Eines haben die Bundesländer gemeinsam: Die Infektionslage entscheidet über die Regeln in Hotels und Ferienwohnungen, in Restaurants und Bars. Bund und Länder haben sich zuletzt auf einheitliche Regeln geeinigt, die auch Reisende betreffen. So gilt etwa in Bus und Bahn künftig 3G. Außerdem gilt bei einer bestimmten Hospitalisierungsrate flächendeckend die 2G-Regel.

Aber: Weil sich die Impfquote, die Corona-Inzidenz und die Auslastung der Krankenhäuser je nach Region in Deutschland teils deutlich unterscheiden, gelten überall andere Einschränkungen. Mal gilt 2G, mal 3G, mal 3G plus, mal sogar ein komplettes Beherbergungsverbot. 

Überblick zu den Regeln im Tourismus

Die Folge: Wer einen Ausflug mit Besuch im Restaurant oder Museum machen will oder im Hotel übernachten möchte, muss sich auch im Herbst und Winter 2021 durch einen Regel-Dschungel kämpfen. Wir helfen mit einem Überblick über die Corona-Regeln, die Touristinnen und Touristen aktuell beachten müssen (Stand: 21. November):

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Corona-Regeln in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gelten seit Mittwoch, 17. November, strengere Regeln. Grund ist der Anstieg der Zahl an Covid-Patientinnen und ‑Patienten auf Intensivstationen. Denn wenn mehr als 390 Intensivbetten belegt sind, greift rundum die 2G-Regel.

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Dann sind das Shoppen in der Innenstadt, Besuche im Restaurant oder im Museen und die Teilnahme an den meisten öffentlichen Veranstaltungen nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt. In Hotels und anderen touristischen Unterkünften müssen Ungeimpfte einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen.

Corona-Maßnahmen in Bayern

Im südlichsten Bundesland ist die Krankenhausampel entscheidend: Hier gibt es neben den Levels „gelb“ und „rot“ auch eine Kategorie für sogenannte Hotspots. Weil die Ampel inzwischen auf „Rot“ steht, gelten verschärfte Regeln. Bayern hat erneut den Katastrophenfall ausgerufen. Ab sofort gilt in Bayern flächendeckend die 2G-Regel. Besuchende von Restaurants und Beherbergungsbetrieben benötigen einen Impf- oder Genesungsnachweis. Für Seilbahnen, Kinos, Konzerte und Theater gilt die 2G-Regel für alle Menschen bereits seit längerem – auch für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

In bayerischen Hotspots mit Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 müssen ab Mittwoch, 24. November, Hotels für drei Wochen schließen. Welche betroffen sind, lässt sich online in dieser Übersicht nachlesen.

Corona-Regeln in Berlin

Berlin führte am 15. November flächendeckend 2G ein – der Zugang zu Restaurants, Kinos, Theatern, Veranstaltungen und anderen Freizeiteinrichtungen ist sowohl für Berlinerinnen und Berliner als auch für Touristinnen und Touristen nur noch mit Impf- oder Genesenen-Nachweis möglich. Getestete (3G) haben dann keinen Zutritt mehr. Ausgenommen sind Personen unter 18 Jahren, für sie reicht weiterhin ein nachgewiesener negativer Corona-Test.

Brandenburgs Corona-Regeln

Brandenburg hat am 15. November die 2G-Regel in Gaststätten, Hotels, Kinos, Theatern, Diskotheken, Clubs und auf Festivals eingeführt. Bis dahin konnte die 2G-Regel als Option etwa für Veranstaltungen, Innengastronomie, Beherbergung in Hotels oder Ferienwohnungen, Stadtrundfahrten und touristische Ausflüge, Indoor-Sportanlagen, Kultur- und Freizeitanlagen sowie Clubs genutzt werden. 

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Corona-Maßnahmen in Bremen

In Bremen gilt, wie in vielen Bundesländern, ein Stufenmodell, das die Hospitalisierungsinzidenz berücksichtigt. Weil sich diese derzeit zwischen null und drei bewegt, gilt Warnstufe null. Demnach sind die Menschen in Bremen in Innenräumen des Einzelhandels sowie im öffentlichen Nahverkehr (Bus und Bahn) zum Tragen von medizinischen Gesichtsmasken verpflichtet, genauso bei Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmenden.

Beginnend mit Warnstufe eins (Hospitalisierungsinzidenz zwischen drei und sechs) gilt die 3G-Regel für Innenräume von vielen Einrichtungen wie Restaurants oder Hotels. Ab Warnstufe zwei (Hospitalisierungsinzidenz zwischen sechs und zwölf) können Betreiber entscheiden, ob sie sogar nur Geimpfte und Genesene (2G) zulassen möchten.

Welche Corona-Regeln in Hamburg gelten

Hamburg war das erste Bundesland, das die 2G-Option für Freizeiteinrichtungen eingeführt hatte – nun greift die Regelung flechendeckend. Seit dem 20. November dürfen Ungeimpfte unter anderem Restaurants, Bars, Hotels und Clubs nicht mehr betreten. Kinder unter zwölf Jahren dürfen generell 2G-Angebote nutzen.

Corona-Regeln in Hessen

Hessen hat die Corona-Regeln verschärft. Die Folge: Antigen-Schnelltests reichen für 3G oft nicht mehr aus. Für den Besuch eines Restaurants oder eines Konzertes wird ein PCR-Test benötigt. Kinder und Jugendliche können allerdings weiterhin einen Antigen-Test vorweisen. Für Großveranstaltungen gelten noch strengere Maßnahmen. Nehmen mehr als 5000 Menschen teil, dürfen maximal zehn Prozent des Publikums einen negativen Coronatest für den Einlass nutzen. Alle anderen Besucherinnen und Besucher müssen geimpft oder genesen sein.

In Hotels, Ferienwohnungen und anderen Beherbergungsbetrieben muss ein Negativnachweis bei der Anreise vorgezeigt werden. Bei mehr als sieben Tagen Aufenthalt müssen sich alle Gästinnen und Gäste zweimal pro Woche testen lassen.

Die Corona-Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gilt bereits seit einigen Monaten eine Corona-Ampel mit den Stufen „grün“, „gelb“, „orange“ und „rot“. Betrachtet werden hier die Auslastung der Krankenhäuser, auch auf den Intensivstationen, sowie die Sieben-Tage-Inzidenz, berichtet die „Ostsee-Zeitung“.

Voraussichtlich ab nächster Woche gilt in Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend 2G. Dann muss in Hotels, Bars, Restaurants und bei Veranstaltungen der Nachweis über eine Impfung oder Genesung vorgelegt werden.

Wichtig für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer: Seit dem 1. November gelten in Mecklenburg-Vorpommern verschärfte Maßnahmen. Wer nicht vollständig geimpft ist und nach einem Urlaub im Hochrisikogebiet in Quarantäne muss, erhält keine Entschädigungsleistungen mehr für den Arbeitsausfall.

Welche Corona-Regeln in Niedersachsen gelten

Niedersachsen ermöglicht das 2G-Modell optional für Hotels, Veranstalter und Betreiber von Lokalitäten wie Restaurants und Bars. Bei einer Inzidenz von (wie aktuell) über 50 gilt bei Veranstaltungen mit mehr als 25 Teilnehmenden bereits die 3G-Regel in vielen Bereichen. Zudem setzt das Bundesland auf eine dreistufige Warnampel, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.

In touristischen Beherbergungsbetrieben ist für nicht Geimpfte und nicht Genesene ein negativer Corona-Test bei Anreise und zweimal pro Woche während des Aufenthalts notwendig. Antigentests sind 24 Stunden gültig, PCR-Tests 48 Stunden.

Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen

In NRW gilt in vielen Einrichtungen und bei vielen Veranstaltungen die 3G-Regel. Doch wegen der sich verschlechternden Lage will auch NRW flächendeckend die 2G-Regel einführen, voraussichtlich nächste Woche, wie der „Westfälische Anzeiger“ berichtet.

Verschärfte Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz setzt zur Pandemiebekämpfung auf Warnstufen. Ab Mittwoch, 24. November, soll parallel zum Inkrafttreten des neuen Bundesrechts in Rheinland-Pfalz grundsätzlich die 2G-Regel beim Zutritt zu Veranstaltungen, Hotels und Gaststätten sowie Dienstleistungen gelten, berichtet der „SWR“.

Saarland: Die Corona-Regeln im Tourismus

Im Saarland gab es zwischenzeitlich praktisch keine Einschränkungen für Geimpfte, Genesene und Getestete. Doch damit ist es vorbei: Seit Samstag, 21. November, gilt vielerorts die 2G-Regel. Hotelübernachtungen sind nur noch für Geimpfte und Getestete möglich, gleiches gilt für die Gastronomie.

Die Corona-Regeln in Sachsen

Ab Montag, 22. November, ist ein Urlaub in Sachsen erst einmal nicht mehr möglich. Die Sächsische Staatsregierung hat eine Corona-Notfallverordnung beschlossen, die am 22. November 2021 in Kraft tritt und bis zum 12. Dezember 2021 gilt. Damit gilt auch ein touristischer Lockdown mit Beherbergungsverbot für Touristinnen und Touristen in Hotels und anderen Unterkünften. Alle Weihnachtsmärkte wurden abgesagt, Discos und Clubs müssen schließen. Die Gastronomie darf zwischen 6 und 20 Uhr öffnen, es gilt die 2G-Regel.

Sachsen-Anhalt: Corona-Regeln für Tourismus

Sachsen-Anhalt setzt ab 24. November flächendeckend auf 2G in Innenräumen. Nur noch Geimpfte und Genesene haben Zutritt zur Innengastronomie und zu Hotels, Ferienhäuser sowie Pensionen. Ausnahme: Dienstreisen. Auch für Busreisen und touristische Stadtrundfahrten gilt 2G.

Corona-Regeln in Schleswig-Holstein

Ausflüge und Urlaub in Schleswig-Holstein sind ab dem 22. November nur noch unter Einhaltung der 2G-Regel möglich. In Hotels, Restaurants, Bars und anderen Freizeiteinrichtungen wie etwa im Kino gilt dann in Innenräumen die Nachweispflicht über Impfung oder Genesung, berichten die Lübecker Nachrichten.

Thüringens Corona-Maßnahmen

Auch in Thüringen gilt 2G: Demnach sollen unter anderem in der Gastronomie (innen und außen), in touristischen Unterkünften und zu Veranstaltungen nur noch Menschen Zutritt haben, die gegen Corona geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind.