Bayern ist das perfekte Ziel für einen Ausflug oder gleich einen ganzen Urlaub im Winter. Wer nicht nur wandern oder Ski fahren will, kann auf einen Schlitten umsteigen. In dem Bundesland locken zahlreiche Strecken. Wir verraten, welche sich zum Schlittenfahren besonders gut eignen – und wo Reisende die längste Naturrodelbahn Deutschlands runtersausen.

Grasberg: Mit Panoramablick

Beginnen wir gemütlich – auf der Rodelbahn von der St.-Martins-Hütte am Grasberg hinunter zur Bayernhalle in der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen. Die Aufstiegszeit ist mit knapp einer Stunde relativ kurz, die zweieinhalb Kilometer lange Abfahrt nicht sehr steil. Da bleibt sogar Zeit, die Aussicht auf Garmisch-Partenkirchen und das Wettersteingebirge zu genießen.

Infos über die Schneeverhältnisse auf der Rodelstrecke gibt es in der St.-Martins-Hütte unter der Telefonnummer (08821) 4970.

Auf der Rodelbahn von der St.-Martins-Hütte am Grasberg hinunter zur Bayernhalle in der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen geht es recht gemütlich zu.

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Wallberg: Längste Naturrodelbahn

Die Kabinenbahn bringt dich auf das 1620 Meter hohe Wallbergplateau hinauf – hier beginnt die sportliche Abfahrt. Mit Action geht es die Rodelbahn am Wallberg hinunter. Sie gilt mit ihren 6,5 Kilometern als Deutschlands längste Naturrodelbahn.

Die etwa 30-minütige Abfahrt beginnt gleich mit steilen Abschnitten und engen Kurven. Vor allem vor einigen Serpentinen muss der Schlitten gebremst werden. Weiter unten heißt es dann: laufen lassen! Informationen (und auch Schlitten zum Ausleihen) gibt es an der Talstation.

Kirche auf dem Wallberg – hier finden Rodelfans die längste Naturrodelstrecke Deutschlands.

Hörnle: 15 Minuten Rodelspaß

Mit viel Schwung geht es am Hörnle bei Bad Kohlgrub nach unten. Das 4,5 Kilometer lange Rodelvergnügen beginnt mit ordentlich Gefälle, später wird die Fahrt auf der breiten Forststraße dann etwas ruhiger.

Der Spaß dauert etwas 15 Minuten. Wer ihn sich „erarbeiten“ will, braucht eineinhalb Stunden für den Anstieg. Alternativ bringt die Bergbahn die Rodelfreunde nach oben.

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An der Talstation können bei Bedarf auch Schlitten ausgeliehen werden. 

Die Rodelbahn am Hörnle bei Bad Kohlgrub hat steile und flache Passagen.

Blomberg: Rodeln unter Flutlicht

Schlitten fahren in abendlicher Beleuchtung: Am Blomberg bei Bad Tölz ist die Piste nicht nur tagsüber geöffnet – am Samstag ist die Rodelstrecke ab der Mittelstation auch von 19 bis 22 Uhr freigegeben. Die insgesamt 5,5 Kilometer lange Strecke kann tagsüber genutzt werden. Dabei nimmst du gleich zu Beginn mächtig Fahrt auf: Steile Strecken und scharfe Kurven sorgen für eine anspruchsvolle Rutsche.

Den Ausgangspunkt erreichst du entweder mit dem Sessellift oder in eineinhalb bis zwei Stunden zu Fuß über die Forststraße. Schlitten können an der Talstation der Blombergbahn ausgeliehen werden. Informationen zur Schneelage gibt es unter Telefon (08041) 3726.

Steile Passagen am Blomberg sorgen für eine anspruchsvolle Rutsche.

Garmisch: Neben der Sprungschanze

Die Rodelbahn vom Eckbauer in Garmisch liegt gleich neben der großen Skisprungschanze. Der Weg nach oben führt vom Parkplatz am Skistadion abwechselnd durch Wald und über Buckelwiesen zum Berggasthof Eckbauer. Von dort geht die Abfahrt über eine stillgelegte Skipiste.

Die gesamte Strecke ist zweieinhalb Kilometer lang. Sie wird vor allem im unteren Teil ziemlich steil und kann zum Teil sehr eisig sein.

Auch auf dem Plastikschlitten macht das Rodeln Spaß.

Bad Hindelang: Drei Bahnen zur Auswahl

Die Rodelbahn an der Hornbahn in Bad Hindelang gehört zu den beliebtesten Anlagen in Bayern. Kein Wunder: Schließlich gibt es dort gleich drei Rodelbahnen mit je 3,5 Kilometern Länge. Die gelbe ist sehr kurvenreich und verlangt von den Fahrerinnen und Fahrern Können und Erfahrung. Die rote zieht sich in langen Schwüngen vorbei an den Hornwiesen direkt bis zum Grüebplätzle. Und die blaue gilt als die perfekte Familienabfahrt.

Leihrodel gibt es an der Talstation. Wer das ultimative Rodelerlebnis sucht, leiht sich dort einen Rennrodel aus.

Mittagbahn: Die Allgäuer Alpen im Blick

Für Adrenalin pur sorgt die Naturrodelbahn vom Gipfel des Mittags bis nach Immenstadt. Die Doppelsesselbahn führt in zwei Abschnitten von der Talstation über die Mittelstation bis zur Bergstation. Auf rund 1400 Metern Höhe wartet schon mal ein absolutes Highlight: der wahrscheinlich schönste Panoramablick über die Allgäuer Alpen.

Von hier oben schlittert man dann auf top präparierter Piste 5,2 Kilometer ins Tal. Oder soll es zwischendurch eine Pause geben? Wie wär's mit einem leckeren Hüttenpunsch am Kachelofen? Das Rasthaus am Mittag an der Mittelstation macht es möglich.

Rodel gibt es direkt an der Talstation auszuleihen.

Im Allgäu gibt es zahlreiche Rodelbahnen - die bei der Mittagbahn gehört zu den beliebtesten.

Hinweis: Auch wenn dem Schlittenvergnügen durch Naturschnee oder Beschneiung der Rodelbahnen nichts im Wege steht: Die Betreiberinnen und Betreiber der hier aufgeführten Seilbahnen und Lifte müssen sich an die Corona-Bestimmungen des Bundeslandes Bayern halten. Am besten, du informierst dich vorher auf der entsprechenden Website.