Die Sächsische Schweiz hat einen Heimvorteil. Sie bietet dir alles, was du für einen perfekten Urlaub brauchst: Abenteuer, Aktion, Kultur und spektakuläre Natur. Aktivurlaubende können hier in den Felsen klettern, durch Wälder und auf Berge wandern, mit dem Kanu die Elbe befahren oder mit dem Rad am Fluss entlangstrampeln.

Familien finden viele Ausflugsziele, die sie gut mit einem Kinderwagen erreichen können: Höhlen, Erlebniswälder, Felsenlabyrinthe, Seen mit Ruderbooten. Erholungssuchende werden in den zahlreichen Kurorten in der Region das Passende finden. Und Kulturliebhaberinnen und Kulturliebhaber werden sich bei den vielen geschichtsträchtigen Orten einen straffen Zeitplan schmieden müssen.

Aber egal, was du als Urlauberin oder Urlauber in der Sächsischen Schweiz unternimmst: Die atemberaubende Natur wird dich stets begleiten. Also pack deine Koffer und schau dir unbedingt diese Orte an!

Amselsee mit Lokomotive

Wie ein Boomerang liegt der Amselsee mitten im Wald nördlich des Kurorts Rathen. Der kleine Stausee entstand 1934; er sollte den Tourismus in der Region steigern, dem Hochwasserschutz, als Feuerlöschteich und der Fischzucht dienen.

Entstanden ist ein knapp 540 Meter langes Gewässer, umgeben von einer Reihe Kletterfelsen. Der markanteste darunter ist die Lokomotive. Den Namen verdankt der Felsen seinem Aussehen. Am besten kannst du ihn von der kleinen, 35 Meter langen Staumauer sehen. Oder du fährst mit dem Ruderboot übers Wasser und genießt einfach den See und seine Umgebung.

Der schöne Amselsee in Rathen.


Nur knappe 20 Minuten Gehzeit entfernt, erreichst du den Amselfall. Das Wasser des Grünbachs fließt hier über eine Felsstufe und bildet einen Wasserfall, bevor es in den Amselsee übergeht.

Aktuelle Deals

Auf dem Weg zum Wasserfall passierst du die Schwedenlöcher, eine klammartige Felsformation, durch die ein schmaler Pfad und viele Stufen hinaufführen.

Obere Schleuse

Bleiben wir auf dem Wasser: Per Kahn kannst du auf der Kirnitzsch die Obere Schleuse bei Hinterhermsdorf erkunden. Wie bei einer Spreefahrt gleitest du auch hier fast lautlos durch die nahezu unberührte Natur der Kirnitzschklamm mit ihrer bizarren Felslandschaft und dem dunklen Fichtenwald.

Per Kahn kannst du auf der Kirnitzsch die Obere Schleuse bei Hinterhermsdorf erkunden.

Die Obere Schleuse ist ebenfalls ein künstlich angelegter Stausee. Auf 700 Metern wurde hier das Kirnitzschwasser angestaut und für die Flößerei genutzt. Die Flutwelle, die beim Öffnen der Staumauer entstand, trug die Baumstämme bis zur Elbe hinab. Kurfürst August von Sachsen ließ die erste Obere Schleuse bereits 1567 erbauen.

Mit der Bahn durchs Kirnitzschtal

Zwei Attraktionen bei einer Fahrt: Quietschend und zuckelnd fährt die historische Kirnitzschtalbahn durchs Kirnitzschtal, immer entlang des gleichnamigen Flüsschens, das sich durch die dichten Wälder des Elbsandsteingebirges schlängelt. Etwa acht Kilometer fährt die alte Bahn von Bad Schandau bis zum Örtchen Lichtenhain.

Seit ihrer Jungfernfahrt 1898 hat die gelbe Stadtbahn viel er- und vor allem überlebt: Kaiserreich, Weltkriege, Hochwasser, Felsstürze, Schlammlawinen, Filmproduktionen. Stets an Bord: Urlauberinnen und Urlauber, die den Anblick des pittoresken Tals bestaunen. Es ist ein gutes Wanderrevier. Von allen Bahnstationen führen Wanderwege zu tollen Aussichten wie dem Winterberg, den Schrammsteinen, den Affensteinen oder dem Kuhstall. Der Maler- und der Panoramaweg führen hier entlang.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Die Kirnitzschtalbahn ist eine Überlandstraßenbahn in der Sächsischen Schweiz in Sachsen.

Ziel für viele Gästinnen und Gäste von Bad Schandau aus ist jedoch der Lichtenhainer Wasserfall. Der Lichtenhainer Dorfbach stürzt kurz vor der Mündung in die Kirnitzsch über Sandsteinfelsen. Um mehr Touristinnen und Touristen anzulocken, wurde der Fall 1830 künstlich verstärkt. Leider wurde diese Anlage durch den Starkregen im Juli 2021 so stark beschädigt, dass der Wasserfall derzeit praktisch nicht mehr existent ist.

Waldhusche Hinterhermsdorf

Ganz nach dem Motto „schlau laufen“ lädt die Waldhusche bei Hinterhermsdorf Gästinnen und Gäste ein. Dabei handelt es sich um ein 66 Hektar großes Freigelände, das die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz angelegt hat. „Husche“ bedeutet unter Forstleuten Rutsche. Darauf sausten in früheren Zeiten frisch geschlagene Bäume von den Berghängen ins Tal.

Heute erfährst du an mehr als 40 Stationen allerhand über den Wald und die Waldwirtschaft – vor allem auf spielerische Weise, was die Waldhusche besonders für Familien interessant macht. Zu den Highlights gehören unter anderem: ein Labyrinth, ein unterirdischer Wurzelweg, ein Waldspielplatz, ein Borkenkäfergang, ein kletterbares Spinnennetz und eine Fuchsbaurutsche. Geführte Wanderungen können vereinbart werden.

Wagners Welt: Graupa und der Liebethaler Grund

Die dramatische Landschaft des Elbsandsteingebirges mit seinen dunklen Schluchten, bizarren Felsen, den dichten Wälder und den Sonnenaufgängen mit Morgennebel zog viele Künstler in ihren Bann: Maler Caspar David Friedrich widmete der Landschaft sein berühmtes Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“, Komponist Carl Maria von Weber entwickelte hier die Wolfsschluchtszene für seinen „Freischütz“. Und auch Richard Wagner verehrte die Sächsische Schweiz sehr.

Der Liebethaler Grund ist ein enges, tief eingeschnittenes Tal der Wesenitz in der Nähe von Liebethal bei Pirna.


Sein Erholungsort 1846 für drei Monate: ein Gehöft in Graupa, heute ist der Ort ein Stadtteil von Pirna. Hier nahm er sich eine Auszeit von seiner Arbeit als Kapellmeister an der Dresdner Hofoper und erkundete auf Wanderungen die Umgebung. Stets an seiner Seite: Zwergspaniel Peps. Borsberg, Bastei, Liebethaler Grund waren unter anderem ihre Ziele.

Im Liebethaler Grund, kurz vor der Lochmühle, wird Richard Wagner mit einem Denkmal geehrt. 1933 errichtet, stellt es ihn als eine Art Gralsritter dar. Fünf Figuren sitzen ihm zu Füßen. Sie sollen die fünf Elemente der wagnerischen Musik symbolisieren: das Sphärische, das Lyrische, das Dramatische, das Dionysische und das Dämonische. Die einstige Ferienwohnung Wagners in Graupa ist heute übrigens das älteste Wagnermuseum der Welt.

Dampfschifffahrt auf der Elbe

Sie heißen „Pirna“, „Diesbar“ oder „Krippen“. In ihren Bäuchen dampft und knallt es – und das treibt sie an. Gemeint sind die historischen Dampfschiffe, die in der Sächsischen Schweiz auf der Elbe tuckern. Zur Sächsischen Dampfschifffahrt gehören ganze neun Dampfschiffe, sie zählen zur ältesten und größten Raddampferflotte der Welt.

Die „Diesbar“ hält noch einen weiteren Rekord: Der Dampfer besitzt die dienstälteste Dampfmaschine eines Flussdampfers weltweit. Sie arbeitet seit 1841. Die „Sachsenwald“ der Personenschiffahrt Oberelbe ist ebenfalls ein Dampfschiffrekordler: 1914 erbaut, ist sie einer der letzten kohlebefeuerten Schraubenschleppdampfer.

In ihren Bäuchen dampft und knallt es – und das treibt sie an. Gemeint sind die historischen Dampfschiffe, die in der Sächsischen Schweiz auf der Elbe tuckern.


Egal, mit welchen Schiff du fährst, fest steht: Eine Dampfschifffahrt ist eine tolle und vor allem abwechslungsreiche Sache. Nirgends kannst du so entspannt die vorbeiziehende Landschaft des Elbsandsteingebirges genießen – das tun Urlauberinnen und Urlauber übrigens seit 1837 auf den Elbdampfschiffen.

Besucherbergwerk Marie Louise Stolln

Schönes Wetter ist im Berg, sagt der Bergmann. Gemeint sind die Luftbewegungen in den Bergstollen, und die sind wichtig für die Arbeiter. Schlechtes Wetter bedeutet Gefahr. Im Marie Louise Stolln in Berggießhübel, einstiges Eisenerzbergwerk, ist aber stets gutes Wetter. Hier herrschen gleichbleibende klimatische Bedingungen zwischen acht und zehn Grad.

Das Bergwerk kannst du ganzjährig besuchen (mittwochs bis sonntags im Winterhalbjahr ab 10 Uhr). Mit erfahrenen Bergwerksführern und mit Schutzhelm bekleidet, fährst du dann in den Berg ein und lernst vieles über den Bergbau.

Unter den Wiesen und Bergen um Berggießhübel liegt eine reiche montanhistorischen Vergangenheit. Das Gebiet zwischen Sächsischer Schweiz und Osterzgebirge war jahrhundertelang eine bedeutende Bergbauregion.


Nach etwa 400 Metern kommst du in das ehemalige Erzlager, den großen Hohlraum des „Mutter-Gottes-Lagers“ mit einem unterirdischen See. Die Wege im Stollen sind meist gut befestigt und ausgeleuchtet. Dennoch ist es für manche eine einengende Erfahrung, im Berg zu sein – für die meisten Besucherinnen und Besucher jedoch ein großer Abenteuerausflug.

Schloss Weesenstein

Burg oder Schloss? Gotisch oder klassizistisch erbaut? Schloss Weesenstein ist alles. Der Gebäudekomplex thront auf einem mächtigen Felsen über dem Müglitztal. In seiner 800-jährigen Geschichte wuchs das Schloss Stück für Stück. Es wurde gebaut, abgerissen, neu gebaut und ergänzt.

So versammeln sich hier unterschiedliche Bau- und Stilelemente. Obendrein ist es ein architektonisches Kuriosum: Denn gebaut wurde meist von oben nach unten, stets um den Felsen herum. So ist der Turm deutlich älter als der darunterliegende Wintergarten. Die Pferdeställe befinden sich in der fünften Etage und der Festsaal unter dem Dachboden.

Luftbild von Schloss und Park Weesenstein.


Doch nicht nur das und seine besondere Lage sind beeindruckend an Schloss Weesenstein. Ein Rundgang durch den Schlosspark ist ein Muss, ebenso die Ausstellung, die einen lebendigen Einblick in die Lebenswelt der Adligen bietet. Zu sehen sind original eingerichtete Räume, eine 300 Jahre alte Goldledertapete oder die barocke Schlosskirche.

Barockgarten Großsedlitz

Wer Pflanzen mag, wird den Barockgarten Großsedlitz bei Pirna lieben. Hier gedeihen, dekorativ angeordnet, über 400 Kübelpflanzen. Es gibt breite Treppenanlagen, weite Sichtachsen, Wasserspiele, mehr als 60 Sandsteinskulpturen und Schmuckvasen – alles zusammen ein eindrucksvolles Gesamtkunstwerk des Spätbarocks.

Der Barockgarten Großsedlitz mit dem Friedrichschlösschen liegt auf einer Anhöhe des linken Elbufers südöstlich von Dresden in Großsedlitz, das zur Stadt Heidenau im Freistaat Sachsen gehört.


Von 1719 bis 1732 ist die Form des Parks entstanden, die bis heute fast vollständig erhalten geblieben ist. So schön wie Versailles sollte es werden, hat sich der Bauherr August der Starke vorgenommen. Ob er das geschafft hat, kannst du nur selbst entscheiden, wenn du durch die Anlage flanierst. Im Barockgarten finden oft unterschiedliche Veranstaltungen und Ausstellungen statt.