Felsgiganten, die majestätisch in die Höhe ragen – in ganz Deutschland gibt es diese Formationen, von denen viele auf einer Wanderung entdeckt werden können. Während du die Natur erkundest, warten unterwegs oder am Ende des Abenteuers hohe oder bizarre Felsen, von denen aus du einzigartige Aussichten genießen kannst.

Kösseine-Rundweg: Gipfel mit Doppelspitze im Fichtelgebirge

Ein markanter Gipfel wartet auf dem Kösseine-Rundweg auf Wanderfreundinnen und -freunde. Ziel ist der gleichnamige Berg Kösseine im Fichtelgebirge im Herzen von Bayern. Los geht die etwa dreieinhalbstündige Wanderung auf der Luisenburg, die an sich schon eine Sehenswürdigkeit ist.

Das eindrucksvolle Granit-Blockmeer auf dem Kösseine-Rundwanderweg im Fichtelgebirge in Bayern.

Hier ist sogar eine Freilichtbühne eingebettet, auf der bis August Theateraufführungen stattfinden. Anschließend kommst du durch das spektakuläre Granitblockmeer. Die verschiedenen Felsgruppen auf 15,8 Hektar Fläche sind geschützte Naturdenkmäler.

Weiter geht es auf einem Höhenweg, der dich zum wohl markantesten Gipfel des Fichtelgebirges führt: Die Kösseine, ein 939 Meter hoher Berg mit einer Doppelspitze – der kleinen und der großen Kösseine. Zum Verschnaufen bietet sich ein Besuch im Gasthaus Kösseinehaus an. 

Aktuelle Deals

Kreidefelsen-Wanderung auf Rügen

Die Insel Rügen ist nicht zuletzt wegen ihrer atemberaubenden Kreidefelsen bekannt. Wenn du vor Ort bist, solltest du dir dieses Naturspektakel nicht entgehen lassen. Eine Wanderung kannst du zum Beispiel vom Parkplatz in Hagen aus starten. Das Auto sollte hier warten. Weiter geht es besser zu Fuß oder mit dem Rad für etwa drei Kilometer zum Nationalpark Jasmund– übrigens mit 3003 Hektar der kleinste Nationalpark Deutschlands.

Von hier aus geht es weiter auf dem Hochuferweg. Zwischen Sassnitz und Lohme gibt es einige Ausblickpunkte und du kannst sogar unterhalb der Felsen hinunter zum Strand gehen.

Blick auf die Kreidefelsen an der Küste der Ostseeinsel Rügen im Nationalpark Jasmund.

Der gesamte Küstenabschnitt entlang der Kreidefelsen zieht sich über zwölf Kilometer entlang der Ostsee-Küste. Die hellen Felsen, die von dichtem Buchenwald überzogen sind, sind etwa 70 Millionen Jahre alt.

Übrigens: Die wohl bekannteste Formation, den Königsstuhl, kannst du am besten von dem benachbarten Kreidefelsen „Victoria-Sicht“ aus sehen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Wanderung zur Basteibrücke im Elbsandsteingebirge

In der Sächsischen Schweiz führt eine Wanderung über die bekannte Basteibrücke. Umringt von gigantischen Felsformationen ist ihr Anblick schon aus der Ferne ein einmaliges Erlebnis. Der Aufstieg dauert etwa 30 bis 45 Minuten, bis du die Treppe in 305 Metern Höhe erreichst. Wenn du etwas länger wandern möchtest, lohnt sich ein Start in Rathen – einem Kurort in Sachsen, der sich unterhalb des Elbsandsteingebirges befindet.

Die einzigartige Basteibrücke lockt jährlich viele Besucherinnen und Besucher.

Der Sage nach versteckten sich vor vielen Jahren Raubritter zwischen den Felsen und Bäumen. Wenn du oben angekommen bist, kannst du einen eindrucksvollen Panoramablick genießen und wer weiß: Vielleicht entdeckst du ja noch eines der Verstecke von damals?

Versteinerte Wächter in der Fränkischen Schweiz

Einen Rundwanderweg, auf dem dir ein kleines Kirchdorf inmitten der Naturlandschaft sowie versteinerte Wächter begegnen, bietet dir der Rundwanderweg von der Teufelshöhle durch das Klumpertal. Hier, in der Fränkischen Schweiz, überragen die gigantischen Felsen mit mythischen Höhlen und tiefen Tälern das Fachwerkdorf Tüchersfeld.

Zwei Felsnadeln mit Judenhof in Tüchersfeld in Bayern ragen imposant in die Höhe.

Einen Besuch wert ist hier zum Beispiel die Teufelshöhle, die nicht nur die größte der zahlreichen Höhlen ist, sondern auch noch durch ihren Tropfsteinschmuck besonders schön ist. Hier beginnt der Rundwanderweg, bei dem es bergauf in Richtung Kirchenbirkig geht – das ist ein kleines Kirchdorf. Wenig überraschend geht es weiter an der Kirche Sankt Johannes vorbei, anschließend durch dichten Wald ins Klumpertal, wo eindrucksvolle Felsen am Wegesrand thronen. Einige Mühlen und Teiche säumen den Weg, während die Wanderung sich wieder der Teufelshöhle nähert.

Rundwanderweg im Felsenlabyrinth Luisenburg

Ganze 300 Millionen Jahre alte Granitsteinblöcke kannst du auf dem Rundwanderweg im Felsenlabyrinth Lusienburg im Fichtelgebirge erkunden. Es gilt als Europas größtes Felsenlabyrinth und ist ein Nationales Geotop. Beim Aufstieg kletterst du teilweise vorbei an und durch enge Felsspalten und kleine Schluchten, weswegen du auf gutes Schuhwerk achten solltest. 

Mächtige Felsen und bizarre Wurzeln im Felsenlabyrinth im Fichtelgebirge.

Kurz vor dem Gipfel erwartet dich mit der Teufelstreppe noch eine Herausforderung: 30 steinige Stufen, an deren Ende jeder und jede zum Kriechen gezwungen wird. Belohnt wird das mit einem Ausblick vom höchsten Punkt des Felsenlabyrinthes, dem Bundesstein mit Gipfelkreuz. Von hier aus hast du eine spektakuläre Aussicht über das Fichtelgebirge.

Der Teufelsmauerstieg im Harz

Mystisch wird es auch im Harz bei dem Rundwanderweg um die Teufelsmauer. Die gigantischen Sandsteinfelsen ragen imposant über Ballenstedt, Weddersleben und Blankenburg bis zu 50 Meter in die Höhe. Von letzterem Ort aus kannst du deine Wanderung starten.

Los geht es über Klippen und schmale Felsspalten vom sogenannten Großvaterfelsen, bis du vorbei an der Gewittergrotte kommst. Außerdem begegnen dir unterwegs allerhand kuriose Felsen wie der Schweinekopf, die Zwergenhöhle oder der Teufelskessel.

Eindrucksvolle Felsformationen am Naturschutzgebiet Teufelsmauer bei Thale im Harz.

Ein Weg am Fuße der eindrucksvollen Teufelsmauer führt dich wieder zurück nach Blankenburg.

Altschlosspfad in der Pfalz

Der Altschlosspfad in Eppenbrunn ist ein Highlight im Pfälzerwald: Der rund zehn Kilometer lange Wanderweg führt nämlich auch entlang der Altschlossfelsen: Die etwa 1,5 Kilometer lange und bis zu 35 Meter hohe Buntsandsteinformation ist ein Natur- und Kulturdenkmal.

Die Altschlossfelsen im Pfälzerwald.

Vor mehreren Hundert Jahren wurde auf die imposanten Felsen eine Burg gebaut. Sie ist zwar mittlerweile verfallen, auf den vier Hauptfelsen sind aber noch Spuren vorhanden: Reste einer Stufenanlage, Pfostenlöcher, Reste eines Mauerwerks und Einschnitte für Balken in den Felsen.