Wenn die Tage kurz sind und die Sonne sich kaum blicken lässt, hilft es nur, sich an einen warmen Ort am Meer zu träumen. Manche starten sogar schon mit der Urlaubsplanung, um dem trüben Winter in Deutschland zumindest einen Moment lang entfliehen zu können. Andere setzen lieber auf Kurzfristigkeit.

Das Interesse an Last-minute-Buchungen ist weiter groß – Grund dafür ist neben der Corona-Pandemie auch die Energiekrise mit unabwägbaren Kostensteigerungen. Frühbuchungen sind oft mit Unsicherheit verbunden. Trotzdem rät beispielsweise der Deutsche Reiseverband (DRV) dazu, Monate vor Reiseantritt zu buchen.

Früh Urlaub für 2023 buchen: Was dafür spricht

Besonders für Familien mit Kindern, die in der Hauptsaison verreisen möchten, würden sich Buchungen weit im Voraus lohnen. Denn die Frühbucherrabatte ließen sich häufig mit günstigen Kinderfestpreisen kombinieren, so Pressesprecherin Kerstin Heinen. Aber auch andere Gästinnen und Gäste profitierten durch Rabatte zwischen 30 und 50 Prozent davon, ihre Reise im Voraus zu buchen.

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Außerdem ist die Chance größer, bei einem Frühbucher-Angebot gleichzeitig auch alle Reisewünsche erfüllt zu bekommen – wenn die Auswahl an Unterkünften und Flügen noch groß ist. Schließlich sind die Kapazitäten nicht unbegrenzt, und besonders beliebte Hotels und Ferienwohnungen sind früher ausgebucht.

Um ihren Kundinnen und Kunden Sicherheit zu geben, bieten die meisten Reiseveranstalter aktuell sogenannte Corona-Pakete an, die im Fall einer Infektion vor der Reise oder während des Urlaubs weiterhelfen und über die zum Beispiel die Kosten einer möglichen Quarantäne im Urlaubsland abgesichert sind.

Bis wann gibt es Frühbucherrabatte für Urlaub 2023?

Die meisten Frühbucherangebote für den Sommerurlaub gelten bis Ende Februar oder Ende März. So wollen Veranstalter Anreize schaffen, um die Nachfrage zu stimulieren. Denn je früher die Kapazitäten gebucht werden, desto größer ist die Planungssicherheit.

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Die genaue Ausgestaltung ist laut DRV-Sprecherin Heinen jedoch von Reiseveranstalter zu Reiseveranstalter unterschiedlich. Häufig gebe es einen bestimmten Zeitpunkt, bis zu dem die Angebote gebucht werden können. Eine andere Variante sei, die Festlegung eines bestimmten Zeitraums vor Reisebeginn – beispielsweise bis hundert Tage vor Reiseantritt.

Last-minute-Urlaub: So können auch Kurzentschlossene Geld sparen

Last-minute-Reisen, also Buchungen nur wenige Wochen oder gar Tage vor der Abreise, waren seit Ausbruch der Corona-Pandemie gefragt wie nie. Genau wie Frühbucher können auch besonders Kurzentschlossene Geld sparen. Wichtig ist dabei vor allem eines: schnell und flexibel zu sein. 

Denn bei Last-minute-Angeboten handelt es sich in der Regel um Restposten – etwa um einzelne Hotelzimmer, die Reiseveranstalter noch kurz vor knapp voll bekommen möchten. Besonders attraktive Angebote können daher schnell vergriffen sein. Außerdem ist es bei einem kurzfristigen Urlaub von Vorteil, bei Termin, Reiseziel und Unterkunft flexibel zu sein. 

Italiens unzählige Strände und Buchten mit kristallklarem Wasser sind malerisch.

Insgesamt sind Last-minute-Angebote in solchen Regionen am attraktivsten, in denen die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr überraschend eingebrochen ist. Hier greift das Prinzip von Angebot und Nachfrage: Hotels und Airlines, die nicht ausgelastet sind, senken die Preise für Zimmer und Flugtickets massiv – von diesen Rabatten können Last-minute-Reisende dann profitieren.

Die Faustregel für eine Schnäppchensuche lautet also: Je offener und flexibler Reisende sind, desto mehr Geld ist bei Urlaubsantritt noch in der Reisekasse.

Wann Urlaub für 2023 buchen?

Doch auch wenn sich Last-minute-Schnäppchen besonders verlockend anhören, sollten Kurzentschlossene nicht zu hastig zuschlagen, sondern das Angebot zunächst sorgfältig durchlesen und darauf achten, ob beispielsweise die Verpflegung und der Transfer bereits im Preis enthalten sind oder nicht.

Gerrit Cegielka, Reiserechtsexperte der Verbraucherzentrale Bremen, rät Reisenden zudem, Konditionen und Preise immer mit denen anderer Anbieter zu vergleichen. Denn der Markt stecke voller Angebote – sowohl in Reisebüros als auch im Internet oder an Last-minute-Schaltern. „Manche Angebote sind nur deshalb billiger, weil die Anbieter sie um bestimmte Leistungen wie Halbpension oder Transfer kürzen“, so Cegielka.

In Zeiten der Corona-Pandemie buchen viele Urlauber spontan. (Symbolbild)

Zusatztipp zur Flughafensuche: Bei der Suche nach einem günstigen Angebot können auch weiter entfernte Flughäfen miteinbezogen werden. Oftmals kann es günstiger sein, eine Pauschalreise mit Abflug in einem anderen Bundesland zu buchen, das zu dem Zeitpunkt zum Beispiel keine Herbstferien hat. Dafür sollten Reisende dann ein Angebot mit Zug zum Flug für die Anreise wählen.