Die „Karibik des Mittelmeeres“: So wird Sardinien gern bezeichnet. Lange Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und romantische Buchten machen die zweitgrößte Insel im Mittelmeer zum perfekten Urlaubsziel. Vom Reisewetter über Badetemperaturen bis hin zur idealen Reisezeit: Hier kommt der Urlaubscheck für Sardinien.

Orte auf Sardinien für jeden Urlaubstyp

Rau oder lieblich, mondän oder urig, voller Trubel oder still und einsam: Sardinien hat viele Seiten und für jeden Urlauber und jede Urlauberin das richtige Plätzchen.

Sardinien für Badeurlaubende

An der Ostküste ist Cala Gonone ein Allrounder: Du kannst am Strand liegen, schwimmen, tauchen, schnorcheln, wandern, klettern, Boot fahren – und jeden Tag über die gigantische Steilküste staunen: Die Kalksteinklippen hier sind bis zu 400 Meter hoch.

Die Kalksteinklippen an der Cala Gonone sind bis zu 400 Meter hoch.

Dazu kommt eine prima Infrastruktur und ein auf Tourismus eingestellter Ort: In Cala Gonone gibt es viele Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Bars und Geschäfte. Wer will, hat auch einen prima Ausgangspunkt für Trips ins Gennargentu-Gebirge oder in die Küstenorte San Teodoro, Orosei und Tortoli.

Sardinien für Naturfans

Wer einen ruhigeren Ort auf Sardinien sucht, sollte nach Oristano fahren. Die Region im Westen ist nicht typisch touristisch, dafür aber authentisch. Kommst du in den Ort, hast du das Beste aus beiden Welten: das Meer mit einer felsigen Klippenküste und das charmante Hinterland.

In der Altstadt gibt es viele Palazzi und Kirchen zu erkunden. Die Cattedrale di Santa Maria Assunta aus dem Jahr 1130 gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Oristanos. An den Stränden findest du Ursprünglichkeit und Einsamkeit. Besonders schön sind San Giovanni di Sinis, S’Archittu, Mari Ermì und Putzu Idu.

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Sardinien für Wassersportlerinnen und Wassersportler

An der Nordwestspitze Sardiniens liegt mit der Halbinsel Stintino ein ganz besonderer Ort. Die Landzunge war unbewohnt, bis im Jahr 1885 rund 45 Familien von der nahe gelegenen Gefängnisinsel Asinara umgesiedelt wurden – und das Fischerdörfchen Stintino entstand.

Stintino ist bei Kitesurfern beliebt und für den Traumstrand La Pelosa bekannt.

Heute ist Stintino besonders bei Kitesurferinnen und Kitesurfern beliebt und für den Traumstrand La Pelosa bekannt. Für Familien eignen sich die Strände hier super, da viele flach ins Meer abfallen.

Sardinien für Partyurlaubende

Knapp eine Stunde von Cagliari entfernt liegt mit Villasimius einer der beliebtesten Badeorte auf Sardinien an der Costa Rei. Die Strände hier gehören zu den schönsten in ganz Europa. Besonders sehenswert sind Porto Sa Ruxi, Spiaggia del Riso, Simius und Punta Molentis.

Das einstige Fischerdorf ist heute ein klassischer Badeort: In der Altstadt gibt es viele Hotels, Restaurants, Bars und Shops, am Strand eine Promenade zum Flanieren und im Hafen Ausflugsboote, die aufs Meer schippern. Im Juli und August gibt es außerdem ein ausschweifendes Nachtleben.

Sardinien für Lifestyle-Fans

Der bekannteste Küstenabschnitt Sardiniens liegt im Nordosten an der Costa Smeralda, der Smaragdküste. Der Name ist Programm, denn das Wasser ist tatsächlich smaragdfarben. Der Urlaubsort schlechthin ist Porto Cervo. Jeden Sommer trifft sich hier die High Society und die internationale Prominenz.

Der mondäne Ferienort Porto Cervo liegt an der berühmten Costa Smeralda.

Der Hafen gehört zu den größten Häfen des Mittelmeeres. Im Sommer kann man prächtige Jachten beim Flanieren bestaunen. Hinter dem Hafen liegt das Zentrum. In den engen Gassen treffen Boutiquen auf Luxushotels, Restaurants und Bars. In unmittelbarer Nähe sind die Strände an der Costa Smeralda das Highlight.

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Sardinien für Hipster

Im Süden von Olbia liegt San Teodoro. Das Fischerdorf von einst ist heute ein hipper Touristenort, der vor allem für seine vielen Wassersportmöglichkeiten, aber auch für das Nachtleben bekannt ist. Die Hauptstraße ist gepflastert mit Bars, Eisdielen und Shops, es gibt aber auch mehrere angesagte Clubs.

San Teodoro hat aber auch eine stille Seite. Im Hinterland erstreckt sich unberührte Natur. Hinter den Dünen liegt das Marschgebiet Stagno di San Teodoro, in dem viele Vogelarten ihr Zuhause haben.

Sardinien für Kulturfans

An der raueren Westküste liegt im Norden auf einer kleinen Landzunge eine der schönsten Städte Siziliens. Alghero ist an drei Seiten von Wasser umgeben und bezaubert mit einer von Mauern eingefassten Altstadt voller Charme. So kannst du viele Palazzi, Plätze und Kirchen erkunden, in einem der vielen Läden shoppen und in den zahlreichen Bars und Restaurants chillen.

Auf einer kleinen Landzunge liegt eine der schönsten Städte Siziliens: Alghero.

In der Umgebung liegen zudem viele Strände mit paradiesischem Flair, die rasch erreicht sind. Die schönsten sind die Spiaggia Mugoni, die Spiaggia di Maria Pia, die Spiaggia delle Bombarde, Capo Caccia und die Grotta di Nattuno.

Tipps für eine Sardinien-Rundreise

Wer im Urlaub auf Sardinien nicht nur am Strand chillen möchte, sondern die ganze Insel erkunden will, fährt mit einem Auto im wahrsten Sinne des Wortes am besten. Größere Städte und Orte sind zwar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln miteinander verbunden, doch je weiter weg von Touristenorten es gehen soll, umso schwieriger wird es.

Mit Auto lassen sich auch die verborgenen Ecken der Insel aufspüren.

Das Auto ist auf Sardinien daher ganz klar das beste Fortbewegungsmittel. Mieten kannst du einen Leihwagen an jedem Flughafen, in jeder größeren Stadt und in den größeren Badeorten. Anbieter wie Hertz, Europcar, Sixt und Avis sind ebenso vertreten wie lokale Autovermietungen. Die Preise unterscheiden sich je Modell und Saison. Mit etwas Glück ergattert man schon ab 10 Euro am Tag ein Leihauto (ohne Versicherung). In der Hauptsaison können die Preise allerdings stark ansteigen.

Die besten Sehenswürdigkeiten auf Sardinien

Zwischen bunten Städten und urigen Dörfern, rauen Klippen und grünen Bergen, endlosem Meer und hohen Wellen gibt es viele Highlights zu entdecken.

Die Inselhauptstadt Cagliari

Auch wenn du im Urlaub am liebsten nur am Strand liegst, solltest du unbedingt einen Tag in Cagliari verbringen. Die Inselhauptstadt ist das Herz Sardiniens mit Shopping-Möglichkeiten, Restaurants und Bars, aber auch vielen Sehenswürdigkeiten und spannender Architektur.

Über Cagliari thront die Bastione San Remy.

Über der Stadt thront die Bastione San Remy. Gehst du über die Freitreppe hoch, wirst du mit einem tollen Ausblick über die Stadt belohnt. Von hier dauert es nur 15 Minuten in die Altstadt, auch „Castello“ genannt. Diese ist von einer Mauer umgeben. Besonders beeindruckend sind die Türme der Stadtmauer Torre dell’Elefante und Torre di San Pacrazio, die aus dem 14. Jahrhundert stammen.

Die Grotte di Nettuno

Neben gigantischen Stränden und Buchten bezaubert Sardinien auch mit geheimnisvollen Grotten. Die  wichtigste Grotte Sardiniens, die Grotte di Nettuno, liegt in Alghero und erstreckt sich über sechs Kilometer. Vor Millionen Jahren wurde die Grotte von Süßwasser ausgehöhlt und später dem Gott Neptun geweiht, daher auch der Name.

Die Eingangshalle der Grotte di Nettuno.

Die Grotte di Nettuno ist per Boot oder über eine 600 Stufen lange Treppe zu erreichen. Die Belohnung für den Aufstieg ist ein atemberaubender Blick auf Küste und Meer. In ihrem Inneren wirkt die Grotte mit ihren mächtigen Karstformen und dem unterirdischen See wie aus einer anderen Welt. 

Die antike Stadt Nora 

Wer sich für Geschichte interessiert, sollte die antike Stadt Nora in der Region Cagliari ansteuern. Nora wurde im neunten Jahrhundert vor Christus gegründet und ist zusammen mit Bosa die älteste Stadtsiedlung auf Sardinien. Die Phönizier, die Punier, die Römer: Alle waren hier und haben Spuren hinterlassen.

Wer sich für Geschichte interessiert, sollte in die antike Stadt Nora fahren.

Viele Bereiche der antiken Stadt sind im Meer versunken, es gibt aber noch historische Gebäude, die die Geschichte von Nora erzählen: ein Theater, ein Tempel und Privatvillen mit gut erhaltenen Mosaikfußböden. Die Stele von Nora, auf der das erste Mal der Name Sardinien erwähnt wird, befindet sich heute im Nationalmuseum in Cagliari.

Die Graffiti in Orgosolo

Der schrägste Ort auf Sardinien hat nur 4000 Einwohnerinnen und Einwohner, schmiegt sich auf 600 Metern Höhe an einen Felsen und verströmt ein düsteres Image. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in dem Städtchen durchschnittlich sechs Morde pro Jahr. Das Banditennest von damals ist heute vermeintlich friedlich, dafür gibt es unzählige wilde Graffiti.

Das Dorf Orgosolo ist die Antithese zum klassischen Touristenort auf Sardinien.

An den Hauswänden dreht sich in zahlreichen Wandgemälden alles um die aktuelle Lage – von Politik bis hin zu Prophezeiungen. So entdeckt man bei einem Spaziergang durch den Ort diverse bunte Botschaften und Bilder, unter anderem zum Irak-Krieg, dem World Trade Center und dem Gazastreifen.

Reisezeit und Wetter auf Sardinien

Auf Sardinien herrscht ein typisch maritimes Mittelmeerklima. Im Frühjahr und im Herbst sind die Temperaturen auf der Insel angenehm mild, im Sommer erreichen sie dann bis zu 40 Grad. Die Wintermonate sind regnerisch und kühl.

Badesaison auf Sardinien ist von Juni bis Mitte Oktober. Die durchschnittliche Wassertemperatur liegt im Sommer zwischen 22 und 25 Grad Celsius, ab Juni wird die 20-Grad-Marke geknackt. Im August erreicht das Meer seine Höchstwerte mit 24 bis 26 Grad. Selbst im Herbst hat das Wasser durchschnittlich 20 Grad.

Auf Sardinien herrscht ein typisch maritimes Mittelmeerklima.

Im Juli und August herrscht auf der Insel Hochsaison. Weil es dann ganz schön voll ist, sind der Früh- und der Spätsommer die beste Reisezeit für Sardinien. Da ab Mitte Mai sommerliche Temperaturen herrschen und es um die 25 Grad warm ist, ist die Vorsaison perfekt für einen Urlaub auf Sardinien. Auch der September ist ein idealer Monat. Dann sind die meisten Touristinnen und Touristen weg, aber es gibt noch Tagestemperaturen um die 28 Grad.

Anreise nach Sardinien

Der schnellste Weg auf die Insel ist ein Flug. In der Hauptsaison starten fast täglich Flieger aus Deutschland nach Sardinien. Angeflogen werden die Flughäfen von Olbia im Norden und Cagliari im Süden der Insel, alternativ auch Alghero im Nordwesten.

Nach Sardinien geht es in zwei Stunden direkt ab Deutschland oder mit Stopover über Rom. Tickets ab circa 50 Euro kannst du beispielsweise bei Eurowings ergattern. In der Hauptsaison steigen die Flugpreise, daher lohnt es sich, rechtzeitig zu buchen. Als idealer Buchungsmonat gilt der März.

Die Alternative zum Flugzeug ist die Fähre nach Sardinien.

Eine Alternative zum Flugzeug ist die Anreise mit der Fähre vom italienischen Festland. Das empfiehlt sich für Leute, die das eigene Auto dabeihaben wollen. Die wichtigsten Abfahrthäfen sind Genua, Civitavecchia, Livorno und Neapel, die Ankunft auf der Insel erfolgt in den Häfen von Porto Torres im Norden und in Olbia und Golfo Aranci im Nordosten.

Die Fahrt nach Sardinien wird von verschiedenen Reedereien angeboten und dauert je nach Abfahrtsort unterschiedlich lange – zwischen sechs und zehn Stunden. Viele Urlaubende nehmen gern die Nachtfähre, sodass sie am Morgen auf der Insel ankommen.