Steile Klippen, rauschende Wasserfälle, hohe Gipfel: Die Färöer-Inseln sind bei Reisenden für ihre spektakuläre Natur beliebt. Außerdem tummeln sich jede Menge Schafe auf den Inseln, während gerade einmal 50.000 Menschen auf den insgesamt 18 Inseln zwischen Norwegen und Island leben. Verbunden sind die meisten durch Tunnel – und einer ist besonders spektakulär.

Der Eysturoyartunnilin (deutsch: Eysturoy-Tunnel) verbindet Streymoy und Eysturoy, die beiden größten der Färöer-Inseln seit Dezember 2020. Er ist mehr als elf Kilometer lang und liegt an seiner tiefsten Stelle 189 Meter unter dem Meeresboden.

Um die Hauptstadt der Färöer Inseln, Tórshavn noch besser an Eysturoy anzuschließen, ist Ende 2020 der 11,2 Kilometer lange Unterwassertunnel eröffnet worden.

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Unterwasser-Kreisverkehr ist beleuchtet

Der spektakulärste Teil des Bauwerkes ist die Kreuzung nach etwa 7,5 Kilometern: der erste Unterwasser-Kreisverkehr der Welt. Das donutförmige Bauwerk hat zwei Abzweigungen. Der färingische Künstler Tróndur Patursson hat den Kreisverkehr entworfen, er wird von mehreren Farben angeleuchtet. Das wirkt fast ein wenig so, als würde dauerhaft Meerwasser durch die Säule in der Mitte laufen.

Und so sieht die Fahrt durch den Tunnel aus:

Nächster Tunnel ist im Bau

Mithilfe des mautpflichtigen Tunnels verkürzte sich die Fahrtzeit zwischen der Färöer-Hauptstadt Tórshavn und den Orten Runavík und Strendur von 64 auf 16 Minuten. Nach Klaksvík – die zweitgrößte Stadt auf den Färöer-Inseln – fährt man 36 statt zuvor 68 Minuten. Täglich sollen etwa 5000 Autos den Tunnel nutzen.

Der Unterwassertunnel verfügt über mehrere Abzweigungen.

Gekostet hat der Bau des Tunnels übrigens rund 1,3 Milliarden Kronen (etwa 175 Millionen Euro). Der nächste Unterwassertunnel ist bereits im Bau: Der Sandoyartunnilin soll auf einer Länge von etwa 10,8 Kilometern die Inseln Streymoy und Sandoy verbinden. Die Eröffnung ist für das Jahr 2024 geplant, schreibt das Bauunternehmen NCC.