Nach einem reisefreudigen Sommer und Herbst ist auch die Lust auf Winterurlaub bei den Deutschen vorhanden. Auch wenn noch nicht ganz klar ist, welche Regelungen an Weihnachten oder Silvester beispielsweise auf den Ski-Pisten gelten, sind die Vorzeichen für den Winter 2021/2022 deutlich besser als im vergangenen Jahr.

Das zeigt sich auch beim Suchen einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses. Gefühlt sind bereits jetzt kaum Unterkünfte über die Feiertage mehr frei. Aber stimmt das auch? Welche Regionen sind stark nachgefragt? Und was kosten die Unterkünfte? Der reisereporter liefert Antworten.

Nachfrage 13-mal so hoch wie im vergangenen Pandemie-Winter

Bereits seit Mai beobachtet DS Destination Solutions, ein auf die Vermarktung von Ferienunterkünften spezialisiertes Tochterunternehmen der HRS-Gruppe, eine verstärkte Nachfrage für Unterkünfte in der anstehenden Wintersaison. Einen verstärkten Trend an Reservierungen gibt es seit September, so das Unternehmen. Dabei sei unterm Strich die Nachfrage für die Monate Dezember bis März rund 13-mal so hoch wie im vergangenen Jahr – damit übertreffe sie sogar die Vor-Corona-Zeit, genauer gesagt den Winter 2019/2020.

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Dennoch sind viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen noch frei: „Allgemein lässt sich sagen, dass es in eigentlich allen Regionen noch Unterkünfte zu finden gibt“, so Sprecher Jonas Upmann von Hometogo, dem digitalen Marktplatz für Ferienhäuser. „Reisende müssen eventuell teilweise etwas suchen und ein paar Kilometer von den bekannten Orten entfernt suchen. Zum Beispiel im Landesinneren anstatt direkt an der Küste“, heißt es gegenüber dem reisereporter.

In welchem Bundesland sind die meisten Ferienwohnungen und -häuser frei?

Die Verfügbarkeiten auf Bundesland-Ebene für den Dezember zeigen, dass auch für Kurzentschlossene noch ausreichend Ferienhäuser und -wohnungen vorhanden sind. Besonders beliebt im Winter ist aufgrund der vielen Ski- und Rodelmöglichkeiten unter anderem Bayern. Dort sind nur noch 45 Prozent der Ferienwohnungen verfügbar. Aber auch in Brandenburg (44 Prozent), Thüringen (43 Prozent) und Sachsen (42) sind die Unterkünfte gut gebucht.

In Mecklenburg-Vorpommern sowie in Schleswig-Holstein sind mit 62 Prozent noch die meisten Ferienhäuser zu haben.

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Abseits der Alpen vielfach noch Kapazität vorhanden

Auch die Auswertung von DS Destination Solutions zeigt: Während im deutschlandweiten Durchschnitt gut 70 Prozent der Inserate in den Monaten Dezember bis März noch frei sind, wird es in Bayern und Baden-Württemberg gelegentlich etwas eng.

Am bayerischen Alpenrand sind im Dezember zum Beispiel noch etwa 52 Prozent frei, im Januar 56 Prozent, im Februar 57 Prozent und im März dann wieder 61 Prozent. In Oberstdorf sind im Dezember noch rund 53 Prozent der Angebote zu haben. Ähnlich sieht es in der Zugspitzregion aus. Etwas mehr sind es in der Region Tegernsee-Schliersee mit 60 Prozent sowie im Allgäu mit 65 Prozent. Die beliebtesten Orte sind im Zeitraum zwischen Dezember und März: Rottach-Egern, Bad Wiessee, Tegernsee, Fischbachau, Schliersee, Bayrischzell, Kreuth, Kollnburg, Waakirchen und Bad Kohlgrub 

Ferienhäuser sind in Bayern besonders im Winter gefragt.

Mit 75 Prozent hat der Schwarzwald im Vergleich noch viele Angebote frei, ebenso wie der Harz mit etwa 75 Prozent im Dezember und im März mit sogar noch 82 Prozent.

Was kosten Ferienwohnungen und Ferienhäuser zum Jahreswechsel?

Im europaweiten Überblick bleibt Deutschland auch zum Jahreswechsel laut Hometogo weiterhin das Reiseziel Nummer eins der Deutschen. Eine Ferienwohnung kostet dabei im bundesweiten Durchschnitt im Zeitraum vom 24. Dezember bis zum 2. Januar 2022 etwa 161 Euro pro Nacht. Es folgen nach Beliebtheit Dänemark mit 149 Euro, Österreich mit 226 Euro und die Niederlande mit 212 Euro.

Innerhalb Deutschlands fallen zum jetzigen Stand an der Ostsee 154 Euro pro Nacht und pro Unterkunft an. An der Nordsee sind es 117 Euro, im Harz 108 Euro, in den Alpen 187 Euro und im Schwarzwald 116 Euro.

Allerdings gilt es zu beachten, dass es in jeder Region Ferienunterkünfte gibt, deren Preise von diesen Preisen stark nach oben oder unten abweichen können. Dies ist abhängig von der Lage, der Größe, der zulässigen Personenzahl und der Ausstattung. Zudem werden laut Hometogo aktuell sehr viele Ferienhäuser und -wohnungen gebucht, sodass sich das Angebot an verfügbaren Unterkünften und somit der mediane Preis für verfügbare Unterkünfte ständig verändern kann.