Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und der Garant für einen Traumurlaub. Die Insel hat eine Fläche von 24.000 Quadratkilometern, das ist vergleichbar mit der Größe von Brandenburg. Die maximale Entfernung von der Nordspitze Sardiniens bis in den Süden beträgt 270 Kilometer, vom Westen in den Osten sind es nur 145 Kilometer. Wer will, kann also im Urlaub die ganze Insel sehen. Wohin du cruisen sollst? Wir zeigen die wichtigsten Urlaubsorte auf Sardinien.

Cagliari

Auch wenn du im Urlaub am liebsten nur am Strand liegst, solltest du unbedingt einen Tag in Cagliari verbringen. Die Inselhauptstadt ist das Herz Sardiniens, wo du alles findest: wichtige Sehenswürdigkeiten, spannende Architektur, unzählige Shopping-Möglichkeiten, tolle Restaurants und zahlreiche Bars.

Ein Highlight ist der San-Benedetto-Markt, wo du sardische Spezialitäten, frischen Fisch und Meeresfrüchte, Obst, Gemüse, Käse und vieles mehr kaufen kannst.

Die Inselhauptstadt Cagliari ist das Herz Sardiniens.

Über der Stadt thront die Bastione San Remy. Gehst du über die Freitreppe den Hügel hoch, wirst du mit einem tollen Ausblick über die Stadt belohnt. Von hier dauert es nur 15 Minuten in die Altstadt von Cagliari, auch „Castello“ genannt. Diese ist von einer Mauer umgeben.

Besonders beeindruckend sind die Türme der Stadtmauer, Torre dell’Elefante und Torre di San Pacrazio, die aus dem 14. Jahrhundert stammen. Zwischen engen und verwinkelten Gassen liegen Sehenswürdigkeiten wie die Basilica Nostra Signora di Bonaria, der Dom Santa Maria di Castello oder die Kirche Chiesa di Santa Restituta.

Oristano liegt zwischen einer Klippenküste und dem Hinterland.

Tipp: Nur neun Kilometer von Cagliari entfernt gilt der Spiaggia del Poetto als der Stadtstrand. Am Strand gibt es Sonnenliegen, Sonnenschirme, Bars und Restaurants.

Villasimius

Knapp eine Stunde von Cagliari entfernt liegt mit Villasimius einer der beliebtesten Badeorte auf Sardinien an der Costa Rei. Die Strände hier gehören zu den schönsten in ganz Europa. Besonders sehenswert sind Porto Sa Ruxi, Spiaggia del Riso, Simius und Punta Molentis.

Das einstige Fischerdorf Villasimius ist heute ein klassischer Badeort.

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Das einstige Fischerdorf Villasimius ist heute ein klassischer Badeort: In der Altstadt gibt es viele Hotels, Restaurants, Bars und Shops, am Strand eine Promenade zum Flanieren und im Hafen Ausflugsboote, die aufs Meer schippern. Im Juli und August gibt es außerdem ein ausschweifendes Nachtleben.

Pula

Auch in der Region Cagliari, allerdings weiter südlich, liegt ein anderer touristischer Hotspot der Insel: die Großgemeinde Pula. Ein typischer Badeort ist Pula aber nicht, dazu ist der Ort viel zu urig. In der Altstadt reihen sich verwinkelte Gassen, kleine Plätze und historische Gebäude aneinander.

In der Altstadt von Pula reihen sich verwinkelte Gassen, kleine Plätze und historische Gebäude aneinander.

Dazu kommt, dass der Weg von der Altstadt an die Küste nicht weit ist – und die Strände Südsardiniens bekannt für ihre Schönheit sind. Vor allem der goldene Strand von Santa Margherita di Pula, den Familien gerne ansteuern, da der Einstieg flach und daher ideal für kleinere Kinder ist. Weitere Strand-Highlights sind Chia, Spiaggia Tueredda und Capo Teulada.

Olbia

Das mediterrane Herz des Nordens ist Olbia mit seinen 60.000 Einwohnern, die pulsierende Ader ist die malerische Hauptstraße Corso Umberto, die vom Hafen ins Zentrum führt. Du schlenderst zwischen romantischen Häuserfassaden und unter mit Blumen geschmückten Balkonen und stößt auf viele kleine Läden, Cafés und Restaurants. Unbedingt Miesmuscheln essen: Die schmecken angeblich in Olbia am besten!

Die bekannteste Straße in Olbia ist die Corso Umberto.

Sehenswürdigkeiten streifst du unterwegs automatisch, so auch das gelb gestrichene Rathaus. Interessant sind insbesondere die romanische Basilika San Simplicio, die zwischen dem elften und zwölften Jahrhundert aus Granitstein erbaut wurde, und das Archäologische Museum von Olbia. 

In der Nähe von Olbia ist der Spiaggia di Porto Istana ein Paradies.

Tipp: In Olbia gibt es keine Strände, für den Sprung ins kühle Nass muss man an die Küste fahren. Nördlich beziehungsweise südlich von Olbia sind der Spiaggia di Porto Istana und der Spiaggia La Playa eine gute Wahl.

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San Teodoro

Im Süden von Olbia liegt San Teodoro. Das Fischerdorf von einst ist heute ein hipper Touristenort, der vor allem für seine vielen Wassersportmöglichkeiten, aber auch für das Nachtleben bekannt ist. Die Hauptstraße ist gepflastert mit Bars, Eisdielen und Shops, es gibt aber auch mehrere angesagte Clubs.

Das ehemalige Fischerdorf San Teodoro ist heute ein hipper Touristenort.

San Teodoro hat aber auch eine stille Seite. Im Hinterland erstreckt sich unberührte Natur. Hinter den Dünen liegt das Marschgebiet Stagno di San Teodoro, in dem viele Vogelarten ihr Zuhause haben. Die schönsten Strände in und um den Badeort sind der Spiaggia La Cinta, der Spiaggia Isuledda, Farfalle, Puntaldia, Baia Salinedda, Salina Bamba und Cala Ginepro.

Posada

Einer der schönsten Orte Sardiniens thront stolz auf einem Felsen und ist weithin sichtbar. Posada wurde auf einem steilen Felsbrockens errichtet, ursprünglich als Befestigungsanlage auf der Spitze des Berges. Die Anlage trägt den lustigen Namen Saubohnenburg, der auf eine Legende zurückgeht, die sich hier abgespielt hat.

Posada mit dem Kastell von Fava in Sardinien.

Als die Sarazenen um das Jahr 1300 die Festung über Wochen belagerten, reagierten die Sarden mit einer List: Sie fütterten mit ihren letzten Lebensmitteln eine Taube und ließen sie fliegen. Als die Belagerer die Taube sahen, vermuteten sie, dass die Sarden noch genug zu essen hätten, da sie Tiere füttern können – und gaben die Belagerung auf.

Porto Cervo

Der bekannteste Küstenabschnitt Sardiniens liegt im Nordosten an der Costa Smeralda, der Smaragdküste. Der Name ist hier Programm, denn das Wasser ist tatsächlich smaragdfarben. Der Urlaubsort schlechthin ist Porto Cervo. Jeden Sommer trifft sich hier die High Society. Das Flair ist mondän, daher kommt auch die internationale Prominenz.

Der mondäne Ferienort Porto Cervo liegt an der berühmten Costa Smeralda.

Der Hafen gehört zu den größten Häfen des Mittelmeeres. Im Sommer kann man prächtige Jachten beim Flanieren bestaunen. Hinter dem Hafen liegt das Zentrum. In den engen Gassen treffen Boutiquen auf Luxushotels, Restaurants und Bars. In unmittelbarer Nähe sind die Strände an der Costa Smeralda das Highlight. Besonders angesagt sind Grande Pevero, Piccolo Pevero, Romazzino, Cala di Volpe, Liscia Ruja und Cala Capriccioli, um nur einige zu nennen.

Alghero

An der raueren Westküste liegt im Norden auf einer kleinen Landzunge eine der schönsten Städte Siziliens. Alghero ist an drei Seiten von Wasser umgeben und bezaubert mit einer von Mauern umgebenen Altstadt voller Charme. So kannst du viele Palazzi, Plätze und Kirchen erkunden, in einem der vielen Läden shoppen und in den zahlreichen Bars und Restaurants chillen.

Auf einer kleinen Landzunge liegt eine der schönsten Städte Siziliens: Alghero.

In der Umgebung liegen zudem viele Strände mit paradiesischem Flair, die rasch erreicht sind. Die schönsten sind der Spiaggia Mugoni, der Spiaggia di Maria Pia, der Spiaggia delle Bombarde, Capo Caccia und die Grotta di Nattuno.

Sassari

Neben der Inselhauptstadt Cagliari ist auch Sassari einen Besuch wert. Die zweitgrößte Stadt der Insel liegt im Nordwesten und hat rund 130.000 Einwohner, wird aber leider oft stiefmütterlich behandelt. Dabei kann sich die Universitätsstadt durchaus sehen lassen. Das Zentrum ist ein spannender Mix aus Tradition und Moderne.

Das Zentrum der Studentenstadt Sassari.

Sassari wurde bereits 700 vor Christus gegründet, deshalb gibt es noch viele gut erhaltene historische Gebäude. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Stadt und viele moderne Bauten entstanden. Wer will, kann gut einkaufen und in den vielen Cafés, Bars und Restaurants abhängen. Sassari liegt zwar nicht direkt an der Küste, in näherer Umgebung gibt es aber Küstenorte, unter anderem Alghero, Stintino und Porto Torres.

Stintino

An der Nordwestspitze Sardiniens liegt mit der Halbinsel Stintino ein ganz besonderer Ort. Die Landzunge war unbewohnt, bis im Jahr 1885 rund 45 Familien von der nahe gelegenen Gefängnisinsel Asinara umgesiedelt wurden – und das Fischerdörfchen Stintino entstand.

Stintino ist bei Kitesurfern beliebt und für den Traumstrand La Pelosa bekannt.

Heute ist Stintino besonders bei Kitesurfern beliebt und für den Traumstrand La Pelosa bekannt. Für Familien eignen sich die Strände super, da viele flach ins Meer abfallen. Von La Pelosa führt eine kleine Wanderung zum Capo del Falcone, von wo man eine umwerfende Aussicht hat.

Castelsardo

Auf dem Weg nach Stintino sollte man unbedingt in Castelsardo haltmachen. Das mittelalterliche Städtchen am Golf von Asinara steht auf der Liste „I borghi più belli d’Italia“, der schönsten Orte Italiens.

Die malerische Kulisse des Dorfes Castelsardo.

Das liegt an der zauberhaften Altstadt: Es sind viele Bauelemente aus dem Mittelalter erhalten und der Spaziergang durch enge Gassen und über steile Treppen ist ein großes Abenteuer – inklusive einem Hammer-Blick auf das Meer und die Küste.

Oristano 

Wer einen ruhigeren Ort auf Sardinien sucht, sollte nach Oristano fahren. Die Region im Westen ist nicht typisch touristisch, dafür aber authentisch. Kommst du in den Ort, hast du das Beste aus beiden Welten: das Meer mit einer felsigen Klippenküste und das charmante Hinterland.

Oristano liegt zwischen einer Klippenküste und dem Hinterland.

Oristano hat 30.000 Einwohner und ist berühmt für den vernaccia: Dieser Wein wird aus einer lokalen Traubensorte gewonnen. In der Altstadt gibt es viele Palazzi und Kirchen zu erkunden. Die Cattedrale di Santa Maria Assunta aus dem Jahr 1130 gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Oristanos. An den Stränden findest du Ursprünglichkeit und Einsamkeit. Besonders schön sind San Giovanni di Sinis, S'Architt, Mari Ermì und Putzu Idu.

Bosa

Wer ein hübsches Fotomotiv sucht und ein Faible für bunte Häuser hat, sollte unbedingt nach Bosa in der Provinz Oristano fahren. Gelegen am Ufer des Flusses Temo, reihen sich hier farbenfrohen Hausfassaden charmant aneinander. Nicht mal 8000 Menschen leben hier, deshalb gibt’s auch jede Menge Kleinstadtcharme.

Die bunten Hausfassaden von Bosa sind ein beliebtes Fotomotiv.

In der Altstadt schlenderst du durch schmale Gassen und kannst in süßen kleinen Läden einkaufen oder in einem der Restaurants sardische Spezialitäten kosten. Rund um Bosa gibt es jede Menge Natur und du kannst wandern gehen oder mit dem Rad die Landschaft erkunden. Bis zum Meer sind es dann auch nur zwei Kilometer.

Cala Gonone

An der Ostküste ist Cala Gonone ein Allrounder: Du kannst am Strand liegen, schwimmen, tauchen, schnorcheln, wandern, klettern, Boot fahren – und jeden Tag über die gigantische Steilküste staunen: Die Kalksteinklippen hier sind bis zu 400 Meter hoch.

Die Kalksteinklippen an der Cala Gonone sind bis zu 400 Meter hoch.

Dazu kommt eine prima Infrastruktur und ein auf Tourismus eingestellter Ort: In Cala Gonone gibt es viele Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Bars und Geschäfte. Wer will, hat auch einen prima Ausgangspunkt für Trips ins Gennargentu-Gebirge oder in die Küstenorte San Teodoro, Orosei und Tortoli.

Tortoli

Der kleine Küstenort Tortolì wächst im Sommer über sich hinaus: Dann kommen Zehntausende Besucher hierher, um den Ort und die Gegend zu erkunden. Denn Tortolì ist zwar klein, aber vielseitig: Es gibt paradiesische Strände, duftende Wälder, sanfte Hügel und mit dem Rocce Rosse den schönsten Ort, um den Sonnenuntergang auf Sardinien zu sehen.

Der rote Porphyrfelsen von Arbatax, Tortoli in der Provinz Ogliastra.

Der rote Felsen von Arbatax ragt aus dem Meer und bietet eine unfassbar schöne Kulisse. Nicht weit entfernt breiten sich die Strände der Region in all ihrer Pracht aus: Lido di Orrì, Cala Ginepro und San Gemiliano.