2300 Einwohner, drei Gemeinden, fünf Inseldörfer: Wer auf Amrum Urlaub macht, erlebt eine pralle Dosis Nordsee, Watt und Natur, aber natürlich auch den Charme der Inselbewohner. Bei einer Tour durch die fünf Dörfer der Insel lernst du Amrum erst so richtig kennen. Wir zeigen dir, was dich erwartet.

Wittdün: lebendig und touristisch

Wittdün liegt im Süden der Insel Amrum. Am Hafen kommt jeder an, der Urlaub auf der Insel macht. Wittdün bedeutet „weiße Düne“ und erinnert an jene Zeit, als dieser Teil der Insel unbesiedelt war und es nur Dünen gab. Leben kam nach Wittdün, als ein Kapitän namens Volkert Martin Quedens im Jahr 1889 ein Stück Dünenlandschaft kaufte und die ersten Gäste-Unterkünfte errichtete.

Romantischer Dünenweg in Wittdün auf Amrum.

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Heute ist Wittdün das touristische Zentrum Amrums und der am dichtesten besiedelte Ort der Insel. Es gibt eine belebte Fußgängerzone, verschiedene Hotelanlagen und Ferienwohnungen und in den Sommermonaten Hochbetrieb. Zwischen Wittdün und Steenodde befindet sich ein schmaler Strand, der windgeschützt ist.

Nebel: beschaulich und urig

In der Inselmitte liegt der Ort Nebel. Der Name ist eine dem Dänischen entstammende Wortkombination aus „neue“ (nei bzw. nie) und „Siedlung“ (boli). Denn Nebel wurde nach Wittdün, Norddorf und Süddorf gegründet. Heute ist Nebel eine Gemeinde, zu der die Orte Steenodde und Süddorf gehören.

Die Windmühle von Nebel auf Amrum.

Ein Besuch in Nebel lohnt sich, denn das Dorf steckt voll friesischer Kultur mit vielen Reetdach-Häusern und verwinkelten Gassen. Besonders sehenswert sind die Windmühle, die weiße Kirche und der Friedhof, auf dem es viele Grabsteine von Seefahrern, Walfängern und Kapitänen gibt. Wer in Nebel wohnt, kann rasch die Wattseite von Amrum erreichen und tolle Spaziergänge machen. Vor allem abends kommen viele Urlauber dorthin.

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Steenodde: gemütlich und geschichtsträchtig

Natur pur erwartet dich in Steenodde. Auch dieser Ortsname stammt aus dem Dänischen. Odde meint eine schmale Landzunge, die in das Meer hineinragt, Steen bedeutet „Stein“. Der Name spielt auf die Kulisse und die exponierte Lage an der Ostküste an, wo es viele Steine und Findlinge an der Wasserlinie gibt.

Mit nur 70 Einwohnern ist Steenodde der kleinste Ort der Insel Amrum.

Steenodde ist mit etwa 70 Einwohnern der kleinste Ort der Insel Amrum, es gibt aber viel zu sehen und in der Umgebung viel Geschichte zu entdecken. Zum Beispiel ein Gräberfeld aus der Zeit der Wikinger, das Hünengrab Dolmen Steenodde oder der fünf Meter hohe Esenhugh, ein Grabhügel aus der Bronzezeit. Sehenswert ist auch der Krümwal, ein fast zwei Kilometer langer Erdwall von zwei Metern Höhe, der von Süddorf bis Steenodde reicht.

Steenodde liegt auf einer schmalen Landzunge, die ins Meer hineinragt.

Süddorf: idyllisch und ursprünglich

Süddorf gehört wie Steenodde zur Gemeinde Nebel. Der Ort wurde um das Jahr 1450 erstmals urkundlich dokumentiert und entstand wohl aus einer Ansammlung mehrerer Bauernhöfe. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wächst Süddorf immer mehr. Hotels gibt es dort keine, dafür aber Ferienwohnungen.

m Südrand von Süddorf thront der berühmte Leuchtturm von Amrum.

Am Südrand von Süddorf thront der berühmte Leuchtturm von Amrum, auch eine Windmühle gibt es im Ort: Die Windmühle Bertha wurde auf einem historischen Grabhügel errichtet und ist heute als Wohnhaus ausgebaut. Wer in Süddorf baden will, findet einen nicht allzu breiten Strand, der auch gerne von Kitesurfern besucht wird.

Norddorf: familiär und bodenständig

Der nördlichste Ort auf Amrum ist das Nordseeheilbad Norddorf, das umgeben ist von Marschland und Dünen. Weil im Jahr 1925 ein großer Teil des Dorfes durch ein Feuer zerstört wurde, gibt es heute nicht mehr viele Friesenhäuser. Um sich besser zu schützen, wurde das Dorf ohne das traditionelle Reetdach wiederaufgebaut.

Der nördlichste Ort auf Amrum ist Norddorf.

Norddorf hat eine lange Tradition als Nordseeheilbad, es waren insbesondere Kinder, die hierherkamen. Die erste Kinderklinik öffnete 1890. Der Strand ist sehr breit, sodass das Badevergnügen garantiert ist. Weil der Ort klein ist, liegt alles nah beieinander – das Zentrum genauso wie der Kurpark und der Strand.

Norddorf ist ein prima Ausgangspunkt, um auf den Bohlenwegen die Dünen auf Amrum zu erkunden. Ein Highlight ist der Aussichtspunkt Himmelsleiter.