Wer einen Wintersporturlaub in der Schweiz plant, findet in etlichen Kantonen auch tolle Langlaufmöglichkeiten. Mehr als 5000 Loipenkilometer bieten sowohl Anfängerinnen und Anfängern als auch Trainierten sehr gute Bedingungen für den Ausdauersport. Das sind die schönsten Destinationen:

Goms/Wallis: Loipen mit Bahnanschluss

Im Osten des Kantons Wallis befindet sich der Bezirk Goms mit der gleichnamigen Gemeinde. Das Goms-Hochtal gilt als schneesicher und bietet für Skilangläuferinnen und Skilangläufer tolle Möglichkeiten. Das Loipennetz ist 103 Kilometer lang. Die Loipen verbinden zwischen Oberwald und Niederwald zwölf Dörfer, die fast alle von der Matterhorn-Gotthard-Bahn angesteuert werden. Wintersportlerinnen und Wintersportler nutzen diese Anbindung gern, um verschiedene Strecken zu erreichen. Denn die Zugfahrt ist im Loipenpasspreis enthalten.

Die Langlaufstrecken bei Goms im Wallis gelten als schneesicher.

Wer das Langlaufen erlernen will, findet in mehreren Dörfern Langlaufschulen und Verleiher für die Ausrüstung. Ende Februar ist Goms zudem Austragungsort des Internationalen Gommerlaufs. Bei dem Volkslauf absolvieren Langlaufbegeisterte zwei 21 Kilometer lange Halbmarathondistanzen sowie eine 42-Kilometer-Marathondistanz.

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Oberengadin/Graubünden: Eldorado für Skater und Läufer

Das Engadin im Kanton Graubünden gilt als das Langlaufmekka der Schweiz – denn die Gegend rund um Orte wie Sankt Moritz, Silvaplana, Sils oder Pontresina bietet mit 240 Streckenkilometern tatsächlich das größte Loipennetz des Landes. Zudem bietet das als schneesicher eingestufte Oberengadiner Hochtal tolle landschaftliche Panoramen: Die Touren führen die Wintersportlerinnen und ‑sportler über gefrorene Seen, durch Wälder und schöne Seitentäler. Besonders Letztere eignen sich für alle, die beim Langlaufen Ruhe suchen.

Die Seenlandschaft – wie hier der Silvaplana See – macht das Langlaufen für alle, die im Engadin unterwegs sind, zu einem besonderen Erlebnis.

Die Region bietet Reisenden nicht nur klassische und Skating-Langlaufstrecken. Hundebesitzerinnen und ‑besitzer können auch ihren Vierbeiner auf vier Loipen unangeleint mit auf Tour nehmen. Wer gern einmal abends durch die verschneite Landschaft laufen will, findet in Sankt Moritz, Pontresina und Zernez insgesamt acht Kilometer beleuchtete Nachtloipen.

Davos/Graubünden: Auf den Spuren der Weltcupstars

76 Kilometer klassische Langlaufloipen, 66 Kilometer für Skaterinnen und Skater, eine Nachtloipe und 18,5 Kilometer Strecke für Langläuferinnen und ‑läufer mit Hund: Reisende, die den Wintersportort Davos besuchen, bekommen in der höchstgelegenen Stadt der Alpen eine Menge geboten. Aufgrund der Höhenlage der Loipen – diese werden zwischen 1480 und 1860 Metern Höhe gespurt – können Touristinnen und Touristen auf einen frühen Saisonstart hoffen.

Auf den Loipen im Skigebiet von Davos, wie dieser im Sertigtal, ist das Langlaufen kostenlos.

Das Skigebiet, das Davos zusammen mit Klosters bildet, bietet insgesamt sogar mehr als 100 klassische Langlauf- und mehr als 80 Skatingkilometer. Interessierte dürfen im Flüelatal sogar offizielle FIS-Weltcup-Rennloipen ausprobieren. Die Besonderheit in Davos Klosters ist der Nulltarif: Es gibt keine Loipenpasspflicht, das Langlaufen ist kostenlos.

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Campra/Tessin: Klein, aber fein

Reisende, die im südlich gelegenen Kanton Tessin nach Langlaufvergnügen suchen, finden im Centro Sci Nordico in Campra gute Bedingungen. Das Gebiet liegt im Bleniotal in 1500 Metern Höhe an den Südhängen des Lucomagnopasses und gilt als sehr schneesicher. Im Vergleich zu anderen Gebieten ist das Loipennetz mit 30 Kilometern um einiges kleiner – außer dem klassischen Langlauf ist aber auch Skating möglich. Auch Campra verfügt über eine Nachtloipe, sie ist zwei Kilometer lang.

Die Loipen des kleinen Skigebiets Centro Sci Nordico im Bleniotal im Tessin werden im Sommer als Wanderwege genutzt.

Die Tagesloipen, im Sommer als Wanderwege genutzt, führen unter anderem durch Nadel- und Erlenwälder, über Lichtungen und entlang des mäandernden Flusses Brenno. Im örtlichen Nordic Center finden Wintersportlerinnen und ‑sportler nicht nur einen Skiverleih, sondern auch Umkleidekabinen, ein Restaurant und eine Eisbahn.

Sainte-Croix Les Rasses/Waadt: Nahe der Grenze

Die 4930-Einwohner-Gemeinde Sainte-Croix liegt im Kanton Waadt nördlich von Lausanne in der Nähe der Grenze zu Frankreich. Der Ort erstreckt sich in einer Höhe von 1100 Metern auf einer sonnigen Bergterrasse. Sainte-Croix ist gemeinsam mit dem Nachbarort Les Rasses Namensgeber für das kleine Wintersportgebiet. Im Langlaufzentrum von Les Rasses können Langlauffans 65 Loipenkilometer im klassischen oder im Skatingstil erproben.

Im Skigebiet Sainte-Croix Les Rasses gibt 65 Kilometer Loipen für Langlauffans.

Das Loipennetz rund um Sainte-Croix ist mit dem französischen Skigebiet Les Fourgs und dem schweizerischen Nachbargebiet Côte-aux-Fées im Kanton Neuenburg verbunden. Insgesamt bietet die Gegend somit mehr als 100 Kilometer Langlaufspuren. Am ersten Märzwochenende ist Sainte-Croix Les Rasses normalerweise Schauplatz des Langlaufrennens Marathon des Rasses (MARA). Hunderte Läuferinnen und Läufern treten in etlichen Kategorien gegeneinander an.

Naturpark Gantrisch/Bern: Mit Panoramagarantie

Langläuferinnen und ‑läufer, die ruhige Weite und lange Strecken bevorzugen, kommen südlich von Bern auf ihre Kosten. Hier steht im Naturpark Gantrisch das Langlaufzentrum Gantrisch (LZG). Nicht nur Touristinnen und Touristen schätzen das 45 Kilometer lange Loipennetz, auch Leistungssporttreibende kommen gern hierher, da einige Nebenstrecken als anspruchsvoll gelten. Die gespurten Pisten befinden sich in einer Höhenlage zwischen 1500 und 1600 Metern, sodass das Gebiet als sehr schneesicher gilt.

Im Naturpark Gantrisch bieten sich immer wieder sehenswerte Panoramen.

Die Haupteinstiegspunkte sind Schwarzenbühl/Selital, Ottenleuebad und Gurnigel Wasserscheide. Ein Pluspunkt des Gebiets ist seine Panoramalage: Ausblicke auf Eiger, Mönch, Jungfrau und den Thuner See sind möglich. Wer noch keine Langlauferfahrung hat, kann im LZG Schnupperwochenenden buchen.

Saint-Cergue/Waadt: Zwischen See und Bergmassiv

In unmittelbarer Nähe zum nordwestlichen Ufer des Genfer Sees bietet sich im Gebiet Saint-Cergue – La Givrine – La Cure eine weitere Möglichkeit für einen ausgedehnten Langlaufurlaub. Rund um das auf 1041 Metern Höhe gelegene Dorf Saint-Cergue erstreckt sich in einem Hochtal am Col de la Givrine im Naturpark Jura Vaudois ein Loipennetz mit einer Länge von 80 Kilometern. Zudem gibt es eine Verbindung ins französische Nachbargebiet Saint-George, wo weitere 40 Kilometer gespurt werden.

Das Skigebiet Saint-Cergue liegt nahe des nordwestlichen Ufers des Genfer Sees.

Die Schwierigkeitsgrade der Loipen rangieren von der leichten 600-Meter-Schleife bis zur schweren 5,5-Kilometer-Tour, bei der 355 Höhenmeter überwunden werden müssen. Alpine Skifahrerinnen und Skifahrer nutzen das 20 Pistenkilometer kleine leichte Abfahrtsskigebiet, das sich vor allem am Nordwesthang des Saint-Cergue überragenden Berges La Dôle befindet.

Lenk/Bern: Für Genießer und Familien

60 Kilometer klassische und Skatingloipen, dazu eine drei Kilometer lange beleuchtete Nachtloipe – das finden Reisende im Simmental zwischen Genfer See und Thuner See im Kanton Bern. Die Strecken verteilen sich auf fünf unterschiedliche Gebiete und könnten kaum unterschiedlicher sein. Flache Talloipen wie eine zehn Kilometer lange Rundloipe von der Lenk zu den Simmenfällen und zurück und eine 13 Kilometer umfassende Genussroute zwischen Lenk und Zweisimmen gehören ebenso zum Spektrum wie eine Panoramaloipe in 1800 Metern Höhe auf dem Haslerberg.

Flache Talloipen gehören im Simmental genauso zur Auswahl für Langläuferinnen und Langläufer wie eine Panoramaloipe auf dem Haslerberg.

Ein Familienskigebiet, das nicht nur Langlauf, sondern auch Schneeschuhwandern, Ski- und Snowboardmöglichkeiten bietet, befindet sich am 1509 Meter hohen Jaunpass oberhalb von Boltigen. Von hier sind auch tolle Ausblicke auf die Landschaft drum herum möglich.

Kandersteg/Bern: Mit Seilbahn zur Höhenloipe

1230 Menschen wohnen in dem Ort Kandersteg im Kandertal in einer Höhe von 1174 Metern im Berner Oberland. Zwischen dem Talboden und der Hochebene stehen in schneereichen Wintern sechs Loipen mit insgesamt mehr als 50 Kilometern Länge zur Verfügung. Das Gebiet eignet sich für Langlaufanfängerinnen und ‑anfänger genauso wie für erfahrene Sportlerinnen und Sportler. Es gibt je zwei leichte, zwei mittlere und zwei schwere Loipen, die Distanzen reichen von 3,4 bis 13,6 Kilometer.

Rund um Kandersteg im Kanton Bern führen bis zu sechs Langlaufloipen durch die Winterlandschaft.

Schöne Panoramen bietet unter anderen die mittelschwere Höhenloipe Sunnbüel; nach kurzer Seilbahnfahrt führt der acht Kilometer lange Rundkurs auf 1800 Metern Höhe am Fuße des 3630 Meter hohen Altels über die flache Spittelmatte. Für die ganze Familie geeignet ist die leichte, 5,6 Kilometer lange Nachtloipe.