Sardinien gilt als kleines Paradies im Mittelmeer. Die italienische Insel ist umgeben von weißen Stränden und türkisfarbenem Wasser, weshalb Sardinien auch als „Karibik des Mittelmeeres“ bezeichnet wird. Zwischen bunten Städten und urigen Dörfern, rauen Klippen und grünen Bergen, endlosem Meer und hohen Wellen gibt es viele Highlights zu entdecken. Wir haben einige der schönsten Sehenswürdigkeiten auf Sardinien.

Die Inselhauptstadt Cagliari

Auch wenn du im Urlaub am liebsten nur am Strand liegst, solltest du unbedingt einen Tag in Cagliari verbringen. Die Inselhauptstadt ist das Herz Sardiniens mit Shopping-Möglichkeiten, Restaurants und Bar, aber auch vielen Sehenswürdigkeiten und spannender Architektur.

Über Cagliari thront die Bastione San Remy.

Über der Stadt thront die Bastione San Remy. Gehst du über die Freitreppe hoch, wirst du mit einem tollen Ausblick über die Stadt belohnt. Von hier dauert es nur 15 Minuten in die Altstadt, auch „Castello“ genannt. Diese ist von einer Mauer umgeben.

Besonders beeindruckend sind die Türme der Stadtmauer, Torre dell’Elefante und Torre di San Pacrazio, die aus dem 14. Jahrhundert stammen. Zwischen den verwinkelten Gassen liegen Sehenswürdigkeiten wie die Basilica Nostra Signora di Bonaria, der Dom Santa Maria di Castello oder die Kirche Chiesa di Santa Restituta.

Die Costa Smeralda

Ein Urlaub in Sardinien ist nicht vollständig ohne einen Trip an die Costa Smeralda. Der Name ist Programm, denn das Wasser an der Smaragdküste ist tatsächlich smaragdfarben. Es ist aber nicht nur die Küste, die hier die Hauptrolle spielt, sondern es sind auch die Gäste. Jeden Sommer trifft sich hier die High Society und die internationale Prominenz.

Der bekannteste Küstenabschnitt auf Sardinien ist die Costa Smeralda.

Der mondänste Urlaubsort an der Costa Smeralda ist Porto Cervo. Der Hafen gehört zu den größten Häfen des Mittelmeeres. Im Sommer kann man prächtige Jachten beim Flanieren bestaunen. Hinter dem Hafen liegt das Zentrum. In den engen Gassen treffen Boutiquen auf Luxushotels und Restaurants und Bars. In unmittelbarer Nähe sind die Strände an der Costa Smeralda das Highlight. Besonders angesagt sind Grande Pevero, Piccolo Pevero, Romazzino, Cala di Volpe, Liscia Ruja und Cala Capriccioli.

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Der La-Maddalena-Archipel

Vor der Nordostküste von Sardinien liegt der La-Maddalena-Archipel mit vielen Inseln, die wie kleine Kleckse im Mittelmeer schwimmen. Die aus sieben Hauptinseln bestehende Inselgruppe ist so einzigartig, dass sie zum Welterbe der Unesco gehört. Die Besonderheit liegt in der Naturbelassenheit, extrem klarem Wasser und endlosen Stränden.

Als beliebter Ausflugstipp gilt ein Trip auf die Insel La Maddalena.

Im Urlaub auf Sardinien kann man ganz- oder halbtägige Ausflüge machen, Start ist in Palau. Diese Touren führen meist zu den Inseln Spargi, Budelli und La Maddalena. Wer will, kann auf der Insel La Maddalena ein Auto mieten und individuell über das Eiland cruisen.

Die Küste und Altstadt von Palau 

Palau ist nicht nur bekannt als Startpunkt für den La-Maddalena-Archipel, sondern auch für den zerklüfteten Küstenabschnitt. Vor der Stadt thront die Roccia dell'Orso, der Bärenfelsen, 120 Meter hoch aus dem Meer. Der Name entstand, weil die Granit-Formation einem Bären ähnelt.

Ausblick auf den Stadtkern von Palau.

Dazu kommt, dass Palau ein lebhafter Ort mit einer süßen Altstadt ist. Wer hierher kommt, sollte den Abend anhängen und in einem der Restaurants erst sardische Köstlichkeiten probieren und danach feiern, denn die Nächte in Palau können durchaus lange dauern.

Die Hochebene Giara di Gesturi

Im südlichen Landesinneren von Sardinien liegt die Hochebene Giara di Gesturi, in der du viele kleine und große Wunder erleben kannst. So leben beispielsweise die „Cavallini della Giara“ hier, seltene kleine Wildpferde.

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Wildpferde in einem See auf der Hochebene Giara di Gesturi.

Neben viel Natur gibt es einige archäologische Ausgrabungsstätten. Die spannendste ist die Nuraghenanlage von Barumini: Su Nuraxi. Nuraghen sind Verteidigungstürme, die in Kegelform mit trocken verlegten Steinen errichtet wurden. Man schätzt, dass der Bau von 1500 bis 500 v. Chr. dauerte, entdeckt wurde die Stätte aber erst in den 1950er-Jahren – und 1997 von der Unesco zum Welterbe erklärt.

Die Grotte di Nettuno

Neben gigantischen Stränden und Buchten bezaubert Sardinien auch mit geheimnisvollen Grotten. Die wohl wichtigste Grotte Sardiniens, die Grotte di Nettuno, liegt in Alghero und erstreckt sich über sechs Kilometer. Vor Millionen Jahren wurde die Grotte vom Süßwasser ausgehöhlt und später dem Gott Neptun geweiht. Daher auch der Name.

Die Eingangshalle der Grotte di Nettuno.

Die Grotte di Nettuno ist per Boot oder über eine 600 Stufen lange Treppe zu erreichen. Die Belohnung für den Aufstieg ist ein atemberaubender Blick auf Küste und Meer. In ihrem Inneren wirkt die Grotte wie aus einer anderen Welt mit ihren mächtigen Karstformen und dem unterirdischen See. 

Der Golf von Orosei

An der Ostküste breitet sich der Golf von Orosei über 30 Kilometer aus. Hier findest du romantische Felsstrände, versteckte Buchen und idyllische Wanderwege, was die Gegend perfekt macht zum Schnorcheln, Wandern, Klettern und Schwimmen.

Der Golf von Sardinia erstreckt sich über 30 Kilometer.

Ein besonderes Highlight ist die Grotta del Bue Marino mit ihren beeindruckenden Felsformationen, Unterwasserseen, Stalaktiten und Stalagmiten. Dabei handelt es sich um die größte Höhle Sardiniens und die fünftgrößte Italiens. Sie kann per Boot ab Cala Gonone erreicht werden.

Das Capo Caccia 

Ganz in der Nähe ist ein Stopp am Capo Caccia ein Muss. Hier zeigt sich die ganze Schönheit des Küstenabschnittes. Das Kap ist sieben Kilometer lang und fällt fast 200 Meter tief ins Meer. Wer mutig ist, wagt sich auf den Klettersteig Ferrate del Cabriol und testet seine Schwindelfreiheit.

Beeindruckende Kulisse am Capo Caccia.

Vom Capo Caccia aus erlebt man einen unglaublichen Weitblick, auf die Buchten Cala d’Inferno und Cala Tramariglio und die Inseln Isola Piana und Porto Conte. Das Panorama mit weißen Kalkfelsen, türkisblauem Meer und grüner Naturlandschaft ist einzigartig.

Das Capo Testa

Ein anderes Cap mit einem traumhaften Weitblick und spannenden Einblicken in die sardische Geschichte liegt auf einer Halbinsel bei Santa Teresa Gallura. Denn am Cap ragen eindrucksvolle Felsen in die Höhe, die wie eine bizarre Mondlandschaft wirken.

Außergewöhnliche Gesteinsformationen am Capo Testa.

Schräg: In den 68er-Jahren kamen viele Aussteiger und Hippies hierher und ließen sich im Valle di Luna nieder. Erst als das wilde Campen verboten wurde, löste sich die Szene auf. Allerdings gibt es bis heute noch ein paar wenige Aussteiger, die in den Höhlen des Tales leben.

Die antike Stadt Nora 

Wer sich für Geschichte interessiert, sollte unbedingt die antike Stadt Nora in der Region Cagliari ansteuern. Nora wurde im neunten Jahrhundert v. Chr. gegründet und ist zusammen mit Bosa die älteste auf Sardinien. Die Phönizier, die Punier, die Römer: Alle waren hier und haben Spuren hinterlassen.

Wer sich für Geschichte interessiert, sollte in die antike Stadt Nora fahren.

Viele Bereiche der antiken Stadt sind im Meer versunken, es gibt aber noch historische Gebäude, die die Geschichte von Nora erzählen: ein Theater, ein Tempel und Privatvillen mit gut erhaltenen Mosaikfußböden. Die Stele von Nora, auf der das erste Mal der Name Sardinien erwähnt wird, befindet sich heute im Nationalmuseum in Cagliari.

Die Graffiti in Orgosolo

Der wohl schrägste Ort auf Sardinien hat nur 4000 Einwohner, schmiegt sich auf 600 Metern Höhe an einen Felsen und verströmt ein düsteres Image. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in dem Städtchen Orgosolo durchschnittlich sechs Morde pro Jahr. Das Banditennest von damals ist heute zwar vermeintlich friedlich, dafür gibt es unzählige wilde Graffiti.

Das Dorf Orgosolo ist die Antithese zum klassischen Touristenort auf Sardinien.

An den Hauswänden dreht sich in zahlreichen Wandgemälden alles um die aktuelle Lage – von Politik bis hin zu Prophezeiungen. So entdeckt man bei einem Spaziergang durch den Ort diverse bunte Botschaften und Bilder, unter anderem zum Irak-Krieg, dem World Trade Center und dem Gazastreifen.

Die Bergdörfer Ulassai, Aritzo und Fonni

Es sind nicht nur die Küstenorte, die auf Sardinien sehenswert sind. Fährt man ins Landesinnere, trifft man immer auf charmante Bergdörfer, in denen man die authentische Seite Sardiniens kennenlernen kann.

Abseits der Badeorte locken auch die Bergdörfer auf Sardinien.

Alleine die Fahrt über Serpentinen und quer durch die pralle Naturlandschaft ist ein Abenteuer. Besonders lohnenswert sind die Regionen Barbagia und Ogliastra. Zu den schönsten Bergdörfern zählen Ulassai, Aritzo und Fonni.

Der rote Felsen von Arbatax

Naturwunder gibt es viele auf Sardinien, eines der spektakulärsten liegt an der Ostküste Sardiniens. In der Nähe des kleine Küstenortes Tortolì ragt der rote Felsen von Arbatax aus dem Meer und bietet eine unfassbar schöne Kulisse.

Der rote Felsen Arbatax wirkt wie aus einer anderen Welt.

Die Felsen bestehen aus vulkanischem Gestein, das rot schimmert. Besonders zur Zeit des Sonnenuntergangs sind die Farben spektakulär. Nicht weit entfernt breiten sich die Strände der Region in all ihrer Pracht aus: Lido di Orrì, Cala Ginepro und San Gemiliano.

Die Flamingos in der Lagune von Santa Gilla 

Hand aufs Herz: Wer wollte nicht schon mal Flamingos aus der Nähe sehen? Auf Sardinien kannst du in der Lagune von Santa Gilla nicht nur eine einzigartige Landschaft bestaunen, sondern auch unzählige rosa Flamingos!

In Santa Gilla leben viele rosarote Flamingos.

Der Strandsee von Cagliari besteht aus der Lagune von Santa Gilla und aus den Salinen von Macchiareddu und Porto Canale. Die Salinen enthalten Salzwasser, während der See von Santa Gilla teilweise aus Süßwasser besteht. Neben Flamingos kannst du hier auch Reiher, Kormorane oder Blässhühner erspähen.