Jeden Tag ein neues Abenteuer: Im Urlaub auf der italienischen Insel Sizilien locken abseits der Strände und Kulturschätze auch viele Hauptdarsteller, die die Natur geschaffen hat. Vulkane erklimmen, Schluchten durchwandern, Höhlen erkunden? Check! Wir zeigen dir die schönsten Naturwunder auf Sizilien.

Der Vulkan Ätna

Spricht man über Naturwunder auf Sizilien, gibt er eine klare Nummer eins: Der Vulkan Ätna ist der Hauptdarsteller der Insel. Er ist der höchste noch aktive Vulkan Europas und ragt im Nordosten Siziliens stolz in den Himmel. Im Urlaub ist ein Ausflug auf den Vulkan ganz klar ein Highlight. Aktuell ist der Ätna 3330 Meter hoch, hat vier Gipfelkrater und erstreckt sich über mehrere Vegetationszonen.

Der Ätna ist der höchste noch aktive Vulkan Europas.

Es gibt viele unterschiedliche Touren auf den Ätna: mit der Seilbahn, im Jeep, im Bus und auch Tagesausflüge ab Catania oder Palermo. Im unteren Bereich ist es möglich, alleine zu wandern, für einen Ausflug zu den Gipfelkratern braucht man einen erfahrenen Bergführer, denn eine Erkundung der Gipfellandschaft auf eigene Faust ist verboten.

Der Canyon Cavagrande del Cassibile

Im Südosten der Insel liegt das Naturschutzgebiet Riserva Naturale orientata Cavagrande del Cassibile. Einst formten die Wassermassen des Flusses Cassibile eine 250 Meter tiefe Schlucht in den Kalkstein.

Zwischen Felsen eingeschlossen: Der Fluss Cassibile im Naturschutzgebiet Cavagrande del Cassibile, Sizilien.

Heute zählt der Canyon zu den schönsten Naturerlebnissen Siziliens und ist berühmt für seine türkisfarbenen Wasserbecken und sprudelnden Wasserfälle. Im Sommer ist in der Schlucht viel los und Schwimmerinnen und Schwimmer springen in die kühlen Becken. Wer es ruhig mag, folgt am besten dem Fluss stromaufwärts.

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Die Uzzo-Grotte im Naturpark Lo Zingaro

Auf Sizilien gibt es über 100 Schutzgebiete, eines hat aber eine ganz besondere Geschichte. Als im Nordwesten der Insel ein Küstenabschnitt verbaut werden sollte, wehrte sich eine Bürgerinitiative erfolgreich dagegen – und der Naturpark Lo Zingaro entstand als erstes Naturschutzgebiet der Insel.

Die Uzzo-Grotte ist eine vertikal geöffnete Magma-Blase von ca. 20 Metern Höhe.

Heute ist Lo Zingaro ein Paradies für Wandersleute, mit vielen schmalen Wegen, die über der karibisch anmutenden Küste entlangführen. Ein Highlight ist die Uzzo-Grotte, eine vertikal geöffnete Magma-Blase von circa 20 Metern Höhe, die seit jeher als Unterschlupf der Ziegenhütenden genutzt wird.

Das Madonie-Gebirge

Im Landesinneren von Sizilien geht es immer ruhiger zu als in den Küstenregionen. Wer eine Auszeit in der Natur sucht, sollte die Madonien im Norden Siziliens besuchen. Hier befindet sich das zweitgrößte Naturschutzgebiet der Insel. Auf bis zu 1979 Metern Höhe wachsen rund 3000 verschiedene Pflanzenarten.

Im Madonie-Gebirge wachsen auf bis zu 1979 Metern Höhe rund 3000 verschiedene Pflanzenarten.

Die Gegend ist perfekt für Wanderungen, das Wegenetz ist gut ausgebaut. Unterwegs stößt man immer wieder auf kleine, urige Orte, in denen man das authentische Leben auf Sizilien kennenlernen kann. Gangi beispielsweise wurde 2014 zum schönsten Dorf Italiens gewählt.

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Die Isola Bella von Taormina

Eines der beliebtesten Reiseziele auf Sizilien liegt nordöstlich des Ätna: Taormina ist bekannt für schöne Badestrände, tolle Hotels und die exponierte Lage. Denn der 11.000-Seelen-Ort liegt zwischen Catania und Messina auf einem Felsen etwa 200 Meter über dem Meeresspiegel.

Ein Highlight in Taormina ist die kleine vorgelagerte Isola Bella.

Ein Naturwunder in Taormina sind die kleine vorgelagerte Insel Isola Bella und der Strand Mazzarò, der lediglich durch eine Sandbank von der Isola Bella getrennt ist. Das Wasser hier ist glasklar und ideal, um zu schnorcheln. Zur Insel kommt man über eine schmale Sandbank. Selbst bei Flut kann man zur Isola Bella schwimmen.

Die Schlammvulkane Vulcanelli

Keine Frage: Der Ätna ist die Sensation für Touristinnen und Touristen auf Sizilien. In Sachen Vulkane hat die Insel aber noch mehr zu bieten. Knapp 15 Kilometer entfernt von Agrigent gibt es ein anderes Naturphänomen, das weniger bekannt ist: die blubbernden Schlammvulkane Vulcanelli.

Geheimtipp 1: die Schlammvulkane Vulcanelli.

Auf einem Hügel verteilen sich mehrere Schlote, die rund einen Meter hoch und besonders nach Regenfällen aktiv sind. Dann dringt ein tonreiches Schlamm-Wasser-Gemisch an die Oberfläche und die Vulcanelli glucksen und blubbern. Der Weg auf den Hügel führt über einen kurzen Fußmarsch durch schlammiges Gelände.

Die Schlucht Gola d’Alcan

Das Thema Vulkan ist auf Sizilien vielerorts ein Thema. Ein weiteres Naturwunder entstand im Tal des Alcantara nach einem Vulkanausbruch vor mehreren Tausend Jahren: Das Tal wurde teilweise durch Lavaströme verschüttet, sodass sich der Fluss einen neuen Weg suchen musste. So entstand die magische Schlucht des Alcantara mit ihren spannenden Basaltformationen.

Die Schlucht Gola d'Alcan ist an manchen Stellen nur vier Meter breit.

Die Schlucht ist stellenweise kaum vier Meter breit, wird aber umrahmt von bis zu 25 Meter hohen Wänden aus basaltischer Lava. Der Spaziergang durch die Schlucht ist magisch dank der tollen Lichtstimmung. Je weiter man stromabwärts kommt, desto mehr Stromschnellen und Wasserfälle sieht man – und am Ende wartet sogar ein Strand.

Die Lagune von Oliveri

Im Nordosten von Sizilien beginnt nahe der Stadt Oliveri das Naturschutzgebiet Laghetti di Marinello. Hier liegt einer der schönsten Strände der Insel. Die Besonderheit ist die Form, die die Natur ausgesucht hat: eine Landzunge, die weit ins Meer ragt.

Im Naturschutzgebiet Laghetti di Marinello bezaubert eine Landzunge mit türkisem Meer und mehreren Süßwasser-Lagunen.

Das ist aber noch nicht alles, denn das Naturschutzgebiet setzt noch einen drauf: Inmitten des Naturreservats gibt es mehrere Süßwasser-Lagunen, in denen du baden kannst. Lockt dich doch das Salzwasser, hüpfst du einfach ins angrenzende Meer!

Die Treppe der Türken

An der Küste von Realmonte erzählt die Scala dei Turchi eine spannende Geschichte: Die „Treppe der Türken“ erhielt ihren Namen, da früher türkische Piraten hier einfielen. Dazu kommt, dass über die Jahrzehnte ein treppenartiges Muster in der riesigen, weißen Felsformation entstand. Das macht den Ort zum perfekten Instagram-Spot.

Geheimnisvolles Ambiente an der Scala dei Turchi, der Treppe der Türken.

Die Felsen fallen stufenartig ins türkisfarbene Meer ab. Die Kulisse ist großartig, der Weg nicht ganz so easy: Zum Strand muss man ein paar steile Pfade entlang des Felsens bewältigen. Als Belohnung gibt es eine tolle Aussicht und ein paar vergnügte Badestunden.

Die Höhlenstadt Pantalica

Unweit von Syrakus im Hinterland der Hybläischen Berge liegt ein ganz besonderes Ausflugsziel und Naturwunder mit viel Geschichte: Die Höhlenstadt Pantalica wurde zwischen 1270 v. Christus und 730 v. Christus errichtet. Damals hauten die Sikuler hier über 5000 Felsgräber in den Kalkstein.

In der Höhlenstadt Pantalica wurden über 5000 Felsgräber in den Kalkstein gehauen.

Später nutzten Christen die Grabhöhlen als Wohnungen und bauten einige zu kleinen Kapellen um. Heute kann man in Pantalica Wanderungen mit einer tollen Aussicht unternehmen, die Höhlen bestaunen und ein ausgegrabenes Herrenhaus besichtigen.

Die Salinen von Trapani

An der Nordwestküste Siziliens liegt die Stadt Trapani, die seit dem 19. Jahrhundert für den Salzabbau bekannt ist. Weil die Sonne jeden Tag viele Stunden scheint und der Meeresspiegel flach ist, sind die Bedingungen ideal, um Meersalz durch Verdunstung zu gewinnen.

Trapani ist seit dem 19. Jahrhundert für den Salzabbau bekannt.

Heute sind die Salzgärten ein beliebtes Ausflugsziel. Das liegt nicht nur am Salz, sondern auch an den vielen Flamingos, die hier leben. Den schönsten Blick auf die Stadt Trapani und die Salinen hat man von den Hügeln des Monte Erice, die per Seilbahn aus erreicht werden können.

Der Strand Calamosche

Auf Sizilien gibt es viele Strände, die wie ein Naturwunder wirken. Einer, der besonders idyllisch liegt und von praller Natur umgeben ist, ist Calamosche im Naturreservat Vendicari im Südosten Siziliens.

Calamosche Beach bezaubert mit einer Lagune mit glasklarem Wasser.

Der Weg vom Parkplatz ans Wasser führt über zwei Kilometer mitten durch die Natur. Mit etwas Glück trifft man unterwegs Flamingos und andere Vögel. Am Strand angekommen, erwartet dich eine Lagune mit glasklarem Wasser, die zwischen Felsen gebettet ist. Da viele Urlauberinnen und Urlauber den Spaziergang an den Strand scheuen, ist hier nur selten viel los.