Menschen, die sich gegen den Wind stemmen und wie ein Ball über den Boden kullern – diese Bilder hast du bestimmt schon einmal in den Fernsehnachrichten gesehen: Orkanböen überraschen Besucher auf dem Brocken, heißt es nicht selten.

Ja, der Harz ist ein raues Mittelgebirge – nicht nur mit seinen vielen malerischen, schroffen Felsen. Regen, Sturm und Wind fangen sich oft in den Höhenzügen von Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge.

Aber zum Glück musst du an solchen Tagen ja nicht auf den Brocken wandern. Bei Sturm wäre das in den Harzer Wäldern mitunter auch gefährlich. Stattdessen kannst du die Schlechtwettertage nutzen, um die vielen Indoor-Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Fragile Kunst – Glasmanufaktur Harzkristall

Während draußen der kalte Harzwind pfeift, ist es in der Glasmanufaktur Harzkristall in Derenburg bei Wernigerode kuschelig warm. Logisch, denn hier wird an heißen Öfen und über kleinen Flammen gearbeitet. Du kannst den Glasbläsern bei ihrer fragilen Arbeit live zusehen – am besten sogar in einer Führung. Du kannst in der Glasmanufaktur aber auch selbst kreativ werden und lernen, mit Glas zu arbeiten.

Die schöne Glasmanufaktur Harzkristall.


Handgemachter Glasschmuck, dekorative Glastiere, Vasen und gläserne Dekoartikel, dazu zwei ganzjährige Weihnachtsabteilungen mit Christbaumschmuck und Co. gibt es in den Verkaufsräumen der Manufaktur zu bestaunen. Nach so vielen Eindrücken kannst du dich im Gastronomiebereich erholen.

Und sollte dann doch die Sonne rauskommen, kannst du durch die schön gestaltete Parkanlage mit kleinem Bachlauf im Außenbereich spazieren. Kinder lieben übrigens den großen Spielplatz vor der Glasmanufaktur.

Die wichtigsten Infos zur Glasmanufaktur Harzkristall

  • Adresse: Im Freien Felde 5, 38895 Blankenburg/OT Derenburg
  • Parkplätze: kostenlos
  • Eintrittspreis: frei; Tickets für die Kreativangebote müssen gekauft werden
  • Öffnungszeiten: täglich 9.30 bis 17.30 Uhr, auch sonn- und feiertags (bis auf wenige Ausnahmen; Details siehe Website)

Schlösser in Wernigerode, Blankenburg und Quedlinburg

Eins haben alle drei Schlösser gemeinsam: Sie thronen majestätisch über ihren Städten und liegen wie bei einer Perlenkette nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Sie haben ihren eigenen Charme, ihren eigenen Baustil und ihre eigene und lange Geschichte – und sie sollten unbedingt von dir besucht werden.

Je nachdem, wie schnell du bist, schaffst du es, alle drei an einem Tag einmal kurz anzusehen. Interessierst du dich aber mehr für Geschichte und Architektur, empfehlen wir dir, mehr Zeit in und um die Schlösser zu verbringen. Besonders das „um“ ist noch interessant, denn jedes der Schlösser hat wunderschöne Grünanlagen zu bieten.

Aber der Reihe nach. Wir starten mit dem Schloss Wernigerode, dem sogenannten Neuschwanstein des Nordens. Architektonisch stimmt das nicht, aber es ist mindestens genauso bekannt und gern besucht wie das bayerische Schloss.

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Bis 1929 diente das barocke Residenzschloss der Familie zu Stolberg-Wernigerode als fester Wohnsitz. Seit ihrem Auszug ist es für die Öffentlichkeit zugänglich und ist seit 1998 erstes Zentrum für Kultur- und Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Der historische Festsaal im Schloss in Wernigerode.

Das Schloss beherbergt ein Museum mit etwa 50 original eingerichteten Räumen, die das Leben des deutschen Adels, die Geschichte des zweiten deutschen Kaiserreichs sowie der Familie Stolberg-Wernigerode zeigen.

Darüber hinaus gibt es immer wieder Sonderausstellungen und -veranstaltungen wie Opern. In den historischen Gemäuern können sogar Familienfeiern oder Firmenveranstaltungen durchgeführt werden. Bei deinem Besuch kannst du dich im Schloss-Café stärken.

Die wichtigsten Infos zum Schloss Wernigerode

  • Adresse: Am Schloss 1, 38855 Wernigerode
  • Parkplätze: keine Parkmöglichkeit am Schloss, aber in der Umgebung. Aufstieg zum Schloss zu Fuß, per Bimmel- oder Schlossbahn oder mit dem Fahrrad
  • Eintrittspreis: Erwachsene: 7 Euro, Kinder: 3,50 Euro, ermäßigt: 6 Euro
  • Öffnungszeiten: täglich 10 bis 16 Uhr (November bis April), 10 bis 18 Uhr (Mai bis Oktober); genauere Infos siehe Website
  • sehenswerte Gartenanlage: der große Lustgarten unterhalb des Schlosses

Auf dem „Blankenstein“, einem etwa 300 Meter hohen Kalkberg, steht der Barockbau des Schlosses Blankenburg. Sein jetziges Aussehen trägt es seit Anfang des 18. Jahrhunderts im Stil europäischer Repräsentationsarchitektur, gebaut für die damalige Fürstenresidenz der Welfen. Damit gilt Schloss Blankenburg als das noch größte erhaltene Welfenschloss.

Tatsächlich hat das Gebäude aber eine über 900-jährige Geschichte, die als mittelalterliche Burg begann. In der Renaissancezeit wurde es erstmals umgebaut.

Das Große Schloss Blankenburg ist ein eindrucksvolles Bauwerk in der Stadt Blankenburg im Landkreis Harz.

Einige Brautpaare übernachten im eigens dafür hergerichteten Prinzessinnenturm im Berggarten, der sich unterhalb des Schlosses befindet. Berggarten und der große Barockgarten mit dem Kleinen Schloss sind sehr sehenswert.

Die wichtigsten Infos zum Schloss Blankenburg

  • Adresse: Großes Schloss 1, 38889 Blankenburg (Harz)
  • Parkplätze: unterhalb des Schlosses: Anfahrt mit dem Auto über die Zufahrt vom Schieferberg und dem Herzogsweg
  • Eintrittspreis: Innenhof und einige Schlossteile sind frei; Besichtigung der Innenräume ist nur innerhalb einer kostenpflichtigen Schlossführung möglich:
  • Erwachsener, ab 16 Jahre: 4 Euro; Kind, 6 bis einschl. 15 Jahre: 2,50 Euro; Kinder unter 6 Jahren: frei
  • Öffnungszeiten: Winterpause im Januar und Februar; März bis Dezember: Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr
  • sehenswerte Gartenanlage: Barockgarten unterhalb des Schlosses mit dem Kleinen Schloss

Die Geschichte von Quedlinburg ist lang. Die kleine Stadt im nördlichen Harzvorland spielte im Mittelalter eine bedeutende Rolle. Wichtigste Personen dieser Zeit: König Heinrich I. und seine Frau Mathilde. Zu Beginn des zehnten Jahrhunderts ließ Heinrich auf einem Sandsteinfelsen eine Pfalz errichten, das heutige Schloss.

Direkt nebenan überragt die Quedlinburger Stiftskirche St. Servatius den Schlossbau. Zusammen sind sie Quedlinburgs Wahrzeichen.

In der Basilika ließ Mathilde 936 ihren verstorbenen Ehemann beisetzen – das Grab kannst du heute noch besichtigen und den Domschatz. Im Schlossmuseum gibt es Ausstellungen zur Ur- und Frühgeschichte, zum Leben der Ottonen, über das Mittelalter, die Stadt- und Stiftsgeschichte sowie einige Prunkgemächer.

Vom Schlossberg aus hast du einen tollen Blick auf Quedlinburg mit seinen 1200 verschiedenen Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und seinem mittelalterlichen Stadtgrundriss. Damit gilt Quedlinburg „als außergewöhnliches Beispiel für eine europäische mittelalterliche Stadt“, schrieb das Welterbekomitee 1994 in der Begründung zur Verleihung des Unesco-Welterbestatus an die Stadt.

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Tipp: Auf dem Weg zum Schloss kommst du an der Käsekuchenbäckerei (Am Finkenherd) vorbei. Ein kleiner Stopp bei der großen Auswahl lohnt sich.

Die wichtigsten Infos zum Schloss Quedlinburg

  • Adresse: Schlossberg 1, 06484 Quedlinburg
  • Parkplätze: Großparkplatz an der Schenkgasse und die wenigen Meter hinauf zu Fuß gehen
  • Eintrittspreis: Stiftskirche: Erwachsene: 4,50 Euro, 3,50 Euro (ermäßigt); Kinder bis 18 Jahre und Geburtstagskinder (mit Nachweis): freier Eintritt
  • Öffnungszeiten: Schlossmuseum ist derzeit wegen Baumaßnahmen geschlossen; die Stiftskirche ist geöffnet: Dienstag bis Sonntag, Feiertag 10 bis 16 Uhr
  • sehenswerte Gartenanlage: Schlossgarten beim Schloss mit Blick auf die Fachwerkstadt

Auf Königsspuren: Kaiserpfalz in Goslar

Wo fängt man an, wo hört man auf mit der Geschichte der Goslarer Kaiserpfalz? Festzuhalten ist: Der letzte König vom Stamm der Liudolfinger, Heinrich II., verlegte aus strategischen Gründen seine Königspfalz Werla nach Goslar. Sein Nachfolger Heinrich III. begann dann zwischen 1040 und 1050 mit dem Neubau des Kaiserdomizils.

Und das hatte für die Menschen des Mittelalters geradezu monumentale Ausmaße: Immerhin ist die Pfalz einer der größten Profanbauten seiner Zeit mit 54 Metern Länge und 18 Metern Breite. Der Reichssaal, die „aula regia“, ist fast 800 Quadratmeter groß. Da staunst du auf einer Führung noch heute, besonders auch wegen der großflächigen Wandmalereien. Mehr zur Geschichte erfährst du bei der Führung.

Eine Pferdekutsche fährt am Großen Heiligen Kreuz in Goslar vorbei.


Die Kaiserpfalz ist übrigens ein guter Ausgangspunkt für eine Erkudnung von Goslar mit dem großen Marktplatz und den vielen Fachwerkhäusern, Geschäften und Gastronomien.

Die wichtigsten Infos zur Kaiserpfalz

  • Adresse: Kaiserbleek 6, 38640 Goslar
  • Parkplätze: zwei Großparklätze unterhalb der Kaiserpfalz
  • Eintrittspreis: Erwachsene: 7,50 Euro; Kinder und Jugendliche: 4,50 Euro; Gruppen und Familien erhalten ermäßigte Preise
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Staunen in den Tropfsteinhöhlen von Rübeland

Rübeland ist ein lang gestreckter Talort im Harz. Aber hier scheint der Bär zu steppen. Zum einen liegt das an den auffallend vielen Bärenfiguren im Ort. Zum anderen an den Besucherströmen, die es immer wieder gibt. Das Besondere hier sind nämlich die schroffen und steilen Felswände zu beiden Seiten Rübelands.

Sie beherbergen je eine Tropfsteinhöhle, die du begehen und bestaunen kannst: die Baumanns- und die Hermannshöhle. Letztere ist vorübergehend geschlossen, was sehr schade ist, weil dort ganz besondere Tiere leben: Die echsenähnlichen Grottenolme schwimmen hier durch den eigens für sie geschaffenen See.

Nicht weniger spektakulär ist die Baumannshöhle, in der man einst Knochen von Höhlenbären gefunden hat – das erklärt die hiesige Beliebtheit des Tiers. Heute kannst du dir auf einem knapp 50-minütigen, individuellen Rundgang unterschiedliche Tropfsteinformationen und -gebilde ansehen. Das hat auch schon mehrfach Johann Wolfgang von Goethe getan. Ihm zu Ehren wurde der größte Hohlraum in der Höhle Goethesaal genannt, in dem regelmäßig Theateraufführungen und Konzerte veranstaltet werden.

Die wichtigsten Infos zur Baumannshöhle

  • Adresse: Blankenburger Straße 35, 38889 Rübeland
  • Parkplätze: kostenpflichtig; ausgeschildert an verschiedenen Stellen im Ort und jeweils nur circa 500 Meter von den Höhlen entfernt
  • Eintrittspreis: Erwachsene: 9 Euro; Kinder (4 bis 14 Jahre): 6 Euro; es gibt Gruppen- und Familientickets
  • Öffnungszeiten: die Baumannshöhle ist aktuell Donnerstag bis Sonntag von 9.30 bis 15.30 Uhr (letzter Einlass) geöffnet; die Hermannshöhle ist derzeit geschlossen.

Brockenbahnfahrt mit der Harzer Schmalspurbahn

Schnaufend stampft die Bahn den Berg hinauf, Runde um Runde bis zum 1142 Meter hohen Ziel: dem Brocken. Nicht nur für Eisenbahnfans ist das ein Erlebnis. Die Fahrt mit einer der Harzer Schmalspurbahnen durch den Nationalpark Harz ermöglicht viele überwältigende An- und Ausblicke über Natur und Landschaft.

Die Harzquerbahn fährt auf dem Brocken.


Mehrfach am Tag fahren die Dampfloks hinauf und hinunter. Beliebter Einstiegsbahnhof ist Wernigerode. Aber auch an den anderen Stationen im Oberharz wie Schierke oder Drei-Annen-Hohne kannst du zu- und aussteigen und noch eine Runde wandern gehen.

Und wenn es in Wernigerode regnet, kann es auf dem Gipfel schon wieder ganz anderes Wetter sein. Probier es einfach aus.

Die wichtigsten Infos zur Harzer Brockenbahn

  • Adresse Bahnhof Wernigerode: Bahnhofsplatz 1, 38855 Wernigerode
  • Parkplätze: kostenpflichtig rund um den Bahnhof
  • Eintrittspreis: frei; Tickets für die Kreativangebote müssen gekauft werden
  • Fahrzeiten und -preise: siehe Website

Whisky aus dem Harz – die Hammerschmiede

Da kann der Wind noch so heftig wehen und der Regen gegen das Fenster prasseln: Mit einem Glas Whisky, der wärmend die Kehle hinunterschleicht, ist ein Harzer Mistwettertag gut auszuhalten. Wie passend, dass es im Harz seit ein paar Jahren eine eigene Destille gibt – und die ist auch noch besuchbar.

Am besten machst du eine Führung durch die Manufaktur (sobald es Corona wieder zulässt), in der der Single Malt Whiskey „Elsburn“ hergestellt wird. Hier erfährst du unter anderem, dass die Harzer Spirituose – anders als ihre Kollegen in Irland und Schottland – nicht getorft, sondern geräuchert wird. Logisch. Im Harz findet sich ja auch mehr Holz als Torf.

Das Wasser kommt aus dem benachbarten Elsbach, der dem Produkt seinen Namen verliehen hat. Ansonsten wird whiskygewohnt hergestellt: Gekeimte Gerste wird geräuchert und anschließend gemalzt, geschrotet und mit Hefe gemaischt, dann zweifach destilliert und schließlich in Fässer abgefüllt und zwischen drei und sechs Jahren gelagert.

Wenn dir nach so viel Information der Mund trocken geworden ist: kein Problem. Am Ende der Führung gibt es eine Verkostung. Die Whiskeyproduktion ist nur ein Teil der Manufaktur Hammerschmiede. Kräuterliköre, Obstbrände und Gin stellen sie auch noch her. Die kannst du auch alle im angrenzenden Shop kaufen.

Die wichtigsten Infos zur Hammerschmiede

  • Adresse: Elsbach 11a, 37449 Zorge
  • Parkplätze: kostenlos
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 14 bis 17 Uhr, Samstag: 10 bis 15 Uhr

Klein und fein: Die Höhlenwohnungen von Langenstein

J. R. R. Tolkien ließ seine Romanfiguren, die Hobbits, in Erdwohnungen leben. Wenn du durch das Dorf Langestein bei Halberstadt spazierst, wirst du auf ähnlich kleine Hobbithäuser stoßen: mit Gardinen in den Fenstern, Türen in der Felswand verankert, einem Gartenzaun vor dem Eingang.

Anders als in der Buchvorlage sind diese Wohnungen echt und in den weichen Sandstein der Region getrieben worden, meist von Landarbeiterfamilien. Einige Höhlen sollen sogar schon in der germanischen Siedlungszeit bewohnt gewesen sein. Erst 1916 verließ der letzte Höhlenbewohner seine Behausung.

Die Höhlenwohnungen Langenstein im Harz sind etwas Besonderes.


Viele der Wohnungen sind noch gut erhalten und eingerichtet und können mit einem Führer (zu buchen über die Tourist Information Halberstadt) besucht werden. Aber auch ein Spaziergang entlang der Höhlenwohnungen ist schon eindrucksvoll.

Die wichtigsten Infos zu den Höhlenwohnungen

  • Adresse: Schäferberg 23, 38895 Langenstein
  • Parkplätze: kostenlos unterhalb der Höhlen und im Ort
  • Eintrittspreis: frei
  • Öffnungszeiten: keine festen Öffnungszeiten. Individuelle Rundgänge können über die Tourist Information Halberstadt gebucht werden.

Musik, so weit das Ohr hört im Kloster Michaelstein

Klöster sind Orte der Stille. Nicht ganz: Denn die Gesänge der Mönche und Nonnen gehörten und gehören immer noch zum Klosterleben. Das ehemalige Zisterzienserkloster Michaelstein vor den Toren Blankenburgs ist ganz besonders musikalisch. Hier befindet sich die „Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis“, die hier Musikwissenschaft, Musikpraxis und Weiterbildungen anbietet.

Auf dem ehemaligen Wirtschaftshof des Klosters wurde unter anderem dazu der Pferdestall zu einer Musikscheune umgebaut. Seit 2015 steht ein Saal mit optimalen Akustik-, Licht- und Belüftungsbedingungen zur Verfügung. Viele Konzerte und Veranstaltungen finden hier statt.

Zudem findest du im Klostermuseum eine große Auswahl von Musikinstrumenten aus vier Jahrhunderten europäischer Geschichte. An einigen Stationen kannst du dich auch selbst ans Instrument setzen und ausprobieren – sehr beliebt bei Kindern.

Imposant ist auch die „Musikmaschine“ des Salomon de Caus, welche in einem eigens hergerichteten Gebäude auf dem Wirtschaftshof des Klosters zu hören ist. De Caus, französischer Physiker und Ingenieur des 16. Jahrhunderts, hat eine stiftwalzengesteuerte Orgel gebaut, die von drei Wasserrädern angetrieben wird. Die Wasserkraft hebt zudem eine Nymphenfigur. Dieses besondere Instrument haben Wissenschaftler der Technischen Hochschule Aachen nach de Caus’ Plänen nachgebaut.

Die wichtigsten Infos zum Museum Kloster Michaelstein

  • Adresse: Michaelstein 3, 38895 Blankenburg
  • Parkplätze: kostenlos vor Ort
  • Eintrittspreis: Einzelkarte: 6 Euro, ermäßigt: 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 sind frei
  • Öffnungszeiten: November bis März: Mittwoch bis Sonntag, Feiertag: 11 bis 16 Uhr; April bis Oktober: Montag bis Sonntag, Feiertage: 10 bis 18 Uhr

Ausblick und Speisen genießen auf dem Ziegenkopf

Du hast großen Hunger? Den kannst du im Berggasthof Ziegenkopf in XXL-Größe stillen – und das mit einem tollen Panoramablick über das Harzvorland. Aufgetischt werden dir, neben zünftigen Gerichten, vor allem die hauseigenen Hefekloß-Spezialitäten. Und die sind tellergroß und fast nicht zu schaffen. Aber lecker. Und du kannst sie in 20 verschiedenen Variationen bestellen, von herzhaft bis süß.

Überkommt dich nach dem Mahl die Müdigkeit, kannst du hier oben in einem der Pensionszimmer übernachten. Oder du drehst eine Runde ums Gelände, triffst dabei einige Ziegen, oder besteigst den 30 Meter hohen Aussichtsturm. Der Brocken grüßt dich aus der Ferne. Hast du wieder Kraft gesammelt, kannst du auch den Ziegenkopf hinab und die drei Kilometer in die Kurstadt Blankenburg wandern. 

Die wichtigsten Infos zum Ziegenkopf

  • Adresse: Ziegenkopf 1, 38889 Blankenburg
  • Parkplätze: kostenlos am Haus
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr

Harzer Uhrenmuseum

Im Harzer Uhrenmuseum in Gernrode sollen sich nach eigener Aussage die „weltgrößte Kuckucksuhr außerhalb des Schwarzwaldes“ und das „größte Wetterhaus der Welt“ befinden. Tatsächlich sind die Häuschen hoch, schön bunt und einfach nett anzusehen.

Im Uhrenmuseum erwarten dich eine Uhrenwerkstatt und eine Uhrenausstellung, durch die du auch geführt werden kannst. Kuckucksuhren überall, über 300 sollen es sein. Und sollte dir eine aus der hauseigenen Produktion gut gefallen, kannst du sie natürlich auch gern vor Ort kaufen.

Die wichtigsten Infos zum Harzer Uhrenmuseum

  • Adresse: Lindenstraße 7, 06485 Quedlinburg
  • Parkplätze: kostenlos in der Nähe
  • Eintrittspreis: Führungen auf Anfrage ab zehn Personen bis maximal 30 Personen: 5 Euro pro Person
  • Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr