5300 Einwohner klingt nach wenig, dafür gibt es jede Menge Touristinnen und Touristen auf der Ostfriesischen Insel Borkum: Pro Jahr kommen um die 300.000 Besucherinnen und Besucher nach Borkum! Das Herz ist die gleichnamige Stadt Borkum im Westen der Insel, außerdem gibt es die kleineren Ortsteile Ostland im Osten der Insel und Reede im Südosten am Hafen. Da Borkum eine Fläche von nur 31 Quadratkilometern hat, kannst du im Urlaub ganz easy die schönsten Orte auf der Insel besuchen. 

Der Nordstrand ist der beliebteste Strandabschnitt auf Borkum.

Orte auf Borkum: Die Stadt Borkum

Das Herz der Insel ist die gleichnamige Stadt im Westen von Borkum. Direkt am beliebten Nordstrand gelegen ist die „Inselhauptstadt“ auch das Zentrum des Kurlebens. Denn Borkum ist nicht nur die größte der Ostfriesischen Inseln, sondern auch die einzige Insel mit Hochseeklima. Bereits ab dem Jahr 1834 kamen Erholungssuchende auf die Insel. Im Jahre 1850 wurden dann die Kurgäste erstmalig registriert: 252 Personen kamen damals nach Borkum. Bis 1900 erhöhte sich die Zahl der Badegäste auf 16.474 Personen und nahm weiter stetig zu.

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An der Promenade in Borkum liegt die Wandelhalle, die früher das Kurhaus war.

Wichtigster Treffpunkt ist ganz klar die vier Kilometer lange Promenade. Hier thront die Wandelhalle, die früher das Kurhaus war und heute Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie beherbergt. Vor allem zum Sonnenuntergang sind die Terrassenplätze mit freier Sicht aufs Meer begehrt.

Im Jahr 2005 wurde das „Gezeitenland – Wasser und Wellness“ eröffnet, wo sich alles um Wellness und Badespaß dreht. Es gibt eine Panoramasauna mit Blick auf die Nordsee, ein Erlebnisbad mit Riesenrutsche und mit dem FlowRider die einzige Indoor-Surfanlage im Norden Deutschlands. Spannend sind auch die Wellnessangebote – von Naturschlick-Anwendungen und Schwebebädern in der Floatingmuschel bis hin zu ostfriesischen Badezeremonien in der Borkumer Waschstube.

Typische Bäderarchitektur an der Promenade auf Borkum.

Auf der Promenade reihen sich auch die berühmten Borkumer Milchbuden aneinander. Seit mehr als 100 Jahren sind sie auf Borkum Tradition: kleine Restaurants am Hauptstrand. Am beliebtesten ist die Milchbude Stonner. Abseits der Promenade spielt sich das Leben in der Franz-Habich-Straße und den umliegenden Seitenstraßen ab mit vielen Souvenirläden und Restaurants. Als Klassiker gilt der frische Fisch im Knurrhahn.

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Die Promenade auf Borkum ist vier Kilometer lang.

Orte auf Borkum: Ostland

Im Osten der Insel, nur vier Kilometer entfernt von der Stadt Borkum, liegt das Ostland. Die Siedlung wurde 1650 erstmals urkundlich erwähnt. Doch erst hundert Jahre später –1752 – wurde das Gebiet besiedelt. Allerdings sehr langsam, denn erneut hundert Jahre später gab es 1848 erst fünf Wohngebäude, in denen 36 Personen lebten.

Spannend: Noch 1863 bestand Borkum aus zwei separaten Inseln, Westland und Ostland, die durch einen Priel voneinander getrennt waren. Zwischen 1862 und 1864 wurde der Tüskendörwall (heute Hindenburgdamm genannt) aufgeschüttet, um die beiden Teile miteinander zu verbinden.

Das Ostland ist der naturbelassene Teil von Borkum und umgeben von Strand und Dünen.

Das Ostland ist der naturbelassene Teil von Borkum und umgeben von Strand und Dünen. Häuser, Einwohnerinnen und Einwohner gibt es heute mehr, dazu kommen ein paar gemütliche Restaurants. Die Natur ist aber ganz klar die Hauptdarstellerin. In unmittelbarer Nähe liegt das Naturschutzgebiet Hooge Hörn. Der Name bedeutet „erhöht liegende Ecke“. Das Hooge Hörn ist ein traumhaftes Ziel für Spaziergänge.

Am östlichsten Punkt der Insel leben zahlreiche Rast- und Brutvögel. Vom Café Ostland geht es bis zum Ende des befestigten Fahrradweges und von dort aus drei Kilometer durch Salzwiesen und das Watt. Unbedingt bei den Aussichtsdünen stoppen: Auf Borkum gibt es vier davon, im Ostland ist die sieben Meter hohe Ostdüne, auch Steernklippdüne genannt, ein tolles Ausflugsziel. Von hier kannst du zu den Nachbarinseln Memmert, Juist und Norderney gucken.

Strand zwischen Dünen und Nordsee auf Borkum.

Orte auf Borkum: Reede

Der dritte Ortsteil von Borkum liegt im äußersten Süden der Insel. Reede ist der erste Ort, mit dem Urlauberinnen und Urlauber in Berührung kommen, denn hier legen Fähren aus Emden oder Eemshaven im Hafen an. So entstand auch der Name: Reede bedeutet Ankerplatz.

Auf Borkum leben zahlreiche Rast- und Brutvögel.

Bis in die 1990er-Jahre war in Borkum-Reede ein wichtiger Marinestützpunkt und der größte Arbeitgeber der Insel. In den ehemaligen Gebäuden der Marine-Seemannschaftslehrgruppe betreibt das Deutsche Jugendherbergswerk heute die Jugendherberge Am Wattenmeer.

Spannend ist auch ein Besuch des Nationalparkschiffs und Informationszentrums, ein Informationszentrum über das Wattenmeer. In der Nähe des Hafengebiets ist die Ronde Plate (die Runde Sandbank) ein tolles Ziel. Dabei handelt es sich um ein großes Wattgebiet mit Salzwiesen, das zu den schönsten der deutschen Nordseeküste zählt.

Die Borkumer Kleinbahn ist die älteste, deutsche Inselbahn.

Wer von Reede um die Insel tuckern will, nimmt die Inselbahn, die mit einer Spurweite von 900 Millimetern und auf sieben Kilometern die Inselorte abfährt. Die Borkumer Kleinbahn ist die älteste deutsche Inselbahn und tuckert vom Fähranleger bis zum Bahnhof.