Das Nachbarland Dänemark ist zu jeder Jahreszeit ein tolles Reiseziel für Urlaubende. Besonders spannend: Zum dänischen Königreich gehören über 400 Inseln, allerdings sind nur 72 dauerhaft bewohnt. Damit ist das Land bestens fürs Inselhopping geeignet. 

Im Süden Dänemarks lassen sich einige Inseln besonders gut mit Fähren erkunden. Mit dem Auto kannst du über das Festland nach Dänemark reisen und von dort aus das Inselhopping beginnen. Oder du startest deine Reise in Deutschland und fährst von Fehmarn nach Lolland oder von Rostock nach Falster mit der Fähre. Wofür auch immer du dich entscheidest, wir stellen dir die besten Inseln für Inselhopping vor und verraten deren Vorzüge.

Rostock oder Fehmarn: Von Deutschland aus nach Lolland-Falster

Auf Lolland bezaubert das Städtchen Maribo mit dem Kloster und der Domkirche sowie die mitteralterliche Stadt Nakskov samt der Handelshäuser und kleinen Gassen. Im Safaripark Knuthenborg können Besucherinnen und Besucher mehr als 1000 verschiedene Tiere beobachten. Einen Besuch wert ist auch das Zuckermuseum oder die Dodekalitten, ein beeindruckendes Monument mit riesigen Steinskulpturen. Zudem kannst du dich auf gute Radwege, schöne Badestrände und leckere Spezialitäten aus der Region freuen. Du erreichst die Insel über eine Fähre von Fehmarn aus.

So schön ist die Alstadt der kleinen Stadt Nysted auf der Insel Lolland in der Abendsonne.

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Auch Falster hat einige tierische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Im Guldborgsund-Zoo und im Botanischen Garten können Gästinnen und Gäste ganz nah an die Tiere herankommen. Und im Krokodil-Zoo finden Reisende die einzige Sammlung in der Welt von allen 23 existierenden Krokodilarten. Die größte Stadt von Falster und das Zentrum der Insel ist Nyköbing. Bunte Häuser in der Hafenstraße und nordisches Flair in der Einkaufsstraße locken Urlaubende. Wer nach einem tollen Strand sucht, ist hingegen in Marielyst richtig. Anders als in Deutschland gibt es dort keine Kurtaxe und keine Schranken, die die Sicht auf das Meer versperren. Mit der Fähre kannst du die Insel bestens von Rostock aus erreichen.

Lolland und Falster werden nur durch den schmalen Guldborgsund voneinander getrennt, sind aber durch mehrere Straßen verbunden, sodass du ganz einfach von der einen Insel zur anderen reisen kannst.

Von Lolland nach Langeland: Eine Insel mit viel Natur

Von Lolland aus ist es nur noch ein Katzensprung nach Langeland – natürlich verbindet auch hier eine Fähre die beiden Inseln. Die Insel ist durch hutförmige Hügel, Vogelschutzgebiete, alte Wälder und steile Kliffs sowie 140 Kilometer Strand geprägt. Bei Wanderungen oder Fahrradtouren kannst du so richtig entspannen. Es gibt kurze Routen für Miniurlaube oder ganzwöchige Stecken mit Rucksack. Besondere Highlights auf den Wanderwegen sind prähistorische Stätten und Wildpferde.

Die südlichste Spitze Langelands heißt Dovns Klint. Hier ist das Wandern besonders schön.

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Von Langeland nach Ærø – die Seefahrtsgeschichte wartet

Auf Ærø  (auch Arrö, Ero oder Aero) erwartet dich eine Mischung aus Strand und hügeligem Hinterland. Besonders die Strände im Süden der Insel laden zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Ein Hingucker dort sind zum Beispiel die bunten Badehäuser am Strand bei Eriks Hale. Die kleinen, bunten Holzhäuser, die auch gemietet werden können, säumen die Küste. Das Søfartsmuseum und das Ærø-Museum widmen sich der heimische Seefahrer- und Seefahrtsgeschichte. Und eine schöne Sammlung von Flaschenschiffen und Schiffsmodellen findest du in Flaske-Peters Samling

Am Hafen von Ærøskøbing der Insel Ærø ist ein Spaziergang besonders idyllisch.

Der Hauptort Ærøskøbing lädt zu Spaziergängen durch hübsche Gassen mit gepflegten Hauseingängen und gemütlichen Cafés ein. Die Insel ist über die Häfen Søby, Ærøskøbing oder Marstal erreichbar. Vom Hafen Rudkøbing in Langeland gelangst du über den Hafen Marstal ganz einfach auf die Insel. Oder du reist von der Insel Fünen aus an. Die Fähre ab Søby fährt nach Faaborg auf Fünen und die Fähre von Ærøskøbing fährt nach Svendborg.

Solltest du dich für die Verbindung Søby–Faaborg entscheiden, dann besuche vorher unbedingt noch den Leuchtturm Skjoldnæs Fyr. Denn der zu Zeiten des dänischen Königs Christian IX. errichtete Leuchtturm zählt zu den schönsten Dänemarks.

Vom Hafen Søby aus kannst du außerdem auf die Insel Als zur Hafenstadt Fynshav übersetzen. Die Insel ist wiederum mit dem dänischen Festland verbunden, wodurch du über den Landweg wieder nach Deutschland reisen könntest. Oder du beginnst das Inselhopping direkt von dort aus – das wäre nach Rostock oder Fehmarn die dritte Reise-Alternative.

Von Ærø nach Fünen (Fyn) – dort sind Kultur und Natur vereint

In Svendborg auf der Insel Fünen erwartet dich regelrechtes Großstadt-Flair, nachdem du einige Zeit auf Ærø verbracht hast. Dort lohnen sich zum Beispiel eine Shopping-Tour und der ein oder andere Restaurantbesuch. Die Überfahrt von Ærøskøbing nach Svendborg dauert übrigens etwa 75 Minuten – Zeit also, um etwas zu entspannen.

Außerhalb der Stadt ist ein tolles Ausflugsziel Valdemars Slot samt des angrenzenden Sandstrands. Du erreichst das Schloss von der Innenstadt aus nach etwa 15 Minuten Fahrt.

Die Innenstadt der Hafenstadt Sandborg (Svendborg) im Süden von Fünen wird jedes Jahr am letzten Juniwochenende zur Genussmeile – beim Foodfestival Kulinarisk Sydfyn.

Wer hingegen lieber in der Natur unterwegs ist, kann sich auf den gut ausgeschilderten Radwegen austoben – das Routennetz umfasst mehr als 1200 Kilometer! Auf Fünen befindet sich außerdem eines der ältesten und größten Wikingergräber Dänemarks, das im Museum Ladby bei Kerteminde besichtigt werden kann.

Von Fünen nach Avernako und ins Naturschutzgebiet

Auch von Fünen aus gelangst du auf verschiedene Inseln. So kannst du von der Hafenstadt Svendborg unter anderem die Inseln Skaro, Drejo, Hjorto oder eben wieder Ærø mit der Fähre ansteuern. Von der Kleinstadt Faaborg auf Fünen aus gelangst du außerdem mit der Fähre nach Bjorno, Lyo und Avernako.

Ein Blick von oben auf Avernako.

Auf der Insel Avernako leben circa 100 Menschen. Sie lässt sich am besten zu Fuß oder per Rad erkunden. An der Küste gibt es wunderschöne Sandstrände, und oft haben Besucherinnen und Besucher das Glück, den Ort ganz für sich zu haben. Ein besonderes Erlebnis ist das Maibaumaufstellen an Pfingstsamstag. Avernako ist neben Stryno der einzige Ort, wo es diese Tradition immer noch gibt. Locals feiern an diesem Tag die Ankunft des Sommers, aber auch Gäste sind herzlich willkommen.

Sehenswert ist auch das Naturschutzgebiet mit Vogelwarte. Hier kannst du nicht nur Vögel beobachten, sondern hast auch einen tollen Blick bis nach Ærø und Fünen.