Neues Jahr neues Glück: Für viele Attraktionen trifft das zu – aber nicht für alle. Einige Sehenswürdigkeiten oder Orte in Deutschland, Norwegen, Hawaii, Großbritannien und Hongkong kannst du in diesem Jahr entweder dauerhaft oder vorübergehend nicht besuchen. Wir haben sehenswerte Alternativ-Tipps.

Deutschland: Königsstuhl (Rügen) geschlossen

Königsstuhl – so heißt die berühmteste Kreidefelsformation der Stubbenkammer im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen. Das Wahrzeichen und das dazugehörige Besucherzentrum können derzeit nicht besucht werden.

Im Besucherzentrum, das normalerweise die Entstehung der Kreidefelsen und die Bedeutung der alten Buchenwälder thematisiert, werden die Ausstellung und die Technik erneuert. Und auf dem Gelände des 118 Meter hohen Königsstuhls wird bis Sommer 2022 eine schwebende Aussichtsplattform entstehen, die an einem starken Mast hängen und mehrere Meter über dem Kreidefelsen schweben wird. Wegen der Bautätigkeit können Besucherinnen und Besucher bis Mitte 2022 deshalb nicht auf den Königsstuhl.

Plan B: Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten, einen Blick auf die mächtigen Kreidefelsen in Rügens Nationalpark Jasmund zu werfen. Du kannst die Landschaft zum Beispiel auch vom Boot aus erkunden. Weiße Klippen in dichten Buchenwäldern, im Vordergrund das Meer … fotografisch ist das auf jeden Fall die erste Reihe!

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Der Königsstuhl und das dazugehörige Besucherzentrum können derzeit nicht besucht werden.

Norwegen: Stalheimskleiva Trail nicht befahrbar

Sie gilt als Norwegens berühmteste Serpentinenstraße: die Stalheimskleiva. Mit 13 Haarnadelkurven schlängelt sie sich durch eine spektakuläre Berglandschaft, vorbei an den beiden Wasserfällen Stalheimsfossen und Sivlefossen. Wunderschön … aber derzeit nicht befahrbar!

Der Grund für die Schließung klingt einleuchtend: Stalheimskleiva wurde vor mehr als 170 Jahren als Bergpass in den Fels gehauen. Auf Massentourismus war die steilste Straße Norwegens nie wirklich ausgelegt.
Die zahlreichen Touristen, die die Stalheimskleiva mit großen Bussen als Attraktion entdeckt haben, haben Spuren hinterlassen. Selbst Kleinbusse und Privatwagen haben das fragile Straßensystem zu sehr belastet. Derzeit werden also aufwendige Instandsetzungen ausgeführt.

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Plan B: Zum Glück mangelt es in Norwegen nicht an schönen Outdoor-Spots. Keinesfalls zweite Wahl wäre zum Beispiel eine Stippvisite im Fleinvær-Archipel am Nordpolarkreis. Auf einer kleinen Insel hat dort ein Künstler „The Arctic Hideaway“ geschaffen – ein Rückzugsort für Kreative und Reisende. Keine Autos, keine Geschäfte – dafür ein weiter Himmel, ein breiter Horizont und coole Häuschen zum Mieten.

Die magische Welt des Nordens, vereint auf dem Fleinvær-Archipel.

Hawaii: Die Haiku-Treppe wird abgebaut (Insel Oahu)

Haiku Stairs – so nennt man einen steilen Wanderweg in den Koolau-Bergen auf der hawaiianischen Insel Oahu. Bekannt ist er auch als Stairway to Heaven oder Himmelstreppe.

Eigentlich wurde das „Bauwerk“ bereits in den 1980er-Jahren für die Öffentlichkeit geschlossen – es hatte einige Unfälle gegeben. Trotz drohender Geldstrafen besuchten immer wieder Extremkletterer die Attraktion. Denn dank der sozialen Medien hat der historische Fußweg seine Popularität nicht verloren.

Gefährlich war es aber immer: 2020 sollte die Haiku-Treppe deshalb repariert werden. Doch ein Erdrutsch in der Nähe von Sacred Falls, bei dem eine Wandergruppe ums Leben kam, verhinderte die Fertigstellung. Nun hat der Stadtrat von Honolulu beschlossen, die Treppe endgültig zu entfernen.

Plan B: Hawaii – und speziell auch die Insel Oahu – hat noch weitere aussichtsreiche Höhepunkte zu bieten. Wie wär’s mit einer Wanderung auf dem Diamond Head Trail? Schon nach einer circa 30-minütigen Tour an dem imposanten Tuffsteinkrater entlang hast du einen tollen Blick über Waikiki und Honolulu.

Ein Erlebnis mit Ausblick: Die Wanderung auf dem Diamond Head Trail.

Großbritannien: Marble Arch Mound in London geschlossen

Gerade erst im Juli 2021 wurde Londons neuste Attraktion eröffnet, um Besucherinnen und Besuchern einen tollen Blick auf den Hyde Park zu bieten. Der aufgeschüttete Berg sollte ein üppiger Rückzugsort im Freien mit öffentlicher Kunst sein. Doch nun soll der sogenannte Marble Arch Mound schon am 9. Januar 2022 wieder schließen – unter anderem, weil die Aussichtsplattform nicht hoch genug sei, um ihren Zweck zu erfüllen.
 

Plan B: Greenwich im Süden Londons beherbergt das Royal Observatory. Von dort aus kannst die Themse, das London Eye, die St. Paul’s Cathedral und vieles mehr sehen. Im Observatory selbst erfährst du alles rund um die Sterne. Der Spaziergang durch den Greenwich Park bis zum Observatorium bietet zudem einen herrlichen Blick auf die Stadt.

Hongkong: Die Peak Tram fährt nicht mehr

Eine der bekanntesten Attraktionen Hongkongs ist die Peak Tram, die Besucherinnen und Besucher zum Victoria Peak bringt, dem höchsten Punkt der Insel. Ihr Debüt feierte die rote Tram aus Metall 1989, doch im Juni 2021 wurden die Fahrten wegen Renovierungsarbeiten eingestellt – und bisher gibt es noch keinen Termin für den erneuten Einsatz.

Blick vom Victoria Peak auf Hong Kong City.

Plan B: Die gute Nachricht ist aber, dass es viele andere Möglichkeiten gibt, den Victoria Peak zu erreichen, während die Straßenbahn nicht in Betrieb ist. Auch Busse, Taxis und private Autos dürfen zum Aussichtspunkt hinauffahren. Außerdem gibt es mehrere leicht zugängliche Wanderwege, auf denen du zum Victoria Peak kommst, um die Skyline von Hong Kong City von oben zu genießen.