Sizilien besteht längst nicht nur aus paradiesischen Stränden, touristischen Badeorten, charmanten Dörfern und geschichtsträchtigen Städten. Die Insel hat viele Besonderheiten – und die ein oder andere Eigenheit zu bieten. Wir zeigen dir die besten Geheimtipps für Sizilien, die (noch) nicht jeder kennt.

Die Schlammvulkane Vulcanelli

Keine Frage: Der Ätna ist die Touristensensation auf Sizilien. In Sachen Vulkane hat die Insel aber noch mehr zu bieten. Knapp 15 Kilometer entfernt von Agrigent gibt es ein anderes Naturphänomen, das weniger bekannt ist: die blubbernden Schlammvulkane Vulcanelli.

Geheimtipp 1: die Schlammvulkane Vulcanelli.

Auf einem Hügel verteilen sich mehrere Schlote, die rund einen Meter hoch sind und besonders nach Regenfällen aktiv sind. Dann dringt ein tonreiches Schlamm-Wasser-Gemisch an die Oberfläche und die Vulcanelli glucksen und blubbern. Der Weg auf den Hügel führt über einen kurzen Fußmarsch durch schlammiges Gelände.

Das Anti-Mafia-Museum in Corleone

Zwar ist es im Urlaub auf Sizilien ein No-Go, über die Mafia zu reden, es gibt aber dennoch einen Ort, wo das Thema aufpoppt: in Corleone. Denn im Mafia-Epos „Der Pate“ von Francis Ford Coppola stammt der Ober-Mafiosi Don Vito Corleone aus besagtem Dorf. Corleone galt nach dem Zweiten Weltkrieg als Hochburg der sizilianischen Mafia.

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Geheimtipp 2: das Antimafia-Museum in Corleone.

Heute will man in Corleone die düstere Vergangenheit abstreifen und der Mafia den Kampf ansagen. Ein Highlight hier ist das Anti-Mafia-Museum, in dem auf den Unterschied zwischen Fiktion und der realen Gesichte der sizilianischen Mafia aufmerksam gemacht wird.

Die Penis-Bar in Castelmola

Die wohl schrägste Bar Siziliens befindet sich in dem mittelalterlichen Bergdorf Castelmola auf einem Hügel oberhalb von Taormina. Die Bar Turrisi wird auch Penis-Bar genannt, weil hier alles im Zeichen des männlichen Geschlechtsorgans steht. Von der Karte bis hin zur Einrichtung – der Phallus steht hier im Mittelpunkt.

Geheimtipp 3: die Penis-Bar in Castelmola.

Doch nicht nur wegen der ausgefallenen Bar lohnt sich ein Ausflug nach Castelmola. Das Dorf ist auch bekannt für seine großartige Aussicht auf die umliegende Landschaft und für seinen Mandelwein Viano alla Mandorla.

Pistazienspezialitäten aus Bronte

In Sachen Kulinarik spielt auch das kleine Städtchen Bronte im Landesinneren mit. Hier entsteht eine süße Spezialität, die weit über Italien hinaus bekannt ist: canolli con pitacie. Dabei handelt es sich um mit Pistaziencreme gefüllte Mandelröllchen, die in der Dolcetteria Luca hergestellt werden.

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Geheimtipp 4: die Pistazienspezialitäten aus Bronte.

Bronte liegt in einer felsigen und hügeligen Umgebung am nordwestlichen Hang des Ätna und hat knapp 2000 Einwohner. Dass sich hier viel um Pistazien dreht, hat seinen Grund. Nirgendwo auf Sizilien gibt es eine größere Anbaufläche für Pistazien als hier!

Die Ägadischen Inseln

Wer im Urlaub auf Sizilien die kleinen Inseln vor der Küste sehen will, steuert meist die Liparischen oder die Äolischen Inseln vor der Nordküste im Tyrrhenischen Meer an. Als Geheimtipp gelten allerdings die Ägadischen Inseln vor der Westspitze Siziliens.

Geheimtipp 5: die Ägadischen Inseln.

Die Mini-Inselgruppe besteht aus den drei kleinen Inseln Favignana, Levanzo und Marettimo, die allesamt ruhig und naturbelassen sind. Vor Ort gibt es kleine Fischerdörfer, Traumstrände, fast keine Autos und vor allem wenig Touristen. Die Überfahrt startet in Trapani und dauert je nach Insel zwischen 20 und 75 Minuten.

Der Nabel Siziliens in Enna

Urlauber erkunden auf Sizilien am liebsten die Küstenregion, dabei hat auch das Landesinnere viel zu bieten. Im Herzen der Insel ist die Region Enna, die gerne als „der Nabel Siziliens“ bezeichnet wird, ein Geheimtipp.

Geheimtipp 6: der Nabel Siziliens in Enna.

Enna liegt auf einem Vorgebirge auf etwa 900 Meter über dem Meeresspiegel und hat keinen Zugang zum Meer, dafür aber Seen. Ein Highlight ist der Pergusa-See, der der einzige natürliche See der Insel ist. Im Ortskern lohnt sich die Besichtigung des Doms, des historischen Zentrums der Stadt und der Burg Lombardia, von der man einen super Blick auf den Ätna hat.

Das einsame Madonie-Gebirge

Im Landesinneren von Sizilien ist es immer ruhiger als in den Küstenregionen. Wer eine Auszeit in der Natur sucht, sollte die Madonien im Norden Siziliens besuchen. Hier befindet sich das zweitgrößte Naturschutzgebiet der Insel. Auf bis zu 1979 Metern Höhe wachsen rund 3000 verschiedene Pflanzenarten.

Geheimtipp 7: das Madonie-Gebirge.

Die Gegend ist perfekt für Wanderungen, das Wegenetz ist gut ausgebaut. Unterwegs stößt man immer wieder auf kleine, urige Orte, in denen man das authentische Leben auf Sizilien kennenlernen kann. Gangi beispielsweise wurde 2014 zum schönsten Dorf Italiens gewählt.

Das Castell von Castelbuono

Eines der schönsten Dörfer im Hinterland des Madonien-Gebirges ist Castelbuono, das besonders bekannt ist für sein Castello, das sich über dem kleinen Bergdörfchen erhebt. Es diente einst als Kulisse für Giuseppe Tornatores Film „Cinema Paradiso“.

Geheimtipp 8: das Castell von Castelbuono.

In der malerischen Altstadt kann man prima flanieren und in das urige Ambiente eintauchen. Berühmt ist Castelbuono auch für die Konditorei Fiasconaro, einen der bekanntesten Eishersteller Italiens. Besonders das Manna- und das Pistazien-Eis gelten als legendär!

Lavagestein im Flusspark Alcantara

Wanderungen in einem völlig anderen Ambiente erlebst du im Flusspark Alcantara, der nördlich des Ätna liegt. Das Besondere hier ist die Landschaft: Der Fluss Alcantara ist bekannt für seine Flussläufe aus erhärtetem Lavagestein.

Geheimtipp 9: das Lavagestein im Flusspark Alcantara.

Bist du auf den Wanderwegen unterwegs, gehst du entlang erkalteter Lava und kommst vorbei an kleinen Seen und engen Schluchten. Der beste Startpunkt für den Flusspark Alcantara ist die Stadt Castiglione di Sicilia.

Die Uzzo-Grotte im Naturpark Lo Zingaro

Das erste Naturschutzgebiet, das auf Sizilien entstand, liegt im Nordwesten der Insel. Als hier der Küstenabschnitt verbaut werden sollte, wehrte sich eine Bürgerinitiative erfolgreich dagegen – und der Naturpark Lo Zingaro entstand.

Geheimtipp 10: die Uzzo-Grotte im Naturpark Lo Zingaro.

Heute ist Lo Zingaro ein Paradies für Wanderer, mit schmalen Wegen, die über der karibisch anmutenden Küste entlangführen. Ein Highlight ist die Uzzo-Grotte, eine vertikal geöffnete Magma-Blase von circa 20 Metern Höhe, die seit jeher als Unterschlupf der Ziegenhirten genutzt wird.