Die Nächte sind lang, die Tage kurz, die Sonne lässt sich oftmals nur selten blicken und noch dazu ist es kalt: Der Winter ist für einige Menschen die schlimmste Zeit des Jahres. Viele Menschen zieht es daher in den Wintermonaten ins Ausland, um wohlig warme Temperaturen zu genießen und Sonne zu tanken.

Während es in Deutschland ungemütlich ist, kannst du zum Jahresstart auch einfach in Gebiete reisen, in denen gerade Sommer ist. Hier warten Traumstrände, Palmen, Cocktails und wilde Tiere. Wir stellen dir unsere Favoriten vor.

Sansibar: Gewürzinsel mit Traumstränden

Hochsommer zum Jahresbeginn haben all jene, die im Januar auf dem zu Tansania gehörenden Insel-Archipel Sansibar im Indischen Ozean verbringen. Noch vor Weihnachten lassen traditionell die Niederschläge nach und die heißeste und trockenste Zeit des Jahres beginnt: Januar bis März.

Sansibar ist ein wahres Paradies für Sonnenhungrige und Strandliebhaber. Kilometerweit ziehen sich schneeweiße Sandstrände, das Wasser schimmert in allen erdenklichen Blau- und Türkistönen und ist dabei trotzdem glasklar – und rund um Hotels und Bungalows finden sich zahlreiche Palmen für das perfekte Beach-Feeling. Die beliebtesten Badeorte sind Nungwi im Norden und Paje im Südosten.

Wer nicht nur gerne am Strand liegt, sollte einen Schnorchel-Ausflug zum Mnemba-Atoll unternehmen, dem besten Unterwasser-Spot rund um die Hauptinsel Sansibar. Außerdem beliebt: Bummeln in der Altstadt von Stonetown, immerhin Unesco-Weltkulturerbe, oder eine Tour zu den zahlreichen Gewürzplantagen im Inneren der Hauptinsel. Wer es lieber ruhiger und abgelegener mag, nutzt eine der weniger touristischen Inseln: Pemba Island beispielsweise oder die Inseln rund um die südlich gelegene Mafia Island, umgeben von einzigartigen Korallenriffen.

Boote legen an einer Sandbank vor Prison Island auf Sansibar an.

Aktuell benötigst du zur Einreise nach Sansibar und Tansania nur einen bei Ankunft maximal 96 Stunden alten negativen PCR-Test sowie ein ausgefülltes Online-Gesundheitsformular. Obacht: Sansibar hat ein extra Gesundheitsformular!  

Costa Rica: Traumstrände mit Blick auf Faultiere und Affen

Am Strand liegen umgeben von Affen, Faultieren, Schildkröten, Papageien oder Waschbären – das ist möglich, in Costa Rica! Der Regenwald befindet sich nicht nur im Landesinneren, sondern auch an Pazifik- und Karibikküste und verbindet somit die einmalige Tier- und Pflanzenwelt mit Traumstränden.

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Wenn es in Deutschland so richtig kalt wird, beginnt langsam der Sommer in Costa Rica. Im Januar kannst du nach Costa Rica reisen, ohne mit allzu viel Regen rechnen zu müssen. Das Wetter wird nämlich traditionell von Dezember bis März immer besser, ehe im April die Regenzeit beginnt. 

Das Coole: In Costa Rica kannst du direkt aus zwei Meeren wählen. Im Osten findet sich die Karibikküste, an der einige Strandabschnitte auch immer mal wieder gesperrt sind, weil dort geschützte Meeresschildkröten ihre Eier ablegen. Dennoch wirst du rund um die beliebtesten Ferienorte Tortuguero, Puerto Limón und Cahuita bestimmt einen schönen Platz für den Badeurlaub finden.

Weißer Sandstrand an der Pazifikküste Costa Ricas, im Hintergrund der Regenwald des Manuel Antonio Nationalparks.

Ansonsten hast du eine große Auswahl an Traumstränden auf der Pazifikseite im Westen des Landes. Vor allem die Halbinsel Nicoya ist dafür bekannt. Beliebte Ziele bei Touristen sind etwa Santa Teresa, Samara oder das einstige Dorf für Hippies und Aussteiger, Montezuma.  

Oman: Strandurlaub mitten in der Wüste

Du kanntest auf der Arabischen Halbinsel bisher vor allem Dubai, Katar oder Israel als Urlaubsziele? Nun dann mal aufgepasst, denn der Oman ist ganzjährig ein Reiseziel für den Strandurlaub. Auf zehn Sonnenstunden kommt das kleine Land im Januar pro Tag, dazu wird es an der Küste noch zwischen 25 und 30 Grad warm.

Wenn du vor allem baden möchtest, solltest du dir Orte wie Salala anschauen. Dort ist die touristische Infrastruktur schon ausgebaut und du kannst kilometerlang am Strand spazieren gehen – vor einer beeindruckenden Felskulisse. Das Arabische Meer kommt noch auf rund 25 Grad Wassertemperatur und deine Schnorchel-Ausstattung kannst du auch einpacken. Außerdem warten zahlreiche Lagunen und viele Vögel auf Naturfreundinnen und Naturfreunde.

Wenn du etwas mehr Action möchtest, solltest du eine Wanderung ins Wadi Darbat unternehmen. Mitten in einer der trockensten Gegenden findet sich hier ein wunderschöner türkisfarbener Wasserfall. Oder du fährst weiter nach Mughsail, wo die Gezeiten die Felsen so verändert haben, dass regelmäßig Fontänen aus dem Boden ploppen.  

Luftaufnahme von Salalah im Oman, mit Blick auf den Strand und den Indischen Ozean.

Gambia: Baden mit Aussicht auf Delfine

Bis vor wenigen Jahren war Gambia in Westafrika kaum bekannt unter Reisenden, doch das hat sich inzwischen geändert. Denn das kleine Land hat eine regelrechte Tourismus-Offensive gestartet. Der Januar ist zwar der kälteste Monat des Jahres, aber dafür ist Trockenzeit – und bei 25 bis 30 Grad tagsüber sind die Temperaturen für einen Badeurlaub perfekt.

Die Küstenlinie von Gambia beträgt nur 80 Kilometer, das schmale Land ist umgeben von Senegal. Dennoch ist es vor allem der Strandtourismus, der hier boomt. Nahezu die gesamte Küste ist inzwischen mit Hotels, Bungalows und Ferienanlagen bebaut, sodass du bei deiner Reise viel Auswahl hast. Besonders beliebt ist das Gebiet rund um die Flussmündungen des Gambia-Flusses und seiner Nebenarme, da hier viele Delfine anzutreffen sind. 

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Wenn du nicht nur faul am Strand liegen möchtest, solltest du unbedingt entlang des Gambia-Flusses das Landesinnere kennenlernen. Zwar wurden die meisten großen Säugetiere von den Kolonialisten ausgerottet, doch nach wie vor hat Gambia ein durchaus beeindruckendes Wildlife. So kannst du etwa verschiedene Affenarten, Krokodile, Antilopen oder Nilpferde entdecken. Zudem gibt es ein Schutzgebiet, in dem die letzten verbliebenen Schimpansen leben. 

Palmenstrand von Sanyan im westafrikanischen Gambia.

Gambias Grenzen sind inzwischen wieder geöffnet. Internationale Gästinnen und Gäste sind willkommen. Wer keinen vollständigen Impfschutz hat, benötigt zur Einreise allerdings einen negativen PCR-Test, der maximal 72 Stunden alt sein darf.

Bahamas: Traumurlaub mit Hollywood-Faktor

Ein Insel-Archipel mitten in der Karibik, das sind die Bahamas. Mehr als 700 Inseln gehören zu dem kleinen Land – und einige stehen dir für deinen Strandurlaub zur Verfügung. Auf den Bahamas dreht sich alles rund um den Tourismus, vor der Corona-Pandemie machte der Sektor 50 Prozent des gesamten Bruttosozialproduktes aus.

Einen großen Aufschwung erhielt der Tourismus unter anderem durch Hollywood: Einige der James-Bond-Filme wurden nämlich auf den Bahamas gedreht. 

Naturschutz wird auf den Bahamas großgeschrieben. Hier finden sich 22 Nationalparks an Land sowie im Meer. Geschützt sind zahlreiche Lagunen, Mangroven, Sümpfe und Korallenriffe. Einige Inseln dürfen sogar von Menschen nicht bewohnt werden und dienen ausschließlich Tieren wie Flamingos oder Meeresschildkröten als Zuhause.

Karibik-Feeling auf den Bahamas.

Eine tierische Attraktion auf den Bahamas ist übrigens durch soziale Medien groß geworden: das Baden mit den Schweinen im Meer. Dabei solltest du allerdings zum Schutz der Tiere darauf achten, sie nicht zu füttern, und du solltest dich ihnen nur nähern, wenn sie das auch zulassen. Die Schweinchen leben auf der Insel Big Major Cay – und wenn es ihnen zu viel wird, beißen sie Badegästen auch mal in den Po.

Übrigens: Die Einreiseregeln der Bahamas ändern sich am 7. Januar 2022: Bisher können vollständig Geimpfte auch mit einem Antigen-Schnelltest einreisen, nur Ungeimpfte benötigen einen PCR-Test. Ab 7. Januar wird für alle ein PCR-Test verpflichtend. Die Tests dürfen maximal 72 Stunden alt sein und vorab online hochgeladen werden. 

Kenia: Entspannen an einem der schönsten Strände weltweit

Kilometerlanger feiner weißer Sand, dazu türkisfarbenes Meerwasser, das sich in der afrikanischen Sonne auf 29 Grad erhitzt: Kenia ist im Januar ein wundervoller Ort für Sommerurlaub. Der Diani Beach zählt nicht umsonst zu den schönsten Stränden weltweit, wenngleich auch andere Orte wie Lamu, Malindi, Bamburi oder Watamu ihren Reiz haben.

Du kannst dich entweder bei bis zu 35 Grad in der Sonne brutzeln lassen oder du startest zur Erkundung der Unterwasserwelt – immerhin hat Kenia auch fünf Marine-Nationalparks. Das sind geschützte Korallenriffe im Meer, die du beim Schnorcheln oder Tauchen kennenlernen kannst.

Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du unbedingt noch eine mindestens dreitägige Safari einplanen: Von vielen Orten an der Küste aus kannst du den Tsavo-East-Nationalpark – den größten des Landes – binnen zwei bis drei Fahrstunden erreichen. Hier triffst du auf Löwen, Elefanten und andere wilde Tiere.

Weißer Sandstrand und türkises Meer, umgeben von grünen Pflanzen, auf Chale Island in Kenia.

Auch hier ist der Januar eine gute Zeit: Weil Trockenzeit ist, ist das Gras niedrig und du kannst die Tiere einfacher sehen. Außerdem versammeln sich viele an den großen Wasserlöchern zum Trinken und Baden. 

Allerdings: Auch Kenia lässt nur Geimpfte ins Land. Seit dem 21. Dezember gelten neue Einreiseregeln, wonach der Zutritt nur noch vollständig Geimpften erlaubt wird. Zudem wird ein maximal 72 Stunden alter negativer PCR-Test benötigt, der vor der Reise online via Panabios zertifiziert werden muss. Zur Einreise ist zudem ein QR-Code notwendig, den Reisende nach dem Ausfüllen eines Online-Gesundheitsformulars bekommen.

Mexiko: Karibische Strände mit Blick auf Maya-Stätten

Schwimmen im traumhaften karibischen Meer und dabei auf historische Maya-Stätten blicken? Das geht in Mexiko. Genauer gesagt in Tulum auf der Yucatán-Halbinsel. Tulum ist nämlich nicht nur als Ferienort für Strandurlaubende bekannt, sondern auch für seine Geschichte.

Der feine weiße Sand aus Korallen fällt flach ins Meer ab, sodass auch jene, die sich im Schwimmen nicht so sicher fühlen, hier ins Wasser können. Durch ein vorgelagertes Riff wird zudem die Strömung ferngehalten, starken Wellengang musst du hier also nicht fürchten.

Und wenn dir auf dem Meer doch mal zu viel los ist, kannst du einfach eine der umliegenden Cenoten besuchen. Cenoten sind eine Art Höhlensystem unter Wasser, das aus Karstgestein besteht und komplett mit Wasser gefüllt ist. Hier kannst du schwimmen, schnorcheln oder tauchen.

Blick auf Maya-Ruinen und den Strand von Tulum in Mexiko.

Wenn du etwas Abwechslung brauchst, unternimm einfach einen Ausflug zum Sian-Ka'an-Nationalpark rund zehn Kilometer südlich der Stadt. Hier kannst du auf Safari gehen und mit viel Glück Pumas, Jaguare und Tapire sehen. Auch zahlreiche Vögel und Seekühe leben in dem von Lagunen durchzogenen Gebiet direkt am Karibischen Meer.

Mexiko gilt nach wie vor als Land, das in der Corona-Pandemie die wenigsten Einschränkungen für Reisende hat. Es ist weder ein Impfnachweis, noch ein Corona-Test vorzuweisen. Auch eine Online-Registrierung gibt es nicht. Allerdings haben einige Hotels inzwischen eine Testpflicht eingeführt.

Malediven: Das Synonym für den perfekten Strandurlaub

Die Malediven sind quasi das Synonym für Traumstrand und Strandurlaub. Was braucht es hier also an Erklärungen? Im Januar wird es täglich wärmer als 27 Grad, der Indische Ozean ist mit 29 Grad auch schnuckelig warm. Dazu regnet es statistisch gesehen nur noch an drei Tagen im Monat.

Nun hast du nur noch die Qual der Wahl, denn die Malediven bestehen aus zahlreichen Atollen und insgesamt 1196 Inseln. Okay, nicht auf allen kannst du wohnen, aber immerhin gibt es auf rund 365 der Inseln Hotels, Ferienanlagen und Bungalows. 

Um einige der Inseln herum wurde inzwischen ein Nationalpark errichtet, weil der wachsende Tourismussektor mit Auswirkungen wie einer mangelnden Müllentsorgung sowie die Überfischung der Meere dazu beigetragen hat, dass die Korallenriffe vor den Malediven stark beschädigt werden. Dennoch kannst du hier noch viele Meeresbewohner antreffen– von einigen Bungalows, die auf dem Wasser gebaut wurden, hast du quasi aus dem Bett die Sicht auf Rochen, Haie und Co.

Wasserbungalows auf dem Nord-Mal-Atoll auf den Malediven.

Südafrika: Zwischen Surferparadies und Antarktisstrom

Südafrika ist kein klassisches Land für den Strandurlaub, die wenigsten kommen für einen reinen Aufenthalt an einem der zahlreichen Strände. Dabei hat auch Südafrika wundervolle Ecken zum Baden – und zwei Ozeane, die am Kap Agulhas aufeinandertreffen: Indischer Ozean und Atlantik.

Zum Baden eignet sich der Indische Ozean besser, denn das Wasser ist deutlich wärmer. Der Antarktisstrom bringt sehr kaltes Wasser zum Atlantik – an der Süd- und Westküste Südafrikas kann die Wassertemperatur einstellig werden! Wer also gerne nicht nur eine kurze Erfrischung sucht, orientiert sich östlich von Kap Agulhas. 

An der touristischen Gardenroute finden sich hier zahlreiche Möglichkeiten. Während Jeffrey's Bay als Surferparadies gilt, kannst du unweit davon in Wilderness oder in Plettenberg Bay Strandurlaub machen. Dennoch: Die Strömung solltest du nicht unterschätzen, zudem werden hier immer mal wieder Haie gesichtet. 

Blick auf die Landschaft und den Strand von Plettenberg Bay im Süden Südafrikas.

Wer den ruhigeren Ozean sucht, fährt an die Ostküste, etwa zur Dolphin Coast bei Durban. Dort sind die Strände nicht ganz so schön (ohnehin ein wenig unfair, die schönsten Strände hat Kapstadt – aber auch das kälteste Wasser!), aber dafür ist das Badevergnügen im Wasser angenehmer.

Noch bis einschließlich Montag, 3. Januar 2022, gilt Südafrika als Virusvariantengebiet. Am 4. Januar wird das Land aber heruntergestuft zum Hochrisikogebiet. Geimpfte und Genesene müssen nach der Rückkehr nach Deutschland nicht mehr in Quarantäne, Ungeimpfte können sich nach fünf Tagen von der Quarantäne freitesten. Wer nach Südafrika reist, benötigt einen maximal 72 Stunden negativen Corona-Test sowie eine Einreiseanmeldung.

Kuba: Karibikurlaub mit Nostalgie-Faktor

Angenehmes Klima mit selten mehr als 35 Grad, dazu kein Regen: Der deutsche Winter ist die beste Jahreszeit für einen Karibik-Urlaub auf der Insel Kuba. 3735 Kilometer Küstenlinie warten hier auf Badeurlaubende – und das mit Traumstränden.

Am bekanntesten ist Varadero im Norden Kubas, rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Havanna. Hier finden sich zahlreiche große Ferienanlagen mit vier und fünf Sternen, aber auch kleinere Bungalows oder Casa Particular findet man auf der 20 Kilometer langen, sehr schmalen Halbinsel. Früher war es übrigens den Einheimischen verboten, hier zu baden, erst durch die Revolution 1959 durften auch Kubanerinnen und Kubaner den Traumstrand genießen.

Wer jedoch etwas mehr Ruhe will, sollte sich abseits von Varadero orientieren. Und Kuba hat jede Menge Traumstrände zu bieten. Wie wäre es etwa mit einem Trip an die Schweinebucht? Zwischen Playa Larga und Playa Girón kannst du nicht nur viel zur Geschichte lernen, sondern auch an tollen Stränden baden. Zudem kannst du in einem Sumpfgebiet nach Flamingos Ausschau halten oder in einer Cenote tauchen (oder schwimmen).

Der Paraiso Beach ist der bekannteste Strand auf Cayo Largo auf Kuba.

Für noch mehr Abgeschiedenheit wählst du eine der zahlreichen kleinen Inseln vor der Nordküste Kubas: Die Cayos bieten mehr Ruhe und weniger Touristinnen und Touristen als die Hauptinsel.

Aber Obacht: Am 5. Januar ändert Kuba die Einreiseregeln. Dann dürfen nur noch geimpfte Touristinnen und Touristen auf die Karibikinsel. Obligatorisch bleibt für alle dennoch der negative PCR-Test, der bei der Abreise maximal 72 Stunden alt sein darf.