Alte Kulturstätte, traumhafte Strände, innovative Städte – weltweit gibt es viele tolle Orte zu entdecken. Da nun immer mehr Länder wieder bereisbar sind oder demnächst für Urlaubende öffnen wollen, hat der Reiseführer „Lonely Planet“ in diesem Jahr wieder die besten Reiseziele für 2022 gekürt. 

Während im vergangenen Jahr für 2021 nur zukunftsweisende Projekte vorgestellt wurden, werden nun wieder ganze Länder auserwählt. Wir stellen dir die zehn besten genauer vor.

Platz 10: Ägypten

Im kommenden Jahr feiert Ägypten das 100-jährige Jubiläum der Entdeckung des Grabs von Tutanchamun. Dafür eröffnet das Land eine Reihe neuer Museen, die die kulturellen Reichtümer des Landes würdigen. Dennoch soll sich nicht alles um Tempel und Grabstätten drehen. Die Start-ups der Touristenbranche legen ihren Schwerpunkt auf die ägyptischen Schätze jenseits der Pyramiden und alten Pharaonenrelikte, so „Lonely Planet“. Deshalb landet Ägypten auf Platz zehn der besten Reiseländer 2022.

Weitere Highlights in Ägypten:

Ein Muss auf jeder Travel-Bucket-List sind aber so oder so die Pyramiden von Gizeh, etwa 15 Kilometer außerhalb von Kairo gelegen. Die Bauwerke gehören schließlich zu den sieben Weltwundern. Dabei sind die etwa 2500 vor Christus errichteten Pyramiden das letzte erhaltene Weltwunder aus der Antike.

Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten.

Auch Kairo selbst ist einen Besuch wert. Die Altstadt gehört zum Welterbe der Unesco. Sehenswürdigkeiten sind zudem das berühmte Ägyptische Museum und die vielen imposanten Moscheen. Die am Ostufer des Nil liegende Stadt Luxor beeindruckt mit dem Karnak-Tempel und dem Tal der Könige mit Dutzenden Gräbern einstiger Herrscher.

Luxor eignet sich auch bestens als Ausgangspunkt für Flusskreuzfahrten auf dem Nil. Aber auch Hurghada bietet sich für eine Nilkreuzfahrt mit Badeurlaub an.

Platz 9: Malawi

In dem kleinen afrikanischen Land Malawi kannst du dank wegweisender Naturschutzarbeit nun wieder Wildtiere beobachten. „Malawi gilt schon länger mit seinen Buntbarschen im gleichnamigen See, seinen Strand-Orten mit Reggae-Flair, Missionsstationen im Gebirge, Wanderwegen und Teeplantagen als sicherer und freundlicher Erstkontakt mit Afrika“, heißt es von „Lonely Planet“. Mit den drei wiederbelebten Naturschutzgebieten durch die NGO African Parks gehören nun auch Safaris zu den Attraktionen des Landes. Somit landet Malawi auf Platz neun.

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Highlights in Malawi:

Besonders sehenswert sind dabei der etwa 560 Kilometer lange und bis zu 75 Kilometer breite Malawi-See, der berühmt für seinen Fischreichtum ist. Dort kannst du niedliche Fischerdörfer besuchen oder einfach die Sandstrände genießen oder den See auf einer Bootstour erkunden. 

Elefanten und Büffel, Antilopen, Zebras, Warzenschweine, Löwen, Leoparden und Hyänen bekommst du hingegen im Wildschutzgebiet Nkhotakota Wildlife Reserve zur Sicht. Ebenso wie im Kasunga National Park, der von offenen Grasflächen und einer Baumsavanne mit Trockenwald dominiert wird.

Der Elefant ist das größte Landsäugetier unserer Erde und einer der Big Five.

Die Chongoni Rock Art Area südöstlich der Hauptstadt gewährt außerdem die größte Ansammlung von Felsmalereien, die faszinierende Einblicke von der Eisenzeit bis ins 20. Jahrhundert in die Kulturen und Traditionen der Region gewähren. Die Fundstätte gilt sei 2006 als Weltkulturerbe. 

Platz 8: Nepal

Der Himalaya in Nepal dürfte besonders spannend für Trekking-Fans, Bergsteigende und Abenteuerlustige sein, denn das Land gilt als Tor zu den höchsten Gipfeln der Welt. Die vielen Wanderpfade voller Berge und Klöster sorgen für ganz natürliches Social Distancing in einem Himalaya-Paradies. Ein Zwischenstopp in der kulturreichen Hauptstadt Kathmandu rundet den Trip ab. Mit all diesen Vorzügen schafft es Nepal auf Platz acht.

Highlights in Nepal: 

Zu den Sehenswürdigkeiten in Kathmandu gehört der Durbar Square, auf dem der königliche Palast sowie unzählige Pagoden und Tempel stehen. Im Viertel Thame kannst du hingegen in den vielen Geschäften und Shops shoppen und dich auf deine Berg-Wanderung vorbereiten.

Zu den schönsten Trekkingrouten im Land gehört beispielsweise der Annapurna Circuit. Auf einer Länge von rund 230 Kilometer führt er dich durch verschiedene Klimazonen und spektakuläre Landschaften. Der höchste Punkt ist der Thorong-La-Pass auf 5416 Metern. Da der Annapurna Circuit aber längst kein Geheimtipp mehr ist, kann es dort ebenso voll werden wie auf dem Everest Base Camp Trek. 

Eine Wanderung auf dem Annapurna Circuit in Nepal machst du am besten zwischen September und Mai.

Weniger Menschen sind hingegen auf dem Manaslu Circuit unterwegs, obwohl die Landschaft ebenso schön ist wie auf dem Annapurna Circuit. Der Rundwanderweg führt dich über den Larke-Pass auf 5153 Metern Höhe. 

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Platz 7: Oman

Wilde Wüsten, weite Gebirge, schimmernde Küsten und lebendige Städte – das alles hat der Oman zu bieten. „Der Oman ist mit seiner Tourismusstrategie, die auf die Einbindung der Einheimischen und Nachhaltigkeit setzt, ideal für Reisende auf der Suche nach einem fortschrittlichen Reiseziel am Arabischen Golf mit tiefgründigem Kulturerbe“, beschreibt „Lonely Planet“ das Land.

Highlights im Oman:

In der Hauptstadt Mascat ist die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit die Moschee Sultan Qaboos Grande Mosque. Sie zählt zu den größten Moscheen weltweit. Die erst 2001 eröffnete Moschee besticht durch ihre beige Fassade mit einer eleganten Schlichtheit. Weitere Attraktionen sind unter anderem das Royal Opera House Muscat und der Sultanspalast Qasr al-Alam.

Der Al Alam Palace in Muscat.

Auch das Hajar-Gebirge ist einen Ausflug wert. Die beste Aussicht über die mit Obst und Gemüse bewirtschafteten Hänge hast du auf der Aussichtsplattform Saiq Plateau in knapp 3000 Metern Höhe. Ein tolles Fotomotiv bildet hingegen die Festung Hisn Tamah in der Stadt Bahla mit dem Hajar-Gebirge im Hintergrund. Sie ist als einzige omanische Festung Teil des Unesco-Weltkulturerbes. 

Platz 6: Anguilla

Auf Anguilla können Reisende einiges erleben: Fahrrad oder Scooter fahren, an Riffen schnorcheln, an weißen Stränden faulenzen und historische Ruinen besichtigen, so „Lonely Planet“. Überzeugt hat die Insel aber beim Thema Nachhaltigkeit: „Mega-Resorts findet man nicht, der Tourismus hier steht für unaufdringliche, umweltbewusste Entdeckungen.“ Das sorgt für Platz sechs der besten Reiseländer.

Highlights auf Anguilla:

Shoal Bay East gilt mit seinem weißen Sand als bester Strand von Anguilla. Im Wasser findest du einige von Anguillas schönsten Korallengärten, das macht den Strand ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Taucherinnen und Taucher bieten zudem die vorgelagerten Inseln Anguillita, Sandy und Prickly Pear eine tolle Unterwasserwelt mit Aalen, Schildkröten, Stachelrochen und Ammenhaien. 

So schön ist es am Shoal Bay East Beach in Anguilla.

In der Nähe der Shoal Bay befindet sich der Nationalpark Fountain Cavern. Er bildet die wichtigste archäologische Stätte von Anguilla. Zwei Süßwasserpools und viele indianische Felsbilder befinden sich unter der Erde in einer Höhle. Das bedeutendste ist ein großer Tropfstein, der in der Form des Gottes Jocahu geschnitzt wurde. Die Geschichte von Anguilla lässt sich im Heritage Collection Museum erfahren. 

Platz 5: Slowenien

Slowenien ist ein „grünes“ Land – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Etwa zwei Drittel des Landes sind bewaldet. Außerdem haben 60 Orte die „Slovenia Green“-Ökozertifizierung verliehen bekommen, die zu den strengsten Europas zählt. Neben der grünen Seite bietet Slowenien in Städten und Dörfern entlang der Wander- und Radwege zwischen Alpen und Adria auch leckere Weine und eine tolle Küche. Mit diesem Gesamtpaket schafft es das Land auf Platz fünf.

Highlights in Slowenien:

Die Hauptstadt Ljubljana ist gleichzeitig eine coole, aber auch entspannte Stadt. Denn an der zentralen Promenade reihen sich hippe Cafés und Restaurants in pastellfarbenen Häusern aneinander. Wie im ganzen Land, so gibt’s auch in Ljubljana zahlreiche Gärten und Parks, die zum Verweilen einladen. Ideal dafür ist der Tivoli Ljubljana mit einer Größe von insgesamt 500 Hektar, das sind sogar gut 30 Prozent mehr, als der Central Park in New York City zu bieten hat!

Die coole slowenische Hauptstadt Ljubljana mit der Burg im Panorama.

Einen Kontrast dazu bietet das Höhlensystem von Postojna: 24 Kilometer windet es sich insgesamt unter der Erde, fünf davon können besichtigt werden. Damit verfügt Slowenien über die zweitgrößten für den Tourismus erschlossenen Tropfsteinhöhlen der Welt. Besucherinnen und Besucher können Klettertouren bis zum unterirdischen Fluss machen, mit einer Eisenbahn fahren und die größten Tropfsteine der Welt sehen.

Weitere tolle Orte in Slowenien hat reisereporterin Maike aufgelistet.

Platz 4: Belize

Belize liegt genau zwischen der Karibik und dem Rest Zentralamerikas. Das winzige Land besticht mit Insel-Flair und Dschungelabenteuer. Du findest dort das zweitgrößte Barriereriff der Welt und eindrucksvolle Relikte aus der Maya-Zeit. Gleichzeitig können abenteuerlustige Reisende Vögel beobachten oder sich auf die Suche nach Jaguaren machen. Das ergibt Platz vier der besten Reiseländer 2022.

Highlights in Belize:

Auch für Fans von Outdoorsport ist Belize ein tolles Reiseziel. Beispielsweise sind Kayaktouren auf den Flüssen möglich, die sich quer durch Belize schlängeln. Und Wandernde können die ausgebauten Trails rund um die Dschungel-Resorts bewandern. Dabei sollte ein Ausflug zu der Maya-Stätte Altun Ha nah an Belize City nicht fehlen. Aber auch die Maya-Stätte Yucatecan nahe der Stadt San Ignacio ist einen Ausflug wert. Dafür kannst du dich auf dem tägliche Markt auf dem Marktplatz stärken. 

Das Great Blue Hole in Belize ist ein Paradies für Taucher.

Aber auch das Blue Hole ist ein Highlight, das du besichtigen kannst. Es ist insgesamt 125 Meter tief und verfügt über ein unterirdisches Höhlensystem, weshalb es bei Tauchern sehr beliebt ist. Mit dem Flugzeug und dem Boot lässt es sich ebenfalls erkunden. Das blaue Loch hat einen Durchmesser von rund 300 Metern und ist von vielen Koralleninseln umgeben. Seit 1996 gilt es als Unesco-Welterbe und 2009 kam die Aufnahme in die Liste der gefährdeten Weltnaturerbestätten hinzu.

Platz 3: Mauritius

Mauritius ist perfekt, um Menschenmassen und dem Alltagsstress zu entfliehen. Weit draußen im Indischen Ozean können Reisende ihren Urlaub so exquisit wie möglich gestalten. Die paradisische Insel ist umgeben von Korallenriffen und klarem Wasser. Im Inneren vereint Mauritius eine faszinierende kulturelle Mischung mit wilder Natur. Das macht das Eiland laut „Lonely Planet“ zu einem der besten Reiseziele 2022.

Highlights in Mauritius:

Strände wie aus dem Bilderbuch sind Trou aux Biches oder der weniger erschlossene Mont Choisy Beach im Norden der Insel. Im Westen zählen Flic en Flac, Le Morne oder das Surfer-Paradies Tamarin zu den Topstränden. Der raue Süden bietet mit Gris Gris, St Felix, der Osten mit Belle Mare oder Blue Bay eine tolle Auswahl. 

Ein echtes Paradies für Schnorchler ist der Blue Bay Marine Park mit seinem kristallklaren Wasser. Das 355 Hektar große Gebiet ist seit 1997 der erste, aber immer noch einzige Marine-Park der Insel. Dort findest du noch über 50 verschiedene Korallenarten. 

Wer lieber wandern möchte, dem sei der Black-River-Gorges-Nationalpark empfohlen. Der Nationalpark ist das größte Wandergebiet auf der Insel. Die Pfade erstrecken sich über mehr als 60 Kilometer, wobei du bis zu 311 verschiedene Pflanzenarten entdecken kannst.

Der Black-River-Gorges-Nationalpark auf Mauritius.

Platz 2: Norwegen

Norwegen gilt seit Jahren als das lebenswerteste Land der Welt. Doch das Land begeistert nicht nur mit seinen Landschaften, der Wildnis und den unvergleichlichen Fjorden, sondern überzeugt auch in Sachen Nachhaltigkeit und grüner Technologie. Außerdem bietet es mit dem neuen Munch-Museum und dem renovierten Nationalmuseum Kultur-Highlights. Das ergibt Platz zwei in diesem Ranking.

Highlights in Norwegen:

Die Hauptstadt Oslo selbst ist einen Städtetrip wert. Hotspots sind die Festung Akershus, der Vigeland-Skulpturenpark. Aber die Stadt hat auch viele neue Sehenswürdigkeiten zu bieten. Seit 2021 findest du dort das größte Astronomie-Zentrum Nordeuropas. Im Harestua-Planetarium im „Solar Observatory“ können Besuchende alles rund um Sterne und Astronomie erfahren. Außerdem gibt es neuerdings einen neuen familienfreundlichen Badestrand mitten in der Stadt. Der Operastranden befindet sich neben dem Opernhaus ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs und des neuen Munch-Museums.

Wer lieber Abenteuer und Action erleben will, kann sich beispielsweise in Åndalsnes am Isfjord austoben. Das Dorf gilt als Bergsteigerhauptstadt. Im örtlichen Norsk Tindesenter steht die höchste Indoorkletterwand Norwegens. Wer lieber im Freien klettert, findet vor Ort auch die Via Ferrata Romsdalsstigen – zwei mit Stahlseilen, Hängebrücken und Eisenstufen ausgerüstete Klettersteige.

Die Via Ferrata Loen führt auf den Hoven. Kletterer sind dabei hoch über einem Fjord und umgeben von Bergen und dem Jostedalsbreen-Nationalpark unterwegs.

Landesweit gibt es etwa 20 Via Ferrata. Eine weitere Via Ferrata mit spektakulären Ausblicken aus luftiger Höhe bietet beispielsweise das Dorf Loen (Vestland).

Platz 1: Cookinseln

Auf den Cookinseln vereinen sich Traditionen mit mutigen Konzepten für die Zukunft des Südpazifiks. „Für die Rückkehr der Touristen nach der Corona-Pause hat der Inselstaat innovative Nachhaltigkeits-Strategien entwickelt – um sich als spannendes und überraschendes Reiseziel zu präsentieren“, so „Lonely Planet“. Gepaart mit den vielfältigen Landschaften, die Abenteuer, kulturellen Austausch und kulinarische Köstlichkeiten versprechen, landen die Inseln auf dem ersten Platz.

Highlights auf den Cookinseln:

Natürlich ist die Hauptstadt Avaruna das Zentrum aller wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen. Der Ort dient gleichzeitig auch als Ausgangspunkt zu Fahrten auf alle anderen Inseln. Besonders zu empfehlen ist der Avarua-Punanga-Nui-Markt, der jede Woche frische Früchte und traditionelle Holzschnitzereien vertreibt.

Weiße Traumstrände gibt es überall auf den Cookinseln, aber die Muri Lagune ist ein echter Geheimtipp für Segler und Wassersportler. Der Ozean ist so blau wie nirgendwo sonst und der Sand puderig und weiß. 

Rarotonga Beach auf den Cookinseln ist ein Sandstrand mit Palmen und türkis Wasser.

Der botanische Maire Nui Garden beherbergt die Flora und Fauna, wie sie auf den Inseln herrscht. Dort können Reisende sich zusätzlich erholen. Mutige können hingegen den Berg Te Rua Manga erschließen, der auch The Needle genannt wird. Wer die Spitze des Berges erklimmen will, muss mithilfe eines kleinen Seils den Aufstieg wagen.