der Stadt thront das Schloss mit einem Turm und dem Fürstengarten. Vom Lauenburger Schloss aus hast du eine tolle Aussicht über das Dreiländereck: von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Ober- und die Unterstadt sind durch Treppen und Gässchen miteinander verbunden. Zu einer idyllischen Elbfahrt lädt ein historisches Dampfschiff ein. Alles Wissenswerte über die Schifffahrt auf der Elbe erfährst du im Elbschifffahrtsmuseum. Auch die aus Holz erbaute Palmschleuse von 1398 sowie die Bronzefigur des Lauenburger Rufers sind einen Besuch wert. Wer etwas Glück gebrauchen kann, sollte unbedingt den blank polierten Daumen der Statue berühren.

So schön ist Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Blaubeuren (Baden-Württemberg)

Blaubeuren ist bekannt für den Blautopf, der je nach Lichteinfall intensiv türkis leuchtet. Der 22 Meter tiefe See bildet den Eingang zur Blautopfhöhle, die das größte Höhlensystem der Schwäbischen Alb birgt. Aber auch die Kleinstadt selbst ist hübsch anzusehen. 

Die Altstadt kannst du bei einem entsprechenden Rundgang erkunden. Dieser führt dich etwa 1,5 Kilometer durch Blaubeuren an 13 Pfeilern entlang, an denen du per QR-Code Informationen zu deinem Standort und dem nächsten Ziel bekommst. So kannst du die schönen Fachwerkhäuser, die verwinkelten Gassen und süßen Läden bei einem gemütlichen Spaziergang entdecken. An einem Tastmodell am Kirchplatz kannst du Blaubeuren auch erfühlen.

Blaubeuren hat neben dem Blautopf auch eine tolle Altstadt zu bieten.

Das schönste Fachwerkhaus ist der Hohe Wi. Das historische Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert hat sieben Etagen und gilt als Kulturdenkmal. Wer die Stadt von oben sehen will, besteigt entweder den Blaufels oder besucht die Ruine Günzelburg.

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Mittweida (Sachsen)

Die Kleinstadt Mittweida befindet sich an der Zschopau, die im sächsischen Hügelland eine wildromantische Flusslandschaft geschaffen hat. Einen Überblick über die Altstadt kannst du dir bei einer Turmbesteigung der Stadtkirche Unser lieben Frauen holen. Zu sehen gibt es unter anderem zahlreiche Parkanlagen und Grünflächen, einen hübschen Marktplatz und das Johannes-Schilling-Haus. Der Bildhauer gilt als einer der bedeutendsten des 19. Jahrhunderts.

Zum Verweilen lädt in Mittweida auch die romantische Schwanenteichanlage ein. Von dort aus gelangst du zum neuen Freibad von Mittweida. Ein schönes Fotomotiv bildet zudem mit seiner farbenfrohen Klinkerfassade der Wasserturm der Stadt. Dieser dient als Tagesausgleichsbehälter und gleichzeitig als Feuerlöschreserve.

So schön ist es bei Dämmerung in Mittweida vor dem Marktplatz mit Rathaus.

Früher wurde in Mittweida Silber abgebaut, zwei alte Bergwerke kannst du auch heute noch besichtigen. Ein beliebtes Ausflugsziel am Fluss befindet sich etwas weiter auswärts. Die Burg Kriebstein aus dem 14. Jahrhundert  zeichnet sich durch spätmittelalterliche Erkertürmchen und Dachreiter aus, die eine unverwechselbare Dachsilhouette bilden.

Melsungen (Hessen)

Auch die hessische Kleinstadt Melsungen hat eine Altstadt mit beeindruckendem Fachwerk. Die Fachwerkhäuser dort reihen sich aneinander und bilden ein herrliches rot-weißes Ensemble, das an das Leben im Mittelalter erinnert. Aber auch das Schloss Melsungen, das zwischen 1550 und 1557 im Stil der späten Weserrenaissance errichtet wurde, hat Fachwerkelemente. Im Schlosspark verleihen ein alter Baumbestand sowie der integrierte Teich dem Garten ein idyllisches Ambiente. 

Melsungen wird auch als „Bartenwetzerstadt“ bezeichnet, weil früher die meisten Menschen als Holzfäller arbeiteten und morgens mit ihrem Beil (auf Norddeutsch Barte) loszogen. Einen Bartenwetzer kann man um 12 oder 18 Uhr am Rathaus sehen – am kleinen Türmchen zeigt sich die Symbolfigur. Zwei weitere Bartenwetzer befinden sich zudem auf der Bartenwetzer-Brücke, von wo aus du einen tollen Blick über die Fulda hast. 

Melsungen liegt, das lässt sich nicht übersehen, an der deutschen Fachwerkstraße.

Meersburg am Bodensee (Baden-Württemberg)

Wie der Name schon verrät, befindet sich Meersburg am Bodensee direkt am Ufer des Bodensees. Umgeben von Weinbergen, lohnt eine Radtour am See oder eine Wanderung in den Bergen mit einer anschließenden Weinverkostung und einem Stadtbummel durch die verwinkelten Gassen.

In der Altstadt reihen sich zudem zahlreiche Kulturdenkmäler aneinander. Darunter sind das Rote Haus, das Erkerhaus Zum Bären, das Obertor oder die Burgweganlagen. Dabei ist die Burg Meersburg das Wahrzeichen des Ortes ‒ sie gilt als älteste bewohnte Burg Deutschlands. 

Das Hafenviertel von Meersburg am Bodensee.

Mittenwald (Bayern)

Umgeben von Bergen, befindet sich am Nordrand der Alpen die Kleinstadt Mittenwald. Urige Hütten, beeindruckende Wasserfälle, eine kühlende Klamm und fantastische Seen machen den Ort aus. Zudem fließt die Isar an Mittenwald vorbei – Erholung in der Natur ist dir also beim Wandern oder beim Radfahren garantiert.

Neben den zahlreichen Naturwundern gehört die Altstadt zu den Sehenswürdigkeiten. Ein besonderer Hingucker sind die Lüftlmalereien am Obermarkt rund um die Kirche St. Peter und Paul. Ein großer Teil der farbenprächtigen Fassadenbilder geht bis auf das 18. Jahrhundert zurück.

Auch interessant: Seit 1689 wird der Geigenbau in Mittenwald betrieben, da die benötigten Hölzer dort in den Bergen wachsen. Alles dazu kannst du im Geigenbaumuseum erfahren.

Mittenwald hat eindrucksvolle Lüftlmalerei zu bieten, unter anderem an der Kirche St. Peter und Paul.

Brüggen (Nordrhein-Westfalen)

Die Kleinstadt Brüggen befindet sich am linken Niederrhein inmitten des 435 Quadratkilometer großen Naturparks Schwalm-Nette und grenzt an die Niederlande. Wer Erholung im Grünen sucht, findet diese unter anderem im angrenzenden Wald oder im Naturschutzgebiet Tantelbruch. Zudem gibt es zahlreiche Seen und ein 120 Kilometer langes Wegenetz, das du zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kannst.

In der Altstadt warten hingegen alte Gassen, romantische Torbögen und malerische Mühlen auf dich. Die Burg Brüggen ist das Wahrzeichen der Stadt. Das Bauwerk, das erstmals 1289 urkundlich erwähnt wurde, ist heute Sitz eines Jagd- und Naturkundemuseums. In unmittelbarer Nähe steht auch die Brüggener Mühle aus demselben Jahrhundert. Die Wassermühle ist mit ihrem unterschlächtigen Wasserrad heute noch sehenswert.

Die Brüggener Mühle sowie die Burg Brüggen gehören zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Zu den bedeutenden Baudenkmälern der Gemeinde gehören außerdem das Kreuzherrenkloster (heute Rathaus) sowie zahlreiche, teils mittelalterliche Kirchen. Darunter: St.-Nikolaus-Kirche (1479), die katholische Pfarrkirche St. Peter in Born aus dem 14. Jahrhundert und das Kastell Schleveringhoven aus dem Jahre 1403.

Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern)

Einst Sommerresidenz der mecklenburgischen Herzöge, hat die Stadt Bad Doberan an der Ostsee nichts von ihrer Schönheit verloren. Denn die prachtvollen klassizistischen Bauten in der Innenstadt und in Heiligendamm sind erhalten geblieben. Der Ort wurde 1793 als erstes Seebad auf dem europäischen Kontinent gegründet. 

Das Doberaner Münster ist Teil des ehemaligen Zisterzienserklosters und zählt zu den bedeutendsten Backsteinkirchen im Ostseeraum. Die Kirche aus dem späten 13. Jahrhundert fasziniert mit einer fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Ausstattung. Darüber hinaus verfügt das Klostergelände über einen alten Friedhof, einen Kräutergarten, einen Spielplatz, einen Trimm-dich-Pfad und einen Park.

Die Bäderbahn Molli fährt direkt durch Bad Doberan durch.

Ein Hingucker ist auch die Bäderbahn „Molli“, die zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn verkehrt. In Bad Doberan überquert sie den Alexandrinenplatz, fährt in die Mollistraße und dampft dann weiter durch die Stadt. Sie dient als Straßenbahn, sodass du aussteigen und später wieder einsteigen kannst. So kannst du die Mollistraße genauer erkunden – sie bietet zahlreiche Geschäfte, Cafés, Bäckereien, Gaststätten, Bars, Kneipen und Boutiquen.