Eine Insel voller Wildpferde, ein Eiland, auf dem sich ein gefürchteter Pirat gern versteckte, und ein tropisches Paradies mit leuchtendem Wasser – all diese Orte samt ihrer spannenden Geschichten und tollen Natur gibt es in den USA. Gehört haben von diesen besonderen Inseln allerdings die wenigsten ausländischen Touristinnen und Touristen. Wir verraten dir, welche du dir unbedingt auf deiner nächsten USA-Reise anschauen solltest. 

1. Sipson Island, Massachusetts

Sipson Island vor der US-Ostküste hat eine ungewöhnliche Geschichte. Einst lebten auf dem nur gut 300 Meter langen und 100 Meter breiten Eiland Ureinwohnerinnen und Ureinwohner. 1711 verkauften sie die Insel an Privatleute. Bis vergangenes Jahr war sie daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.  

Dann sollte die Insel an reiche Investoren verkauft werden, um dort Luxushäuser und Luxuscampingplätze zu errichten. Den Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Orte gefiel dieser Plan jedoch überhaupt nicht. Sie entschieden kurzerhand, die Insel selbst zu kaufen, um sie in ein Naturreservat zu verwandeln.

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Der gemeinnützige Sipson Island Trust kümmert sich nun um Sipson Island. Die Mitglieder entfernen nach und nach die Überreste verlassener Häuser und stellen den ursprünglichen Zustand der Insel wieder her. 

Auf die Insel kommst du nur mit einem eigenen Boot oder Kajak. Dann kannst du in Ruhe den kleinen Wald und die Strände erkunden, die du meist ganz für dich allein hast. Sobald es dunkel wird, musst du allerdings den Rückweg antreten, denn es ist verboten, auf der Insel zu campen.

2. Ocracoke Island, North Carolina

Die Ocracoke Island vor der Küste North Carolinas hat eine sagenumwobene Geschichte. Einst soll dort der berühmte Pirat Blackbeard seine letzte Ruhestätte gefunden haben. Denn dieses Inseljuwel, das sich etwa 20 Kilometer vor dem Festland befindet, galt als eines seiner liebsten Verstecke. 

Doch auch abseits dieser Legende lohnt sich ein Besuch. Dich erwarten ein kilometerlanger Sandstrand, das gleichnamige kleine Örtchen und der älteste noch betriebene Leuchtturm des Bundesstaates. Von dem Ort Ocracoke aus kannst du eine geführte Tour über die Insel machen, bei der du alles über die gruselige Geschichte erfährst. Piratenfans können danach in der „Blackbeard Lodge“ übernachten. Die Anreise auf die Insel ist nur per Fähre möglich. 

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Der Leuchtturm ist das Wahrzeichen von Ocracoke Island.

3. Antelope Island, Utah

Wer Ruhe sucht, ist auf Antelope Island goldrichtig. Mitten im Salt Lake in Utah, nur wenige Kilometer von der gleichnamigen Stadt entfernt, liegt Antelope Island. Menschen wohnen auf der Insel nicht. Nur Bisons, Kojoten, Luchse, Vögel und Gabelantilopen sind dort in einem Naturreservat zu Hause. Insbesondere Tierfreunde können auf den zahlreichen Wander- und Fahrradwegen auf der Insel also eine Menge entdecken.

Die nordamerikanischen Gabelböcke, die auch Antilopen genannt werden und nach denen die Insel benannt ist, ähneln übrigens nur optisch den afrikanischen Antilopen. Eng verwandt sind die Tiere nicht. Die Anreise auf die Insel ist per Fähre oder über einen Damm mit dem eigenen Auto möglich.

Nur gut zehn Kilometer von der Großstadt Salt Lake City entfernt liegt Antelope Island, wo wilde Bisons leben.

4. Assateague Island, Virginia/Maryland

Wer Pferde in der freien Wildbahn erleben möchte, sollte sich unbedingt einen Besuch der Assateague Island an der US-Ostküste vornehmen. Denn dort leben mehr als 300 Wildpferde. Angeblich sind sie die Nachfahren der Tiere, die bei einem Schiffsunglück in der Kolonialzeit dort strandeten.

Aber nicht nur für Pferdefans lohnt sich der Besuch. Es gibt zahlreiche Wanderwege, Möglichkeiten zum Kajaken und Surfen oder du erkundest mit einem gemieteten Fahrrad die Insel. 

Wildpferde grasen am Strand von Assateague Island. Besucher können sie dabei aus sicherer Entfernung beobachten.

5. Vieques, Puerto Rico

Die Karibikinsel Puerto Rico gehört offiziell zu den USA und ist bei Touristen vor allem wegen ihrer tropischen Strände beliebt. Neben der Hauptinsel gibt es auch mehrere kleine und weniger bekannte Nebeninsel.

Zu ihnen gehört Vieques, wo du ein einzigartiges Naturphänomen bestaunen kannst. Die Mosquito Bay ist eine biolumineszente Bucht, von denen es auf der Welt nur insgesamt fünf Stück gibt.

In diesen Buchten leben Millionen einzellige Organismen, die das Wasser nachts erstrahlen lassen. Das Guinness-Buch der Rekorde zeichnete die Bucht auf Vieques 2008 offiziell als die hellste Bucht der Welt aus.

Aber auch tagsüber gibt es auf Vieques einiges zum Genießen: türkisfarbenes Wasser, Palmen, ein tropisches Klima und landestypische Spezialitäten erwarten die Besucherinnen und Besucher.

Glasklares Wasser und weiße Strände gibt es auf der Insel Vieques, die zu Puerto Rico gehört.

Auf ganz Puerto Rico ist der US-Dollar die offizielle Währung. Es gelten dieselben Einreisebestimmungen wie in den USA. Die Anreise nach Puerto Rico erfolgt per Flugzeug. Nach dem Flug geht es mit der Fähre nach Vieques.