Das Reisen mit dem Zug liegt im Trend: Immer mehr Menschen wollen umweltfreundlich reisen. In Spanien gelangst du dabei besonders schnell von einem Ort zum anderen, denn das beliebte Urlaubsland verfügt über das längste Hochgeschwindigkeitsnetz in Europa.

Mit Geschwindigkeiten von bis zu 310 Kilometern pro Stunde sausen die spanischen AVE-Hochgeschwindigkeitszüge durchs Land. So kannst du das spanische Festland schnell und einfach erkunden. Knotenpunkt ist dabei stets Spaniens Hauptstadt Madrid. Von dort aus führt das Streckennetz fast in jede Ecke des Landes und natürlich auch zu den sehenswerten Städten Barcelona, Córdoba, Sevilla, Málaga und Valencia.

Eine Reise nach Barcelona ist dabei unter drei Stunden möglich. Welche tollen Orte du auf den Strecken sonst noch entdecken kannst und was es an den Endstationen zu Erleben gibt – wir verraten es dir.

Barcelona

Was wäre eine Zugreise durch Spanien ohne einen Abstecher nach Barcelona? Dabei fährt der Hochgeschwindigkeitszug in zwei Stunden und 30 Minuten von Madrid durch Guadalajara, Calatayud, Saragossa, Lleida und Tarragona. Angekommen in Barcelona endet die Strecke zwar nicht – sie geht weiter nach Girona, Figueres und Lyon –, aber die Hauptstadt der spanischen Region Katalonien ist einen Ausstieg wert.

Das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist die Basilika Sagrada Família. Der Sakralbau, dessen Bau im Jahr 1882 begann, zählt zu den Unesco-Welterbestätten und ist sowohl von außen als auch von innen ein Hingucker. 

Sagrada Familia

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Ausblick auf Barcelona – hier hast du den schönsten

Charakteristisch für die Altstadt Barcelonas sind die hohen Altbauten sowie die engen, schattenspendenden Gassen. Dort locken tagsüber kleine Boutiquen und große Stores zum Shoppen. Abends öffnen dann die unzähligen Bars zur Abendgestaltung.

Viele Touristenbars gibt es am Strand und am Hafen des Stadtteils Barceloneta. Bei einem Abendspaziergang entlang der Promenade bietet der beleuchtete Hafen eine grandiose Aussicht. Für einen kleinen Adrenalinkick sorgt zudem eine Fahrt mit der Seilbahn von Barcelona.

Solltest du von dem Trubel die Nase voll haben, kein Problem: Du befindest dich direkt zu Füßen des Parc Güell. Der Aufstieg aufs Plateau des Parks lohnt sich nachts ebenso wie tagsüber: Du hast von dort einen phänomenalen Blick über die gesamte Stadt!

Castellón de la Plana

Die Stadt Castellón de la Plana an der Costa del Azahar erreichst du von Madrid aus in unter drei Stunden, wobei du die Städte Cuenca, Utiel-Requena und Valéncia durchfährst. 

Dort erwarten dich milde Temperaturen, duftende Orangenbaumgärten und eine Promenade, die bis zum Meer reicht. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört unter anderem die Kirche und Konkathedrale Santa María de la Asunción. Das Gotteshaus musste mehrfach neu aufgebaut werden. Die letzte Rekonstruktion war im Jahr 1939. Von dem einst gotischen Bau aus dem 13. Jahrhundert sind nur die Portale und einige Elemente im Gebäudeinneren übrig geblieben.

So schön sieht die Kathedrale von Castellon de la Plana bei Nacht aus.

Ruhe und Entspannung finden Reisende entweder im Park Ribalta oder am Strand im etwa vier Kilometer entfernten Ort Grao. Ein Bus bringt dich direkt zum Sandstrand, der sich bis hin nach Benicàssim erstreckt.

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Alicante

Alicante ist der vierte Stopp und die Endstation auf der Strecke, die dich von Madrid aus in etwa 135 Minuten durch Cuenca, Albacete und Villena führt. In der Hafenstadt an der Costa Blanca erinnert heute noch vieles an das Mittelalter, beispielsweise die Festung aus der Zeit der Mauren oder das Castillo de Santa Barbara aus dem Mittelalter.

Die Altstadt am Berghang des Schlosses Castillo de Santa Bárbara bietet mit ihren engen Gassen und bunten Häusern ein tolles Fotomotiv. Von dort kannst du mit einem Aufzug und über einen steilen Weg zum mittelalterlichen Castillo de Santa Bárbara gelangen, das sich auf einem Hügel mit tollem Blick über die Mittelmeerküste befindet.

Vom Castillo de Santa Bárbara hast du einen tollen Ausblick auf Alicante.

Wer sich lieber im Meer aufhält, kann im klaren Wasser der Costa Blanca entlang zahlreicher Korallenriffe tauchen oder während einer Bootstour die Stadt vom Wasser aus sehen. Ein Panorama-Blick auf die Küste ist außerdem mit der Tram möglich. Diese ist auch eine günstige Option, um zwischen den Sehenswürdigkeiten in Alicante und dem Umland zu pendeln.

Málaga und Granada

Um von Madrid aus nach Málaga und Granada zu gelangen, musst du zunächst Ciudad Real, Puertollano, Villanueva de Cordoba – Los Pedrockes, Cordoba, Puente-Genil-Herrera und Antequera passieren. Von dort aus geht es entweder nach Málaga oder über die Stadt Loja nach Granada. Die Fahrt dauert jeweils rund drei Stunden.

Die Stadt Málaga gilt als Tor zur Costa del Sol. Wer an die Costa del Sol fliegt, landet meistens in Malaga – und verlässt die Stadt schnell wieder, um in einem der Nachbarorte ein Hotel am Strand zu beziehen. Dabei hat die Stadt, in der Picasso geboren wurde, eine der schönsten Altstädte in Andalusien und einen passablen Stadtstrand.

Málaga: Das hat die Stadt an der Costa del Sol zu bieten

Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten gehört die alte Festung Alcazaba, die hoch über den Dächern der Stadt thront. Die Anlage wurde im elften Jahundert auf einem Hügel über der Stadt errichtet und gilt als zweitgrößte maurische Festung in Andalusien. Aber auch die Kathedrale von Málaga, die vor über 250 Jahren gebaut wurde, ist ein besonders schönes Bauwerk mit Elementen aus der Renaissance, der Gotik, dem Barock und dem Neoklassizismus.

Von der Festung Alcazaba hast du einen tollen Blick auf Malaga.

Natürlich sollte auch ein Besuch im Picasso Museum bei einem Tagestrip nicht fehlen. Dort sind dauerhaft 200 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von dem berühmten Künstler ausgestellt, die von der Familie Picassos ausgeliehen wurden.

Klein, aber sehenswert ist außerdem der Strand La Caleta de Maro in der andalusischen Provinz Málaga nahe der Grenze zu Granada. Wegen der „Größe“ ist er zwar mehr Bucht als Strand, aber hier warten knapp 400 Meter Sandstrand auf Urlaubende – umgeben von der bis zu 250 Meter hohen Steilküste im Naturschutzgebiet Maro-Cerro Gordo.

Ein Tagestrip nach Granada: Das gibt es zu sehen

In Granada können sich Reisende ebenfalls über historische Bauten und pittoreske Gassen freuen. Auch dort überragt ein maurisches Fort und Schloss die Stadt auf einem Hügel. Die Alhambra wurde vor langer Zeit von den Nasrid-Sultanen gegründet. In der Nähe befindet sich außerdem der Sommerpalast Generalife samt wunderschöner Gärten sowie die Alcazar-Festung.

Von arabischen Einflüssen ist auch das Viertel El Albaicín geprägt. Zwischen den schmalen Gassen und kleinen Plätzen mit Kopfsteinpflaster findest du dort unter anderem den maurischen Palast Dar Al-Horra und einen Hamam. Das Bad El Bañuelo aus dem elften Jahrhundert ist eines der wenigen maurischen Gebäude, das nicht von den spanischen Königen abgerissen wurde.

Der Albaicin ist das älteste Stadtviertel von Granada.

Weitere historische Bauten im Stadtzentrum von Granada sind die Catedral de Granada aus dem 16. Jahrhundert sowie die königliche Grabkapelle Capilla Real aus dem Jahr 1517, die sich neben der Kathedrale befindet. 

Sevilla

Die Stopps Ciudad Real, Puertollano, Villanueva de Cordoba – Los Pedrockes und Cordoba musst du auch durchfahren, wenn du nach Sevilla willst. Du erreichst die Hauptstadt Andalusiens innerhalb von etwa zwei Stunden und 30 Minuten.

In der Altstadt von Sevilla reiht sich ein Bauwerk an das nächste. Die Kathedrale der Stadt ist eine der größten der Welt. Dort sollen die Gebeine von Christoph Kolumbus liegen. Nicht weit entfernt befindet sich die Piazza de Espana, auf der schon für diverse Filme gedreht wurde, unter anderem für „Star Wars Episode II“.

Die große Plaza de España in Sevilla: Dort wurde eine kurze Szene mit Padmé und Anakin gedreht.

Der schönste Ort Sevillas ist allerdings ein anderer: der königliche Alcázar-Palast mit seinen Gärten. Auch hier fanden in den letzten Jahren immer wieder Dreharbeiten statt. So wurden die Gärten zum Beispiel in „Game of Thrones“ zu den Wassergärten von Dorne. Kein Wunder, überzeugen sie doch mit ihren mit Ornamenten verschnörkelten Springbrunnen, kleinen Häusern, Sitzbänken und blühenden Pflanzen.

Alternativ kannst du in Sevilla eine Bootstour über den Gualdalquivir buchen. Falls du mehr Action wünschst, existieren auch Stand-up-Paddling- oder Kajaktouren, sodass du Sevilla von der Wasserseite aus kennenlernen und dich richtig auspowern kannst.

Huesca

Eine weitere Strecke des Hochgeschwindigkeitsnetzes führt innerhalb von zwei Stunden und 15 Minuten von Madrid durch Guadalajara, Calatayud, Saragossa, Tardienta schlussendlich nach Huesca. Die Hauptstadt der spanischen Provinz Huesca ist eher ein Reiseziel für entspannte Stunden. 

Einst im Mittelalter Residenzstadt der Könige von Aragón, leben heute dort etwa 53.130 Einwohnerinnen und Einwohner. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die gotische Kathedrale von Huesca in der kleinen Altstadt auf einem Hügel. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert trumpft mit einem Hauptaltar aus Alabaster sowie einem Chor im Stil der Renaissance auf. Sehenswert sind außerdem das Hauptportal mit 14 Statuen von Aposteln und Heiligen.

In der Unterstadt befindet sich südlich der Flanierstraße Coso Bajo das Ausgehviertel El Tubo. Entlang der Straßen Calle de Padre Huesca und Calle Roldán kannst du dich in zahlreichen Bars und Restaurants niederlassen.

Das Rioseta-Gebirge in den Pyrenäen befindet sich in der autonomen Region Huesca.

Innerhalb des Nationalparks Ordesa in Huesca findest du zudem den Wasserfall Cola de Caballo, der sich 90 Meter in die Tiefe stürzt und unter dem sich eine geheimnisvolle Höhle versteckt. Das Besondere: Der Aufstieg gehört zu den berühmtesten Routen in den Pyrenäen von Huesca.