Destinationen wie Koh Phi Phi, Phuket und Koh Samui zählten vor der pandemiebedingten Zwangspause zu den weltweit bekanntesten und beliebtesten Reisezielen Thailands. Das hatte seine Schattenseiten: Mancher einst paradiesisch-einsam wirkende Ort war fast überfüllt. Wer eine entspannte Auszeit ohne viel Trubel sucht, findet gute Alternativen – und darf aus Deutschland kommend seit dem 1. November quarantänefrei (PCR-Test vor Ort bleibt Pflicht) einreisen

1. Koh Ngai

Klares Wasser, weiße Sandstrände und grüner Dschungel sind die Hauptattraktionen von Koh Ngai, das auch unter dem Namen Koh Hai bekannt ist. Laut dem Portal „Weg.de“ gilt die Insel noch als Geheimtipp. Das nur fünf Quadratkilometer große Eiland liegt im Süden der Provinz Krabi in der Andamanensee, ist aber aufgrund seiner Nähe zur Küste schneller von der Provinz Trang aus erreichbar.

Koh Ngai ist ideal für alle Reisenden, die einfach nur baden, schnorcheln und relaxen wollen. Die Insel hat nur wenige Dauerbewohnerinnen und ‑bewohner, kein Dorf und keine befestigten Straßen. Die wichtigsten Angebote finden Urlauberinnen und Urlauber darum in den Hotelanlagen und Restaurants am etwa vier Kilometer langen Koh Ngai Beach im Inselosten. Hier legen auch die typischen Longtail-Boote ab, mit denen man Ausflüge zu umliegenden Inseln unternehmen kann.

Vom südwestlichen Strand der Insel Ko Ngai aus haben Reisende einen tollen Ausblick auf die umliegenden Inseln.

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Wer seinen Strandtag auf Koh Ngai noch einsamer mag, kann im Südosten die unbewohnte Mung Bay mit ihrem 500 Meter langen Naturstrand und den Paradise Beach besuchen. Vor dem erfrischenden Bad wird es ein wenig schweißtreibend: Beide Strände sind per Kajak entlang der mit Mangroven bewachsenen Küste oder in etwa 30 Minuten zu Fuß erreichbar. Ein Pfad führt vom Koh Ngai Beach durch den Dschungel.

2. Koh Phayam

Ein Hauch entspanntes Aussteiger- und Hippiegefühl erwartet Reisende auf der autofreien Insel Koh Phayam, die nur etwa 33 Kilometer vor der Küste von Ranong in der Andamanensee liegt. Zu dieser Atmosphäre tragen die kleinen, zum Teil bunten Holz- und Bambuslokale und -bars bei, die man mitunter auf Koh Phayam findet. Obwohl die Insel über einige Resorts und Lokale verfügt, gilt sie als bisher vom Massentourismus verschont – eines ihrer wichtigsten Anbauprodukte ist die Cashewnuss.

Wer die Einsamkeit fernab des Hauptstrandes Buffalo Bay sucht, kann sich einen Roller mieten, um andere kleine Strände und Buchten kennenzulernen. Manche Küstenbereiche der Insel sind hingegen besser per Longtail-Boot erreichbar. Geeignet ist Koh Phayam für Bade- und Schnorchelurlauberinnen und ‑urlauber; vor allem an der Westseite finden sich entlang der Küste Korallenriffe. Auch bei Familien mit Kindern ist die Insel beliebt, da das Wasser an vielen der feinsandigen weißen Strände lange flach bleibt.

Die feinsandigen, flachen weißen Strände von Koh Phayam eignen sich gut für Familien mit Kindern.

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Wer Abwechslung zum Strandtag sucht, kann eine Kajaktour durch den Mangrovenwald im Inselinneren unternehmen oder den buddhistischen Tempel Wat Koh Phayam nahe dem Inselhafen besuchen.

3. Koh Jum/Koh Phu

Wer für seinen ruhigen Thailand-Urlaub Koh Jum/Koh Phu in der Andamanensee wählt, merkt schon bei der Anreise, dass das Eiland aus touristischer Sicht nur wenig erschlossen ist: Einen Fähranleger gibt es nicht. Die Schiffe, die zwischen dem nahe gelegenen Krabi und Koh Lanta pendeln, halten auf halber Strecke in Inselnähe im Meer an. Hier wartende Longtail-Boote nehmen die Passagierinnen und Passagiere nebst Gepäck auf und steuern die Inselstrände an, die den gebuchten Unterkünften am nächsten liegen.

Landschaftlich wie namentlich ist die Insel zweigeteilt. Wer den Norden besucht, befindet sich offiziell auf Koh Phu. Trekkingfans können dort die Landschaft rund um den etwa 400 Meter hohen Mount Phu mit seinen Gummibaumplantagen und dem regenwaldartigen Dschungel erkunden und anschließend in einem der Fischerdörfer Fisch und Meeresfrüchte genießen. Bade- und Schnorcheltouristinnen und ‑touristen dürften den südlichen Teil, also Koh Jum, bevorzugen; Sandstrände und Kokosplantagen sind hier typisch.

Wer auf der Insel Koh Jum einen der Bungalows unter Palmen mietet, kann sich fast ein bisschen wie Robinson Crusoe fühlen.

Das Gros der touristischen Unterkünfte findet sich auf der Westseite der Insel. Strandbungalows in unterschiedlichen Preisklassen verstärken das Robinson-Gefühl – zumal einige davon weder über Strom noch über Klimaanlagen verfügen.

4. Koh Kood

Koh Kood – auch Ko Kut geschrieben – ist die am weitesten östlich gelegene Insel Thailands. Sie befindet sich im Golf von Thailand nahe der kambodschanischen Grenze. Obwohl Koh Kood mit einer Länge von 25 Kilometern und einer Breite von bis zu zwölf Kilometern die viertgrößte thailändische Insel ist, zählt sie immer noch zu den Geheimtipps und wird weniger oft besucht als das nahe Koh Chang.

Touristisch erschlossen sind vor allem die Strände an Koh Koods Westseite – hier finden Reisende etliche Resorts, während andere Küstenbereiche kaum besiedelt sind. Zu bieten hat die Insel etliche lange weiße Sandstrände und türkis schimmerndes Wasser, in dem auch Schnorchelfans Etliches zu sehen bekommen. Im Inland dominieren dichter Urwald mit exotischer Flora und Fauna und mehreren Wasserfällen.

Koh Kood ist zwar die viertgrößte thailändische Insel – sie gilt aber immer noch als Geheimtipp. Kein Wunder, bei solchen Stränden.

Es gibt nur vergleichsweise wenige Straßen. Per Roller und zu Fuß gut erreichbar und darum auch der meistfrequentierte ist der Klong-Chao-Wasserfall. Er stürzt aus einigen Metern Höhe hinab in ein Felsenbassin. Wer den Ort Ao Salat im Nordosten von Koh Kood besucht, kann am örtlichen Tempel einen mehrere Meter hohen goldenen Buddha besichtigen.

5. Koh Yao Yai

Koh Yao Yai ist eine von zwei Hauptinseln der Koh-Yao-Gruppe, die sich zwischen Phuket und der thailändischen Westküste in der Andamanensee erstreckt. Mit einer Länge von etwa 30 Kilometern ist Koh Yao Yai größer als ihre Schwester Koh Yao Noi, aber touristisch gilt sie als noch ursprünglicher. Noch vor einigen Jahren gab es keine Unterkünfte für Reisende, mittlerweile findet sich eine kleine Anzahl von Resorts, die sich über das Eiland verteilen.

Das Gros der Inselbewohnerinnen und ‑bewohner lebt von der Fischerei oder der Kautschukgewinnung, Plantagen prägen das Bild im Inselinneren. Koh Yao Yai eignet sich vor allem für Ruhe suchende Touristinnen und Touristen, denn es gibt nur wenige Einkaufsmöglichkeiten und kein Nachtleben.

Koh Yao Yai in der Andamanensee gilt als sehr ursprünglich. Auf der Insel leben viele Einheimische vom Fischfang.

Ebbe und Flut sind vor allem an den Sandstränden im Nordosten deutlich spürbar. Badeurlauberinnen und -urlauber sind deshalb im Südwesten der Insel besser aufgehoben, da sich das Wasser dort nicht ganz so stark zurückzieht. Wer die Wartezeit bis zur Flut überbrücken will, kann in den Hotels und in einigen Restaurants Roller für einen Inseltrip ausleihen oder bei einer Kajaktour den Mangrovenwald im Süden der Insel bewundern.