Die gute Nachricht: Sizilien ist mit 25.700 Quadratkilometern Fläche im wahrsten Sinne des Wortes eine feste Größe im Süden Italiens. Die schlechte Nachricht: Ein Urlaub reicht nicht aus, um die Schönheit der Insel kennenzulernen.

Das macht aber nichts: Im Zweifel kommst du immer wieder – und nimmst dir jedes Mal eine andere Region vor. Vom trubeligen Palermo über die antike Stadt Syrakus bis hin zu den sizilianischen Traumstränden und dem mächtigen Ätna: Hier kommt der kompakte Überblick über die schönsten Urlaubsorte auf Sizilien.

Palermo

Ein Urlaubsort im klassischen Sinn ist Palermo nicht. Wer aber im Nordwesten von Sizilien unterwegs ist, sollte die bevölkerungsstärkste Stadt der Insel keinesfalls auslassen. Gelegen am Tyrrhenischen Meer, leben dort etwa 656.000 Einwohnerinnen und Einwohner, auch viele Urlauberinnen und Urlauber kommen in der Stadt an, ehe sie die Küstenorte der Insel ansteuern.

In Palermo leben etwa 656.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Palermo ist ganz klar ein Ganzjahresziel, aber wegen der Lage an einer Bucht vor allem in den wärmeren Monaten beliebt. Denn um die Stadt gibt es viele Badeplätze, die schnell erreichbar sind. Besonders beliebt bei Palermo-Urlaubenden sind die Strände in den Vororten Mondello und Cefalù.

Mondello

Nur 20 Minuten entfernt von Palermo befindet sich der kleine Vorort Mondello, wo es mehrere wunderschöne Strände und Buchten gibt. Wer dort Urlaub macht, erlebt das Beste aus beiden Welten: einen idealen Urlaubsort mit Beachfeeling, aber auch die direkte Nähe zur trubeligen Hauptstadt.

Früher galt Mondello als Treffpunkt der Reichen und Schönen, heute kommen Einheimische und Urlaubende.

Der beliebteste Strand ist der Mondello Beach. Früher galt der eineinhalb Kilometer lange Strand als Treffpunkt der Reichen und Schönen, heute kommen Einheimische und Reisende dorthin und genießen das Panorama, denn der Strand liegt exponiert zwischen den Bergen Monte Pellegrino und Monte Gallo. Der Mondello Beach ist außerdem ein Hotspot für die Surferszene, aber auch für das Nachtleben: Es gibt viele Restaurants, Bars und Beachclubs.

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Cefalù

Wer mehr Idyll sucht, ist in Cefalù gut aufgehoben. Das kleine Fischerstädtchen liegt auch in der Provinz Palermo, verströmt aber ein ganz anderes Flair. Denn Cefalù ist bekannt als das Tor zum Naturschutzgebiet der Madonien, dem zweitgrößten Naturschutzgebiet Siziliens.

Der Strand in Cefalù gehört zu den schönsten Sandstränden in Nord-Sizilien.

Im Urlaub gibt’s deshalb nicht nur eine fette Dosis Beachlife, sondern auch hohe Berge, urige Dörfer und viel Natur. Wenn du am Strand liegst, der übrigens zu den schönsten Sandstränden in Nord-Sizilien zählt, erspähst du in der Ferne Weinberge, Zitronenbäume und Olivenhaine. Wer gern wandert oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet dort zudem ein spannendes Wegenetz.

Messina

Sizilien liegt im Süden Italiens, direkt an der Stiefelspitze. Eine Meerenge – die drei bis acht Kilometer breite Stretto di Messina – verbindet die Insel mit dem Festland. Die gleichnamige Stadt ist die drittgrößte Siziliens. Sie ist für ihre Geschichte, unzählige Sehenswürdigkeiten, aber auch für den Naturhafen bekannt. Das natürliche Hafenbecken ist von der Landzunge Ranieri umgeben und zählt zu den schönsten Häfen des Mittelmeeres. 

Messina ist die drittgrößte Stadt Siziliens.

Die Region Messina bezaubert aber nicht nur durch ihre historische Vergangenheit, sondern auch mit ihren vielseitigen Urlaubsorten. Im Süden befindet sich der beliebte Ferienort Taormina, im Norden Capo d’Orlando, Castel di Tusa und Tindari und vor der Küste die sieben Äolischen Inseln, von denen Vulcano, Lipari und Stromboli am bekanntesten sind.

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Catania

Fährt man weiter an der Nordküste in Richtung Osten, stößt man auf Catania, nach Palermo die zweitgrößte Stadt der Insel. Auch dort spielt die Lage die Hauptrolle, denn Catania liegt zwischen zwei spannenden Extremen: auf der einen Seite der Vulkan Ätna, auf der anderen das Naturreservat Oasi del Simeto.

Catania ist nach Palermo die zweitgrößte Stadt der Insel.

Ein Urlaub in Catania ist vielseitig. Zum einen lockt die Stadt mit ihrem Centro Storico, zum anderen locken die Kulisse im Naturreservat und natürlich die Strände. Der 30 Kilometer lange Strandabschnitt Playa di Cantania zieht sich hinunter bis nach Syrakus und ist vollends auf Gästinnen und Gäste eingestellt. Die Region und der Strandabschnitt sind bei Urlauberinnen und Urlaubern bekannt, denn dort befinden sich viele Hotels und Ferienhäuser. Auch die meisten Pauschalangebote, die es für Sizilien gibt, führen an die weitläufige Playa de Catania.

Taormina 

Einer der beliebtesten Touristenorte auf Sizilien liegt nordöstlich des Ätna: Taormina ist bekannt für schöne Badestrände, tolle Hotels und die exponierte Lage. Denn der 11.000-Einwohner-Ort liegt zwischen Catania und Messina auf einem Felsen etwa 200 Meter über dem Meeresspiegel.

Taormina ist bekannt für schöne Badestrände und tolle Hotels.

Ein Highlight in Taormina ist die kleine vorgelagerte Insel Isola Bella und der Strand Mazzarò, der lediglich durch eine Sandbank von der Isola Bella getrennt ist. Das Wasser hier ist glasklar und ideal, um zu schnorcheln. Zur Insel kommt man über eine schmale Sandbank. Selbst bei Flut kann man zur Isola Bella schwimmen.

Giardini-Naxos

Südlich von Taormina liegt der Fischer- und Badeort Giardini-Naxos, wo Urlaubende auf eine Mischung aus Traditionen und Trends stoßen. Der Ort liegt auf historischem Boden, denn hier gründeten die Griechen 735 vor Christus ihre erste Siedlung auf Sizilien. Im Urlaub chillst du deshalb nicht nur am Strand, sondern kannst auch die antike Stadt entdecken, die in unmittelbarer Nähe zum Strand liegt.

Giardini Naxos ist ein klassischer Badeort und besonders bei jungen Urlauberinnen und Urlaubern beliebt.

Der ist in der Hauptsaison sehr bevölkert, denn Giardini-Naxos ist heute ein klassischer Badeort. Vor allem jüngere Urlauberinnen und Urlauber kommen gern hierher, um zu feiern. Der Strand wechselt zwischen Sand- und Kieselabschnitten und hat alles, was man braucht: eine Strandpromenade mit Bars, Cafés, Restaurants, Shops, Clubs und Lounge-Bars. Das Nightlife ist hier inkludiert.

Letojanni

Nicht weit entfernt liegt das kleine Fischerdorf Letojanni, das mit zweierlei Highlights punktet: Zum einen liegt hier einer der schönsten Strände der sizilianischen Ostküste, zum anderen hat sich das Fischerdorf in den letzten Jahrzehnten in einen beliebten Urlaubsort verwandelt.

Das Fischerdorf Letojanni hat sich in den letzten Jahrzehnten in einen beliebten Urlaubsort verwandelt.

Nach Letojanni kommen viele Urlauberinnen und Urlauber, denen es in Taormina zu voll ist. Entlang des Strandes reihen sich Hotelanlagen und Ferienhäuser aneinander, die auch bei Italienerinnen und Italienern sehr beliebt sind. Der Strand besteht zum größten Teil aus feinem Sand, nur an manchen Abschnitten gibt es Kieselsteine.

Syrakus

An der südöstlichen Küste Siziliens führt im Urlaub kein Weg an der antiken Stadt Syrakus vorbei. Hier gibt’s Kultur pur, gepaart mit einem Strandurlaub, denn Syrakus ist ein prima Startpunkt, um die südlichen Urlaubsorte Siziliens zu erkunden. 

In der antiken Stadt Syrakus gibt’s Kultur pur, gepaart mit einem Strandurlaub.

Einst war Syrakus eine der wichtigsten Metropole der alten Welt, heute zählt das historische Zentrum der viertgrößten Stadt Siziliens zum Weltkulturerbe der Unesco. An der Küste liegen die beliebten Urlaubsorte Marina di Ragusa, Noto und Marzamemi – und mit dem Strand Fontane Bianche einer der schönsten Strände im Süden. Der Strand ist drei Kilometer lang und bietet azurblaues Wasser, einen flach abfallenden Einstieg ins Wasser und viele Strandbars, Restaurants und Supermärkte.

Marina di Ragusa 

Der bekannteste Urlaubsort in der Region ist Marina di Ragusa. Das liegt an den goldenen Stränden mit flachem Einstieg und der Vielfalt rund um den Ort: Hier ist alles auf Tourismus eingestellt und es gibt unzählige Restaurants, Bars und Geschäfte. Deshalb kommen nicht nur Urlaubende, sondern auch italienische Sonnenanbeterinnen und Sonnenanbeter nach Marina di Ragusa.

In Marina di Ragusa ist alles auf Tourismus eingestellt.

Besonders beliebt ist die Gegend um den Hafen. Dieser verwandelt sich abends in einen mit unzähligen Lichtern illuminierten Ort, wo Urlauberinnen und Urlauber gern an der Mole spazieren gehen. Dazu kommen zahlreiche Strandbars und ein gut ausgestattetes Nachtleben.

Noto

Das Duo Kultur und Strandurlaub findet sich auch in Noto. Die Barockstadt wurde 2002 zum Weltkulturerbe erklärt und bezaubert mit unzähligen barocken Sehenswürdigkeiten, aber auch mit der Nähe zum Naturschutzgebiet Vendicari und dem Lido di Noto, wo sich dann alles um den Strandurlaub dreht.

Die Barockstadt Noto wurde 2002 zum Weltkulturerbe erklärt.

Als Geheimtipp gilt der Strand Eloro, der etwas außerhalb von Noto liegt. Bekannt als Naturparadies, legen Karettschildkröten hier regelmäßig ihre Eier ab. Deshalb gibt es auch keinerlei Infrastruktur vor Ort, dafür aber pralle Natur.

Marzamemi

Ganz in der Nähe verströmt der Fischerort Marzamemi ein schickes Flair nach dem Motto „Sehen und gesehen werden“: Einst bekannt geworden wegen Fischerei und Thunfischfang, hat sich das kleine Küstendorf in einen modernen und hippen Urlaubsort verwandelt.

Im schicken Fischerort Marzamemi gilt das Motto „Sehen und gesehen werden“.

Die alten Fischerhäuser von einst beherbergen heute coole Restaurants, Cocktailbars und Pubs, am Strand gibt es lässige Beachbars. Einer der bekanntesten und beliebtesten Strände der Region ist der Strand von San Lorenzo. Dieser ist bekannt für sein tropisches Ambiente und für seine gute Infrastruktur: Neben Strandbetten und Schirmen gibt es ein Restaurant und kostenloses WLAN.

Sciacca

Der Westen Siziliens gilt nicht als klassische Urlaubsregion. Hier ist die Küste vielerorts noch relativ unberührt, es entdecken aber immer mehr Gästinnen und Gäste den Reiz der Gegend. Einer der bekanntesten Urlaubsorte ist Sciacca am Fuße des Berges San Calogero, das seit jeher berühmt ist für seine gesundheitsfördernden Thermalquellen. Heute ist Sciacca eines der wichtigsten Touristenzentren im Westen und bekannt für seine goldenen Sandstrände.

Blick auf Hafen und Altstadt von Sciacca im Westen Siziliens.

Ein Highlight im Westen ist die Scala dei Turchi. Die „Treppe der Türken“ erhielt ihren Namen, da früher türkische Piraten hier einfielen. Dazu kommt, dass über die Jahrzehnte ein treppenartiges Muster im weißen Kalksteinfelsen entstand. Zum Strand muss man ein paar steile Pfade entlang des Felsens bewältigen. Als Belohnung gibt es eine tolle Aussicht und ein paar vergnügte Badestunden.