Gemessen an der Fläche ist die Uckermark einer der größten Landkreise in Deutschland. Aber die Region im Nordosten Brandenburgs ist dünn besiedelt und bietet Platz für ganz viel Ruhe und Entspannung.

Rund eineinhalb Autostunden von der hektischen Metropole Berlin lockt die „Toskana des Nordens“ Besucherinnen und Besucher mit naturbelassenen Wäldern, Seen und Hügeln. Die idyllische Natur kannst du zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Wasser erkunden.

Wandern im Weltnaturerbe

Mit genug Zeit könnte der Buchenwald Grumsin sogar zu einem neuen Urwald heranwachsen. 2011 wurde der 670 Hektar große Wald in der Uckermark zum Unesco-Weltnaturerbe ernannt. Damit steht er auf einer Ebene mit dem Serengeti in Tansania und dem Grand Canyon in den USA.

Bis zu 180 Jahre alte Buchen strecken im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ihre Zweige dem Himmel entgegen. Hügel, Moore und Seen durchbrechen die dichte Waldlandschaft. Der Buchenwald ist die Heimat von gefährdeten Pflanzen und vom Aussterben bedrohten Tierarten wie See- und Fischadlern, Kranichen und Störchen.

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Im Herbst strahlt der Buchenwald Grumsin in bunten Farben.

Besonders schön ist der Buchenwald im Herbst. In der goldenen Jahreszeit leuchten die Blätter in Gelb, Orange und Rot und sorgen für Indian-Summer-Feeling. Den wilden Wald kannst du auf ausgeschilderten Wanderwegen erkunden. Oder du lässt dich fachkundig durch die sonst nicht zugänglichen Naturentwicklungsgebiete führen.

Von Berlin Hauptbahnhof fährt mindestens stündlich ein Regionalexpress nach Angermünde. Von dort aus kommst du mit dem „Welterbebus“ zum Informationspunkt in Altkükendorf, wo deine Reise beginnen kann.

Erholung auf dem Wasser

Wandern kannst du in der Uckermark aber nicht nur im Wald, sondern auch auf dem Wasser. Rund 500 Seen bieten ideale Bedingungen zum Kanuwandern.

Mit dem Kanu, Kajak oder Kanadier können Besucherinnen und Besucher durch die Stille des Naturparks Uckermärkische Seen rund um Lychen paddeln. Mit etwas Glück entdeckst du dabei im Schilf am Ufer einen Biber oder einen Fischotter.

Eine Kanutour führt durch die Wildnis der Uckermark.

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Das Tourismus-Portal „Reiseland Brandenburg“ empfiehlt eine etwa 80 Kilometer lange Rundtour durch die Lychener und Templiner Gewässer.

Vier bis fünf Tage solltest du dafür einplanen, als Startpunkt empfiehlt das Tourismusportal das Gestüt Lindenhof in Templin. Dort gibt es unter anderem einen Wasserwanderrastplatz, Pensionszimmer und einen Wohnmobilstellplatz.

Rundweg auf dem Rad

Wenn du so viel wie möglich von der Natur und Kultur der Uckermark aufsaugen möchtest, lohnt sich eine Radtour auf dem Uckermärkischen Rundweg. Auf 320 Kilometern führt er dich vorbei an Highlights aus Natur und Kultur.

Da gibt es zum Beispiel den Altstadtkern von Angermünde. Historische Bauwerke wie das Franziskanerkloster, enge Gassen und liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser entführen Besucherinnen und Besucher in die Vergangenheit der ehemaligen Ackerbürgerstadt.

Blick auf das historische Alte Rathaus auf dem Marktplatz in Templin.

Auch die Stadt Templin erinnert mit der mittelalterlichen Stadtmauer und ihren Toren und Türmen an längst vergangene Zeiten. In Templin kannst du außerdem Brandenburgs einziges Thermalsoleheilbad besuchen. Die Therme verspricht mit Saunen, Whirlpools und Riesenrutschen Spaß und Erholung für Groß und Klein.

Sehenswert ist auch das Dominikanerkloster in Prenzlau und das Tabakmuseum in Vierraden, dem traditionellen Zentrum des Tabankanbaus in der Uckermark.

Auf dem ausgeschilderten Rundweg bist du vier bis fünf Tage auf ausgebauten Radwegstrecken und teilweise auf wenig befahrenen Landstraßen unterwegs. Starten kannst du die Tour zum Beispiel in Angermünde, Templin oder Prenzlau.

Urlaub für Umweltbewusste

Die weite Landschaft und die Abgeschiedenheit der Uckermark ziehen viele Kreative in die Region, Familien auf der Suche nach Abenteuern und Großstadtpflanzen, die in der Ruhe der Natur Erholung vom stressigen Alltag finden. Um diese Natur zu erhalten, setzt sich die Region für Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit ein.

2012 wurde die Uckermark im ersten Bundeswettbewerb „Nachhaltige Tourismusregionen“ als Sieger ausgezeichnet. Zwei Drittel der Fläche stehen als Nationale Naturlandschaften unter besonderem Schutz. Viele Restaurants und Gasthöfe bieten frische und regionale Bio-Produkte wie Käse, Marmelade und Apfelsaft an.

Anbieter von klimafreundlichen Ferienunterkünften in der Uckermark haben sich zu dem Netzwerk „Ferien fürs Klima“ zusammengeschlossen. Das bedeutet unter anderem: Sie beziehen zu 100 Prozent Ökostrom, unterstützen Besucherinnen und Besucher bei einer umweltfreundlichen An- und Abreise und arbeiten mit regionalen Partnern zusammen.

Über das Netzwerk findest du vom modernen Hotels bis hin zu Campingplätzen mitten in der Natur viele klimafreundliche Unterkünfte.

In der Uckermark kannst du an vielen Orten mitten in der Natur campen.

Schwimmende Iglus am Templiner See

Wenn du auf der Suche nach einer ganz besonderen Unterkunft bist, findest du die am – oder besser gesagt, auf – dem Templiner Stadtsee. Im Wasser schwimmen dort im Iglucamp Templin kleine halbrunde Iglu-Boote, die von außen an die Häuser der Hobbits aus den Geschichten von J.R.R. Tolkien erinnern.

Drinnen findest du ein gemütliches Doppelbett, eine Küche und ein Bad mit Dusche. Draußen kannst du auf deiner eigenen Terrasse den Seeblick genießen – perfekt, um nach einem aufregenden Urlaubstag zu entspannen.