Die Zugspitze, die Höllentalklamm, den türkisblauen Walchensee oder den Königssee samt Watzmann kennen die meisten Reisenden in Bayern, da sie zu den spektakulärsten Naturwundern im Freistaat zählen. Doch Bayern hat noch weitere spannende Naturziele, die einen Ausflug wert sind. Wir stellen dir sechs davon genauer vor.

Staffelberg über dem Maintal bei Bad Staffelstein

Als Wahrzeichen Frankens gilt der Staffelberg. Durch seine markante Felsenkrone ist der 539 Meter hohe Berg schon von Weitem sichtbar. Vom Gipfel aus hast du einen schönen Ausblick über das Obere Maintal, Bad Staffelstein, Kloster Banz und Vierzehnheiligen. Hinauf kommst du über verschiedene Wege, die Standardroute beginnt am Bad Staffelsteiner Friedhof. Dabei wanderst du über Feldwege und durch eine lange Hohlgasse.

Wer anschließend etwas Hunger hat, kann eine Brotzeit in der Gaststätte Staffelbergklause Bad Staffelstein genießen – das ist auch im Biergarten oder im Schatten der Kapelle möglich. Das heutige Gebäude der Adelgundiskapelle wurde 1653 errichtet und ist tagsüber zu den Öffnungszeiten der Staffelbergklause zugänglich.

Der Staffelberg in der Fränkischen Alb bietet einen tollen Rundblick.

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Altmühltal

Das Altmühltal beginnt mit der Altmühlquelle an der Frankenhöhe nordwestlich von Leutershausen und endet in Kelheim an der Donau bei Regensburg. Dabei wartet im Nationalpark Altmühltal eine mächtige Felsformation auf dich. Darunter: die „Zwölf Apostel“. Die Felstürme bestehen aus dolomitischem Schwammkalk und sind durch Erosion entstanden. Sie ragen mehr oder weniger senkrecht über dem Fluss auf.

Die Felsengruppe befindet sich bei Esslingen direkt an einer Straße, an der der Fluss Altmühl vorbeifließt. Auch eine Bahnstrecke gibt es vor Ort, sodass du das Naturwunder ganz bequem besichtigen kannst – je nach Vorliebe per Auto, Fahrrad, zu Fuß, per Schiff oder Zug. 

Die Felsformation „Zwölf Apostel“ bei Esslingen ist ein echter Hingucker.

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Tropfsteinhöhlen in der Fränkischen Alb

Die Teufelshöhle im bayerischen Pottenstein zählt zu den spektakulärsten Höhlen Deutschlands. Hinter dem gigantischen Eingang verbirgt sich bei einer Gesamtlänge von 3000 Metern so manches Geheimnis. Denn in den 2,5 Millionen Jahren Entstehungsgeschichte der Fränkischen Schweiz sind große Überhänge, Tropfsteine und tiefe Spalten entstanden.

Bei einer Führung zwischen den beeindruckenden Steinen kannst du dein Wissen auffrischen. So lernst du unter anderem, was der Unterschied zwischen Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagnaten ist. Mit etwas Glück triffst du dabei vielleicht auf die ein oder andere Fledermaus. Aber in jedem Fall kannst du die Überreste eines Höhlenbären bestaunen. Diese Bärenart lebte schon vor etwa 30.000 Jahren in der Teufelshöhle. Ein Skelett wurde aus den Knochen von etwa 80 gefundenen Tieren zusammengesetzt.

Erst bibbern, dann gruseln: In der großen Tropfsteinhöhle ist das Skelett eines Bären ausgestellt.

Weitere Tropfsteinhöhlen sind unter anderem:

  • Binghöhle
  • Maximiliansgrotte
  • König-Otto-Höhle

Hoher Peißenberg

Der Hohe Peißenberg bietet einen einzigartigen Rundblick über die Voralpenseen bis nach München und einen Großteil der Bayerischen Alpen. Bei schönem Wetter kannst du bis zur Zugspitze blicken. Unterhalb des Aussichtsberges befindet sich der Ort Hohenpeißenberg, von wo aus mehrere Fußwege nach oben führen. Auch mit dem Auto gelangst du über eine geteerte Straße hinauf. 

Neben dem tollen Panoramablick findest du oben eine Wallfahrtskirche, die älteste Bergwetterstation der Welt, einen Friedhof, einen 159 Meter hohen Fernsehturm und eine Gaststätte mit Sonnenterrasse. Über eine Fotowebcam kannst du dir schon vor deinem Besuch einen kleinen Überblick verschaffen. 

Vom Hohen Peißenberg aus blickt man Richtung Wettersteingebirge mit der Zugspitze.

Das Nördlinger Ries

Das Nördlinger Ries liegt im Grenzgebiet zwischen Schwäbischer Alb und Fränkischer Alb. Die Besonderheit: Es ist durch einen Meteoriteneinschlag entstanden. Die Einschlagstelle ist sogar aus dem Weltall als riesiger Meteoritenkrater zu erkennen. Wer sich für die Erdgeschichte interessiert, kann im Geopark Ries zahlreiche Geotope erwandern. Im Erlebnis-Geotop Lindle, Nördlingen-Holheim leitet dich ein geologisch-naturkundlicher Lehrpfad durch das Geotop.

Im Geotop am Kalvarienberg kannst du den Kraterrand genauer betrachten.

Quasi mitten im Meteoritenkrater befindet sich die Stadt Nördlingen. Diese bezaubert unter anderem mit der Burg Harburg und dem Schloss Baldern. Auch die Altstadt und die mittelalterliche Stadtmauer sind sehenswert, ebenso das Rieskrater-Museum, das Bayerische Eisenbahnmuseum und das Stadtmuseum. Vom 90 Meter hohen Kirchturm Daniel haben Besucherinnen und Besucher einen Blick auf das Nördlinger Ries.

Kreuzberg in der Rhön

Der Kreuzberg Rhön hat einiges zu bieten: Skilifte, Loipen, Wanderwege und Berghütten. Erst kürzlich wurde er als das günstigste Skigebiet in Deutschland ermittelt. Laut der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu können Skifahrerinnen und Skifahrer dort einen Winter-Urlaub für deutlich unter 50 Euro machen. Denn der Skipass kostet nur 17 Euro, eine Übernachtung im Durchschnitt 28 Euro.

Neben Skifahrenden lockt der Berg auch Wandernde sowie Fahrradfahrerinnen und ‑fahrer an. So führen unterschiedlich steile Wanderwege zum Gipfel und natürlich wieder nach unten.

Drei Kreuze am Kreuzberg bei Bischofsheim sind ein beliebtes Touristenziel. Ebenso wie das Kloster Kreuzberg.

Bekannt ist der Kreuzberg allerdings für das Kloster Kreuzberg mit seiner eigenen Klosterbrauerei. Dort brauen die Franziskanermönche ihr eigenes Klosterbier. 

Das Kloster unterhalb des Gipfels bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten. So können es sich Pilgerinnen, Wanderer und Radfahrende entweder im Biergarten gemütlich machen oder sich gleich eine Nacht lang ausruhen.