Am 31. Oktober kannst du dein gruseligstes Kostüm aus dem Schrank holen, die Vampirzähne einsetzen, Gehirn-Wackelpudding kochen und Blut-Suppe servieren, während du den „Monster Mash“ tanzt. Oder du bist dieses Jahr mal so richtig mutig und machst dich auf in eine dieser Angst einflößenden europäischen Städte, die mit ihren sagenumwobenen Geschichten und Mythen für echtes Gänsehaut-Feeling sorgen. Wir zeigen dir unsere schaurigen Favoriten.

Siebenbürgen, Rumänien

Die Heimat des weltberühmten Vampirs Dracula – Siebenbürgen oder auch Transsilvanien in Rumänien ist ohne Zweifel eine der gruseligsten Regionen Europas. Allein die Vorstellung, dass hier viele Jahrhunderte lang Menschen das Blut ausgesaugt wurde, sorgt für eine Gänsehaut. Noch gruseliger ist die Tatsache, dass der Fürst der Finsternis selbst in der Region, die in der Zeit stehen geblieben scheint, ein Schloss seine Heimat genannt haben soll.

Draculas Schloss Bran in Rumänien ist ein beliebtes Ziel zu Halloween.

Schloss Bran ist zwar eines von mehr als 118 Schlössern in Siebenbürgen, aber dennoch absolut einzigartig. Nach einem nächtlichen Spaziergang durch die schaurigen Dörfer vor Ort kannst du auf dem Horror-Schloss Halloween feiern oder sogar übernachten – wenn du dich traust.

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Übrigens: Für die von Autor Bram Stoker erschaffene literarische Gestalt des „Grafen Dracula“ soll Vlad Dracul Modell gestanden haben. Dem Herrscher, der 1431 in Sighişoara geboren worden sein soll, wurde besondere Grausamkeit nachgesagt.

London, England

Wie wäre es zu Halloween mit der Stadt, in der die Geister der berüchtigsten Serienmörder an der nächsten Ecke lauern könnten? Im Stadtteil Whitechapel in London wartet zum Bespiel Jack the Ripper auf deinen Besuch. Spezielle Touren werden angeboten, um dir das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Dabei geht es an die Tatorte der Morde von Jack the Ripper, unter dessen Opfern viele junge Frauen waren. Außerdem besuchen die Teilnehmenden traditionelle Pubs des East End, die der Serienmörder auch besucht haben soll.

London, Highgate

Außerdem gibt es überall in der Stadt alte Fluchträume, die du erkunden kannst, wenn du mutig genug bist. Oder wie wäre es mit einer Ghost Bus Tour durch London? Dabei erfährst du zahlreiche Angst einflößende Fakten über die Stadt und kannst danach hervorragend die Nacht durchmachen – denn an Schlaf ist dann vielleicht nicht mehr zu denken. Es lohnt sich auch ein Besuch auf dem Friedhof Highgate, dort drehte Christopher Lee Szenen eines Dracula-Film. 

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Dublin, Irland

Mystisch kommt Dublin nicht nur zu Halloween daher – aber am 31. Oktober haben die Menschen der Legende nach einen Zugang zu den Wesen der Anderen Welt, besonders zu den Bewohnern der Síd (Elfenhügel), die an diesem Tage offen stehen. Früher wurde an diesem Tag außerdem dem Unterweltgott Cenn Crúach („der blutige Kopf“) Blutopfer dargebracht, den Verstorbenen wurden kleine Gaben auf die Gräber gestellt, um sie gnädig zu stimmen. 

Heute wird in der Stadt in Irland ähnlich wie im Rest der Welt Halloween gefeiert – mit angepassten Ritualen. Möglicherweise stellt Samhain auch den Ursprung von Halloween dar, diese These ist aber nicht unumstritten.

Dublin hat einige verwunschene Schlösser, die dir den Atem stocken lassen, aber besonders viele ruhelose Seelen sollen dich im Malahide Castle erwarten. Die mittelalterliche Burg kann auf eine Geschichte von über 800 Jahren zurückblicken. Der Autor der Dracula-Geschichte, Bram Stoker, kam übrigens auch aus Irland.

Zu seinen Ehren findet zu Halloween für gewöhnlich ein gleichnamiges Festival statt, bei dem nicht nur Vampirfans ihre dunkle Seite ausleben können. Dieses Jahr fällt das Event wegen Corona aus, es soll 2022 wieder stattfinden.

Brügge, Belgien

Jedes Jahr zu Halloween kommt der böse Wassergeist und sucht den sonst so romantischen Love Lake in Brügge in Belgien heim. So lautet zumindest die Legende, die bei speziellen Touren im Oktober und November erzählt wird.

Im Historium wird jedes Jahr zu Halloween festlich dekoriert und dafür gesorgt, dass der Nervenkitzel perfekt ist, wenn du zum Besipiel das Foltermuseum besuchst. Die Angst einflößenden Geschichten könnten für die ein oder andere schlaflose Nacht sorgen.

Im belgischen Freizeitpark Bobbejaanland wartet derweil das neue Grusellabyrinth „Texas Butcher“ auf wagemutige Gästinnen und Gäste – hier kannst du zum Beispiel eine Backstage-Tour durch eine Metzgerei machen, die für Kopf- und Leberpastete berühmt ist.

Brügge in Belgien birgt einige geheimnisvolle Mythen.

Edinburgh, Schottland

Ein Grusel-Fest mit Stil? Edinburgh in Schottland ist von jeher eine Stadt voller Geistergeschichten gewesen. Mystische Wesen ziehen auch hier zu Halloween durch die Straßen. Das Samhuinn Fire Festival findet in der Altstadt statt. Dabei treffen sich die Einheimischen in gruseligen, farbenfrohen Kostümen, um Angst einflößenden Feuergestalten bei ihrer Parade zuzusehen. Damit wird traditionell die neue kalte Jahreszeit eingeläutet und der Sommer verabschiedet.

Das jährlich stattfindende Samhuinn Fire Festival in Edinburgh ist ein beliebtes Highlight Ende Oktober. Damit wird der Sommer verabschiedet und die neue Jahreszeit willkommen geheißen.

Ebenfalls einen Besuch wert ist einer der gruseligsten Friedhöfe der Stadt – der Canongate Kirkyard. Hier werden spezielle Touren angeboten, bei denen Guides zum Beispiel den Schrecken von William Burke und William Hare – Edinburghs berühmten Leichenschnappern – enthüllen. 

Die beiden Männer begingen zwischen 1827 und 1828 die West-Port-Morde. Sie brachten mindestens 16 Menschen um und verkauften die Körper dann als Anatomieleichen an das Edinburgh Medical College.