Autofahren wird in Deutschland immer teurer. Das hat der Verkehrsclub ADAC in einem aktuellen Wochenvergleich bekannt gegeben. Und laut der Deutschen Presse-Agentur sind die Benzin- und Dieselpreise in Deutschland auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen.

Wenn du eine längere Reise mit dem Auto planst, kann das also richtig teuer werden – und klimafreundlich ist es auch nicht gerade. Sogar die günstigeren Mitfahrgelegenheiten und Carsharing-Anbieter haben ordentlich ihre Preise angehoben. Aber trotzdem musst du nicht verzweifeln – wir haben einige günstige und durchaus charmante Alternativen gefunden, mit denen du deinen Traumurlaub nicht absagen musst.

Mit dem Zug entspannt reisen

Kein Stau, keine Hektik: Das Reisen mit dem Zug hat an sich schon einige Vorteile. Besonders im Hinblick auf die steigenden Benzinkosten kann das eine Alternative sein. Vor allem bei kürzeren Strecken ist das Geldsparen möglich, da die Ticketpreise günstiger sein können als die Tankkosten und Parkplatzgebühren zusammen.

Aktuelle Deals

Dabei variieren die Preise je nach Region und Reisezeitpunkt. Laut dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) gilt die Faustregel: Je näher der Reisezeitraum rückt, desto teurer werden die Fahrkarten. Ausnahmen gebe es allerdings bei nicht stark nachgefragten Strecken. Bei diesen kann es auch 24 Stunden vor Abfahrt noch günstige Fahrkarten geben. Der Sparpreisfinder der Bahn hilft, diese zu finden.

Sonnenuntergang am Hauptbahnhof Frankfurt am Main – wer mit dem Zug reist, kann ihn ganz entspannt aus dem Fenster beobachten.

Besonders bei längeren Strecken solltest du dir einen Sitzplatz reservieren und vielleicht lieber einen Rucksack anstelle eines großen, schweren Koffers packen. Die Fahrt im Zug ist natürlich auch umweltfreundlicher als das Reisen im Pkw und außerdem hast du so mal Zeit, ein gutes Buch zu lesen oder einfach ganz bewusst die Landschaft um dich herum zu genießen. Mit der Transsibirischen Eisenbahn kannst du sogar von Europa aus bis nach Asien reisen.

Mit dem Rheinfrachtschiff von Duisburg nach Rotterdam

Auf einem imposanten Frachtschiff schippern – das ist auf jeden Fall eine richtig spannende Alternative. Unterwegs hast du viel Zeit, um deinen Gedanken einfach mal freien Lauf zu lassen oder die Weite des Meeres – oder Kanals bei uns in Deutschland – auf dich wirken zu lassen.

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Mit einem Frachtschiff zu reisen, ist eine ganz neue Erfahrung.

In Einzel- oder Doppelkabinen bist du hier meistens recht komfortabel untergebracht und hast während deiner Reise die Möglichkeit, die Crew an Bord einmal näher kennenzulernen und dir die Arbeit oder den Maschinenraum erklären zu lassen. Für rund 100 Euro am Tag kannst du bei dieser Reisemöglichkeit immerhin ganze 800 Kilometer zurücklegen.

Auf dem Drahtesel durch die Landschaft radeln

Zwischen 30 und 130 Kilometer kannst du täglich mit dem Fahrrad zurücklegen und so deine Umwelt schonen, Geld für Benzin sparen und auch noch fit bleiben! Allerdings kannst du je nach Fahrrad – mit oder ohne Anhänger, Satteltaschen et cetera – nicht wirklich viel Gepäck mitnehmen. Auch das Wetter beeinflusst deine Fahrt eher als im Auto – also Regenkleidung nicht vergessen!

Mit dem Fahrrad kannst du auf Wegen reisen, die für Autos gesperrt sind.

Wenn du das alles bedenkst, kannst du allerdings echte Abenteuer erleben und deine Umwelt auf eine ganz andere Weise entdecken als im Auto. Good to know: Es gibt eine Ladefunktion am Nabendynamo, mit der du Handy oder Navi aufladen kannst, wenn du mal auf deiner Reise im Freien deine Geräte laden möchtest. 

Mit dem E-Scooter auf Reisen gehen

Entweder du hasst oder du liebst sie – E-Scooter sind aber aus unseren Innenstädten mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Eines kann man den Scootern aber nicht absprechen: Sie sind umweltfreundlich. Und du kannst sie auch mal mit in den Bus oder die Bahn nehmen, wenn es doch einmal schneller vorangehen soll. Die Höchstgeschwindigkeiten sind unterschiedlich – in Deutschland kannst du mit 20 bis 25 Kilometer die Stunde fahren. Einen Koffer mitzuführen ist möglich, allerdings nicht wirklich ratsam, daher solltest du lieber auf einen größeren Rucksack umsteigen.

Auf den Rollkoffer solltest du bei deinem Trip mit einem E-Scooter vielleicht besser verzichten.

Das Mindestalter zum E-Scooter-Fahren bei uns in Deutschland liegt bei 14 Jahren. Eine Haftpflichtversicherung ist immer vorgeschrieben. Es gibt sehr verschiedene Bauarten und Preisklassen – Modelle mit Straßenzulassung sind ab etwa 400 Euro zu haben. Es gibt aber auch einige richtig teure Modelle für um die 2000 Euro. Alternativ kannst du fast überall einen E-Scooter mieten. Immer zu beachten ist, dass die Akkus regelmäßig über eine Steckdose aufgeladen werden müssen, damit dein Abenteuer nicht vorzeitig abgebrochen werden muss.

Für Hartgesottene: Zu Fuß auf neuen Pfaden reisen

Für diese Variante des Reisens solltest du vorher ausreichend deinen Rücken trainieren – so ein Rucksack kann nämlich schon mal ganz schön schwer werden. Vor allem, wenn du planst, länger unterwegs zu sein. Es gibt mehrere Weitwanderwege, die dich an dein Limit bringen können.

Bergwandern in den Allgäuer Alpen – Sportskanonen können auf diesem Weg viel Geld sparen.

Dabei hast du allerdings ausreichend Zeit, über dein Leben nachzudenken und dich neu zu sortieren. Auch neue Bekanntschaften unterwegs sind etwas, was du im Auto vermutlich verpasst hättest. Allerdings musst du bereit sein, überwiegend auf Komfort wie frische Wäsche und ein tägliches Bad zu verzichten.

Gut beraten bist du mit dem eigenen Zelt und der Möglichkeit, selber zu kochen. Auch eine dicke Isomatte zum Aufpusten schadet sicher nicht. Am Tag kannst du – je nach Kondition und Strecke – etwa 25 Kilometer bewältigen. Doch beachte: Fast überall in Deutschland ist Wildcamping verboten. Du solltest dich also vorab informieren, wo du dich niederlassen kannst.