St. Peter-Ording ist berühmt für den zwölf Kilometer langen und bis zu zwei Kilometer breiten Strand. Dessen Entstehungsgeschichte ist allerdings nicht so schön. Denn als im Jahr 1362 durch eine Sturmflutkatastrophe die äußersten 30 Kilometer des Westlandes zerstört wurden, blieben die Inseln Eyderstedt, Everschop und Utholm übrig, die später die nordfriesische Halbinsel Eiderstedt bildeten.

Jede Menge Sand und die ständige Bewegung der Wanderdünen machten eine landwirtschaftliche Nutzung unmöglich. Heute ist es genau dieser Sand, der St. Peter-Ording für viele Urlauberinnen und Urlauber anziehend macht. Wir verraten dir die Highlights der schleswig-holsteinischen Nordsee in St. Peter-Ording.

St. Peter-Ording: Das sind die vier Ortsteile

St. Peter-Ording erstreckt sich über eine Fläche von etwa 28 Quadratkilometern. Rund 4000 Einwohnerinnen und Einwohner leben dort. Der Ort ist viergeteilt und besteht aus den Ortsteilen Bad, Böhl, Dorf (Süd) und Ording.

St. Peter-Dorf ist einer von vier Ortsteilen von St. Peter-Ording.

  • In Bad ist am meisten los, denn dort befindet sich das Zentrum von St. Peter-Ording mit vielen Restaurants, Cafés und Geschäften zum Shoppen. Auch die meisten Hotels, das Kurzentrum und die Dünen-Therme sind in Bad.
     
  • In Dorf geht es beschaulicher zu. Der kleine Ort bezaubert mit seinen reetgedeckten Häusern. Besonders sehenswert ist die 800 Jahre alte St.-Petri-Kirche. Der um 1200 errichtete und im 19. Jahrhundert renovierte Backsteinbau mit dem kleinen Turm ist das Zentrum des Ortsteils.
     
  • Im Ortsteil Ording dreht sich alles um Wasser- oder Strandsport. Es gibt Dünen, Wattgebiete, den Naturparkplatz vor dem Seedeich und viele Häuser im Friesenstil. Dort findest du auch die eher gediegenen Hotels und teurere Gastronomie.
     
  • Am ruhigsten ist es in Böhl. Dort befindet sich ein Wohn- und Ferienhausgebiet und es gibt einen flach verlaufenden Strandabschnitt, der besonders bei Familien beliebt ist.

St. Peter-Ording: Der Strand

Der endlos wirkende Strand von St. Peter-Ording ist das Markenzeichen des Nordseebades. Er erstreckt sich auf einer Länge von bis zu zwölf Kilometern und (bei Niedrigwasser) auf bis zu zwei Kilometern Breite. Diese Größe entstand durch die küstennahe Anlandung zweier Sandbänke an das Festland: den Hochsänden Hochsichtsand und Hitzsand. 

Aktuelle Deals

Der Strand von St. Peter-Ording erstreckt sich auf einer Länge von bis zu zwölf Kilometern und ist bis zu zwei Kilometer breit.

Diese gehören zu den heute noch existierenden sogenannten Außensänden des Nordfriesischen Wattenmeeres. Der Sand stammt aus der Zeit der letzten Eiszeit. Als sich die Gletscher zurückzogen, war die südliche Nordsee trockenes Land. Als der Meeresspiegel wieder stieg, wurden große Mengen Sand an den Küsten angelagert.

St. Peter-Ording: Das Wattenmeer

St. Peter-Ording liegt direkt an der Nordseeküste und am Wattenmeer, das Teil des Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeer ist. Im Urlaub geht es deshalb nicht nur an den Strand und in die Wellen, sondern auch ins Watt.

Das Niedrigwasser an der Nordsee lädt ein zum Wattwandern.

Das Watt wird zweimal täglich, alle sechs Stunden, bei Hochwasser überflutet und bei Niedrigwasser freigelegt. Am Strand Ording sorgt das Sandwatt dafür, dass man weit hinausgehen kann, ohne tief einzusinken, auch in den Ortsteilen Dorf und Böhl kann man gut wattwandern. Achtung: Generell sollte der Gezeitenkalender am Strand immer zur Hand sein. Wattwanderungen dürfen nur mit geschulten Führerinnen und Führern unternommen werden.

St. Peter-Ording: Der Dünengürtel

Die Dünen von St. Peter-Ording sind einzigartig an der deutschen Westküste und bezaubern mit von Sand, Heide und Gräsern geprägten Bereichen. Der Dünengürtel ist rund 5,5 Kilometer lang, umfasst 153 Hektar und zieht sich fast ohne Unterbrechung durch St. Peter-Ording. Im Jahr 2007 wurde er als Fauna-Flora-Habitat von der EU unter Schutz gestellt.

Streng geschützter Bereich in der Dünenlandschaft von St. Peter-Ording.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Am Dünengürtel im Ortsteil Bad befindet sich die höchste natürliche Erhebung von St. Peter-Ording: Der dortige  Aussichtsturm Maleens Knoll (benannt nach einer gleichnamigen Sage) ist 16,6 Meter hoch und über einen Fußweg erreichbar. Von hier kann man bis zur Seebrücke, zum Strand und zur Nordsee blicken.  

St. Peter-Ording: Die Salzwiesenlandschaft 

Zwischen Watt und Deich liegt mit den Salzwiesen von St. Peter-Ording ein ganz besonderer Lebensraum. Der natürliche Übergang von Land und Meer bietet speziell angepassten Pflanzen und Tieren ein besonderes Zuhause.

Die Salzwiesen bei St. Peter-Ording verbinden Meer und Land.

Die Salzwiesen werden vom Meer überflutet, deshalb gibt es einen schwankenden und zeitweise sehr hohen Salzgehalt, der nur bestimmten Tieren und Pflanzen ein Leben dort ermöglicht. Die bekanntesten Pflanzenarten sind der Halligflieder und der Strandwermut. Die Salzwiesen von St. Peter-Ording sind ein streng geschützter Lebensraum für etwa 50 Vogelarten und fast 2000 Insekten- und Käferarten. 

St. Peter-Ording: Die Pfahlbauten 

Das Wahrzeichen und ein absoluter Hingucker in St. Peter-Ording sind die berühmten Pfahlbauten am Strand. Bereits im Jahr 1911 wurde der erste der charakteristischen Pfahlbauten errichtet – und mit dem Namen „Giftbude“ versehen. Gemeint war damit allerdings kein Gift, sondern dass es dort „wat gift“, also „etwas gibt“. Damals war meist Cognac damit gemeint.

Typisch für St. Peter-Ording: Pfahlbauten am Strand.

Heute sind die 15 Pfahlbauten charakteristisch für St. Peter-Ording. Bis zu acht Meter über dem Sand beziehungsweise dem Wasser liegen darin Restaurants, Sanitäranlagen oder die Strandaufsicht. Praktisch: An allen fünf Badestellen befindet sich ein Pfahlbau-Restaurant!

St. Peter-Ording: Der Leuchtturm Westerheversand

Ein weiteres Wahrzeichen und wortwörtlich ein Highlight ist der Leuchtturm in St. Peter-Böhl. Der am häufigsten fotografierte Leuchtturm Deutschlands befindet sich in der Nähe von St. Peter-Ording und wird Westerheversand genannt. Er ist eine Berühmtheit und war bereits der Hauptdarsteller mehrerer Werbespots. Der Leuchtturm ist 41,5 Meter hoch. Oben erwartet dich der Ausblick über Teile Eiderstedts und die Salzwiesen bis zur Insel- und Halligenwelt. 

Der Leuchtturm Westerheversand ist der am häufigsten fotografierte Leuchtturm Deutschlands.

Vom Parkplatz beim Info-Hus führt ein 2,5 Kilometer langer Weg durch die Salzwiesen zum Leuchtturm, für den man etwa 45 Minuten benötigt. Von Ostern bis Oktober werden nach Anmeldung im Info-Hus auch Leuchtturmführungen angeboten. Tipp: Auf dem Weg zum oder vom Leuchtturm lohnt sich ein Stopp im Landcafé éclair für Kaffee und Kuchen.

St. Peter-Ording: Die Seebrücke

Kein Nordseebad ohne Seebrücke: Im Ortsteil St. Peter-Bad führt vom Deich bis zu dem Pfahlbau „Arche Noah“ eine 1095 Meter lange Seebrücke – über Salzwiesen und breite Priele.

Abendstimmung auf der Seebrücke in St. Peter-Ording.

An den Seebrückenvorplatz schließt sich eine etwa einen Kilometer lange Strandpromenade an. Diese soll bis etwa 2022 um mehrere Attraktionen wie einen Fitness- und Motorikbereich, Themenspielplätze und ein erlebbares Biotop erweitert werden.

St. Peter-Ording: Wind- und Kitesurfen

Neben Sylt gilt St. Peter-Ording als ein Eldorado für Wind- und Kitesurferinnen und ‑surfer. Von 2006 bis 2015 wurde am Strand von St. Peter-Ording jährlich der Kitesurf World Cup mit über 130.000 Zuschauerinnen und Zuschauern und mehr als 100 Teilnehmenden ausgetragen.

Neben Sylt ist St. Peter-Ording der Hotspot für Surfer in Deutschland.

Der weite Strand bietet die besten Voraussetzungen zum Kitesurfen für Anfänger und Profis. Es gibt eine ausgewiesene Wassersportzone mit Schulungscenter: Das Wassersportcenter X-H20 bietet Schnupperkurse, Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, Kurse für Kinder und Privatstunden an.

St. Peter-Ording: Die Dünen-Therme

Gibt es Schietwetter in St. Peter-Ording, hört der Wasserspaß nicht auf, denn das Nordseebad verfügt über ein modernes Freizeit- und Erlebnisbad mit großer Saunalandschaft – die Dünen-Therme. Diese wird mit Nordseewasser, verteilt auf über 1000 Quadratmetern Wasserfläche, betrieben. In St. Peter-Ording geht es aber nicht nur um Salz, Schlick und Seeluft, sondern auch um Schwefel.

Perfekt für Schietwetter an der Nordsee: Die Dünen-Therme in St. Peter-Ording.

Im Jahr 1957 wurde auf dem Gelände der heutigen Dünen-Therme eine Schwefelsole-Quelle entdeckt. Dieses schwefel- sowie besonders jod- und magnesiumhaltige Heilwasser wird seither zur Behandlung von Hauterkrankungen, rheumatischen Erkrankungen sowie entzündlichen Vorgängen genutzt – daher wurde St. Peter-Ording als Nordseeheil- und Schwefelbad zertifiziert.

St. Peter-Ording: Westküstenpark

Kinder jubeln und Erwachsene staunen bei einem Besuch im Westküstenpark in St. Peter-Ording. Denn dort leben viele tierische Nordseeküstenbewohner, die man aus nächster Nähe besichtigen kann.

Fütterung der Seehunde im Westküstenpark in St. Peter-Ording.

Besonders spannend sind die Seehunde. In der größten Seehundanlage Deutschlands, dem Robbarium, kannst du Seehunde beobachten und sogar bei einer Seehundfütterung zuschauen. Im Tierpark gibt es auch ein Streichelgehege, einen Spielplatz, eine Kinderscheune und eine Scooterbahn.