Coole Städte wie Stockholm und Malmö, verträumtes Hinterland, klare Seen und die Schärengärten: Schweden ist nicht ohne Grund ein beliebtes Reiseziel der Deutschen. Der Urlaub in dem größten Land Skandinaviens ist auch während der Corona-Pandemie möglich. Doch Reisende müssen einiges bei der Einreise und vor Ort beachten. Während der Corona-Pandemie ging Schweden mit wenigen Restriktionen einen Sonderweg: Ein Überblick:

Wie ist die Corona-Lage in Schweden?

 In Schweden steigen die Infektionszahlen seit Mitte November deutlich, aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1002,6 (Stand: 10. Januar 2022). Das Land gilt seit dem 9. Januar 2022 aus deutscher Sicht wieder als Hochrisikogebiet, das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung ausgesprochen.

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Da das Land in der ersten Corona-Welle viele Todesfälle zu beklagen hatte, verschärfte die Regierung die Corona-Regeln. Das Gesundheitsministerium hat neue Empfehlungen herausgegeben – damit soll Zeit gewonnen worden, um jene zu erreichen, die noch nicht vollständig geimpft sind und damit keinen Schutz gegen Covid-19 haben.

Welche Regeln gelten für die Einreise nach Schweden?

Seit dem 28. Dezember gelten für die Einreise nach Schweden verschärfte Regeln, dann müssen alle Menschen ab zwölf Jahren unabhängig ihres Impfstatus' einen negativen Corona-Test vorweisen. Dies darf ein PCR-Test oder Antigen-Test sein, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Diese Einschränkungen soll, wenn es nach dem Gesundheitsministerium geht, wieder abgeschafft werden. Es empfiehlt der Regierung, wieder auf 3G zu setzen. Vor den verschärften Einreiseregeln waren Geimpfte, Genesene und Kinder unter 18 Jahren bei der Einreise von einer Testpflicht befreit. Nicht geimpfte oder genesene Reisende benötigten einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Sowohl PCR- als auch Antigen-Tests wurden akzeptiert. Allerdings musste das Ergebnis in englischer, schwedischer, dänischer oder norwegischer Sprache vorliegen – Tests in deutscher Sprache wurden nicht akzeptiert. Der Vorschlag muss aber noch von der schwedischen Regierung angenommen und beschlossen werden.

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Diese Corona-Regeln gelten in Schweden in Restaurants und Co.

Die schwedische Regierung hat am 7. Dezember strengere Corona-Regeln in der Öffentlichkeit angekündigt. Ab dem 8. Dezember gilt die Empfehlung einer Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und die Empfehlung, in der Öffentlichkeit Abstand zu halten – vor allem in Innenräumen. Menschenansammlungen sollen vermieden werden.

Ein Mund-Nasen-Schutz soll vor allem dann getragen werden, wenn zu Stoßzeiten in Bahnen und Bussen viel los ist und kein Abstand gehalten werden kann. Reisende, die während der Stoßzeiten unterwegs sind, sollen zudem auch auf andere Verkehrsmittel wie Fahrräder ausweichen, so das Gesundheitsministerium.

Schweden: 2G-Regel bei Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen

Bereits am 1. Dezember hat Schweden in einigen Bereichen 2G eingeführt. Bei öffentlichen Veranstaltungen in Innenräumen, an denen mehr als 100 Menschen teilnehmen, dürfen nur Geimpfte oder Genesene teilnehmen. Das gilt etwa für Kinos, Theater und Sportveranstaltungen in Innenräumen, meldet das Portal „svd.se“. Für Nachtklubs und Bars gelten die 2G-Regeln nicht, heißt es auf der Website der Polizei.

Die Veranstalter können Ausnahmegenehmigungen erhalten, dann müssen aber alle Personen einen festen Sitzplatz haben, Mindestabstand einhalten und es dürfen sich maximal acht Menschen zu einer Gruppe zusammenfinden. 

Der Restaurantbesuch sollte vorerst nicht begrenzt werden, doch nun sollen auch Restaurants zur Eindämmung der Pandemie Corona-Maßnahmen ergreifen und dafür sorgen, dass Abstände eingehalten und Staus etwa im Eingangsbereich vermieden werden können. Auch hier handelt es sich allerdings nur um Empfehlungen und keine Anweisungen. 

Drei-Stufen-Plan für Corona-Maßnahmen in Schweden

Gesundheitsministerin Lena Hallengren sagte, sie wolle dem Parlament einen Vorschlag unterbreiten, die 2G-Regel auch auf andere Orte wie Restaurants und Fitnessstudios auszudehnen. Die Regelung müsse aber erst alle Schritte der schwedischen Gesetzgebung durchlaufen, berichtet „The Local.se“, was voraussichtlich einige Tage dauern könnte. Einige Restaurants hatten bereits selbstständig entschieden, Zugang nur noch unter 2G-Bedingungen zu gewähren.

Die Maßnahmen sind Teil eines Drei-Stufen-Plans. Der erste Abschnitt mit den neuen Empfehlungen tritt am 8. Dezember in Kraft. Sollten die Zahlen weiter steigen, soll in Restaurants die 2G-Regel eingeführt werden. Bei einer sehr hohen Infektionsausbreitung sind Beschränkungen der Öffnungszeiten von Bars und Restaurants geplant.

Skifahren in Schweden: Diese Regeln gelten

Die Skigebiete in Schweden sind weiterhin geöffnet. Die Vereinigung der Liftbetreiber hat bereits angekündigt, dass die Empfehlungen des Gesundheitsministeriums umgesetzt werden sollen. Skifahrerinnen und Skifahrer sind dazu aufgefordert, Abstand zu halten und wenn möglich kontaktlos zu bezahlen. Eine Maskenpflicht wird es jedoch wohl nicht geben.

Das gilt bei der Rückreise nach Deutschland

In der folgenden Tabelle kannst du nachlesen, was derzeit für die Einreise aus Dänemark gilt. Da Schweden seit dem 9. Januar wieder als Hochrisikogebiet eingestuft ist, musst du dazu in der Zeile „Hochrisikogebiet“ nachschauen:

Quelle: Bundesgesundheitsministerium