Sicherlich kennst du das: Gerade noch hast du dich gefreut, dass du eine Zweierreihe für dich hast – schon kommt jemand und fragt: „Ist der Platz neben Ihnen noch frei?“ Doch besonders in Corona-Zeiten fühlt man sich schnell unwohl, wenn andere zu nahe kommen.

Am liebsten würdest du jetzt antworten: „Nein!“ Das aber geht nicht … Wäre es eine Lösung, das nächste Mal direkt zwei Plätze zu reservieren?

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Anspruch auf zweiten Sitzplatz verfällt

Die Antwort: Theoretisch kannst du machen, das bringt aber nicht viel. Denn den Beförderungsbedingungen der Bahn zufolge verfällt der Anspruch auf den reservierten Sitzplatz, „wenn er nicht durch den Reisenden 15 Minuten nach Abfahrt des Zuges von dem Bahnhof, ab dem die Reservierung erfolgt ist, eingenommen wurde“.

Da hilft es auch nicht, wenn du das Gepäck auf dem zweiten Sitz abstellst, denn weiter heißt es klipp und klar beim Punkt zu den Verhaltenspflichten der Reisenden: „Jeder Reisende darf nur einen Sitzplatz belegen.“ Daran hat sich auch in der Corona-Pandemie nichts geändert.

Fahrgäste dürfen nur einen Platz nutzen

Das heißt: Du kannst zwar zwei Sitzplätze kostenpflichtig reservieren – pro Strecke kostet das 4,50 Euro pro Sitz in der zweiten Klasse, macht zusammen also 9 Euro. Bleibt der Sitz allerdings 15 Minuten nach Abfahrt weiterhin frei, darf sich theoretisch jeder dort hinsetzen. Das Geld wäre also verschenkt.

Wer überfüllte Abteile vermeiden und so die Chance auf einen freien Sitzplatz neben sich erhöhen will, kann folgenden Tipp ausprobieren: Du kannst dich in der Auslastungsanzeige auf bahn.de oder in der App DB Navigator über die Auslastung jedes einzelnen Zuges informieren und dann vielleicht einen weniger besetzten Zug wählen.