Zu einem entspannten Städtetrip gehören spannende Sehenswürdigkeiten, gutes Essen – und Zeit für eine Pipi-Pause. Denn wenn der Druck auf die Blase steigt, nimmt der Spaß am Sightseeing oder Shopping ab. Dabei sind einige Städte Pipi-freundlicher als andere.

Das Kurzreise-Portal „Kurz mal weg“ hat sich die zehn beliebtesten Urlaubsstädte in Deutschland in puncto öffentliche Toiletten mal genauer angeschaut. So wurden Hamburg, Berlin, Dresden, München, Leipzig, Köln, Bremen, Potsdam, Lübeck und Heidelberg genauer unter die Lupe genommen. Dafür wurden Google-Bewertungen der öffentlichen Sanitäranlagen analysiert und Punkte für Quantität, Barrierefreiheit sowie die Anzahl an Toiletten und barrierefreie Klos in einer Stadt pro Quadratkilometer vergeben.

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München ist die toilettenfreundlichste Touri-Stadt Deutschlands

Dabei landet in dem diesjährigen WC-Ranking München auf dem ersten Platz. Mit 25 von insgesamt 30 möglichen Punkten gilt sie nun als „toilettenfreundlichste Touri-Stadt“ Deutschlands. Im Vorjahr erreichte die bayerische Hauptstadt Platz drei. 

Steigern konnte sich zum Beispiel das öffentliche Örtchen am Kurfürstenplatz in der Nähe des Englischen Gartens, und zwar auf vier im Vergleich zu 3,5 Sternen im Vorjahr. Bei den Bewertungen wurde es unter anderem als „sauber und mit fairen Preisen“ angepriesen.

Amor auf dem Nachttopf ziert das Dach eines Toilettenhäuschens in München.

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Öffentliche Toiletten: Dresden und Heidelberg landen auf Platz zwei 

Dresden konnte den zweiten Platz aus dem Jahr 2020 halten, ebenso wie seine zehn Qualitätspunkte. Doch in diesem Jahr erhielt die sächsische Hauptstadt nur jeweils sieben Punkte in den Kategorien Quantität und Barrierefreiheit. Auch Heidelberg schaffte es auf Platz zwei, musste aber die Spitzenposition aus dem vergangegen Jahr aufgeben. Denn innerhalb eines Jahres verlor der Touristenmagnet am Necker in der Kategorie Qualität ganze fünf Punkte.

Unter anderem wurden die Toilette mit der Adresse „Untere Straße 32“ und die „Sanifair WC-Anlage“ am Hauptbahnhof abgestraft – mit Kommentaren wie „innerlich sind die Toiletten okay, allerdings riecht es dort sehr unangenehm!“ oder „eine Unverschämtheit, dass man dafür noch Geld bezahlen muss“. 

Deutschlands Hauptstadt kann zwar ebenfalls nicht allzu sehr mit Qualität glänzen, dafür aber mit Quantität und Barrierefreiheit. Dadurch sichert sich Berlin 21 Punkte – einen Punkt mehr als Hamburg und damit den dritten Platz.

„Ich liebe dich“: Liebeserklärung an einer City-Toilette in Berlin-Prenzlauer Berg.

So toilettenfreundlich sind die beliebtesten Urlaubsstädte Deutschlands

Das sind die Verlierer im Toiletten-Ranking 2021

Auf den letzten Plätzen tummeln sich unverändert Leipzig und Bremen, Köln und Potsdam teilen sich mit jeweils elf Punkten den vorvorletzten Platz. Immerhin konnte sich Leipzig gegenüber dem Vorjahr um einen Punkt in der Qualität steigern. Überzeugen konnte beispielsweise das öffentliche WC an der Thomaskirche. Mit 3,3 Sternen wird es bei Google als „sauberes Örtchen“ und „gut ausgeschildert“ bewertet.