Hohe Berge, schnelle Skipisten, leckere Schokolade, cremiger Käse und hochwertige Uhren – die Schweiz ist voller Klischees und nicht alle sind falsch. Aber die Alpenrepublik hat auch viel Kultur, Natur und Freizeitspaß zu bieten. Allerdings ist das meiste derzeit fast nur Geimpften und Genesenen vorbehalten, denn das Land hat in vielen Bereichen die 2G-Regelung eingeführt.

Wer Urlaub im Nachbarland Deutschlands machen will, muss noch zahlreiche andere Dinge beachten. So gilt unter anderem die gesamte Schweiz als Hochrisikogebiet. Hier ein Überblick über alle Regeln:

Die aktuelle Corona-Lage in der Schweiz

Seit Mitte Oktober steigen die Corona-Neuinfektionszahlen in der Schweiz rasant an und übertreffen nun sogar die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. War der Höchststand im November 2020 noch rund 8200 gemeldete Infektionsfälle, waren es zuletzt über 16.000 an einem Tag. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 1727,9 (Stand: 10. Januar 2022). Die Impfquote liegt bei 67,7 Prozent an vollständig geimpften Erwachsenen. Aufgrund der aktuellen Lage stuft Deutschland das Land als Hochrisikogebiet ein.

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Diese Einreise-Regeln gelten in der Schweiz

Die Einreise in die Schweiz ist für Geimpfte, Genesene und Getestete aus Deutschland möglich. Seit dem 20. Dezember sind wieder sowohl Antigen-Schnelltests als auch PCR-Test zugelassen. Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein, PCR-Tests sind 72 Stunden gültig.

Nicht Genesene und nicht Geimpfte müssen sich zudem einem zweiten Test vier bis sieben Tage nach der Einreise  unterziehen. Das teilte die Schweizer Regierung mit. Für Kinder unter 16 Jahren ist kein 3G-Nachweis nötig. Weiterhin müssen alle ein Einreiseformular ausfüllen.

Im Land selbst gelten für Ungeimpfte Beschränkungen im Sinne der 2G-Regel, sodass Urlaub schwierig wird.

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Aktuelle Einschränkungen in der Schweiz

So greift seit dem 20. Dezember statt 3G in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel. Zwar ist bei Hotelübernachtungen kein Covid-Zertifikat notwendig, aber zu Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben sowie zu Veranstaltungen in Innenräumen haben nur noch Geimpfte und Genesene Zugang. Lediglich auf den Terrassen dürfen sich Ungeimpfte im Skiurlaub aufhalten und verköstigen. 

Wo nicht im Sitzen konsumiert werden kann, etwa in Discos und Bars, sind außerdem nur noch geimpfte und genesene Personen zugelassen, die zusätzlich ein negatives Testresultat vorweisen können (2G plus). Personen, deren Impfung, Auffrischimpfung oder Genesung nicht länger als vier Monate zurückliegt, sind von dieser Testpflicht ausgenommen. 

Private Treffen sind auf zehn Personen beschränkt, falls eine Person ab 16 Jahren dabei ist, die nicht geimpft oder genesen ist. 

Diese Regeln gelten beim Skifahren in der Schweiz

In den Skigebieten der Schweiz gibt es keine Beschränkungen für Ungeimpfte und nicht Genesene. Doch die Skigebiete rechnen mit einem Ansturm Ende Dezember und bereiten sich mit freiwilligen Selbstbeschränkungen darauf vor.

Seit Samstag, den 18. Dezember, sind große Gondeln nur noch zu 70 Prozent ausgelastet. Die Regel gilt für Gondeln mit einem Fassungsvermögen von über 25 Personen. Zusätzlich wird im Außenbereich ein geordnetes Anstehen mit den entsprechenden Abstandsbestimmungen organisiert. 

Vom gigantischen Titlis aus kannst du das wunderschöne Bergpanorama genießen.

Da in Restaurants allerdings die 2G-Regel gilt, können Ungeimpfte nur auf den Terrassen der Gastronomien speisen. Das könnte bei schlechtem Wetter schwierig werden. Zudem gilt es zu bedenken, dass die Schweiz aus deutscher Sicht als Hochrisikogebiet eingestuft ist. Somit besteht nur für Geimpfte und Genesene keine Quarantänepflicht bei der Rückkehr.

Deutschlands Regeln für die Rückreise aus der Schweiz

Reisende müssen folgende Regeln beachten:

Nachweispflicht: Bei der Einreise muss der Nachweis über eine vollständige Impfung, eine Genesung oder einen aktuellen negativen Corona-Test vorliegen. Möglich ist ein maximal 72 Stunden alter negativer PCR-Test oder ein maximal 48 Stunden alter negativer Antigen-Schnelltest. Die Nachweispflicht gilt für Kinder ab zwölf Jahren.

Einreise­anmeldung: Alle Reise­rückkehrerinnen und Reise­rückkehrer aus Hochrisiko­gebieten müssen die digitale Einreise­anmeldung ausfüllen. Hier muss der Test-, Impf- oder Genesenen­nachweis hoch­geladen werden.

Quarantäne­pflicht: Für nicht geimpfte oder nicht genesene Personen aus Hochrisiko­gebieten besteht eine Quarantäne­pflicht – auch für Kinder! Menschen ab zwölf Jahren müssen sich für bis zu zehn Tage isolieren. Die Quarantäne kann durch einen freiwilligen Corona-Test ab dem fünften Tag nach der Rück­kehr verkürzt werden. Geimpfte und Genesene sind von der Quarantäne­pflicht befreit, ihre ungeimpften Kinder aber nicht. Allerdings endet für Kinder unter zwölf Jahren die Quarantäne automatisch nach dem fünften Tag.