Eigentlich heißt es, dass der Weihnachtsmann, seine Frau, Elfen und Rentiere an einem geheimen Ort irgendwo am Nordpol wohnen. Dort bekommt er die Wunschzettel der Kinder und kümmert sich um die Geschenke.

Am Nordpol scheint es allerdings ein wenig einsam zu sein. Vielleicht hat er sich deswegen ein paar Domizile mitten in Europa gesucht, wo er regelmäßig vorbeischaut und sich über Besuch freut. Wir verraten, wo es möglich ist, ihn persönlich zu treffen.

Weihnachtsmanndorf am Polarkreis

In Rovaniemi am Polarkreis in Finnland gibt es ein ganzes Weihnachtsmanndorf, das das ganze Jahr geöffnet ist. Dort begrüßt Joulupukki, der finnische Weihnachtsmann, die Kinder und lässt sich mit ihnen fotografieren. Diese einmaligen Begegnungen sind kostenlos.

Daneben können sie sich auch das Postamt des Weihnachtsmannes ansehen und das Haus von Frau Santa Claus besuchen.

Im Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi in Finnland können Kinder und Erwachsene den Weihnachtsmann treffen.

Aktuelle Deals

Deutschland zählt in Finnland momentan als Risikogebiet. Daher müssen Reisende geimpft, genesen oder getestet sein. 

Wer aufgrund der Pandemie nicht verreisen kann oder möchte, kann den finnischen Weihnachtsmann auch einfach per Videotelefonat treffen. Für das fünfminütige Gespräch auf Englisch ist eine vorherige Reservierung notwendig. Das Ganze hat aber seinen Preis: 79 Euro kostet das Gespräch im Dezember, während der Weihnachtswoche sogar stolze 99 Euro. 

Dänische Weihnachtselfen im Nisseland

Gut 2000 Kilometer weiter südlich vom Polarkreis befindet sich Nisseland – ein Museum in Dänemark für Weihnachtselfen, in dem auch der Weihnachtsmann regelmäßig vorbeischaut.

Die Elfen, auch Nissen genannt, sind in Skandinavien die wichtigsten Helfer des Weihnachtsmanns. Sie unterstützen ihn beim Verpacken der Geschenke und tragen wie er einen weißen Bart und eine rote Mütze. Allerdings sind sie nur so groß wie ein Kind.

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Ihr Chef, der Weihnachtsmann, ist jedes Wochenende auf dem 2000 Quadratmeter großen Gelände in der Gemeinde Mørkøv für ein paar Stunden zu Gast. 

Der Eintritt für Erwachsene kostet umgerechnet 13 Euro, für Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren liegt er bei acht Euro, und für Kinder unter zwei Jahren bei fünf Euro. 

Das Haus des Weihnachtsmanns über dem Genfer See

Auch in der Schweiz ist eine persönliche Begegnung mit dem Weihnachtsmann möglich. Oberhalb des Ortes Montreux am Ufer des Genfer Sees steht das „Haus des Weihnachtsmanns“ auf dem Berg Rochers-de-Naye.

Bis zum 24. Dezember können Kinder ihn dort kennenlernen. Eine vorherige Anmeldung und die Buchung eines Tickets für die Bergbahn auf den Gipfel sind notwendig.

Besucherinnen und Besucher, die älter als 16 Jahre sind, brauchen ein Covid-Zertifikat für den Einlass – das bedeutet, sie müssen geimpft, genesen oder getestet sein.

Der Eintritt in das Haus des Weihnachtsmanns und die Bahnfahrt kosten für Erwachsene umgerechnet rund 35 Euro. Für Kinder zwischen sechs und 16 Jahren fallen 18 Euro an. Kinder bis fünf Jahre haben freien Eintritt.

Um in die Schweiz einzureisen, müssen Touristinnen und Touristen ein Einreiseformular ausfüllen und nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Alle anderen Reisenden aus dem Ausland müssen einen negativen PCR-Test oder einen Antigen-Schnelltest vorweisen. Personen unter 16 Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen.

In Frankreich begrüßt der Père Noël kleine und große Gäste

Nicht weit entfernt von Montreux hat der Mann mit dem Rauschebart ein weiteres Domizil. Knapp hinter der französischen Grenze und nur 30 Minuten von Genf entfernt, lebt er in der kleinen Gemeinde Andilly. Im Winter ist der dortige Themenpark komplett auf das Fest ausgerichtet.

Besucherinnen und Besucher treffen nicht nur auf Père Noël, sondern auch auf seine Frau und seine Schwestern, die den Kindern Geschichten vorlesen. Auch Père Fouettard, der französische Knecht Ruprecht, wohnt in dem Park.

Eine vorherige Reservierung der Tickets wird empfohlen. Der Eintritt in das Weihnachtsdorf „Hameau du Père Noël“ kostet für Besucherinnen und Besucher ab zwölf Jahren zehn Euro. Kinder zwischen drei und elf Jahren zahlen sechs Euro. An den Wochenenden und in der Woche vor dem 24. Dezember ist der Eintritt jeweils rund drei Euro teurer. 

Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsdorfes, die älter als zwölf Jahre sind, brauchen einen „pass sanitaire“, also einen Nachweis darüber, dass sie geimpft oder genesen sind oder einen aktuellen negativen Corona-Test haben.

Auch für die Einreise nach Frankreich ist ein Impf- oder Genesenennachweis notwendig. Alle anderen brauchen einen negativen PCR-Test, der höchstens 24 Stunden alt ist.

Himmelpfort: Den Weihnachtsmann am Fenster treffen

Wer lieber auf eine Auslandsreise verzichtet, kann den Weihnachtsmann auch in Deutschland treffen. Denn dieser wohnt auch in dem kleinen brandenburgischen Ort Himmelpfort, der nur gut zwei Autostunden von Berlin entfernt ist. 

Aufgrund der aktuellen Corona-Inzidenz können Gäste und Gästinnen den Gabenbringer derzeit nur durch das Fenster in der Weihnachtspostfiliale sehen. Dort arbeitet er bis zum 19. Dezember jeweils freitags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. An den restlichen Tagen sind seine Helfer, die Engel, da und nehmen Briefe der Kinder an. 

In Himmelpfort in Brandenburg können Kinder den Weihnachtsmann treffen. Dieses Jahr ist das aufgrund der Corona-Pandemie aber nur eingeschränkt möglich.

Auch ein Besuch der Weihnachtsmannstube ist möglich – dieses Jahr allerdings ist es aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich, den Weihnachtsmann dort persönlich zu treffen. Die Stube ist täglich in der Vorweihnachtszeit ab 10.30 Uhr geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten können Kinder ihre Wunschzettel auch in den Briefkasten vor dem Haus einwerfen.